Die Energiewende braucht mehr Solarstrom – Kürzungspläne jetzt stoppen!

    • (1) 24.02.12 - 11:41

      http://www.energiediskussion.solarwirtschaft.de/e-cards-versenden #sonne

      • (2) 24.02.12 - 15:31

        Die Firma SMA hat sogar die Arbeit für 1/2 Stunde als Protest niedergelegt.

        Lisa

        (3) 24.02.12 - 17:35

        Hi,
        weißt du, was mich echt skeptisch macht?

        Das ich im Bekanntenkreis viele Menschen mit technischer Ausbildung (v.a. Ingenieure verschiedener Richtungen) habe, die eigentlich alle einstimmig sagen, dass Solarenergie in Deutschland - mit dem heutigen Stand der "Ausbeutemöglichkeiten" - der größte Schwachsinn ist auf den man hätte kommen können.

        Es geht ihnen ausdrücklich um Solarzellen zur Stromgewinnung, nicht um Module für Heißwasser- oder Heizungsunterstützung.

        DAS macht mich skeptisch, denn diese Menschen profitieren nicht von dieser Aussage. Im Gegensatz zu praktisch allen, die ich so höre die sich öffentlich lautstark dafür aussprechen.

        Nur mal zum Nachdenken ;-). Ich bin technischer Laie und kann es nicht bestätigen oder widerlegen. Mich wundert v.a., dass es absolut keine anderslautende Meinung gibt unter diesen Menschen...

        Viele Grüße
        Miau2

        • Man sollte aber z.B. auch mal die Kosten für Strom aus Nuklearreaktoren genauer analysieren. Die Kosten der Endlagerung - davon abgesehen, dass die Frage noch gar nicht abschließend geklärt ist und der ganze Müll vielleicht noch mal woanders verbuddlet werden muss - sind meines Missen bislang nur zum Teil von den Betreibern übernommen worden. Die Suche und der Ausbau der Endlager wurde wohl aus Steuergeldern vorfinanziert und soll abschließend auf die AKW-Betreiber umgelegt werden. Hinzu kommen nach dem Ausstieg die Rückbaukosten und Entsorgung der alten Anlagen (wäre auch ohne Energiewende irgendwann fällig gewesen). Diese Kosten werden E.ON RWE und die anderen wohl kaum ihren Aktionären von der Dividende abziehen wollen. Nach der Energiewende kann man die Kosten jetzt dem Stromkunden prima als ursächlich im teuren Ökostrom begründet unterjubeln.

          Übrigens: der Betreiber des Unglücksreaktors von Fukushima Tepco, hat im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Gewinn vor Steuern von 7,5 Milliarden Euro erwirtschaftet. Die Entschädigungsforderungen werden auf 10-90 Milliarden Euro geschätzt. Auch hier bezweifel ich, dass dies die Eigentümer von Tepco aus ihren eigenen Taschen bezahlen, sondern die Stromkunden und der japanische Steuerzahler.

          Atomstrom ist NICHT billig.

          • Wo genau war jetzt von den Kosten die Rede?

            Es geht ihnen v.a. über den - ihrer Meinung nach - Unsinn, Solarstrom Deutschland als "ökologisch alternativlos sinnvoll" anzupreisen.

            Es geht ihnen darum, dass für Solarzellen "Laufzeiten" kalkuliert werden, die bisher nicht bewiesen und - ihrer Annahmen nach - auch niemals eingehalten werden.

            Und wenn das Ding nur die HÄlfte der Zeit Energie liefert die Energiebilanz massiv schlechter wird. Besonders eben in einem Land wie Deutschland, wo die Sonne weder sicher noch überdurchschnittlich oft scheint.

            • Der Wirkungsgrad einer Photovoltaikanlage ist in unseren Breiten selbstverständlich nicht so hoch, wie das in Südeuropa oder gar Nordafrika der Fall wäre. Daher strebt man da ja auch internationale Kooperationen an, was bei anderen Kraftwerkstypen auch gängige Praxis ist, denn die deutschen Stromkonzerne betreiben ja nicht nur hier Kraftwerke, sondern sind auch in anderen Ländern beteiligt.

              Aber ich bin schon interessiert an gesicherten Informationen aus erster Hand, wenn Du aus Deinem Bekanntenkreis da nachvollziehbare Informationen vorzubringen hast.

              Einstweilen muss ich mich mit solchen Informationen über die Effizienz und Lebensdauer solcher Anlagen begnügen:

              Zitat: "Bei einem Einsatz in Deutschland wird die Energie, die zur Herstellung einer Photovoltaikanlage benötigt wird, in zwei bis sieben Jahren wieder hergestellt. Der Erntefaktor liegt zwischen 1,5 und 38. Die Lebensdauer wird auf 30 bis 40 Jahre geschätzt. Der energieintensive Teil der Solarzelle kann 4- bis 5-mal wiederverwertet werden."
              http://de.wikipedia.org/wiki/Photovoltaik#Energetische_Amortisation

              Und:
              Zitat:"Eine vollständige Elektrizitätsversorgung durch die Photovoltaik wird aufgrund der großen jahreszeitlichen Schwankungen und dem damit verbundenen hohen Speicherbedarf für Deutschland nicht als sinnvoll erachtet. Ein anstrebenswerter Beitrag zu einer vollständig regenerativen Elektrizitätsversorgung könnte in der Größenordnung von 200 GW liegen.[45] Damit ließen sich knapp 30% des deutschen Elektrizitätsbedarfs decken. Hierfür wäre dann weniger als 1 % Gesamtfläche Deutschlands erforderlich. Bei einem Zubau von etwa 8 GW pro Jahr (im Vergleich Installation 2010: 7,1 GW) ließe sich dieser Anteil bis 2035 realisieren."
              http://de.wikipedia.org/wiki/Photovoltaik#Potenzial_in_Deutschland

              Sowie:
              Zitat:"PV eignet sich als Lieferant von Spitzenlaststrom, da sie zur "Kochspitze" am Mittag die höchsten Erträge erzielt, und verdrängt teure Gas- und Steinkohlekraftwerke aus dem Markt. Solarenergie dämpft daher die Börsenpreise für Spitzenstrom ("Merit Order Effekt"). Die Spitzenpreise für Strom sind in den letzten Jahren parallel zum Ausbau der Solarenergie im Vergleich zum Durchschnittspreis stark zurückgegangen. Im Sommer sind die früheren Tagesspitzen weitgehend verschwunden.[54] Weil Solarstrom die Großhandelspreise drückt, entgehen den Konzernen beträchtliche Einnahmen. [55]Die energieintensive Industrie profitiert: Sie kann ihren Strom günstiger einkaufen."
              http://de.wikipedia.org/wiki/Photovoltaik#D.C3.A4mpfender_Effekt_auf_die_B.C3.B6rsenstrompreise

    Quark. Andere Hightech Branchen schaffen Innovationen und Fortschritt auch ohne Subventionen.

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