Umzug in andere Gemeinde - Schule/Kita wechseln?

Hi,
Wir werden voraussichtlich nächstes Jahr im Herbst umziehen. Zwar nur ein Dorf weiter (5 min mit dem Auto), aber eine andere Gemeinde. Unser Großer geht dann in die 3. Klasse und unser Kleiner ist dann im Sommer 6 Jahre alt, ist ein Kann-Kind. Könnte dann also theoretisch eingeschult werden. Nun zu unseren Gedankengängen:

1. Variante:
Der große bleibt noch die 3. Klasse in der jetzigen Schule und der kleine bleibt doch noch ein Jahr länger dort in seiner Kita. Oder wird ggf. dort eingeschult. Auch vielleicht erst 2024?!

Aber wie geht es weiter? Wir müssen danach zwei Orte anfahren (würden auch ggf Oma und Opa machen), weil der Große dort die Grundschule beendet und der Kleine auf der andere Schule eingeschult wird. Oder der Große muss das letzte Jahr auf die neue Schule wechseln und der kleine wird dort eingeschult.

2. Variante:
Der Große geht ab nächstem Jahr auf die neue Schule und der kleine wird dann dort schon als Kann-Kind eingeschult. Beide sind dann wenigstens zusammen neu und können sich gegenseitig "stärken"?

3. Variante:
Der Große geht nächstes Jahr auf die neue Schule und hat dort dann noch 2 Jahre. Und der Kleine in den neuen Kindergarten und lernt dort schon die Kinder kennen, mit denen er eingeschult wird.

Hängt natürlich auch von der Schule/ Kita ab, ob sie da so mitmachen. Bei der neuen Schule wäre noch der Vorteil, dass meine Mutter in dem Ort wohnt und mein Arbeitsweg dran vorbei führt. Die neue Kita wäre direkt bei uns im Ort. Die alte Schule und Kita sind jetzt 10 Min mit dem Auto entfernt, nach dem Umzug also 15 Minuten. Wobei wir den Großen auch nur zur Bushaltestelle bringen müssten. Würden beide auf die jetzige Schule gehen müssten beide in den Frühdienst, damit wir nicht zweimal bei unterschiedlichen Stundenplänen fahren müssten (keine Ahnung, ob das geht, weil wir ja nach dem Umzug für die Einschulung ja glaube ich an die Gemeinde gebunden sind. Aber da ist der Schulschluss ja ggf. auch noch ein Problem. Es spielen so viele Faktoren rein...

Sorry für den langen Text. Ich hoffe ihr könnt meinen Gedanken folgen.#schwitz

Vielleicht habt ihr ja auch noch andere Ideen.
Bin auf jeden Fall für jeden Rat dankbar.

Welche Variante?

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Nicht die Schule / KiTa entscheidet, wohin Eure Kinder gehen, sondern die Kommune. Ihr müsst nämlich für beide Kinder einen Gast- KiTa/Schulantrag stellen. Und die werden nur in besonderen Fällen genehmigt, weil die Wohnortkommune an die KiTa- / Schulkommune in solchen Fällen Ausgleichszahlungen leisten muss. Und das findet natürlich keine Kommune besonders gut, wenn sie selber ausreichend KiTa- / Schulplätze anbieten kann.

Ich würde also davon ausgehen, dass beide Kinder wechseln müssen. Ob der Kleine vorzeitig eingeschult wird, würde ich von seiner Entwicklung abhängig machen. Dass sich die Kinder gegenseitig den Rücken stärken können, halte ich bei der Klassendifferenz (1. vs 3.Klasse) für eher unrealistisch und ein bisschen viel verlangt. In vielen Schulen haben die Erstklässler sogar einen eigenen Schulhof.

Grüsse
BiDi

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Wenn es geht, dann die 3. Variante.
Da kann dein Großer nämlich die Kinder kennenlernen, mit denen er weiter zur Schule geht. Und erfahrungsgemäß ist ein Schulwechsel umso dramatischer, je älter die Kinder sind.

