Ui noch kein Thread zum Thema Steuerentlastung??

    • (1) 08.11.11 - 10:06

      Hallo

      Normalerwiese ist Politik nicht soooo mein Ding, doch die Spar / Entlastungspläne der schwarz - gelben Regierung haben mich hellhörig gemacht.

      Vor allem das Geld, was nun Mütter bekommen sollen, die Ihre Kinder bis zum 3. Geburtstag zuhause betreuen wollen. Das finde ich super. Endlich wird auch mal an die Mamis gedacht, die ihre Kinder selbst durchs Kleinkindalter führen wollen. Zu dieser Fraktion gehöre ich und finde das toll. Schon meine 4 Jährige durfte bis zum 3. Geburtstag bei Mama bleiben.

      Im Endeffekt ist es bestimmt nur eine Notlösung für die Regierung. Denn der Rechtsanspruch auf einen Krippenplatz ab dem 1. Geburtstag ab 2013 wird wohl so schnell nicht realisierbar sein. Vor allem in ländlichen Gegenden.

      Wie seht Ihr das denn??? Betreuungsgeld für Kinder bis zum 3. Geburtstag??

      LG K. mit Kiddies 4 Jahre und 9 Monate

      Ich finde es beschämend vom Deutschen Staat, dass man über dieses Thema überhaupt sprechen muss. Die DDR hatte viele Fehler, aber die Kinderbetreuung war vom Babyalter an 1A.

      Egal auf welche Art und Weise, Kinder und Jugendliche sollten von Anfang betreut und in ihren Fähigkeiten unterstützt werden. Und da muss der Staat mehr tun.

      Aber warum sollten Eltern unterstützt werden, die ihr Kind zu Hause betreuen? Wegen höheren Ausgaben der Betriebskosten, wegen mehr Ausgaben bei den Lebensmitteln? Du machst es doch freiwillig...

      Es sollten zu allererst Eltern unterstützt werden, die aufgrund ihrer Arbeit nicht anders können als ihre Kinder in Krippe und KiGa zu geben.

    • Hi!

      Ich bin dagegen. Das Zuhausebleiben eines Elternteils sollte nicht 3 Jahre lang von der Solidargem einschaft finanziert werden. Es gibt ja 1 Jahr Elterngeld, das reicht nun wirklich.

      Wolkswirtschaftlich besteht ja auch gar kein Interesse, die Arbeitskräfte fürs Zuhausebleiben zu belohnen oder #gruebel Im Zweifel finanziert der Staat erst Schule, dann Studium inkl. BaföG - und hinterher das Zuhausebleiben??

      Da sollte besser die Kinderbetreuung ausgebaut werden...

      Außerdem ist ja auch nicht gewährleistet, dass es den Kindern zu Hause gut geht. Drei Jahre zu Hause kann man auch einen Menge Mist bauen, wenn man sich nicht ordentlich um die Kinder kümmert. Ich denke, die meisten werden ihre Kinder gut betreuen. Aber nicht alle und auch die greifen die Kohle ab.

      Meine Kinder durften/dürfen mit 18 bzw. 14 Monaten in die Kita gehen #huepf

      LG, Nele

    Grundsätzlich dagegen.

    Rausgeworfenes Geld das anderswo besser aufgehoben wäre.

    Schuldenberg abtragen wäre z.B. eine gute Idee.

    Josef

    Ui, zum Betreuungsgeld gibt es schon was. Egal: Ich finde es völlig falsch.

    Meine Kleine durfte schon ab 1 in die Krippe gehen :-D

    Zwar "nur" 3 Tage, aber immerhin. Ich war froh, dass ich eine Top-Kita hatte durch Konzernzugehörigkeit. Sie hat sich dort wunderbar entwickelt. Und DAS muss ausgebaut werden: Die Kindergärten und Krippen, die Ausbildung für Erzieher muss attraktiver werden, die Ausstattung besser etc.

    Warum das Familienbild von 1950 jetzt subventioniert werden soll, weiß ich nicht.

    Ach ja, die Steuerentlastungen: Glaube ich keine Sekunde dran. Der Staat kann es sich nicht leisten, egal wie man es dreht und wendet. Daher wird er uns an anderer Stelle die paar Kröten wieder abnehmen, da mache ich mir keine Sorgen :-p

    • Ich WILL aber bei meinen Kindern sein. ICH will sie betreuen und erziehen. Ich hab sie geboren. Warum soll ich dann gezwungen werden meinE Kinder so früh abzugeben???????

