Ist das Privatleben eines Bundespräsidenten so wichtig????

    • (1) 27.02.12 - 12:04

      Ich stelle die Frage mal hier, da es sich um ein politisches Amt handelt - kann aber gerne auch in Allgemeines verschoben werden, falls es da besser passt.

      Ich wohne ja im "Ländle" - also in Baden-Württemberg, das ja bis vor 1 Jahr noch konservativ regiert war und viele Menschen hier glauben immer noch, die rot-grüne Landesregierung ist nur ein Albtraum aus dem sie bald erwachen.

      In unserer Tageszeitung grassiert grad wieder mal eine Leserbriefflut und es würde mich mal interessieren ob das woanders auch so ist und, wie Ihr selber zu dem Thema steht.
      Wenn die Medien das nicht so breittreten würden, dann würde ich nicht wissen, dass Herr Gauck schon jahrelang getrennt aber eben noch nicht geschieden ist und eben schon viele Jahre in einer neuen Partnerschaft lebt.
      In den Leserbriefen geht es aber genau darum.
      Da heißt es u.a. dass man die Institutuion Ehe in Gefahr sieht, wenn der 1. Mann im Staat unverheiratet (und eben noch nicht mal geschieden) ist.
      Desweiteren sieht man die christlichen Werte untergraben, wenn er nicht heiratet, etc., etc.#bla#bla#bla

      Also ganz ehrlich, der kann von mir aus mit 1 Mann, 2 Frauen, 10 Adoptivkindern und 25 Hunden in einer Höhle wohnen - wichtig ist doch letzentlich, was er für einen Job macht, oder sehe ich das falsch?
      Muss man einen "untadeligen" Lebenslauf haben um ein guter Bundespräsident zu sein?

      LG Jenny
      die sich manchmal schon sehr wundert, was die Leute so bewegt#kratz#gruebel#augen

      • Hier in BY wurde sogar schon die Forderun laut, die Lebensgefährtin wolle ihren Job derweil aufgeben. Hallo?! Ich glaube die Frau ist Chefredakteurin (nicht ganz sicher bin) einer Nürnberger Zeitung.

        Der Mann der Kanzlerin hat doch seinen Job auch nicht aufgegeben und sie wird sicher eine ganze Weile für diesen Job gekämpft haben.

        Oh man, wer sonst keine Probleme hat #zitter

        Ach so, und ich glaube der vorherige BP war verheiratet und hat mehrere Kinder. Hat ja zur Redlichkeit des Lebensstils auch nicht viel beigetragen......

        • die Frau kann keine politischen Gloßen schreiben, wenn sie selber die Partnerin ist. das hat nicht irgendwer entschieden, sondern sie selber. außerdem hat sie angekündigt zu der Zeitung zurückzukehren, wenn er nicht mehr BP ist!

      Ich hab letztens irgendwo geschrieben,dass es mit vollkommen egal ist,wie ein Politiker / Sänger / Schauspieler oder sonstiger "Star" sein Privatleben lebt, solang es nichts Illegales wäre. Darauf bekam ich zur Antwort,dass sowas aber mit der Glaubwürdigkeit zutun hätte.
      Ich musste einmal herzhaft lachen!

      Glaubwürigkeit heißt noch lange nicht,dass der Jenige auch die Wahrheit spricht, sondern das man von ihm leicht denken kann er würde es immer tun.

      #rofl

    Mir persönlich ist absolut Mistegal (ja, da stand grad noch was anderes, aber ich übe mich in Beherschung) wie Politiker ihren Urlaub oder ihr Eigenheim finanzieren, bei wem sie was abgeschreiben haben oder mit wem die grade rumknutschen und welchen Beziehungsstatus die haben. Wichtig ist doch nur, was die auf der politischen Ebene zu bieten haben.

    Ich vertraue die Regierung unserer Landes 10.000 mal lieber einem netten unverheirateten Mann an als einem, der nur um mal wieder in der Bild erwähnt zu werden mal mit so Schlagwörtern wie "Pendlerpauschale" oder "legalisierung von Haschisch" um sich wirft und dann aber letztlich nichts tut.

