Family Link (bei geschiedenen Eltern) - welche Alternative nutzt ihr?

Hallo zusammen !

Mich würde einmal interessieren wer hier im Forum Family Link benutzt denn aktuell beschäftigen mich 2 Fragen zu der App. Die erste Frage ist in Bezug auf die einstellbare Medienzeit. Diese erstreckt sich nicht auf alle Geräte sondern bezieht sich ja immer auf jedes Gerät einzeln - sprich - stelle ich 1Std. ein - mein Kind hat 2 Geräte - somit hat sie 1 Stunde pro Gerät - eine Art Gruppenfunktion bei der sich die Zeit über alle Geräte erstreckt gibt es offensichtlich nicht, oder doch?

Die zweite Frage ist hinsichtlich der Tatsache, dass man u.U. in einem geschiedenen Verhältnis lebt und erziehen muss - nun hat jeder andere Vorstellungen wann Ruhezeiten sind oder wie lange das Kind Medienzeit bekommt. Gibt es hier Alternativen die Ihr kennt bei der nur 1. Elternteil die Zeiten einstellen kann diese aber nicht verändert werden können, wenn das Kind beim anderen Elternteil ist? Oder kennt jemand eine App bei der die Eltern-Aktivitäten gelogged und somit nachvollziehbar sind? Eine Alternative die auf ein geschiedenes Elternhaus stärker eingehen wäre von großem Interesse falls jemand eine solche Alternative kennt :-)

DuG
Micha

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Hallo,

leider kann man Geräte nicht koppeln wegen der Zeiten, mich ärgert das auch. Bei meinem Sohn blockiere ich das Tablet wenn ich merke, dass die Zeit vom Handy verbraucht ist.

Bei uns bin auch nur ich über mein Googlekonto mit dem Family Link verbunden, somit kann auch nur ich die Zeiten steuern. Über wessen Konto läuft das denn bei euch? Wenn es dein Konto ist und du dein Passwort änderst, kommt dein Ex dann immer noch dran?

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"Gibt es hier Alternativen die Ihr kennt bei der nur 1. Elternteil die Zeiten einstellen kann diese aber nicht verändert werden können, wenn das Kind beim anderen Elternteil ist?"

Wenn das Konto nur über dich läuft, kannst auch nur du die Zeiten verändern.
Was ich mir aber überlegen würde an deiner Stelle, ist ob es wirklich sinnvoll ist, das Handy oder Tablet zu sperren, während dein Sohn bei seinem Vater ist. Der Vater ist, gehe ich mal davon aus, genauso sorgeberechtigt wie du auch. Er hat andere Vorstellungen als du und auch wenn du deine Vorstellungen als "pädagogisch wertvoller" hältst, heißt es noch lange nicht, dass dein Ex-Mann dem Kind schadet. Wäre ich an seiner Stelle und würde mein Ex auf diese Weise in meiner Umgangszeit einschreiten, wäre ich mächtig sauer!

Mein Mann und ich haben auch teilweise unterschiedliche Vorstellungen über die Medienzeit unseres Sohnes und teilweise erlauben und sprerren wir zu unterschiedlichen Zeitpunkten (immer in Absprache und mit Erklärungen mit unserem Kind!), dennoch würde keiner von uns beiden in die Entscheidung des anderen eingreifen.

#winke

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Hallo!

Für Android-Geräte finde ich die Kindersicherung von Salfeld wirklich am Besten. Ich hab einige ausprobiert, als unsere Tochter ihr I-Phone bekommen hat (Salfeld läuft nur auf Android und Windows) und keine bessere gefunden.
Die Kopplung mehrerer Geräte ist hier auf jeden Fall möglich (nennt sich Roaming), man kann sogar einzelne Nutzerprofile auf einem Rechner mit in das Roaming einbeziehen (ich hab auf unserem Laptop für jedes Familienmitglied ein eigenes lokales Profil erstellt und das Profil unseres Sohnes läuft auch über sein Roaming-Konto). Dann besteht die Möglichkeit, den Kindern gewisse Apps dauerhaft freizuschalten (wäre ja z.B. blöd, wenn sie unterwegs sind und aufgrund der Sperrzeit im Notfall nicht telefonieren könnten, unser Sohn hört außerdem zum Einschlafen gerne Podcasts, die kann ich auch freigeben) oder sogar mit einem Bonus zu versehen. Wenn unser Sohn z.B. 10 Minuten Vokabeln am Tablet lernt, geht das nicht auf sein Zeitbudget, der Zeitzähler wird sogar angehalten, und für 10 Minuten lernen, bekommt er 5 Minuten Bonuszeit (bis zu 30min täglich).
Was allerdings die Veränderung der Zeiten durch das 2. Elternteil angeht, da kann Dir auch diese App nicht helfen. Allerdings könnte der strengere Elternteil die Sicherung verwalten und dem weniger strengen Elternteil Tans zur Verfügung stellen. Diese Tans werden auf der Plattform erstellt und stehen jeweils für ein zusätzliches Zeitkontingent. Wenn das Gerät dann gesperrt ist, kann der Nutzer eine Tan eingeben und damit das Gerät eben für weiter 15min (oder länger, kann man einstellen) freischalten.

https://salfeld.de/kindersicherung/?gclid=CjwKCAiAy_CcBhBeEiwAcoMRHBIYCpEW2PBMcSe3sSxvFviTP0J7T0enxi3GMG1WNmWcy__uE6BcIRoCp5oQAvD_BwE

LG

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Ich kenne mich im Android-Umfeld leider nicht aus. Wir nutzen bei unseren Geräten die Bildschirmzeit vom Apfel. Bei uns läuft das über mich. Ich bin eher diejenige, die die Bildschirmzeit etwas lockerersieht. Wir haben gemeinsam mit dem Vater beschlossen, welche Zeiten gelten und welche Apps von der Bildschirmzeit ausgenommen sind. Die gemeinsam beschlossenen Zeiten wurden eingestellt. Sollen die Kinder bei mir mehr Zeit haben, dann gebe ich sie individuell frei. Heisst aber auch, wenn die Kinder mal krank beim Papa sind und daher mehr Bildschirmzeit haben dürfen (beim Papa gibt es keinen Fernseher) dann müssen sie mich anrufen und ich gebe frei.

Aktuell haben wir bei beiden Kindern (9 und 11) das Experiment laufen, dass jegliche Bildschirmzeit unlimitiert ist. Das heisst, sie dürfen unbegrenzt nutzen. Es läuft erstaunlich gut. Sie nutzen die Freiheit nicht aus. Sie gehen bis jetzt sehr verantwortungsbewusst damit um. Sie wissen aber auch, dass es ein Experiment ist. Wenn sie übertreiben, dann wird die Bildschirmzeit wieder aktiviert. Einzige Einschränkung im Moment sind die Inhalte und die Geräte müssen zur Schlafenszeit im Wohnzimmer liegen.