      Ich selbst musste mit 2 Jahren in die Krippe. Ich bin leider ein Kind der DDR. Ich weiß heute noch wie schlimm das für mich war. Ich wollte bei meiner Mutter bleiben und durfte es nicht. Ich kann mich noch sehr gut an die dicke Erzieherin erinnern und wie gemein sie zu mir und anderen Kindern war. Bei dem Gedanken daran, das meinen Kindern anzutun schüttelt es mich.

      • aber es hält dich doch niemand ab davon.
        du hat ein RECHT auf 3 jahre elternzeit, dein ag muß dich danach wieder nehmen, du bekommst Elterngeld, du und dein kind ihr werdet kostenlos medizinisch versorgt in dieser zeit, du bekommst für deien rente diese zeit so angerechnet als hättest du den deutschen durchschnittsverdienst und und und...

        niemand hat etwas dagegen, daß du bei deinem kind bleibst.
        wenn ihr euch als familie so ernähren könnt, dann kannste auch 18 jahre bei deinem kind bleiben und niemand hat etwas dagegen.
        aber muß das wirklich bezuschußt werden?

        wenn du nicht genug zum leben hast, dann steht dir für diese zeit sogar ALG2 zu (also in den ersten 3 jahrrn)
        aber soll wirklich die hausfrau mit einem familieneinkommen von 200 000€ auch noch zu den knapp 200 € kindergeld 150€ herdprämie kassieren?

        wie siehts mit kindern aus ausländische nfamilien aus, in denne kein deutsch gesprochen wird?
        sollen wir wirklich finanzielle anreize schaffen, daß diese so lange wie möglich in der familie betreut werden ohne deutsche sprachkenntnisse?
        schau dir eine solche familie mal an
        mutter ohne deutschkenntisse und 2 jähriges kind-.
        alternative 1 wäre, das kind geht in die krippe, die mutter könnte einen elternkus /deutschkurs besuchen und zahlt daüfr vielleicht 50€
        alternative 2 sie bleibt zu hause, lernt kein deutsch, ebenso wie das kind und sie bekommt dafür 150€
        wofür wird sich eine Familie mit relativ geringem einkommen und wenig bildung entscheiden?

        ICH jedenfalls möchte keine davon finanzieren!

        ich habe ja nicht gesagt, dass du dein Kind unbedingt betreuen lassen sollst. Wenn dein Partner die Familie finanzieren kann, ist doch alles gut.

        Ich finde es aber blödsinnig, das Ganze mitzufinanzieren, nur weil es der Staat nicht auf die Reihe kriegt, die U-3 Plätze auszubauen.

        Es ist schade dass du diese schlechten Erinnerungen hast! Aber vielleicht war das eine Ausnahme?

        LG

        Off Topic:

        Es ist schade, daß Du solche Erfahrungen gemacht hast. Ich war wesentlich jünger, und bei mir ist nichts negatives hängen geblieben#gruebel. Es gab sicher auch damals schon Frauen, die diesen Job als Berufung angesehen haben. Und heute welche, die diesen verfehlen. Du kannst die DDR-Krippenbetreuung nicht mit den heutigen Betreuungsmöglichkeiten vergleichen.

        Und Dein Kind kannst Du nicht von allem fernhalten und in Watte packen, oder willst Du es auch nicht in die Schule lassen, weil Du da mal einen bekloppten Lehrer hattest? Deine Gründe sind fadenscheinig. Nichts ist schlimmer, als sich mit der negativen Erfahrung, die man selbst gemacht hat, nicht auseinanderzusetzen. Ob dann immer ein: "Ich mach das alles mal ganz anders, mein Kind soll das nicht durchmachen müssen" die richtige Entscheidung ist, sei mal dahingestellt.

        Topic:

        Keiner zwingt Dich, Dein Kind fremdbetreuen zu lassen. Du hättest Dir das auch so geleistet. Weil ihr es Euch leisten könnt. Warum soll der Steuerzahler das jetzt noch mit einem "Betreuungsgeld" aufwerten? Vor allem, wo es genug andere (wichtige!) Baustellen gibt...

        LG Sandra

Top Diskussionen anzeigen