Nachhilfelehrerin Frage

Hallo zusammen,

meine beiden Töchter brauchen Nachhilfe im Fach Mathematik. Die Lehrerin der Großen (Gymnasium) hat mir empfohlen eine kompetente private Nachhilfe zu suchen. Mit den bekannten Vereinen haben wir schlechte Erfahrungen gemacht.
Naja wie auch immer. Jetzt habe ich über Kleinanzeigen eine Nachhilfelehrerin gefunden, die Lehrerin an einer Schule ist. Nun sehe ich in ihren anderen Anzeigen, dass sie die Miete vom Jobcenter bezahlt bekommt. 🙈
Kann das sein, dass sie trotzdem unterrichtet? Ich habe keine Ahnung, was Lehrer so verdienen🙈 oder soll ich ihr absagen? Wäre dankbar für eure Einschätzung

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Lass dir von den Lehrkräften ein/en Jugendliche/n aus den oberen Klassenstufen eurer Schule empfehlen. Alternativ - wenn ihr in der Stadt seid - (eventuell digitalen) Aushang an der Uni, da finden sich fast immer fähige und willige Studierende.

Bearbeitet von selma.
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Das hätte ich jetzt auch empfohlen, habe mich aber nicht getraut, weil ich nicht wusste, ob das heutzutage überhaupt noch gängige Praxis ist. Zu meiner Schulzeit (90er) waren Nachhilfeinstitute noch gar nicht so populär. Ich habe als Oberstufenschülerin Nachhilfe ohne Ende gegeben und das auch recht erfolgreich. Klar, ältere Schüler haben keine Ausbildung, sind dafür aber noch sehr nah am Unterrichtsgeschehen und den Schülern. Weitere Vorteile: es kostet weniger und die Lehrer kennen die Nachhilfelehrer, die sie empfehlen.

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Wie muss man sich das denn vorstellen? Steht dann in der Kleinanzeige "Die Bezahlung erfolgt in Naturalien (eine Kiste Bier pro Stunde), damit das Jobcenter nicht den Verdienst auf die Leistungen anrechnet."??

Angestellte Lehrer bekommen teilweise nur befristete Verträge und sind während der Sommerferien arbeitslos. Also grundsätzlich bedeutet "Lehrer" nicht gleich "verbeamtet und gut abgesichert".

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Ich hoffe das kam jetzt nicht blöd rüber. 🙈 mir ist egal wie ihre Miete bezahlt wird. Ich möchte nur, dass eine Lehrerin mit Zusatzqualifikationen auch wirklich eine ist.
Ich habe ihre Anzeigen durchgeschaut und sie sucht über das Portal „eine Wohnung für eine alleinerziehende Mutter, wo die Miete vom Jobcenter übernommen wird“

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Sucht sie vielleicht für jemand anderes?

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Ich hab als Abiturientin Nachhilfe für jüngere Jahrgänge gegeben, das ist natürlich nicht so professionell wie eine Lehrerin es machen würde aber vielleicht eine Alternative für euch.
Einer meiner Lehrer hatte mich angesprochen. Die Mutter hatte ihn direkt gefragt ob er jemanden kennt und bestenfalls aus dem gleichen Ort kommt (leben hier dörflich) und so kamen die an mich

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Danke !

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Ich kann mir nicht wirklich eine Konstellation vorstellen, in welcher eine Gymnasialhrerin aufstocken muss. Angestellt verdient man deutlich schlechter als Beamte, ja, aber dann wären das immer noch mindestens ca. 2600€ netto. Mindestens. Selbst wenn sie teilzeit arbeitet mit 50% wären das mit Kindergeld noch mindestens 1800€ mit Kindergeld. Ich kann mir kaum vorstellen, dass man da die Miete vom Jobcenter bezahlt bekommt (auch wenn ich mich mit dem genauen Gehaltsgrenzen nicht auskenne). Es kann aber natürlich gut sein, dass sie Lehrerin ist, aber gerade in Elternzeit mit ihrem Kind oder langzeitkrank oder irgendwas anderes. Frage sie doch einfach nach einem Zeugnis etc. Nach der ersten Stunde. Fände ich vollkommen legitim, wenn ich eine Leistung anbiete (Mathe durch Mathelehrerin) muss ich auch diese Leistung nachweisen können. Du bist ja ihr Arbeitgeber. Ein Krankenhaus stellt ja auch keinen Arzt ein, weil er gesagt hat, dass er Arzt ist, sondern weil er es nachgewiesen hat.

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Du hast Recht danke.
Aber hat sich wahrscheinlich sowieso erledigt. Als ich fragte an welcher Schule sein unterrichtet, antwortete sie nicht mehr

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Ich würde dir (als Lehrerin) sowieso empfehlen, einen Oberstufenschüler der Schule zu nehmen. Erstens günstiger und zweitens unterscheiden sich Schulen und Lehrer enorm in ihrer Unterrichtsvermittlung. Klar, 1+1 ist überall 2, aber die Vermittlung und Reihenfolge etc. Unterscheidet sich enorm. Ein Schüler, der ggf. selbst schon den Lehrer, zumindest aber den Lehrplan der Schule und das Schulbuch hatte, ist da vermutlich sogar kompetenter als eine Mathelehrerin aus einer anderen Schule. Oder zumindest gleichwertig, aber günstiger.

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Lass die ein Zeugnis zeigen und frag sie einfach.

Vielleicht ist das Kind noch sehr klein, sie in Elternzeit und das Elterngeld reicht nicht?
Vielleicht hat sie ein Kind mit einer Behinderung, das nicht so ohne weiteres ab dem 1.Geburtstag in die KiTa gehen kann?
Vielleicht ist sie selbst nicht gesund und kann nur 2 Stunden pro Tag arbeiten?

Tausend Möglichkeiten. Wenn jemand mit Aufstockung lieber etwas arbeitet, ist das ja an sich unterstützenswert. Natürlich nicht unter Vorspiegelung falscher Tatsachen - aber das kann man ja überprüfen.
Und wenn sie so freigiebig und offen bei Kleinanzeigen postet, ist der Sachverhalt ja kein großes Geheimnis ;-).

LG

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Ich würde auch die Mathelehrkraft nach Oberstufenschülern fragen. Die sind nah dran, kenne die Ticks der Lehrer, die aktuell gelehrten Methoden und Lehrwerke. Ich durfte auf dem Wege sogar mal die Töchter eines Mathelehrers unterrichten ;-)

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Hallo

ich würde mir immer belegen lassen das jemand wirklich Lehrer ist und unterrichtet.
Sonst kann dir ja jeder alles erzählen.