Medikament für Konzentration

Hallo,

es feht um meinen Sohn (11 Jahre).

Er ist seit er Baby ist immer ein Stück zurück und extrem unkonzentriert aber eher von der ruhigen Sorte.

Wir haben alles durch von Ergo, Logo, Physio über die Jahre gesehen.

Er war in der Vorschule mit 6 Jahren, dann in der normalen Grundschule jetzt ist er auf einer Förderstufe die 5.+6. Klasse.
LRS wurde auch bestätigt und eine Auditive Wahrnehmungsstörung.
Jetzt ist im Gespräch ob er Konzentrationsfördernde Medikamente bekommen soll.
IQ war im normalen Bereich.

Habt ihr irgendwelche Erfahrungen mit solchen Medikamenten?

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klingt nicht ausreichend beraten, finde ich.
LRS braucht bestimmtes Trining. Und autditive Wahrnehmungsstörung vermutlich auch. -- die Wirkungsweise des empfohlenen Medikaments würde ich extremst hinterfragen. Klingt nach: "hab keinen Plan, wie man kurzfristigm helfen kann: verschreib mal Retalin, dass die Mama Ruhe gibt". - Ich mag bei Dir jetzt falsch liegen -- aber genau das ist schon oft passiert:deshalb: GENAU hinterfragen.

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Wir waren beim Kinderarzt, Psychologen und Psychiater. LRS bekomm ich keine Therapie weil es nicht so schlimm ist genau wie die Auditive Wahrnehmungsstörung. Es hiess von allen Seiten Ergo würde reichen um die Konzentration zu verbessern.

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Warum geht er denn auf eine Förderschule, wenn die lrs und die awvs nicht so schlimm sind und der IQ im Normbereich?

Welches Medikament soll er nehmen?
Ist ein ADS oder adhs diagnostiziert worden?

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Wenn er AVWS hat und das die Ursache ist, helfen da keine Medikamente. Das muß therapiert bzw. mit Hilfsmitteln versorgt werden.
Wegen LRS sollte das Kind zur Lerntherapie. Die bisherigen Therapien helfen da nicht. LRS könnte aber auch eine Folge einer extremen Form von AVWS sein. Also unbedingt die AVWS angehen.
Seelische Behinderungen wurden ausgeschlossen?

Bearbeitet von kati543
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Seelische Behinderungen wurden alle ausgeschlossen.

Lrs ist nicht so gravierend das ich eine Therapie bekomme.
Das einzige was gesagt wurde ist zur Ergotherapie wegen der Konzentration egal von wem Kinderarzt oder Psychologen und Psychiater. Er ist mit allem so an der Grenze. Er bleibt halt nicht an den Aufgaben dran und guckt in der Welt rum, lässt sich auch zu schnell ablenken.

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Und wer hat ADS ausgeschlossen? Der Psychiater?

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Also auch Bezug nehmend auf Deine anderen Antworten, gerade zu Deiner Aussage seelische Behinderung wäre ausgeschlossen und er wäre "überall grenzwertig".

Also eine seelische Behinderung wie ADS ich denke um die geht es konkret kann man bei so einem Kind nicht ausschlließen. Du darfst Dir das nicht so vorstellen man hats oder man hats nicht sondern es ist ja abhängig von der Gehirnstruktur und der Fähigkeit des Körpers Botenstoffe auszuschütten. Und der Hormonspiegel und die Hirnstruktur sind bei jedem Menschen anders und es gibt alle Abstufungen.
Die Diagnose ADS oder nicht ergibt sich aus einem Punktekatalog, Salopp gesagt hast du nur 19 Punkte die zutreffen hast du per Definitionem kein ADS, hast Du 20 bist du ADSler. Und bei einem Kind in der Pubertät kann es sein dass die Punkte mal erreicht und beim nächsten Mal nicht mehr erreicht werden. Da kann man aber nicht von "ausschließen" sprechen sondern Dein Kind hat definitiv eine Beeinträchtung in diese Richtung nur dass ein paar Prozentpunkte fehlen dass es als Behinderung wirklich durchgeht. Das ist oft beschissener als dass man die 20 Punke hat und offiziell als ADSler gilt denn Dein Kind ist vermutlich schon in vielen Aspekten nicht neurotypisch. Und LRS und Auditive Wahrnehmungsstörung gehören ja schon auch ins ADS-Spektrum. Zusammen mit der Konzentration würde ich sagen Dein Sohn ist schon zumindest sehr nahe dran.

