Bundespräsidenten-Pension - mir blieb die Luft weg.

    • (1) 19.12.11 - 09:09

      Während ein normaler Durchschnittsbürger nur mit einer Rente in Höhe von ca. 50 - 68 % seines Nettoeinkommen rechnen kann, bekommt ein Bundespräsident, egal wie lange er in "Amt und Würden" war, bis ans Lebensende seine Präsidentenbezüge weiter. Das sind aktuell 199.000,00 Euro im Jahr. Dazu kommt ein repräsentatives Büro + Mitarbeiter in Berlin und - natürlich - ein Dienstwagen! #aerger Lediglich auf die aktuelle Aufwandsentschädigung von 78.000,00 Euro/Jahr muss ein Bundespräsidentspensionär verzichten. Ooooh, eine Tüte Mitleid! Ach ja - und ich vergaß - andere Bezüge werden verrechnet - noch eine Tüte Mitleid.

      Ich empfinde diese Regelung als unglaublich dreist. Mit welchem Recht bekommt ein Bundespräsident, der nicht mehr im Amt ist, seine Bezüge in voller Höhe weiter? Und wozu, klärt mich bitte auf, braucht dieser Bundespräsident a.D. noch ein REPRÄSENTATIVES Büro und Mitarbeiter, vom Staate bezahlt, versteht sich? Damit er dort morgens seine Zeitung lesen kann? Und der Dienstwagen, wenn er doch nicht mehr im Dienste steht, wozu wird ihm der gestellt - damit er zum Zeitungslesen in sein repräsentatives Büro fahren kann, wo ich seine Mitarbeiter den Kaffee servieren? Ich versteh das echt nicht. Ich könnte mich übergeben, wenn ich darüber nachdenke, dass die Steuern, die wir zahlen, für SOWAS verwendet werden.

      Vielleicht bedenke ich hier irgendwas nicht und sollte mir das einer nachvollziehbar erklären können, wäre ich sehr dankbar.

      LG
      Suse

        Neid? Neid ist das bestimmt nicht. Und wo findest du mich als Dauernörgler? Mal ein bisschen Sachlichkeit stünde dir auch nicht schlecht. #aha

        Mit Gerechtigkeit hat das was zu tun! Wenn ein Bundespräsident nach wenigen Jahren Tätigkeit aus welchen Gründen auch immer, sein Amt nicht mehr ausübt, bekommt er trotzdem weiterhin die gleiche Höhe seiner Bezüge bis zum Ende seines Lebens?! Und wozu ein pensionierter Bundespräsident, obwohl nicht mehr im Amt, noch ein Büro und einen Dienstwagen finanziert bekommt, erschließt sich mir auch nicht.

        Aber auch du scheinst keine nachvollziehbaren Antworten geben zu können - dagegen lässt du dir ein Rumpöbeln nicht nehmen!

        • Dein Beitrag schrie geradezu nach einer polemischen Antwort.

          Wenn Du vorhattest eine sachliche Diskussion über Diäten und Pensionen zu starten, solltest Du es nochmal versuchen.

          Dein Antwort hier ist schon sachlicher, aber leider ist mir auch gerade nur nach Polemik. Man möge es mir nachsehen.

          Ich finde das auch nicht gerecht.

          Die Leute, die nach dem Krieg die Trümmer aufgeräumt und dieses Land wieder aufgebaut haben, krebsen heute am Existenzminimum mit ihren niedrigen Renten - trotz jahrzehntelanger Arbeit.

          Aber so ein Ex-Präsident erhält derart hohe Bezüge bis zum Lebensende. Das kann es doch eigentlich nicht sein. Zumal z. B. Herr Wulff durchaus arbeiten gehen könnte, wenn er seine Amtszeit hinter sich gebracht hat. Der ist ja dann noch jung genug.

