Manche schaffen sich selbst ab

    • (1) 07.09.11 - 16:44

      Neben der FDP, die sich auch weiterhin fleissig selbst zerlegt und Gefahr läuft, als politische Randerscheinung ad acta gelegt zu werden mit ihrem harmlos-possierlichen Phillip an der stumpfen Spitze, scheinen nun auch die spendierfreudigen Altstalinisten und linientreuen Genossen der Linkspartei ihrem vorzeitigen Ende entgegenzutaumeln.

      Mit ihrem kongenialen Zweigestirn, einem abgehalfterten westdeutschen Gewerschaftsfunktionär, der lieber Porsche fährt statt sich Gedanken und Mühen um seine Partei zu machen und einer leichenblassen Ostdeutschen, die immer noch in kommunistischen Allmachtsphantasien schwelgt und deren charismatische Wirkung - ähnlich unserer Kanzlerin - in etwa der einer Scheibe Schwarzbrot entspricht, lässt sich wohl kein Staat mehr machen. Nicht mal mehr ein ostdeutscher......

      Gott sei Dank, möchte ich zunächst denken aber sind nicht gerade die Finanz- und Schulldenkrise, ausufernder Konsumterror und das Versagen marktrelevater Kräfte genau das Thema, mit denen die ollen Kominform- Nostalgiker punkten und sich als ultimative Vergeltungswaffe gegen die bösen Mächste des Kapitalismus profilieren könnten.

      Stattdessen überlegen die doch tatsächlich tage- und wochenlang, welches Kartenmotiv sie Fidel Castro, dem Verwalter karibischen Hungerleidens seit 1959, denn nun aussuchen dürfen. Beileid - oder vielleicht doch lieber was Ernstes mit roten Rosen.

      Tja, liebe Linkspartei - ohne die telegenen aber herz - und krebskranken Gysi und Lafointaine seid ihr doch eine ziemlich müde und kaputte Truppe. Von Euren politischen Spinnereien und Festhalten an Dingen, wie z.B. den regelmässigen Geburtstagsglückwünschen an verdiente Diktatorenwitwen wie M. Honnecker, kann sich jedenfalls selbst der dümmste und ewiggestrigste ostdeutsche Rentner nichts mehr kaufen.

      Möglicherweise haben wir ab 2013 doch wieder nur 3 Parteien im Bundestag. Mit einem grünen Kanzler. DJ Dosenpfand als Regierungschef, das wär doch nochmal was ganz Neues......

      :-)

      • Hi!

        Nicht zu vergessen, die antisemitischen Zuckungen der Linken, die die Basis spalten;-)

        Grüsse

        serdes

        Ein Führungswechsel könnte evtl. noch das Ruder rumreißen? Aber die dilettantisch agierende Parteispitze mag ja auf keinen Fall die demokratisch erworbenen Stühle freiwillig hergeben. Die Sehnsucht nach dem fahnenflüchtigen Lafontaine wird immer größer. Dieser kann nur auf einen Scherbenhaufen blicken und sieht die Errungenschaften den Bach runter laufen.

        Nach allen Reiseberichten von Leuten, die in der Karibik unterwegs waren und nach allem was ich gelesen habe, ist Kuba eines der wenigen Länder dort, wo es man sich frei und normal bewegen kann und Kinderprostitution und Kriminalität kein Thema ist.

        Ich trauere dem Baptista-Regime keine Träne nach und würde zehnmal lieber in Kuba wohnen als in dem Dom.-Rep. oder Kolumbien.

        Das macht die Linkspratei nicht symphatischer, aber ich denke, dass trotz aller Schwierigkeiten die kubanische Revolution für die Mehrheit der Kubaner eher bessere Perspektiven eröffnet hat.

        Und die Glückwunschkarte war ja angeblich vom Automaten unterschrieben..


      • "wie z.B. den regelmässigen Geburtstagsglückwünschen an verdiente Diktatorenwitwen wie M. Honnecker,"

        und du spendierst ihr ein zweites "n"... auch zum geburtstag?