Also unser Kind ist ausgeprägter ADHSler und nimmt Elvanse. Er ist zwar erst 2. Klasse, aber schon in der Vorschule und in der 1. Klasse stand LRS und auditive Wahrnehmungsstörung auf der Liste. Bei ihm war ADHS ne ziemlich eindeutige Diagnose und seit er Elvanse nimmt ist er viel ausgeglichener, kann sich besser konzentrieren und die AVWS ist nicht mehr so ausgeprägt wie es noch im Kindergartenalter war. LRS ist vom Tisch. Wenn dein Kopf Reize nicht filtern kann kann kannst du sie auch nicht verarbeiten. Das ist ne Huhn - Ei Frage.

Wart ihr bei verschiedenen? Ich denke mit 11 könnte man schon mal ne 2. Meinung eingehen, ich würde Euch empfehlen nen Spezialisten anzugehen.

Die Medis. Ja, sie haben eine deutliche Verbesserung gebracht. Aber sie haben auch Nebenwirkungen, sie zügeln den Appetit, sie können das Herz belasten, sie können das Wachstum einschränken, .... Du kannst Dir ja mal die Begleitzettel runterladen und mal durchlesen.

Welches Medikament ist denn da im Gespräch wenn doch angeblich keine seelische Behinderung vorliegt? Irgendwie klingt das nach nem Rumgeeiere.


Alles Gute Euch.

Bearbeitet von Luckylooser
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Danke für deine Antwort.

"Eine seelische Behinderung liegt vor, wenn psychische Störungen oder Verhaltensstörungen dazu führen, dass ein junger Mensch in seiner Teilhabe am Leben in der Gesellschaft beeinträchtigt ist oder eine solche Beeinträchtigung zu erwarten ist."

Das habe ich jetzt mal auf die schnelle gegoogelt. Also das trifft definitiv nicht auf ihn zu auch Depressionen sind ausgeschlossen. Er hat die Probleme nur in der Schule das er einfach sich nicht auf seine Aufgaben konzentrieren kann. Sonst hat er keinerlei Probleme im Alltag. Man merkt es an seinen Noten, den Stoff ansich versteht er aber in den Arbeiten merkt man dann auch. Es fängt gut an und lässt dann immer weiter nach. Die Lehrer finden ihn auch nicht sonderlich auffällig weil er eben sehr ruhig ist. Er stört auch nicht den Unterricht.

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Ach so du schreibst ja dass er ADS hat.

Ja natürlich wenn er ADS hat solltet ihr es mit den Medikamenten ausprobieren. Irgendwie redest du um den heißen Brei rum. Man merkt schnell ob er gut oder schlecht mit ihnen zurecht kommt und zumindest bei uns sind wie gesagt LRS und AVWS wesentlich besser geworden bzw stehen nicht mehr zur Debatte.

Alles Gute Euch

Bearbeitet von Luckylooser
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Wie hoch ist sein Leidesdruck ?

Ich erlebe in der Schule viele Kinder, die sich nach Medikamentengabe zum ersten Mal als "normal" empfinden und darin total glücklich sind. Nicht nur, dass es auf einmal mit der Schule klappt, sondern alles andere auch, gerade im sozialen Bereich.

Ich würde es tatsächlich probieren.

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Gar nicht. Schule ist für ihn einfach auch absolut nicht wichtig, das wurde auch schon bei den Gesprächen mit den Ärzten klar. Es ist für ihn ein notwendiges übel, er findet es auch nicht schlimm wenn er mit einer 5 nach Hause kommt. Wenn ich mich mit ihm hinsetze und die Arbeiten korrigiere frag ich mich nur wie es zu der Note kam.

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Wenn es ihm, so wie er ist, gut geht, dann sehe ich keine Verlanlassung Medikamente zu geben.

Schulnoten hin, Schulnoten her, nein, dann nicht.

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