Tote Quote

    • (1) 17.10.11 - 09:04

      Die Regierung möchte ein bisschen die nicht vorhandenen Muskeln spielen lassen:

      http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,792022,00.html

      Eine andere Frau, auch lediglich geprägt durch einen Werdegang im öffentlichen Dienst, meint, der Wirtschaft sogar durch Gesetze vorschreiben zu können, wen diese einzustellen haben:

      http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,791808,00.html

      Mal abgesehen davon, dass ich Quoten für den absolut falschen Weg halte, ob Milichquote, Ausländerquote oder Frauenquote und was für eine Partei gut sein mag, kann für ein Unternehmen so nicht fuktionieren, frage ich mich, woher sollen diese angestrebten 30% an Frauen in Vorständen und Aufsichtsräten der deutschen DAX-Unternehmen eigentlich kommen?

      Vielleicht sollten sich v.a. die CDU-Politikerinnen Schröder und von der Leyen erstmal um die Frauenquote in der eigenen Partei kümmern (ca. 20% Anteil im aktuellen deutschen Bundestag und ca. 9% in Führungsgremien der Partei), statt sich anzumaßen, einem Unternehmen vorzuschreiben, wen sie wann wo einzusetzen haben.

      Was im öffentlichen Dienst und in Parteien, beide Non-Profit, noch einigermaßen funktionieren kann, kann nur von Ahnungslosen auf die freie Wirtschaft übertragen werden.

      Aber so denken eben Berufspolitiker(innen).....

      • "woher sollen diese angestrebten 30% an Frauen in Vorständen und Aufsichtsräten der deutschen DAX-Unternehmen eigentlich kommen?"

        Jedenfalls nicht aus den Reihen der Urbianerinnen...

        Ich habe auch keine Ahnung, wo die 30% herkommen sollen - wahrscheinlich werden die aus Indien eingekauft.

        Es gibt sehr viele gut ausgebildete Frauen, die auch einen guten bis sehr guten Job haben. Aber wie viele von WOLLEN denn überhaupt bis in einen Aufstand oder Aufsichtsrat?

        Wie viele Frauen finden es schrecklich, schon nach einem Jahr Elternzeit wieder arbeiten zu gehen, wo Frauen in anderen Ländern schon nach wenigen Monaten wieder arbeiten gehen? Eine Karriere-Frau bleibt nur kurz zu Hause.

        Wie viele Frauen haben wirklich die Zeit und Muße neben Kindern, Haushalt, Hobbies und Mann noch "Karriere" zu machen?

        Wie viele Frauen wollen Kind und Haushalt allein lassen, wenn es jeden Monat mind. eine Woche auf Geschäftsreise geht?

        Wie viele Frauen wollen eine Beziehung mit Headset und Notebook führen als mit Mann und Kindern?

        Die deutsche Durchschnittsfrau kann und will nicht auf ihre gesellschaftlichen Pflichten verzichten. Dann verzichtet sie lieber auf einen Aufsichtsratposten. Kurzum: die deutsche Frau ist einfach zu weich. Aber ich persönlich finde das nicht negativ.

        Wie sagt mein Mann immer so treffend: würde die Welt nur von Frauen beherrscht werden, würde sie es nicht mehr geben. Beim ersten Konflikt wird auf den roten Knopf gedrückt. Und fertig...

        • Hallo!