          • "Die Leute, die nach dem Krieg die Trümmer aufgeräumt und dieses Land wieder aufgebaut , krebsen heute am Existenzminimum mit ihren niedrigen Renten "

            Die duerften groesstenteils bereits verstorben sein.... und die heute achtzigjaehrigen duerften sich ueber ihre Renten kaum beklagen (vorausgesetzt sie haben in die Rentenversicherung eingezahlt) ...so hoch wie deren Renten werden die unserer Kinder kaum sein.

            • Ok, mein Beispiel ist wohl nicht mehr ganz zeitgemäß. Es geht mir dabei aber auch mehr um den Kern der Aussage. Viele Menschen reißen sich ihr Leben lang den Ar... auf und bekommen kaum Rente. Ein Politiker hingegen braucht nur wenige Jahre aktiv dabei sein und bekommt dann schon eine recht hohe Rente. Fair ist das nicht wirklich.

              (11) 21.12.11 - 06:43

              So sieht es aus.

              Sicherlich gibts auch arme Rentner, die von der Grundsicherung leben. Meist Frauen, die nie gearbeitet haben - aber das ist ja auch kein Wunder.

              Und wie Du schon sagtest, ist der jetzige Normal-Rentner soll bloß nicht meckern, so reich werde ich nie sein :-) Zumindest nicht von der Staatsrente.

              Mich macht das Gejammer der heutigen Rentner eher wütend. Die haben viel Kohle über einen langen Zeitraum, da viele früher als mit 65 in Rente gegangen sind und sich bis weit in die Achtziger bester Gesundheit erfreuen. So lange war die Rente nie geplant. Ich gönne es ihnen, aber sie sollen nicht jammern.

              LG, Nele

          (12) 21.12.11 - 06:49

          Niedrige Renten? Dem heutigen Normal-Rentner gehts doch total gut!! Die Renten werden nie wieder so hoch sein wie jetzt, die Bezugsdauer nicht mehr so lange und sehr viele haben zudem Eigentum anschaffen können - viele sogar nur von dem Gehalt eines Alleinverdieners.
          Ich glaube, die so genannten Silver Ages sind schon statistisch eine sehr reiche Generation. WIR dagegen müssen privat vorsorgen trotz Einzahlens in die Rentenversicherung.

          Mein Vater und mein Schwiegervater haben beide nach der 9. Klasse keinen Beruf gelernt und trotzdem Facharbeitergehalt bekommen (und jetzt die dementsprechende Rente). Mein Schwiegervater hat sich als Ungelernter sogar noch eine Hausfrau und 3 Kinder geleistet.

          Wo gibts das heute noch?

          Bei der Biografie bist Du heute am A****.

          Also ich will hier kein Rentner-Bashing betreiben und es gibt auch Dinge, die heutzutage einfacher sind. Aber soooooo arm sind die nun wirklich nicht. Das konnte ich nicht so stehen lassen.

          LG, Nele
          PS: Ich baue auch gern unser Land auf - habe aber keine Gelegenheit dazu :-)

          (13) 21.12.11 - 10:02

          Hallo

          Also.. ich gönne den Rentnern von heute jeden Euro, aber ich kann nicht sehen, dass sie "rumkrebsen" - ich kenne sehr viele Rentner, die gerade mal Hauptschulabschluss hatten und dann als Arbeiter gearbeitet haben und trotzdem einigermaßen ordentlich dastehen. Oder der Vater meiner Freundin: Realschulabschluss und Bürokaufmann. Er war ALLEINVERDIENER und die Frau Hausfrau mit 2 Kindern. Er hat sich ein großes 2-Familienhaus gebaut mit Garten und war jedes Jahr im Urlaub - und auch heute noch als Rentner verreist er fröhlich weiter.

          Das freut mich für ihn, denn es ist ein netter, friedfertiger Mann, dem es gutgehen soll.

          Aber jemand der heute einen Realschulabschluss hat, wird damit weder Frau und Kinder alleine durchbringen, noch eine Rente erwirtschaften, die ihn in alle Welt reisen lässt.

          Das ist so, damit müssen wir uns arrangieren, aber dann sollten wir auch nicht dauernd hören, wie schlecht es den Rentnern heute geht.

          Gruß, liki

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