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Ich würde es nicht nur an der Gesellschaft festlegen.
Dein Sohn scheint leistungsstark zu sein und will also gefordert werden. Warum soll er sich dann auf der Gesamtschule langweilen?

Gib ihn einen Schlüssel, bereite ihm was zum essen vor, mit 10 Jahren wird er 2 Stunden alleine zu Hause schaffen. Es gibt ja auch Handys ihr seit nicht aus der Welt.
Ab der weiterführenden Schule finde uch eine Betreuung bis 17 Uhr überflüssig. AGs sind auch gut und schön, aber vielleicht kommt er in seine Wunsch-Ags gar nicht rein. Lieber ein Hobby suchen.

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Hallo

wir haben unseren Sohn mit einer Empfehlung für das Gymnasium zur Gesamtschule geschickt. Wir haben so entschieden weil man damals noch in der Gesamtschule entscheiden konnte G8 oder G9. Der nächste Grund war das es eine größe Auswahl an Fremdsprachen und Wahlpflichtkursen gab. Dazu kommen hier auf dem Gymnasium häufig die naturwissenschaftlichen Kurse nicht zustande.
Dazu hat die Schule auch ein sehr gutes Konzept gegen Gewalt und Mobbing und reagiert dort sehr schnell und schützt die Opfer. Ausserdem haben sie ein tolles Förderprogramm für Auslandsjahre.

Z. B die Sachen wie Betreuung oder Sport für die Unterstufe war zwar interessant aber für uns für die kurze Zeit von 2 bis 3 Jahren uninteresant.

In Stufe 5 und 6 wurde in Deutsch, Englisch und Mathe genau das gleiche gemacht wie bei seinem Kumpel im Gymnasium. Unterscheide gab es das er Gesellschaftslehre statt Erdkunde und Geschichte hatte und NW statt Biologie

Bearbeitet von tragemama0709
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Das lässt sich schwer sagen. Was man auch berücksichtigen sollte: Wo sich die Schulen befinden? In der selben Stadt/unmittelbarer Nähe zueinander? Ist die Gesamtschule umgeben von Gymnasien oder die einzige Schule weit und breit?
Das frage ich aus folgendem Grund: In meiner Heimatstadt (in dem Stadtteil) lag das Gymnasium zwei Straßen von der Gesamtschule entfernt. Wer eine Gymnasialempfehlung hatte, ging dort hin. Es gab weit und breit keine Realschule Plus, sodas diese Kinder alle auf die IGS gingen. Folge: Die IGS hat einen schlechten Ruf, zum Abi schaffen es nur ganz, ganz wenige Kinder.
An unserem jetzigen Wohnort (auf dem Land) gibt es eine IGS. Die Realschule Plus gibt es in zwei Nachbarorten. Gymnasien sind wesentlich weiter entfernt. Folge: Sehr viele Kinder mit Gymnasialempfehlung sind an der IGS. Abi machen sehr viele und die Schule hat einen guten Ruf.

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Hey!

Ich bin Gesamtschullehrerin.
Das Konzept Ge kann funktionieren- in Städten klappt es gut, weil das Einzugsgebiet groß ist und genügend Kinder mit gy/ge Empfehlung in den Klassen beschult werden. Je 1/3 gy, rs und hs ist ja die ideale Zusammenstellung. An meiner Schule im kleineren Nest funktionierte dies nicht. Es waren nur etwa 2 gy/ge- Kinder pro Klasse. Entsprechend litt das Niveau.
Von Kollegen, deren Kinder in dieselbe Stufe gingen, hörte ich immer, wieviel weiter ihre Kinder schon seien. Das Tempo konnten wir nicht halten.

Meine Kinder würden nur auf eine Gesamtschule gehen, an der die Zusammensetzung je zu einem Drittel gegeben ist.

Liebe Grüße
Schoko

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Hallo,

verlasst Euch bloß nicht auf "Bedingt durch den Ganztag keine Hausaufgaben".

Das mag für die schriftlichen vielleicht gelten.
Mindestens Vokabeln lernen, evtl. lautes Lesen (Fremdsprachen), fällt sicherlich zu Hause noch an, genauso wie vorbereiten/nachbereiten/Projektarbeiten/Referate vorbereiten und den Vortrag üben.

Viele Grüße
H.

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Unsere waren alle auf der Gesamtschule und ja,wir haben uns was anhören müssen….
Die besseren Kinder sind auf die besseren Schulen gekommen🤣
Nun,meine haben alle Abitur gemacht bis auf mein Bonuskind welches aber ursprünglich sogar auf der Förderschule war.
Tatsächlich ist es dort einfacher gewesen und auch dies mussten wir uns immer anhören,wäre ja nichts da nur echter Drill was wert ist.
Meine Kinder standen nie unter Druck und hatten viel Freizeit und waren sich eben nicht zu fein auch mit Schülern aus nicht so guten Verhältnissen zusammen zu sein,nein sie sind dadurch nicht ins unsoziale Milieu abgerutscht.
Das ist einfach ein sehr deutsches Ding wo Kinder so in Schulformen eingeordnet werden,die besseren und die schlechteren Kinder.
Bis zur 9 waren alle zusammen,danach noch die Realschüler und Gymnasiasten und alle haben den Realschulabschluss gemacht( wollten wir so)und sind eben weiter aufs Gymnasium.
Was soll ich sagen,alle stehen selbstbewusst im Leben und sind sehr erfolgreich.
Tatsächlich haben unsere alles an der Schule gemacht,da sie die Zeit wirklich genutzt haben,aber auch dies müsst ihr begleiten damit die Kinder eigenverantwortlich handeln.

Bearbeitet von Sonnenliebende
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Das klingt nach eine sehr schönen Schulzeit!

Wie gesagt, die Schule muss zum Kind passen. Und gerade Gesamtschulen sind sehr, sehr unterschiedlich.

Welche Interessen hat das Kind, wie lernt es, wie tritt es sozial auf, wie wissbegierig ist es?

Wir haben eine gute Gesamtschule vor der Nase, mehr als 50% der Schüler gehen in die Oberstufe über, tolles Gebäude, gute Schulgemeinschaft. Trotzdem nichts für's Kind: interessante Fächer (Naturwissenschaften) werden lang ohne Niveaudifferenzierung unterrichtet, es geht Zeit für Dinge drauf, die es von zu Hause schon kann (Hauswirtschaft), das Sprachangebot ist karger, es müsste weitere 5-6 Jahre mit den Chaoten in einer Klasse hocken, die jetzt schon nerven. Das fachliche Tempo in der Grundschule ist sehr, sehr langsam, das muss jetzt wirklich nicht noch Jahre so weitergehen.