Störenfriede in der Klasse (8.Kl.)

Hallo!

Nachdem das Thema uns immer wieder beschäftigt, möchte ich jetzt Euch mal um Rat fragen.
Meine Tochter geht aufs Gymnasium in die 8. Klasse. Im vergangenen Schuljahr musste in ihrem Jahrgang eine Klasse aufgelöst und auf die verbleibenden 4 Klassen verteilt werden.

Die Klasse meiner Tochter, die auf 16 Schüler zusammengeschrumpft war, wurde mit 12 Schülern aus der Parallelklasse aufgestockt. Leider waren unter diesen 12 Schülern ein paar Schüler (3-4), die den Unterricht teilweise erheblich stören und einigen Lehrern gegenüber keinerlei Respekt zeigen (neulich wurde z.B. ein Lehrer als "Bastard" beschimpft). Diese Klasse ist ohne die neuen Schüler eine extrem leistungsstarke Klasse mit einem tollen Klassenklima und überwiegen lernwilligen Schülern, die unter der "neuen" Situation extrem leiden.

Allerdings stören diese Schüler auch nicht in jedem Fach, bei ca. 2/3 der Lehrer klappt der Unterricht einigermaßen, 1/3 schafft es nicht, Ruhe in die Klasse zu bringen und "straft" ziemlich pauschal die ganze Klasse (keine richtigen Strafen, eher Androhungen oder eine Art Unterrichtsverweigerung in Form von Stillarbeit, aber auch pauschale Beschimpfungen). Ich hatte deswegen im vergangenen Schuljahr bereits einmal ein Gespräch mit dem Klassenlehrer, es fand damals auch eine pädagogische Konferenz mit Absprache der Maßnahmen statt, die aber nur kurz eine Besserung der Situation brachte. Jetzt hatten wir in der vergangenen Woche einen Elternabend, wo u.A. eben diese Problematik auf dem Programm stand. Anwesend waren neben dem Klassenlehrer auch die beiden Lateinlehrer (Latein und Englisch werden aufgrund einer unterschiedlichen Sprachreihenfolge noch in der alten Klassenzusammensetzung unterrichtet), und der Lateinlehrer meiner Tochter berichtete von einer lernwilligen, eifrigen Klasse, die ein hohes Level hat ("Ich unterrichte auch noch eine 9. L1, die haben wir in 2-3 Monaten eingeholt") und super zu unterrichten ist. Er hat nur ein Problem: Ein Viertel seiner Unterrichtszeit geht dafür drauf, dass die Schüler ihm ihr Leid über den Rest der Klasse klagen. Dieser Lehrer hat der Klasse nun geraten, diese "Störenfriede" quasi zu schneiden, sie aus der WA-Gruppe zu schmeißen, sie in der Pause zu meiden... Die Idee ist sicherlich nicht die schlechteste, allerdings ging sie in diesem Fall eher nach hinten los. Diese Handvoll Schüler ist so tyrannisch, dass schlichtweg der Rest der Klasse wirklich leidet.

Wir waren bei dem Elternabend 3 Mütter und ein Vater, die zu dem Thema ziemlich engagiert diskutiert haben (dummerweise sind die dazugehörigen Kinder Freundinnen), während der Rest sich eher passiv gezeigt hat und eigentlich nur wissen wollte, ob das eigene Kind zu den Störern gehört. Und diese 4 Mädchen wurden am nächsten Tag regelrecht angegriffen und aufs schärfste beschimpft (Hure, Fotze...) Es muss am nächsten Tag für die 4 echt Horror gewesen sein, selbst ohne die vom Lateinlehrer empfohlenen Maßnahmen. Meine Tochter leidet unter der Situation wirklich und würde lieber heute als morgen die Schule wechseln, was aber aufgrund ihrer Sprachreihenfolge nicht so einfach ist (Latein als 1. Fremdsprache gibt es an keiner anderen Schule in der Stadt). Sie hat aber vor einem Jahr schon gesagt, dass Sie auf keinen Fall auf ihrer Schule Abi machen will und nach der 10. Klasse die Schule wechseln wird.
Die Fachkonferenz hat zwar einen Maßnahmenkatalog festgelegt (Elternbrief per Post als 1. päd. Maßnahme, dann Ordnungsmaßnahme wie Versetzen in eine andere Klasse, Suspendierung...), nur leider habe ich das Gefühl, dass die entsprechenden Eltern nicht dahinter stehen und dass diese Maßnahmen vermutlich auch nur greifen, wenn sich die Kids im Unterricht daneben benehmen. Wenn die Schüler ihre Mitschüler beleidigen und beschimpfen, bleibt das vermutlich eher unbemerkt und damit ungeahndet (Lehrer sind der Meinung, dass es in der 8. Klasse nicht mehr ihre Aufgabe ist, diese Chaoten zu disziplinieren, solange sie ihren Unterricht abhalten können). Und ganz davon abgesehen verstehe ich nicht, warum man fast 1,5 Jahre ins Land gehen lässt, bis man überhaupt in Erwägung zieht, Maßnahmen zu ergreifen. Da hätte schon längst was passiert sein können!
Mein Mann ist mittlerweile so weit, dass er mit der Schulleitung sprechen will, ich bin mir nur nicht sicher, ob das wirklich etwas bringt und ob es so sinnvoll ist.
Habt Ihr noch einen Rat, wie man hier agieren könnte? Meine Tochter ging mal gerne zur Schule, das ist seit gut einem Jahr Geschichte!

