Schlechte Noten

Meine Tochter, 5. Klasse Gymnasium, hatte im Zeugnis ziemlich schlechte Noten. Wir sind Ausländer und eigentlich kennen wir es so, dass die Schule die Eltern während des Schuljahrs informiert, falls sich das Kind verschlechtert hat und alle Noten von Eltern unterzeichnet werden müssen. Ich bin überrascht, dass uns hier das Gymnasium über Noten gar nicht informiert und auch nicht über die Tatsache, dass sich das Kind verschlechtert hat. Nächstes Schuljahr werde ich mich da mehr engagieren, das wollte ich nicht machen, um nicht unnötig die Lehrer zu beschäftigen. Aber es ist leider notwendig, wenn die uns nicht informieren. Ist das überall so, oder ist nur unser Gymnasium zu faul um Eltern zu kontaktieren?

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Schade das es erst das Zeugnis geben muss , bevor ihr euch interessiert!

Da Schuljahr ist lang , lernt ihr nie mit ihr? Fragt ihr nicht nach den Arbeiten?


Das euch das nicht aufgefallen ist finde ich traurig.

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Woher soll ich wissen, wann sie welche Arbeiten schreibt, wenn die Schule es mir nicht mitteilt? Die Schule verlässt sich darauf, dass die Kinder es sagen, aber es sind halt nur Kinder, die vergessen es oder notieren es nicht. Und es wird dann von der Schule immer gesagt, dass die Kinder selbständig werden müssen und von eigenen Fehlern lernen. Daher ist Kontrolle seitens der Eltern unerwünscht. Vielleicht ist es auf euerer Schule anders.

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Hier werden Klassenarbeiten angekündigt und ja meine Kinder trauen sich sowas auch daheim zu erzählen.

Ebenso kann man bei uns anstehende Arbeiten ect. im Webuntis (app für Stundenpläne ect ) ersehen.
Ich unterschreibe jede Arbeit , ich helfe meinen Kindern auch beim lernen wenn sie dies benötigen.

Unerwünscht , sry aber das ist für mich eine Ausrede. Wenn man an den Kindern und deren Leistungen interessiert ist , dann klemmt man sich als Elternteil dahinter und wartet nicht einfach stumm ab.

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Gab es keinen Elternsprechtag?
Gab es keine Klausuren?

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Bei uns gab es nur Elternabende, aber dort wurde nur die Klassenfahrt o.ä. besprochen, wir bekamen dort keine Notenübersicht zur Einsicht. Wenn meine Tochter ein Heft vergessen hat, dann hat der Lehrer so ein Stempel ins Heft gegeben und ich musste es unterschreiben. Aber wenn sie eine 6 im Diktat geschrieben hat, dann hat sich keiner gemeldet. Schon komisch, oder?

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Naja ich kenne es so, dass die eltern die Klassenarbeiten sehen und Unterschreiben müssen, damit die lehrer auch gesehen haben, dass man es gesehen hat.

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Hier müssen Klassenarbeiten unterschreiben werden. Bei uns wird informiert, wenn die Leistung signifikant abnimmt. Das kann man aber in der 5. Klasse noch nicht so ganz einschätzen, das Kind ist ja quasi neu. Es sei denn, im Halbjahreszeugnis waren überall 1 und 2 und plötzlich 4 und 5. Da würde ich auch Mal nachfragen. Bei uns gab es im Halbjahr jeweils Sprechstunden mit den Lehrern, da wäre ich sicher aufgeschlagen, wenn mir etwas auffiele. Aber redet ihr nicht mit eurem Kind? Wann stehen Tests an, was gab es für Noten?

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Am Anfang des Schuljahres habe ich es im Chat gesehen, dass die Kinder oft nach Hausaufgaben fragen und dann keiner so richtig die Antwort weiß. Seitens der Schule hieß es, dass die Kinder das nicht im Chat ständig fragen sollen, sondern im Unterricht aufpassen müssen. Dann hat auch keiner mehr gefragt, aber viele wussten gar nicht, wann was geschrieben wird. Da hilft es auch nicht, wenn ich sie zu Hause frage wann Tests anstehen. Ich denke die Schule erwartet da zu viel. Schade, dass sie überhaupt nicht mit Eltern kommunizieren, denn so wissen wir nicht, wie wir die Kinder unterstützen sollen. Denn solange ich von der Schule nichts höre, denke ich, es ist alles in Ordnung. Aber offensichtlich ist dem nicht so.