        Erst einmal: Deutschlehrer hätten ihre Freude an deinen tollen, verschachtelten Sätzen. Leider reicht es nicht für 15 Punkte, die du - du toller Bildungsbürger - gern haben möchtest. Nein, wahrscheinlich sind es nur 13 Punkte. Denn: deine Sätze haben zu viele Nebensätze. Außerdem hast du zu viele Rechtschreibfehler.

        Ich hielt dich bis jetzt für einen intelligenten Menschen. Was du hier aber ablässt, erinnert mich an einen kleinen rechtspopulistischen Typen mit Schnauzbart.

        Rote Rosen bitte durch rote Nelken ersetzen. Das ist nämlich die kommunistische Blume.

        Deutschland ist, dank Leuten wie dir, auf dem Weg, zum Bauernstaat zu werden. Hatten wir ja 150 Jahre nicht mehr. Und dann möchte ich euch sehen, wie ihr mit 500 DM (denn die wird es dann wieder geben, dank euren grünen, antikapitalistischen Parolen) im Monat auskommt. Denn eure verpönte Großindustrie wird es dann nicht mehr geben, weil die ja soooooo böse sind und den kleinen Mann ausbeuten.

        20 Jahre Wiedervereinigung. Und die Honks sehen immer noch ROT, obwohl die Welt so bunt ist. Und dann wundern, wenn die Amis nach 65 Jahren immer noch denken, dass alle Deutschen Nazis sind. Einfach nur ein #rofl und ein #contra und dann noch ein #klatsch.

        • Entweder ist mein Gemüt zu schlicht, um deinen Text zu begreifen oder du hast das Ausgangsposting nicht so verstanden wie ich.#kratz

          "Deutschland ist, dank Leuten wie dir, auf dem Weg, zum Bauernstaat zu werden. Hatten wir ja 150 Jahre nicht mehr. Und dann möchte ich euch sehen, wie ihr mit 500 DM (denn die wird es dann wieder geben, dank euren grünen, antikapitalistischen Parolen) im Monat auskommt. Denn eure verpönte Großindustrie wird es dann nicht mehr geben, weil die ja soooooo böse sind und den kleinen Mann ausbeuten."

          Woraus schließt du das? Und die Frage ist ernst gemeint, denn das kann ich auch nach mehrfacher Wiederholung nicht herauslesen?

          was denn nun: "rechtspopulistisch" oder "grün(en), antikapitalistisch(en)? Oder ist das egal, weil alles, was nicht "links" ist, eh naziverdaechtig ist?

          Bei Deinem Textverstaendnis duerften auch 5 Punkte in Deutsch eine hohe Messlatte fuer Dich sein....

          Ich würde sagen 0 Punkte, Thema verfehlt.

      Die FDP schafft sich nicht ab und wird und es ist voreilig, sie als Randerscheinung ad acta zu legen. Es bleibt zu hoffen, dass sie die momentane Situation nutzt, sich grundsätzliche Gedanken zum Thema Liberalismus zu machen. Dann hätte sie berechtigterweise ihren Platz in der politischen Landschaft.

      Falls die FDP ihre Rolle weiterhin als eine Art Versteigerungsplattform für politische Entscheidungen definiert wird sie ebenfalls nicht untergehen. Mit den eingehenden Spenden ließen sich gute Marketingexperten für die folgenden Kampagnen gewinnen. Man müsste nur auf Fehler der Anderen warten und diese sind eine der wenigen Konstanten der Politik.

      Im Zusammenhang mit der Linkspartei möchte ich mal die Frage in den Raum stellen, warum erwartet wird, dass linke Politiker in selbstgewählter Armut leben müssen?

      Und wenn man die Glückwünsche an Castro kritisieren möchte wäre das in Ordnung, aber warum erwähnst Du nicht auch den Brief Merkels an Nguyen Tan Dung? Die Menschenrechtssituation ist in beiden Ländern laut AI und HRW nicht wesentlich anders. Im Falle Merkels ist das dazu noch widersprüchlich zur eigenen Politik, bei der Linken zumindest konsequent (auch wenn ich die Ideologie der Linken nicht teile).

      Ob die Linken eine Zukunft haben hängt im Wesentlichen davon ab, welcher Prozess schneller geht:

      Die Entwicklung der Linken zu einer verlässlichen Größe im Parteiensystem oder die Rückbesinnung der SPD auf ihre originäre Politikeinstellung!