LG

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Hallo!

Für mich wäre die Schulleitung der erste Ansprechpartner. Es ist in der Tat so, das es die Schule nicht interessiert, denn auch die Störenfriede unterliegen der Schulpflicht und müssen mitgezogen werden.

Gibt es in der Stadt ein anderes Gymnasium oder vielleicht mehrere? Dann würde sich anbieten, diese Schüler zu verteilen, vorrausgesetzt deren Eltern spielen mit, was in der Regel nicht der Fall ist, weil sie es wahrscheinlich abstreiten, das Ihre Kinder so etwas tun. Könnte Deine Tochter die Schule denn wechseln? Aber meistens ist es so, das man vom Regen in die Traufe kommt

Waren die Eltern der betreffenden Schüler denn auch bei dem Sprechtag?

Meine Tochter ist ja schon aus der Schule raus und was Beleidigungen bzw. tätliche Übergriffe anging, so hat die Schulleitung in einem Elternbrief auf den Klageweg hingewiesen, insofern die Schüler Ü14 sind. In finde es sinnvoller, wenn alles Eltern einen Brief unterschreiben und die Schulleitung unter Druck setzen, nur sind die Möglichkeiten eben sehr eingeschränkt, die die Schule hat.

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"die Schulleitung in einem Elternbrief auf den Klageweg hingewiesen, insofern die Schüler Ü14 sind" ich habe heute auf der HP der Polizei unseres Landkreises gelesen, dass sie zu diesem Thema eine Beratung angeben.

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Die Schüler zu verteilen wäre u.U. sogar eine mögliche Ordnungsmaßnahme. Ich hab aber eher das Gefühl, dass die Lehrer, bei denen es im Unterricht am wenigsten funktioniert, gar keine Ambitionen zeigen, irgendwelche Maßnahmen zu ergreifen. Auf dem Elternabend wurde z.B. von den Lehrern erwähnt, dass ein Schüler einen Lehrer mit "Bastard" beschimpft hat. Alle anwesenden Lehrer waren sich einig, dass sie bei einer solchen Beleidigung die pädagogische Maßnahme überspringen und direkt eine Ordnungsmaßnahme einleiten würden. Es klang hier aber irgendwie durch, dass genau das nicht passiert. Statt dessen wird die ganze Klasse quasi in Sippenhaft genommen, wenn ihr nicht wollt, reiß ich mir kein Bein aus, dann machen wir heute Stillarbeit - so heißt es in jeder 2. Stunde. Ansonsten wird die Klasse dann von einzelnen Lehrern als dumm beschimpft "wenn ihr so weiter macht, müsst ihr alle die 8. Klasse 2* wiederholen und ohne Abschluss von der Schule abgehen" oder "wir machen eine pädagogische Konferenz, da bekommt ihr dann alle gemeinnützige Arbeit aufgebrummt!"
Und dieses Verhalten einzelner Lehrkräfte stört meine Tochter nicht weniger als das Störverhalten einiger weniger Klassenkameraden.
Ob meine Tochter die Schule wechseln könnte, weiß ich nicht so ganz genau. Es gibt einige Gymnasien vor Ort (ob die allerdings besser sind, weiß ich auch nicht), aber sie hat halt Latein als erste Fremdsprache, das gibt es sonst an keiner Schule. Sie ist also in Latein auf dem Stand von 10.Klässlern (an allen anderen Gymnasien wird die 2. Fremdsprache auch erst in der 7 eingeführt), während sie in Englisch etwas hinterher hinken würde (hat sie erst in der 6 begonnen statt in der 5). Ich vermute mal, dass sich da keine Schule drauf einlässt.