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Es kann natürlich sein, dass die Lehrer zu viel erwarten. Es könnte aber auch einfach an der Umstellung liegen. In der weiterführenden Schule, erst recht auf einem Gymnasium, geht der Lehrer nicht mehr herum und kontrolliert, ob alle Kinder ihre Hausaufgaben eingetragen haben. Das müssen die Kinder lernen. Dem einen fällt das leicht, anderen schwer. Mein Kind war zwischenzeitlich der Meinung, es müsse die Hausaufgaben nicht eintragen, es kann sich das merken. War aber nicht so. Also achte ich jetzt mehr darauf, dass etwas im Hausaufgabenheft steht und erinnere daran, dass mein Kind alle Hausaufgaben eintragen muss. Die Lehrer behellige ich damit nicht. Mein Kind muss das lernen.

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Bei uns gibts 3 Notenberichte im Jahr und 5er und 6er müssen unterschrieben werden.
Was sagt denn euer Kind dazu?

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Hey!

Als ich Schülerin am Gymnasium war, brauchten wir keine Arbeiten unterschreiben zu lassen, die Lehrer informierten unsere Eltern nie über irgendwas. 2x im Jahr gab es einen Elternsprechtag, zu dem wir Einladungen mitbekamen. Wenn unsere Eltern nicht hingingen, war das auch ok.

Jetzt bin ich Lehrerin an einer Gesamtschule. Dort fordern manche Lehrer Elterngespräche und Unterschriften ein, es gibt jedes Quartal Noten. Hier laufen die Lehrer den Eltern viel mehr hinterher, weil die Schüler oft viel unselbständiger und die Eltern weniger engagiert sind.
Ich kann mir vorstellen, dass auf dem Gymnasium einfach erwartet wird, dass Kinder Noten mitteilen, die Eltern im Bilde sind. Es wird erwartet, dass die Kommunikation zu Hause läuft und zum Ende der Erprobungsstufe eben sehr selektiert. Da ist dann die fehlende Selbständigkeit ein Selektionskriterium.

Was sagt denn deine Tochter dazu?

Liebe Grüße
Schoko

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Hast du deine Tochter denn gar nicht nach den Noten gefragt oder warum sie keine Arbeit vorlegte?

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Ehrlich gesagt, hätte ich als Kind auch nicht die schlechten Noten den Eltern erzählt, wenn ich nicht musste, aber sie mussten jede Note unterschreiben, daher hatte ich keine Wahl. Und dann hatten sie mir immer geholfen, bevor sich welche Wissenslücken aufbauen konnten.

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Genau DAS ist ein Punkt, den man von einem Schüler des Gymnasiums erwartet. Die Kommunikation läuft nicht mehr zwischen Eltern und Lehrern, sondern zwischen Schüler und Lehrer bzw. Schüler und Eltern. Der Kommunikationskanal Lehrer-Eltern wird tatsächlich nur genutzt, wenn es extrem ernst ist. Oder um es klar auszudrücken: Die Lehrer melden sich erst, wenn die Versetzung gefährdet ist … keinen Tag vorher.

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Ist aber an sich allgemein an den weiterführenden Schulen so , an unserer Gesamtschule läuft es auch nur im Äußersten Notfall über die Lehrer Eltern schiene.

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Aber es soll auch so kommuniziert werden, denn es gibt viele Eltern mit Migrationshintergrund, die das deutsche Schulsystem nicht kennen. Es wäre schon nützlich zu wissen, wie sich hier die Kommunikation Schule-Eltern gestaltet. Denn in vielen anderen Ländern informiert die Schule die Eltern, das ist Selbstverständlichkeit. Ich bezahle Steuern und erwarte, dass die Lehrer meinem Kind etwas beibringen. Und wenn das Kind schlechte Noten hat, dann ist der Lehrer Schuld, weil er dem Kind nichts beigebracht hat beziehungsweise die Eltern nicht informiert hat, dass das Kind sich verschlechtert hat und ggf. Unterstützung benötigt.

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Also bei uns mussten man in Klasse 5 und Klasse 6 als Erziehungsberechtigter jede Klassenarbeit unterschreiben. Wurde die Unterschrift von den Schülern mehrfach vergessen, Info an die Eltern.In Klasse 7 war es nicht mehr so, die Noten hat unsere Tochter aber immer mitgeteilt und ich habe sie auch notiert - einfach für mich um ein bisschen den Überblick zu bewahren.
Zudem gibt es ja Halbjahresinformationen mit Noten, die den aktuellen Stand des Kindes zeigen. Im Zuge der Halbjahresinfos kann man dann Gespräche mit dem Lehrern ausmachen - manchmal ist schon angekreuzt, dass ein Gespräch gewünscht ist (das ist dann meist, wenn die Noten schon brenzlig sind).
Sollte zum Halbjahr noch alles "im grünen Bereich" gewesen sein und die Zensuren Deines Kindes sind auf einmal um 1 oder 2 Noten runter, ohne dass Ihr davon überhaupt was mitbekommen habt, dann wäre das tatsächlich in meinen Augen ein Versäumnis der Schule.....oder Eure Tochter hat einfach die schlechten Arbeiten unterschlagen.

