Unterhaltspreller

    • (1) 09.01.11 - 13:19

      zur Info:

      http://www.focus.de/politik/deutschland/christine-haderthauer-alimentepreller-handeln-unsolidarisch_aid_588349.html

      Fatal finde ich, dass sich die Politik nur aufregt darüber, dass der Staat leidet. UVG gibt es maximal 6 Jahre, im Schnitt werden Kinder 20 Jahre unterhalten.

      Heißt: prellt ein KV das Kind um Unterhalt, muss die KM einspringen für die restlichen 14 Jahre.

      Ein billiges Kind kostet lt. statistischem Bundesamt rund 7.000 Euro/Jahr. Macht abzüglich Kindergeld, schlappe 65.000 Euro, die der Mutter fehlen. Und zwar pro Kind!

      Ein Skandal ist das.

      Manavgat

      (deren Strafanzeige gegen den KV seit rund 10 Monaten wieder mal bei der laschen Staatsanwaltschaft liegt....)

      • ich bin noch ganz am Anfang und möchte gern von deiner Erfahrung etwas profitieren.

        Der KV meines Sohnes wurde im Dezember 2010 per Taschenpfändung erstmalig gepfändet.....stolze 23,56 EUR gab es daraus.

        NOCH sind 2 Jahre UVG offen und bisher ca 1200 EUR an Differenz angelaufen.

        Ich überlege nun wie lange ich noch den kostenfreien Unterhaltsbeistand beim JA lasse, weil bisher recht gut und halbwegs zügig gearbeitet wurde.
        Zwar musste ich immer hintersein und die Wiedervorlage spielen, aber damit kann ich gut leben.

        Soweit wie ich jetzt weiss, ist die Stellung der Strafanzeige nicht mehr kostenfrei......Prozesskostenhilfe erhalte ich keine, weil mein Einkommen zu hoch ist.

        Was sind die nächsten Schritte, die ich tun kann ???

        Der KV ist selbständig und kann meines Wissen aufgefordert werden, sich eine Festanstellung zu suchen. Das wurde zumindest schon mal angedroht.

        Simnik

        • Soweit wie ich jetzt weiss, ist die Stellung der Strafanzeige nicht mehr kostenfrei.....


          Strafanzeige kostet nichts!

          Das wäre ja noch schöner.

          Du kannst das ohne Anwalt bei der Polizei tun. Sag: ich kann mir keinen Anwalt leisten und möchte hier und jetzt Strafanzeige mit Strafantrag stellen. Du musst nachweisen, dass kein Unterhalt fließt und alle Unterlagen über Beitreibungsversuche mitnehmen.

          Es ist zu kurz gedacht: ich habe kein Geld, also mache ich nichts. Sooooo teuer ist das über eine Anwältin auch nicht, allerdings musst Du klare Ansage machen, dass scharf geschossen werden soll.

          Mietkautionspfändung, Lohnpfändung, Erzwingung der EV (bei Ablauf erneut), Taschenpfändung, Strafanzeige!

          Und auch nett: Du kannst seine Eltern auf Unterhalt verklagen, das macht den meisten KVs ordentlich Feuer unter dem A....

          Wenn Du pfänden konntest, werden selbstverständlich auch die Beitreibungskosten (Anwalt, Gerichtsvollzieher etc.) fällig. Das muss nämlich der KV zahlen.

          Viel Erfolg und langen Atem

          Manavgat

          • na ja ich warte jetzt noch das Protokoll des Vollstreckers ab, weil es kann ja schon eine EV gemacht wurden sein.

            Die Mietkaution hat höchstwahrschienlich die Lebensgefährtin gestellt, Lohn ist nicht vorhanden , auf der Steuerauszahlung liegt schon die Pfändung des JA .......also bleibt nur die Strafanzeige.

            Also ich habe schon Geld für den Anwalt, aber bisher konnten alle notwendigen Maßnahmen noch kostenfrei über das JA gemacht werden.