Ob die Eltern der betreffenden Schüler beim Elternabend waren - ich weiß es nicht. Ich kenn die ehrlich gesagt nicht, zumal mein Mann beim letzten Elternabend war. Ich vermute schon, aber die werden sich schön weggeduckt haben.
Klageweg wäre ne Möglichkeit, weiß aber nicht, ob die Jungs schon 14 oder noch 13 sind - gibt ja in der 8. Klasse beides ;-)

LG

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Ja, ihr könnt mit der SL sprechen. Letztlich kann man gegen solche Kinder vorgehen, wenn das Ausmaß über das normale Pubertätsgedöhns in Gym 8 hinausgeht. Das scheint ansatzweise (!) der Fall zu sein. Das wird dadurch aber nur bisschen besser. Letztlich wächst sich das aus, wenn die geistige Reife dazukommt. Meistens passiert das so in 11, selten schon in 10.

Die Beschimpfungen gegen deine Tochter sind eine andere Baustelle. Da würde ich dringend Kontakt zur Klassleitung aufnehmen. Ein solches Fehlverhalten in der Schule sollte Konsequenzen haben. Ob was kommt, hängt im Wesentlichen von der Glaubwürdigkeit der Mädchen ab. Was kommt, werdet ihr eher nicht erfahren. Bei uns würde man alle Beteiligten aus dem Unterricht zur SL bitten und dort eine Entschuldigung von den Herren der Schöpfung erwarten sowie selbige mit Maßnahmen gegen asoziales Verhalten ausstatten (Müll aufräumen mit Hausmeister Freitagnachmittag..) zur Wiedergutmachung.

Letztlich trauert euer Mädchen der schönen Klassengemeinschaft der Vorjahre nach. Das ist verständlich, aber dieser Zustand wird sich nicht mehr herstellen lassen.

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"Bei uns würde man alle Beteiligten aus dem Unterricht zur SL bitten und dort eine Entschuldigung von den Herren der Schöpfung erwarten sowie selbige mit Maßnahmen gegen asoziales Verhalten ausstatten (Müll aufräumen mit Hausmeister Freitagnachmittag..) zur Wiedergutmachung."

So liefe es bei uns auch.
Da die Eltern schon auf den Kl zugegangen sind, würde ich nach einem Gespräch mit Kl und Sl fragen.

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"Bei uns würde man alle Beteiligten aus dem Unterricht zur SL bitten und dort eine Entschuldigung von den Herren der Schöpfung erwarten sowie selbige mit Maßnahmen gegen asoziales Verhalten ausstatten (Müll aufräumen mit Hausmeister Freitagnachmittag..) zur Wiedergutmachung."

Unser Sohn (5.Kl) besucht eine andere Schule. Er ist bereits in den ersten Schulwochen mehrfach von einem 9.Klässler geschubst und geschlagen worden, bis er sich an die Lehrer gewandt hat. Die haben den 9.Klässler zu einem 500 Wörter umfassenden Aufsatz verdonnert, warum er keine anderen u.v.a. jüngeren Schüler körperlich angehen darf, er musste sich bei meinem Sohn entschuldigen und die Eltern wurden informiert. Seit dem ist nichts mehr vorgefallen. Die Schule unseres Sohnes hat aber auch einen strengen Maßnahmenkatalog, den alle Eltern und Schüler im Vorfeld unterschreiben mussten:
1. Maßnahme: schriftliche Info an die Eltern
2. Maßnahme: Verweis in eine andere Klasse
3. Maßnahme: Schulverweis auf Zeit
4. Maßnahme: endgültiger Schulverweis
Das ganze ist aufgeteilt in Arbeits- und Sozialverhalten, zu letzterem zählen u.A. respektlosem Verhalten gegenüber Lehrern,
Beleidigungen oder Diffamierungen von Mitschülern (auch per WhatsApp), mehrfache unentschuldigte Verspätungen zum
Unterricht etc.

