Ich bereue es dass ich mein Kann Kind eingeschult habe

Hallo ihr Lieben.
Meine Tochter wurde als kann Kind dieses Jahr eingeschult. Ich war lange unentschlossen da sie noch sehr verspielt und verträumt ist. Auf der anderen Seite aber wahnsinnig wissbegierig und schlau. Sie wollte unbedingt in die Schule also haben wir sie eingeschult. Nun bereue ich es irgendwie. Man merkt dass sie dort die jüngste ist. Sie kann sich nicht durchsetzen. Ich muss dazu sagen sie kannte niemanden am Anfang. Nun erzählt sie seit einer Weile von einem Mädchen mit dem sie wohl viel macht. Heute Morgen sah ich die beiden dann miteinander. Das Mädchen ist einem guten Kopf größer, wirkt einfach schon viel älter. Was mir aber garnicht gefiel war wie sie mit meiner Tochter umging. Sie zog sie zur Bank. (Ich beobachtete dies von weitem) meine Tochter machte dann ihre Schultasche auf und das Mädchen wühlte sich einmal durch. Wie ich erfuhr ist das Mädchen einmal sitzen geblieben, also wahrscheinlich bereits 8 Jahre. Ich weiß nicht warum aber ich habe so ein ungutes Gefühl. Meine Tochter ist gerade erst 6 Jahre. Ein wahnsinniges liebes, gutgläubiges Mädchen. Ich habe Angst das sie ausgenutzt wird oder falsch behandelt wird. Sie saß wohl schon ganz alleine in der Pause weil plötzlich niemand mehr mit ihr spielen wollte. Mit der Lehrerin kann man leider auch nicht sprechen. Sie wirkt generell extrem überfordert. Es ist ihre erste klasse, das Studium hat sie dieses Jahr erst beendet.
Ist es möglich ein Kann Kind nochmal raus zu nehmen? Geht sowas überhaupt?

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Hallo,

ich denke rausnehmen wird nicht gehen. Beobachte erstmal weiter, wie sie in der Schule selber und auch mit den Kindern klar kommt. Ggf. wird sie die erste Klasse nochmal wiederholen.

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Hallo,
nur sprechenden Menschen kann geholfen werden. Sprich mit der Lehrerin über deine Sorgen/ Gedanken. Woran machst du, dass sie überfordert ist? Jeder von uns hat einmal im Berufsleben angefangen.

Nun zu deiner Tochter. Was sagt denn deine Tochter zu den Klassenkameraden? Wirkt sie unglücklich oder irgendetwas in der Richtung? Erzählt sie, dass sie ausgegrenzt wird?

Wie war die Zeit im Kindergarten? Pflegte sie dort viele Freundschaften? Wenn ein Kind schüchtern und zurückhaltend ist, wird sich das selten ändern.
Und als Kann-Kind liiert sie ja in einem Zeitkorridor, dass sie inzwischen 6 ist oder bald wird.

Die Schule hat ja erst angefangen, da ist erstmal beschnuppern und Co angesagt bis sich der Alltag einpendelt. Gib ihr und dir noch Zeit, aber Veterinäre auf jeden Fall ein Gespräch mit der Lehrerin.

VG

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Ich glaube auch, daß mit Einschulung die Schulpflicht beginnt, zurück geht dann nicht mehr.

Aber: ob es nächstes Jahr besser, genauso oder sogar schlimmer ist, kannst du sowieso nicht wissen. Das hängt von so vielen Faktoren ab, die du nicht kennst und schon gar nicht beeinflussen kannst.

Du kannst aber deiner Tochter den Rücken stärken.
Als erstes würde ich versuchen, herauszufinden ob sie sich wohl fühlt in ihrer Klasse und Schule.

Wie erlebt deine Toc
denn die Schule? In deinem Post ging es ja mehr um deine Befindlichkeiten (was ich verstehe: beim ersten Schulkind fühlte ich mich auch so abgeschnitten von allen Informationen, ganz anders als in der Kita. Das ist als Neu-Schul-Elter erst Mal komisch. Und wenn dein Kind und du niemanden in der Klasse kennen, kann dieses neue Setting schon etwas Beängstigendes haben.
Aber vielleicht ist das ja vor allem eher dein Problem als das deiner Tochter?
Du erzählst ja mehr wie es dir geht, nicht wie deine Tochter es empfindet.