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Ich würde auf jeden Fall Variante 2 oder 3 nehmen. Also auf jeden Fall die Kinder gleich in den neuen Ort wechseln lassen. Gerade der Wechsel von der 2. zur 3. Klasse ist ganz gut für einen Schulwechsel. Zumindest bei uns bekommen die Kinder dann in de Regel eine neue Klassenlehrkraft - somit ist sowieso ein Wechsel da. (Natürlich bleiben die Kinder in der Klasse gleich.) Und dann hätte dein größeres Kind zwei Jahre Zeit, sich in die neue Klasse einzuleben - das ist sicher besser, als zur 4. Klasse zu wechseln.
Beim jüngeren Kind würde ich abhängig von seinem Entwicklungsstand entscheiden, ob er eingeschult wird oder nicht. Aber auf jeden Fall im neuen Ort, also entweder Vorschule im Kindergarten oder erste Klasse.

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Keine Ahnung wo du wohnst, hier geht das nicht.( NDS/ Einzugsgebietregelung)

Selbst Umzug innerhalb der Stadt bedeutet Schulwechsel zum neuen Schuljahr.

Anträge kann man stellen, werden aber nicht stattgegeben--- weil jede Schule ihre Kids braucht um die Schule zu erhalten---hier wurden schon 2 GS geschlossen....mangels Schüler...

Bei unserem Sohn ( waren 18 Kids) gehen jetzt nach den Ferien 2 Kids auf andere GS.... wegen Umzug innerhalb der Stadt... dann sind sie nur noch 16 in der Klasse..... und die andere Schule hat dann statt 14 auch 16 Kids ( einzügig).....

und das eine Kind besucht dann die 6 !!!! GS..... und kommt in die 3 Klasse.... wegen Umzügen.....


Ich würde erstmal rauskriegen, was überhaupt geht und dann entscheiden....

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Hallo,

bezüglich Grundschule haben wir gerade so entschieden:

Das Kind wechselt zum Beginn der 3.Klasse an die neue Schule, obwohl wir erst gegen Ende des Schuljahres umziehen.

Sowohl die alte als auch die neue Schule hatten Verständnis dafür, dass wir das Kind nicht zum 4.Schuljahr wechseln lassen wollten. Da steht ja bald der Übergang an die weiterführende Schule an - und wie soll der neue Lehrer ein realistisches Halbjahreszeugnis schreiben, wenn er das Kind kaum kennt?
Außerdem lernt sie so schon Kinder kennen, die ggf mit auf dieselbe weiterführende Schule wechseln.

Das waren so unsere Gedanken dazu. Ein Kindergartenkind haben wir nicht mehr - aber ich würde auch dazu tendieren, die KiTa zu wechseln. Dann wird mit den Freunden zusammen eingeschult.
Also Variante 3.

Dass die Kinder sich gegenseitig stärken, halte ich für unrealistisch. Und meine Mädels glucken wirklich sehr eng zusammen. Aber in der Schule hat doch jeder sein Ding zu machen und die Altersgruppen bleiben eher für sich. Da kann so ein kleines, einsames Geschwisterkind eher dabei stören, neue Kontakte zu knüpfen.
Wenn aber beide Kinder in derselben Situation sind (neue Schule und neue KiTa) hilft das moralisch trotzdem irgendwie.

LG!

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Hallo,
also falls es keine weiteren kindbezogenen Gründe gibt, werden das die Gemeinden unter sich ausmachen. Natürlich darfst du einen Gastantrag stellen … aber ohne weitere Gründe ist das eben schwer.
Tendenziell würde ich so schnell wie möglich wechseln. Falls natürlich nur noch 2 Wochen von dem Schuljahr oder Halbjahr übrig sind, dann würde ich nicht mittendrin wechseln.