LG

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Schulen sind oftmals extrem die Hände gebunden.

Ich hatte einen Ss, der andere Ss, vor allem, ruhige, unauffällige, die nie etwas gesagt hätten, wenn es andere nicht mitbekommen hätten, völlig grundlos tätlich angegriffen hat, der sie bestohlen hat, der keinerlei Regeln einhielt, illegale Substanzen in der Schule verkauft hat, schon mehrmals vom UR ausgeschlossen wurde, Verweise gesammelt hat, und bei dem wir als Schule alles sonst noch machbare versucht haben, um ihn loszuwerden. Da er aber im Einzugsgebiet wohnte, konnten wir ihn nicht komplett der Schule verweisen, solange andere Eltern ihn nicht angezeigt hätten. Was ihr also machen könnt? Tatsächlich anzeigen, wenn Beleidigungen fallen.


Dass sich die Klasse gerne bei dem einen L beschwert, spricht einerseits übrigens für ein gutes Vertrauensverhältnis, andererseits machen Ss das auch gerne, um ein bisschen UR-Zeit zu vertrödeln. ;-) Das geht aber v a bei leistungsstarken Klassem in Ordnung mMn. Und ich denke, es ist auch wichtig, dass man den Kindern zuhört, denn nur so erfährt man, was unter den Kindern so läuft.

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Hallo!

Was das Einzugsgebiet angeht: Unsere Stadt ist nicht so riesig, es gehen auch viele Schüler aus dem Umland an die städtischen Gymnasien (3), sodass die Schüler quasi im Einzugsgebiet gleich 3er Schulen wohnen (Gymnasium 2 ist keine 500m von der Schule unserer Tochter entfernt, die teilen sich teilweise sogar die Sportanlagen).
Ich kann mir ja durchaus vorstellen, dass es schwierig ist, solchen Schülern beizukommen, aber zumindest könnte man mal anfangen, die ersten Ordnungsmaßnahmen zu ergreifen. Im Übrigen haben im vergangenen Schuljahr ca. 1/3 der Klasse die Versetzung nur geschafft, weil sie - teils auch durch Förderpläne - ihre 5er ausgleichen konnten (die Chaoten waren dabei). Da hätte man durchaus auch den ein oder anderen über die Klinge springen lassen. Sitzenbleiben bringt zwar dem einzelnen Kind nicht viel, hätte aber vielleicht 25 anderen Kindern geholfen. Aber das spiegelt irgendwie auch ein wenig unser Schulsystem: Da werden einzelne zu Lasten aller anderen durchgeschleift - schade für die, die ehrgeizig, lernwillig und leistungsbereit sind.

LG

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Ich glaube dir, dass es eine ungewohnte Situation für euch ist, die eure Welt momentan ins Wanken bringt.
Mein Sohn war jahrelang in so einer Chaotenklasse und ist dann - dank der Zusammenlegung mit einer anderen geschrumpften Klasse - in eine super Klassengemeinschaft gekommen.

Bis es ein paar Wochen gedauert hatte, haben sich die Chaoten wunderbar in die neue Klassengemeinschaft eingefügt und alle haben davon profitiert.

"Im Übrigen haben im vergangenen Schuljahr ca. 1/3 der Klasse die Versetzung nur geschafft, weil sie - teils auch durch Förderpläne - ihre 5er ausgleichen konnten (die Chaoten waren dabei). Da hätte man durchaus auch den ein oder anderen über die Klinge springen lassen. Sitzenbleiben bringt zwar dem einzelnen Kind nicht viel, hätte aber vielleicht 25 anderen Kindern geholfen. Aber das spiegelt irgendwie auch ein wenig unser Schulsystem: Da werden einzelne zu Lasten aller anderen durchgeschleift - schade für die, die ehrgeizig, lernwillig und leistungsbereit sind."

Diese Schüler haben lediglich von ihrem Recht Gebrauch gemacht, indem sie ihre Noten ausgeglichen haben.
Was wäre der Vorteil für euch gewesen, wenn man die Chaoten über die Klinge springen hätte lassen? Nur, dass IHR sie nicht mehr an der Backe gehabt hättet.
Dafür aber ein anderer Jahrgang.