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Mir als Lehrerin kommen da Aggressionen hoch, wenn das Kind am Ende des Jahres schlechte Noten hat und dann natürlich die Lehrer schuld sind.
Ist dir nie in den Sinn gekommen, mal dein Kind nach einer Note zu fragen? Spätestens November sind die ersten Noten gefallen.
Als Mutter wunderst du dich nicht, wenn das ganze Jahr über dein Kind von keiner Note erzählt?
Du bist die auf die Idee gekommen zum Elternsprechtag geschweige denn in die Sprechstunde zu gehen?
Dass man mal eine Schulaufgabe verbummelt ok, aber dein Kind hat keinen einzigen Termin gewusst? (So nebenbei hängt meist ein Terminplan im Klassenzimmer aus und die Lehrer sagen nicht nur einmal, wann die nächste Prüfung ist)

Sorry, aber wenn dein Kind wirklich so unselbstständig ist und deine einzige Reaktion auch nur die Schuldsuche bei den Lehrern/Schule ist, solltet ihr über eine Privatschule
Mit individueller Betreuung nachdenken

Nur mal so am Rande: als Lehrer am Gymnasium habe ich pro Schuljahr ca 250 Schüler. Nein, ich melde mich bei dringenden Problemen bei den Eltern, nicht wenn das Kind nicht in der Lage ist, die noten zu erzählen

1. Was heißt für dich eigentlich schlecht?
2. Bist du dir sicher, dass nichts unterschrieben wurde oder kann es sein, dass dein Kind die Unterschrift fälscht?

Es MUSS zwischendurch entweder ein Zwischenzeugnis oder Notenberichte gegeben haben.

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Einige Noten musste ich unterschreiben, aber nicht alle. In Mathe schrieben sie immer Montags einen Test, in Deutsch Diktate. Von Diktaten habe ich bis Elternabend nichts erfahren. Meine Tochter hat eine Rechtschreibstörung, darüber ist die Deutschlehrerin informiert, sie habe ich persönlich kontaktiert. Aber ich muss sagen, ich hätte da mehr Unterstützung von der Deutschlehrerin erwartet. Selber hat sie sich nie gemeldet.
Meine Tochter macht auch eine Rechtschreibtherapie in einem Institut. Da haben wir alle 3 Monate ein Gespräch. Sie schreibt dort schon fast fehlerfrei. In der Schule gibt es immer noch eine 5 oder 6 in Diktaten. Selbstverständlich zeigt sich das Rechtschreibproblem auch bei anderen Fächern. In Mathe ist sie gut, aber Schreiben unter Zeitdruck funktioniert nicht. Wenn sie in Nawi statt "Schienbein" "Schinenbein" schriebt, ist es ein Fehler.

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Sorry aber so wie du schreibst, läuft da von deiner Seite einiges schief und deine Beziehung zu deinem Kind ist auch eher ausbaufähig.
Der erste Elternabend der 5. Klassen ist im Oktober. Wenn du ab da von den Dikatten wusstest, passt das doch.
Jeden Montag ein Test in Mathe und du bist am Ende trotzdem nicht im Bilde?

Welche Unterstützung erhoffst du dir wegen der Rechtschreibschwäche? Ist dir bewusst, dass das mittlerweile 20-30% der Schüler haben?
Und mal ne blöde Frage: ist das eine Diagnose vom Arzt oder hast du die Diagnose gestellt?
Wenn die nämlich vom Arzt ist, darf die Rechtschreibung nicht gewertet werden. Wenn das einfach nur von dir kommt, hat das keine Relevanz

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Hei.
Es wird sehr viel wert auf Eigeninitiative gelegt auf einem Gymnasium. Es wird einmal gesagt wann eine Arbeit geschrieben wird und die lerninhalte.
Tests wurden nur knapp vorher angekündigt. 5en und 6en mussten unterschrieben werden.
Wenn die Versetzung in Gefahr wurde wurden die Eltern informiert.

So war es zumindest bei mir. Aber als ich mein abi gemacht habe ist auch schon 11 Jahre her.