So erst mal meine Gedanken zu deinem Post.

Liebe Grüße

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Die Lehrerin kann gar nicht gerade erst aus der Uni sein- zwischen Uni und fertiger Lehrerin liegt das Ref. Und als Referendarin darf man keine Klasse leiten.

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Das ist vermutlich abhängig vom Bundesland. In Bayern hat man als Referendarin an der Grundschule (fast) IMMER eine Klassenleitung (im zweiten Referendariatsjahr).

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Ohne Mentorin?

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Sprich mit der Lehrerin, möglichst bald. Wahrscheinlich ist das mal wieder Bundesland abhängig, aber hier geht eine Rückstellung bis Ende November.

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Ich würde vielleicht auch versuchen ihr zu helfen neue Kontakte zu knüpfen. Bei uns ging das immer ganz gut über Sport und Freizeitangebote ( reiten / Ballett )wo ja viele 1. klässler der Klasse besuchen. Wenn man sich aus dem Sport schon gut kennt - ist es auch in der Schule einfacher. Vielleicht bekommst du raus was die anderen Kids mittags so machen.

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Ach Mensch, fühl dich gedrückt. Ich hab mein Kann Kind auch eingeschult. Sie kennt aber etliche in der Klasse. Eine sehr gute Freundin von ihr ist auch fast 1 Jahr älter und einen guten Kopf größer. Aber andere sind 1 Jahr älter und sogar kleiner. Die Größe macht viel aus wie Kinder wirken. Den Kindern fällt es aber gar nicht auf, nur uns erwachsenen. Das ist also egal.

Meine Motte ist auch viel zu lieb für Welt, sehr ruhig und geht schlecht auf andere zu. Dennoch hat der kiga empfohlen sie zu schicken (was echt ne Ausnahme bei uns ist). Sie meinten sie könnte sich gut durchsetzen und wär auch sozial/emotional soweit.

Sie kommt sehr gut zurecht im Unterricht, ist nur noch zu still. Aber in den Pausen macht sie auch eher ihr Ding. Spielt selten mit ihren Freunden. Meistens will sie lieber ihre Ruhe haben und schaukelt. Sie ist sehr glücklich nach der Schule.

Die Frage ist: ist sie glücklich nach der Schule oder nicht? Machst du dir nur die sorgen (wie ich) oder gibt es wirklich einen Grund?

Wieso hast du denn gleich ein komisches Gefühl wegen dem Mädchen? Du hast eine Situation beobachtet. Da würd ich mir nix bei denken. Auch 6 und 8 find ich nicht unbedingt dramatisch. Oft finden die ruhigeren eher einen dominanteren Part. Da macht man keine Luftsprünge als Eltern des ruhigen Kindes, aber das sieht man wirklich sehr häufig.

Ihr müsstet doch auch bald einen Elternsprechtag haben. Wir hatten den sogar schon letzte Woche. Viele machen es direkt nach den Ferien.

Atme erstmal durch :) Zur Not wiederholt sie die Klasse. Aber noch hast du ja nix schlimmes geschrieben. Das Kennenlernen dauert oft einfach

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Meinst du nicht, das da ganz andere Faktoren eine Rolle spielen sollten?
Nicht eine Silbe mit wirklichen Schulproblemen oder Schwierigkeiten kommt in deinem Text vor.

Dein Kind ist jetzt ein Schulkind, es wird seinen Weg finden, wie viele andere Kinder auch. Und für dich wird es Zeit, sofern da nicht wirklich etwas greifbares vorgefallen ist, loszulassen. Sonst hast du deine Ängste noch jahrelang.

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Ihr werdet doch eure Gründe gehabt haben, warum ihr sie eingeschult habt?
Die Größe eines Kindes spielt doch dabei keine Rolle. Und es kann ihr theoretisch auch nach einer Rückstellung dann im nächsten Jahr passieren, dass sie mit älteren Kindern in die Klasse kommt, die schon reifer und "frecher" sind.

Würde nicht versuchen, sie aus der Schule raus zu nehmen, wenn keine gravierenden Probleme vorhanden sind.

Soll sie wieder zurück in den Kindergarten gehen, wo alle sie fragen werden, warum sie nun doch wieder hier ist?
Wäre das nicht noch schlimmer für deine Tochter?#zitter