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Gibt es eine Klassenleiter-Stunde? Das Thema würde dorthin gehören.
Selbstverständlich kann die Schule da etwas machen, z.b. die Störer trennen, aufteilen in andere Klassen, zumindest 2 von ihnen. Das gibt erst mal einen Schuss vor den Bug.
Es gibt Vereine und Träger, die bei schwierigen Situationen Konzepte entwickelt haben und mit der Klasse arbeiten. Die könnte man ordern.
Offensichtlich ist eure Schulleitung aber nicht wirklich bereit, etwas zu unternehmen, das ist das eigentliche Problem, zusammen mit dem Großteil interessierter Eltern, die nicht Willens sind, Druck auszuüben.
Dann könnt ihr nur nach eurer Tochter schauen.
Geht zur Schulleitung und droht mit Anzeige Wegen Beleidigung und warnt vor weiterungen, sollte eure Tochter dann in Schwierigkeiten kommen. Ich würde dies schriftlich der Schulleitung mit Bitte um Termin innerhalb der nächsten 1 -2 Wochen schicken.
Damit habt ihr schon der Schulleitung schon mal Unannehmlichkeiten verursacht.
Beim Gespräch würde ich auf Umsetzung in eine andere Klasse bitten (ich hoffe, ihr kennt die anderen Klassen bzw. Eltern dort, damit ihr nicht vom Regen in die Traufe kommt).
Wenn alles nichts nützt, muss man einen Schulwechsel in Betracht ziehen.
P.s. sprecht das alles vorher mit eurer Tochter ab.
Viel Erfolg

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UNinteressierter Eltern natürlich

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Hä? SL anzeigen? Der ist total egal, ob ihr die anderen Kinder anzeigen wollt oder nicht oder schon. Die SL hat niemand beleidigt. Ob deine Tochter Probleme bekommt, wenn ihr die anderen Kinder anzeigt, ist nicht Sache der SL. Generell ist Drohen keine gute Haltung, um pädagogische Probleme anzugehen, schon gar nicht gegenüber der SL.

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Dürfen die Lehrer in dem Fall die Störenfriede von den Eltern abholen lassen oder können sie vom Unterricht suspendiert werden? In beiden Fällen würden due Eltern vielleicht endlich mal tätig.

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Das dürften sie.

Ich hab das mit einem Ss machen lassen (aus anderen Gründen). Die Mutter hatte wenig Einsehen und drohte sogar noch mit einer Anzeige, obwohl ihr Kind eindeutig Mist gebaut hatte und alles mit der Schulleitung und den Jugendsozialarbeitern abgeklärt wurde.

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Auch hier nochmal die Frage, was Ss bedeutet, falls es oben untergeht. Ich denk mir das Hirn raus. Erst dachte ich Sonderschüler, aber das gibts ja quasi heute nicht mehr. Klär mich bitte auf. Sonst kann ich nicht einschlafen vor lauter Nachdenken #winke

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Grundsätzlich habe ich Probleme mit Mitschülern nie über die Schule geklärt. Es ist bisher zwei Mal vorgekommen, dass ich angekündigt bei Eltern besagter Schüler vor der Tür stand. Gern kann ich ihnen eine Familienhilfe ( falls sie diese nicht schon haben) anbieten oder eine Meldung beim Jugendamt ODER wir können uns auch gern friedlich zusammensetzen und gemeinsam mit den Kids eine Lösung besprechen. Bisher hat das immer zum Erfolg geführt.

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Das werde ich nach der gestrigen Erfahrung ganz sicher nicht machen. Momentan ist es so, dass nicht meine Tochter alleine ein Problem mit einer handvoll Mitschüler hat, sondern im Grunde 2/3 der Klasse unter der Situation leiden. Nur leider passiert scheint die Situation jetzt zu kippen - meine Tochter und ihre Freundin(nen) geraden - wie Schokofrosch so schön schrieb - ins Fadenkreuz der Störenfriede. Wenn ich jetzt als Einzelperson zu den Eltern gehe, wird das eine mögliche Eskalation unter Umständen sogar noch befeuern - zumal es ja 3 oder 4 Familien betrifft. Wenn wir mit einer Familie Frieden schließen und die Jungen sich dann gegenseitig wieder aufstacheln, möchte ich mir gar nicht ausmalen, was dann noch alles passiert.
Und das Problem betrifft ja im Grunde auch nicht nur meine Tochter und ihre Freundin, sondern auch die meisten anderen SuS und auch Lehrer. Wie anfangs schon geschrieben beleidigen die Jungen nicht nur ihre Mitschüler, sondern sogar Lehrer. Und da verstehe ich nicht, dass sich ein Lehrer so etwas bieten lässt. Klar besteht in Deutschland Schulpflicht, aber wenn ich Lehrer wäre und von einem Schüler als Bastard bezeichnet würde, würde es sicher nicht bei einer Mitteilung an die Eltern via Hausaufgabenheft belassen!