      „…das Versagen marktrelevater Kräfte“

      Das hat nicht stattgefunden. Es waren bewusste politische Entscheidungen von 2003 oder früher bis heute!

      „einem grünen Kanzler“

      Ich denke, wir erleben bei den Grünen das gleiche Phänomen wie bei der FDP kurz vor der letzten Bundestagswahl.

      • "Die FDP schafft sich nicht ab und wird und es ist voreilig, sie als Randerscheinung ad acta zu legen. Es bleibt zu hoffen, dass sie die momentane Situation nutzt, sich grundsätzliche Gedanken zum Thema Liberalismus zu machen. Dann hätte sie berechtigterweise ihren Platz in der politischen Landschaft. "

        Dann sollte sie aber bald mal damit anfangen. In der Tradition großer und bekannter gesellschaftliberaler Vordenker, wie Baum oder Hirsch sehe ich da allerdings erhebliche personelle Schwächen. Wer soll das denn thematisch an sich reissen und - was noch wichtiger - glaubwürdig vermitteln?

        Momentan jedenfalls fühlen sich wohl viele beim z.B. Thema Bürgerrechte bei den Grünen besser aufgehoben. Eigentlich eine Urkompetenz der FDP.

        "Im Zusammenhang mit der Linkspartei möchte ich mal die Frage in den Raum stellen, warum erwartet wird, dass linke Politiker in selbstgewählter Armut leben müssen? "

        Zwischen Porsche-Fahren und selbstgewählter Armut gibt es noch ganz ganz ganz ganz ganz viele Graustufen. Im Übrigen: Von mir aus kann der Mann auch einen Maybach fahren, nur darf man sich dann über die PR-Wirkung nicht wundern. Und Du weisst bestimmt etwas über die Kraft der Bilder? Und wenn dann von diesem Mann auch nur wenig handwerklich Gutes für seine Politik rüberkommt, dann ergibt das für mich ein ziemlich schräges, auf jeden Fall ein unkluges Bild.

        "Und wenn man die Glückwünsche an Castro kritisieren möchte wäre das in Ordnung, aber warum erwähnst Du nicht auch den Brief Merkels an Nguyen Tan Dung?"

        Weil's mir diesmal um die Linkspartei ging. Werde mich in meinem nächsten Posting aber auch gerne wieder den Missetaten von Frau Merkel widmen, versprochen.

        "Ob die Linken eine Zukunft haben hängt im Wesentlichen davon ab, welcher Prozess schneller geht:

        Die Entwicklung der Linken zu einer verlässlichen Größe im Parteiensystem oder die Rückbesinnung der SPD auf ihre originäre Politikeinstellung!"

        Wir werden es erleben. Momentan meine ich eine Tendenz zu Alternative No. 2 zu erkennen. Die SPD nimmt ja aktuell einige Korrekturen aus ihrer Regierungszeit ab `98 vor. Stichwort z.B.: Anhebung des Spitzensteuersatzes). Somit erkenne ich, dass die SPD wieder "linker" wird.
        In jedem Fall fehlen der Linkspartei Gesichter, die das, was sie programmatisch vorhaben, auch vermitteln können. Gysi war und ist ein begnadeter Agitator, der schon qua Person Sympathien sammeln konnte. Solche "Lichtgestalten", die man nun mal braucht um Wahlen für sich zu entscheiden oder besser als sonst abzuschneiden und ähnlich wie die FDP hat die Linkspartei schlicht ein gravierendes Personalproblem.

        "Ich denke, wir erleben bei den Grünen das gleiche Phänomen wie bei der FDP kurz vor der letzten Bundestagswahl. "

        Natürlich haben die Grünen enorm vom GAU in Japan profitiert. Und das kann man ihnen nicht einmal anlasten, haben sie es doch schon immer gesagt.

        Ich meine aber zu erkennen, dass die Gesellschaft in den letzten 20 Jahren insgesamt "grüner" geworden ist. Somit ist die gesellschaftiche Basis der Grünen bedeutend breiter als die der FDP. Also als Grundstock kann man hier von 15% sprechen, bei der FDP sind es 5%? 6%? 4%?

