Die spinnen, die von der CDU

    • (1) 14.08.11 - 17:29

      Das glaubt man nicht!

      Ein offensichtlicher Betrug (Guttenberg) wird weniger Wellen in dieser Partei als eine zwar merkwürdige aber legale Liebesbeziehung:

      http://www.focus.de/politik/deutschland/christian-von-boetticher-cdu-politiker-droht-nach-blitz-karriere-jaeher-absturz_aid_655447.html

      Da muss er irgendwen ziemlich geärgert haben, dass die ihn deshalb rauskicken.

      Es war kein Mißbrauch (Kirchenbedienstete), keine Zwangsprostitution (wie bei Friedmann), kein Ehebruch (wie bei Seehofer).

      Was läuft bei denen?

      Was meint ihr?

      Gruß

      Manavgat

        • Der Blick ins Gesetzbuch ist da oft hilfreich....

          Wenn sie über 16 ist, darf sie aus freien Stücken Beziehung eingehen, mit wem sie will, sie darf sogar Sex haben...

          Ich kenne den Typen nicht, was ich über ihnm gelesen habe, macht ihn für mich eher unsympathisch....

          ABER: Ich finde es schön beschämend, wenn wegen solch einer Geschichte ein Politiker heutzutage seinen Hut nehmen muss, ich dachte immer, wir hätten den Muff der Kaiserzeit schon vor 100 Jahren hinter uns gelassen.....

          Es passt aber zu dieser Partei, die sich in der immer älter werdenden Gesellschaft als Bewahrer konservativer Werte profillieren will...

          • Ich bin da nicht so ganz Deiner Meinung.

            Für mich ist da ein merkwürdiger Beigeschmack, wenn ein landespolitischer Spitzenmann, der in noch höhere Ämter strebt, noch dazu einer Partei zugehörig, die progressive Lebensmodelle wie lesbische oder schwule Eltern ablehnt, die nachwievor am Modell Ehe festhält und steuerrechtlich wie erbrechtlich alternative Modelle benachteiligt, die eisern am Ehegattensplitting festhält (obwohl ökonomisch wie rechtlich sehr zweifelhaft), ein Beziehungsmodell leben will, was er seiner 16-jährigen Tochter (so denn er eine hätte), vermutlich untersagen würde.

            Bunga Bunga in Schleswig Holstein.

            Zuegegeben: Ein Mann der Grünen, inder gleichen Situation, hätte mit den parteipolitischen moralischen Hürden nicht so zu kämpfen gehabt. Dem wäre aber wahrscheinlich der feminitische Flügel der Partei auf's Dach gestiegen.

            • Bei Bunga Bunga ging es doch offensichtlich um Prostitution.

              Oder würdest Du den Sugar Daddy Berlusconi nicht als Nutznießer derselben bezeichnen?


              Das kann man doch nicht vergleichen!

              Gruß

              Manavgat

              • Berlusconi ist vielleicht ein anderes Kaliber als dieser bis dato landesweit unbekannte CDU-Politiker.

                Die Zusammenhänge haben aber durchaus identische Muster. Es geht um Macht und die Kraft der Verführung durch Macht.

                Moralisch kann jeder für sich nach seinem Gusto entscheiden.

                Aber dieser Mann hätte sowohl Verstand mitbringen und wissen müssen, dass zu einem gehobenen Amt auch eine Partneringehobenen Alters gehört.

                Zumal - und auch das ist extrem unprofessionell - ein öffentliches Amt immer auch einhergeht mit einem erhöhten Interesse der Öffentlichkeit für das Privatleben.

                • "Aber dieser Mann hätte sowohl Verstand mitbringen und wissen müssen, dass zu einem gehobenen Amt auch eine Partneringehobenen Alters gehört. "

                  Solche Vorschriften machen mMn nur Menschen, die es nicht schaffen, über den Rand einer Espressountertasse hinaus zu blicken.

                  lg

                  • Die Entscheidung, dass er gehen musste, hat das Präsidium auf eine Mitgliederbefragung gestützt. Und die Basis hat entschieden: Geht so nicht!

                    Man kann ja moralisch durchaus anderer Meinung sein aber eine Mehrheitsentscheidung der schleswig-holstenischen CDU ist nunmal nicht von der "Weltoffenheit" geprägt, die Du propagierst. Aber trotzdem bleibt es eine Mehrheitsentscheidung.

                    Zur Zeit ist der eigenen Wählerschaft ein solcher Mann nicht vermittelbar. Punkt.

                    • Und ich dachte immer die Christen wären für Toleranz. Gott liebt jeden blabla ;-)

                      Aber die CDU pflegte für mich schon immer ein Familienbild wie es zwischen 1939 und 1945 gewünscht war

                      • > Aber die CDU pflegte für mich schon immer ein Familienbild wie es zwischen 1939 und 1945 gewünscht war

                        Kannst du das bitte näher erläutern? Und dabei erklären, inwiefern sich das Familienbild 1939 geändert hat (vor 1939 / ab 1939)?

                        • Ich könnts auch so sagen: die CDU hat die braunen Zeiten noch nicht hinter sich gelassen.


                          Wie offen war man denn damals für Homosexualität zum Beispiel?

                          • Und du meinst, Ole von Beust ist in Hamburg an seiner sexuellen Orientierung gescheitert?

                            Gerade die Akzeptanz der Homosexualität ist selbst in der CDU inzwischen angekommen.

                            Und mir ist immer noch nicht klar, warum "die braunen Zeiten" bei dir erst 1939 begonnen haben.


                            > Ich könnts auch so sagen: die CDU hat die braunen Zeiten noch nicht hinter sich gelassen.

                            Ich finde, dass deine Aussage eine üble Verharmlosung des Nationalsozialismus ist.

                            Die CDU gab es vor 1945 nicht. Auch denke ich, dass nach "braunem" Gedankengut eine solche Verbindung eher begruessenswert gewesen waere, da eine 16Jaehrige, versorgt von einem reifen deutschem Mann, eine ideale potenzielle Mutter von 10 Kindern werden kann. Insofern sind die Bedenken der CDU-Basis alles andere als "braun".

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