LG

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Hallo,
im Grunde einen Termin beim Schulleiter UND beim Klassenlehrer machen und die Probleme besprechen.
Als mögliche Lösung kommt auch ein Wechsel in die Parallelklasse in Frage. Deine Tochter könnte unter Umständen ja weiterhin in ihrer alten Gruppe in Latein/Englisch unterrichtet werden.

Eine andere Lösung ist eine Schule außerhalb des Wohnortes zu suchen. Sehr viele Schüler besuchen eine Schule in einer anderen Stadt. So selten ist das nicht.

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Naja, wir sind hier schon das Oberzentrum, in den umliegenden Städten haben wir auch nicht mehr auswahl.
Ein Wechsel in die Parallelklasse wäre vielleicht eine Möglichkeit, aber meine Tochter ist ja nicht die einzige mit Problemen, ganz davon abgesehen davon, dass sie natürlich auch gerne mit ihren Freundinnen zusammen bleiben möchte. Wie ich meine Tochter kenne, hätte sie das Gefühl, die anderen im Stich zu lassen, wenn sie in irgend einer Form wechseln würde.
LG

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Die Sache ist eigentlich sehr eindeutig. Wenn sich die Schüler nicht benehmen können, haben sie auf dem Gymnasium nichts zu suchen. Das Gymnasium ist keine Pflichtschule, wie die Grundschule. Die Grundschule muss die Kinder beschulen, das Gymnasium nicht. Wer sich nicht benhemen kann, muss sich eine andere Schule suchen. Hier muss bei der SL Druck aufgebaut werden. :-[:-[

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Extrem schwieriges Thema. Ab wann ist man ein Störenfried? Wer entscheidet das etc.?

Was will denn deine Tochter? Meine Tochter wäre überhaupt nicht begeistert, wenn ich Probleme der Klasse mit den anderen Eltern oder gar mit der Schulleitung bespreche. Das wäre ja nur peinlich in ihren Augen und würde mich nichts angehen.

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Zitat vom Klassenlehrer: "Wenn ich in der Klasse unterrichte, muss ich ca. 60% meiner Energie darauf verwenden, Ruhe in die Klasse zu bringen, wünschenswert wäre es natürlich, wenn es nur 20% wären!" Es gibt ein paar Schüler in der Klasse, die stören so oft und so massiv den Unterricht, dass der Rest der Klasse darunter leidet.
In Latein und Englisch ist die Klasse getrennt, weil die Ursprungsklasse Latein als 1. Fremdsprache hatte, wären die dazugekommenen Schüler mit Englisch angefangen haben. Der L1-Lehrer sagt über seine Truppe, dass sie ein hohes Level hat und im Stoff schnell voran kommt ("ich gehe davon aus, dass wir nach Weihnachten meine 9. L1 eingeholt haben"), während der L2-Lehrer sagt, die Klasse wäre im Stoff total zurück (im Vergleich mit den anderen L2ern). Und das liegt nicht daran, dass Latein hier die erste Fremdsprache war. In Englisch ist die Truppe genauso gut drauf und war trotz einem Jahr Unterrichtsrückstand fast so weit wie die Schüler, die mit Englisch begonnen haben.

Meine Tochter ist übrigens durchaus einverstanden damit, dass ich versuche, ihr zu helfen. Aber so etwas hängt vermutlich auch immer vom Leidensdruck ab.

LG

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Du schreibst aber doch selbst, dass bei 2/3 der Lehrer es gut funktioniert und nur bei einem Drittel nicht. Liegt es denn tatsächlich an den Kindern oder sind diese Lehrer einfach unfähig (soll es ja auch geben). Wie kann es denn sein, dass dieselben Kinder nur bei 1/3 der Lehrer auffällig sind und beim Rest normal. Wo ist die Grenze? Wer entscheidet dann über die Störenfriede(die bei 2/3 gar keine sind)?

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