        Hinzu kommt - und deswegen hinkt Dein Vergleich mit der FDP und der letzten Bundestagswahl zusätzlich etwas - dass bei ebenjener Wahl vor 2 Jahren viele CDU-Wähler der FDP ihre Stimmen gaben um eine weitere große Koalition zu verhindern. Insofern war es ein gewaltiger Denkfehler führender Liberaler, ihre Partei schon in Volksparteinähe zu wähnen. Einen Fehler, den die Grünen nicht machen sollten wenn sie meinen dauerhaft bei 25% liegen zu können. Mit Kretschmann haben sie nun einen in der Verantwortung und es wird sich zeigen, wie lange die Stimmung für grüne Politik in BW bzw. in ganz Deutschland anhält.

        Einen grünen Kanzler sehe ich übrigens nach 2013 noch nicht wirklich (auch wenn ich damit prima leben könnte).... aber wenn die SPD es nicht komplett versemmelt (z.B. durch den falschen Kandidaten) , einen Kanzler Steinbrück.

        Das Gute ist, rein wahlbezogen, es sind noch 2 Jahre bis zur nächsten Bundestagswahl, auch wenn ich diese Koalition politisch eigentlich mehr oder weniger schon am Ende sehe. Zeit genug also, für die momentanen medialen Verlierer aufzuholen und ebenfalls ausreichend Zeit für die anderen Fehler zu machen.

        • „Momentan jedenfalls fühlen sich wohl viele beim z.B. Thema Bürgerrechte bei den Grünen besser aufgehoben. Eigentlich eine Urkompetenz der FDP“

          Ich habe den Eindruck, dass man mit dem Thema Bürgerrechte momentan nur eine sehr geringe Zahl von Menschen ansprechen kann. Die in den Köpfen präsente Angst vor islamistischen Terror, vor einer steigenden Zahl von Gewalttaten in den Innenstädten, vor Kinderschändern usw. lässt es vielen Menschen rational erscheinen sich die Bürgerrechte abnehmen zu lassen – im Austausch gegen vermeintliche Sicherheit.

          Ich glaube auch nicht, dass die Grünen alleine von Fukushima profitiert haben. Dieses Ereignis hatte die Wirkung eines Beschleunigers. Der Trend der Grünen war bereits vor der Katastrophe zu erkennen, wenn auch natürlich schwächer. Die Bewegung hin zur grünen Politik kam aus verschiedenen Richtungen und ist mit Erwartungen verknüpft. Ich vermute, dass sich diese schon aufgrund der Verschiedenheit der Erwartungen nicht erfüllen lassen. Ich sehe die tatsächliche gesellschaftliche Basis als etwas kleiner an, vielleicht 8-10%.

          „Zwischen Porsche-Fahren und selbstgewählter Armut gibt es noch ganz ganz ganz ganz ganz viele Graustufen.“

          Selbstverständlich! Ich persönlich halte einen mehr als 10 Jahre alten Porsche allerdings für einen recht moderaten Grauton.

          „Und Du weisst bestimmt etwas über die Kraft der Bilder?“

          … und über die Möglichkeit, diese zur Inszenierung zu nutzen !

          „Somit erkenne ich, dass die SPD wieder "linker" wird.“

          Da bin ich erstmal skeptisch solange Personen wie Steinmeier, Steinbrück und Clement noch an Bord sind. Zudem gibt es noch das unkalkulierbare Risiko Sarrazin.

          ähnlich wie die FDP hat die Linkspartei schlicht ein gravierendes Personalproblem. Das ist in der Tat nicht zu übersehen.

          „Ich meine aber zu erkennen, dass die Gesellschaft in den letzten 20 Jahren insgesamt grüner" geworden ist“

          Das wollen wir doch hoffen, da es ja grundsätzlich positiv ist. Es bleibt nur die Frage ob sich diese Tendenz schon gesetzt hat oder wie die Bürgerrechte aus vermeintlicher Vernunft zur Disposition steht.

          „einen Kanzler Steinbrück“

          Gruselige Vorstellung ! Aber die Kandidatur scheint schon beschlossene Sache zu sein.

          „Zeit genug also, für die momentanen medialen Verlierer aufzuholen und ebenfalls ausreichend Zeit für die anderen Fehler zu machen“

          So ist es !

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