            Die 30 EUR (Gerichtsvollzieher ) für die Tschenpfändung muss zunächst ich verauslagen und mir dann beim KV wiederholen.

            Kann ich die Strafanzeige auch über das JA machen, weil die ja alle Unterlagen haben oder muss ich das seperat machen ???

            Ab WANN kostet mich das ganze dann was ??? Irgendwie dachte es wäre mit Gericht/Strafanzeige kostenpflichtig .

            Simnik

      Für zahlungspflichtige Mütter ist es doch noch einfacher! Sie lassen sich von einem der Next einfach mal ein neues Kind machen und schon sind sie aus der Zahlungspflicht raus.

      • raus sind sie ebenso wenig wie die Väter die zur nächsten rennen und der ein Kind machen.

        Das schaffte z.B. mein Ex mit sogar 2 weiteren Frauen nach mir....mittlerweile hat er 5 Kinder ( 1 mit mir, 2 mit der nächsten und 2 mit der Übernächsten) und wird wieder geschieden. Mal sehen wie lange es bis zum nächsten Kind dauert.

        • #schock

          Ojeee, der ist ja krass drauf. Wahrscheinlich zahlt er keinen Cent?

          • er hat die ersten 3 Jahre hin und wieder mal gezahlt, erst ( dank JA da wohnte ich noch in D) sogar exakt das was er sollte.

            Dann wurde es immer weniger und plötzlich hörte er ganz auf.

            Da ich ja ohnehin Angst vor ihm hatte/habe habe ich mich auch nicht großartig dagegen gewehrt.

            Mittlerweile ist die Adoption ( mein Mann adoptiert meinen Sohn ) so gut wie durch und da interessierts mich nun gar nicht mehr.


            Im übrigen haben ihn meine beiden Nachfolgerinnen aus den gleichen Gründen verlassen wie ich ...er fragte nicht wenn er Sex wollte ( so ist ja mein Sohn entstanden), er trank wie sonst noch was und wurde dann meistens ausfallend.

            lg

            Andrea

            • Au weia, so einen Verbrecher braucht ja nun wirklich niemand. Bin ja sonst immer für Kontakt zum leiblichen Vater (mir selbst wurde er nämlich vorenthalten :-[) Aber in dem Fall ists wohl wirklich besser, möglichst wenig mit dem zu tun zu haben, auch wenn er dann halt nicht zahlt.

              Naja, er scheint ja eh kein Interesse an Eurem Sohn zu haben, denn sonst hätte er der Adoption nie zugestimmt, nicht wahr?

              • ich habe dem Kontakt nie im Weg gestanden, im Gegenteil ich habe oft genug versucht etwas zu vereinbaren...trotz meiner Ängste.

                Als der Notar ihn angeschrieben hat ist er noch am selben Tag zum Notar gefahren und hat freudestrahlend unterschrieben.

                Gesehen hatte er meinen Sohn ohnehin nur 3 mal...einmal im Krankenhaus, einmal mit 2 MOnaten und einmal mit 4 Monaten.


                Ja...irgendwo bin ich froh das wir nun definitiv nichts mehr mit ihm zu tun haben.

    Schade, dass die Politik nicht in gleichem Maße zu Umgangsverweigerinnen (i.d.R. sind es Mütter) Stellung bezieht. Dass belastet zwar nicht die Staatskasse, dafür aber unzählige Kinderseelen.

    • Noch nicht gemerkt? Deutschland ist ganz klar ein Matriachat.

      • Sehr interessant fand ich folgende Aussage von Frau Haderthauer:

        "Das ist ein überwiegend männliches Delikt, Ich wette, dass kaum eine Mutter ihr Kind um den Unterhalt prellen würde."

        Wo sie dieses Wissen her nimmt, wird wohl ihr ewiges Geheimnis bleiben. Ich wüsste sehr gerne, wieviel Prozent der Mütter, die Unterhalt zahlen müssten, dies nicht tun. Und im Vergleich dazu die unterhaltsverweigernden Väter.

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