          Dem kann ich - als sehr gut verdienende, selbstständige Frau und Mutter - uneingeschränkt zustimmen!
          Ich habe das Glück, einen Beruf ergriffen zu haben, der sich einigermaßen gut mit Kindern vereinbaren läßt, dabei auch ein gutes Einkommen gewährleistet. Aber in wie vielen Berufen ist das denn so?
          Ich wollte jedenfalls nicht im Aufsichtsrat eines DAX-Unternehmens sitzen mit Arbeitszeiten, bei denen ich meine Kinder nur noch von Fotos her kenne. Denn in solchen Positionen zählen ja weder Arbeitszeit- noch Mutterschutzgesetzt. Und so sind hier auch Arbeitstage von 14 Stunden und mehr keine Seltenheit, von einer 40-Stundenwoche träumen Führungskräfte in der Regel auch. Und da wiedersprechen sich die Ziele der Frauen Schröder, Von der Leyen und Co!
          Auf der einen Seite wollen wir Familien fördern, wollen die Geburtenraten (was auch dringend nötig ist, wenn wir nicht aussterben wollen) wieder erhöhen und tun viel dafür, das Mütter nach derGeburt der Kinder nicht gleich wieder arbeiten müssen.
          Wenn nun aber eine verpflichtende Frauenquote eingeführt wird, müssen sich die Frauen entscheiden: Job oder Karriere. Denn im Aufsichtsrat eines DAX-Unternehmens kann man nicht einfach mal für 2 oder 3 Jahre ein Vertretung einarbeiten.
          Und in meinem Umfeld kenne ich zumindest auch keine Mutter, die nach der Geburt ihres Kindes sagt, ich geh lieber arbeiten, mein Kind wird auch ohne mich groß. Dazu ist - und darüber bin ich froh - die emotionale Bindung doch zu groß.

          Also woher sollen diese Frauen kommen?
          "Ich habe auch keine Ahnung, wo die 30% herkommen sollen - wahrscheinlich werden die aus Indien eingekauft."
          Dann wird auch gleich noch die Ausländerquote mitbedient :-p.

          Liebe Grüße!

      30% verpflichtende Frauenquote impliziert, dass es auch genug Frauen gibt, die die entsprechende Qualifikation haben oder sie erwerben möchten und wirklich eine solche Position bekleiden WOLLEN!
      Und das sehe ich nicht...

    • Hallo,

      ich meine immer, es soll um Qualität gehen und nicht um Quantität. Und wenn es z.B. 10 % Frauen gibt, die qualifiziert sind für diese Jobs, dann sollen sie sie auch bekommen, ohne Ansehen des Geschlechts.

      Aber dieses, wir müssen auf Biegen und Brechen eine gewisse Menge an Frauen in die Aufsichtsräte reinpacken, weil Frau von und zu sich das gerade so einbildet, finde ich völlig daneben.

      LG

      Dann nimmt man eben ein paar schlechter ausgebildete Frauen.

      Die sich dann noch mehr Zickenterror mit den bereits vorhandenen Frauen in der Politik liefern können.

      Ehrlich, dieses Frauenbild, das ich momentan in der Politik sehe, das gefällt mir so gar nicht. Irgendwie fehlen mir Politikerinnen wie die Simonis.

      So "ZuPackFrauen", nicht so Rouge-auf-den-Wangenknochen-verteil-Frauen.

      #gruebel

      Mal von den Petra Kellys ganz zu schweigen.

    • Hallo,

      da wird das Pferd von hinten aufgezäunt.

      Unsere Kinderbetreuung ist inzwischen so schlecht, dass ich nicht mehr Vollzeit arbeiten gehen kann.

      Kommt man mit einer Teilzeitkarriere in die Führungsetage?

      Wir erinnern uns alle gern daran, dass die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ..... war das nicht auch Frau von der Leyen?

      Gruß

      • Das Pferd wird von hinten aufgezäumt. Den Gedanken hatte ich auch, und ich fand ihn lächerlich.

        Dann habe ich darüber nachgedacht:
        Mal angenommen, es gäbe wirklich eine gesetzliche Quote, deren Verletzung mit empfindliche Strafen mit sich brächte. Was passiert dann? Stellen die wirklich schlechter qualifizierte Frauen ein, nur so aus Prinzip? Wohl eher nicht, zumindest nicht auf Dauer.

        Welche Möglichkeiten bleibt Ihnen dann?

        a) Mitarbeiterinnen gezielt nachqualifizieren.
        b) Führungspositionen mit Familie vereinbarer machen, indem man neue Arbeitszeitmodelle ausprobiert.

        Und was auf Führungsebene läuft, wird sicherlich auch auf Mitarbeiterebene laufen.

        Zumindest in der Theorie würde der Gesetzgeber damit durch die Hintertür das erzwingen, wofür man in Deutschland zu konservativ, zu engstirnig, zu faul, zu bequem oder zu dumm zu sein scheint.

        Ob's in der Praxis so läuft, das kann ich allerdings nicht beurteilen.

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