    Hallo Jenny,

    Du meinst also, das ist seine Privatsache?

    Dann kontere ich mal damit, dass ein Bundespräsident gar kein Privatleben hat/haben darf. Das haben wir doch gerade erst live und in Farbe gesehen :-p

    Wobei ich kein Problem hätte, wenn er "nur" eine Lebensgefährtin hätte.

    Was ich nicht in Ordnung finde ist, dass es da halt immer noch eine Ehefrau gibt.

    GLG

    • Das ist vielleicht falsch formuliert - er steht natürlich ab sofort in der Öffentlichkeit und ist somit kein Privatmann mehr.
      Die Frage ist aber doch, ist die Qualität seiner Arbeit abhängig davon ob er verheiratet ist oder nicht, bzw. geschieden oder nicht?!
      Wenn man den Leserbriefen glauben mag, dann hat sein Trauschein/kein Trauschein/ein Scheidungsurteil/kein Scheidungsurteil, Einfluss auf seine Arbeit.
      Und da schüttel ich den Kopf.

      Es gibt auch Ehepaare die sich einfach nicht scheiden lassen, weil sie finanziell schlechter dasteht und warum hast du ein Problem damit, wenn nicht mal die Ehefrau damit ein Problem hat?

      (11) 04.03.12 - 11:40

      "Dann kontere ich mal damit, dass ein Bundespräsident gar kein Privatleben hat/haben darf. Das haben wir doch gerade erst live und in Farbe gesehen"

      Wulff ist nicht über eine außereheliche Affäre o.ä. gestopert (hat Seehofer ja auch nix geschadet), sondern über Geschäftsbeziehungen, die bei einem Entscheidungsträger eben NICHT Privatsache sind.

      Hallo,

      womit ich ein Problem habe, dass er obendrein noch Pfarrer ist. Da fängts doch mit der Glaubwürdigkeit schon wieder an - oder ist er nimmer im Amt bzw. ausgetreten?

      snowwhite

(13) 27.02.12 - 15:30

Skandaloes finde, dass ueberhaupt erwartet wird, dass ein Partner des Bundespraesidenten Repraesentationspflichten uebernimmt bzw uebernehmen sollte ohne bezahlt zu werden und ohne anders legitimiert zu sein, als der zufaellige Partner zu sein.

Ich habe das Gefühl, dass hier im Osten es niemanden interessiert - jedenfalls bei den Jüngeren - wer mit wem und überhaupt. Hier wird vielleicht geschmunzelt und auch mal der Kopf geschüttelt, wenn ein "alter" Politiker mit einer viel Jüngeren ankommt (z.B. Lafontaine, Müntefering, etc.).

Ich persönlich finde es aber befremdlich, dass Gauck noch nicht geschieden ist, dafür aber schon so viele Jahre eine neue Partnerin hat. Was fühlt/denkt die "neue" Partnerin? Kommt sie sich nicht doof vor? Was denkt Gauck? Ich meine, er ist nicht mehr der Jüngste. Die "alte" Ehefrau profitiert vom Tod des Mannes doch viel mehr als die "Geliebte"? Ist aber deren Sache und hat nichts mit seinem Job zu tun. Da juckt es mich, ob er mit seiner Freundin verheiratet ist oder nicht.

  • Die "alte" Ehefrau profitiert vom Tod des Mannes doch viel mehr als die "Geliebte"?

    Genau das könnte auch gewollt sein. Ich habe im Bekanntenkreis eine ähnliche Konstellation und die beiden sind nach 30 gemeinsamen Ehejahren, der Trennung vor fünf Jahren und neuen Partnern immer noch verheiratet.

    Der Mann findet, dass er es der Frau im Hinblick auf das Erbrecht, Witwenrente usw. schuldig ist, nachdem sie all die Jahre die gemeinsamen Kinder groß gezogen hat und er die Trennung wollte. Bei einer Scheidung würde sie wohl nicht so gut versorgt sein und er hat aus seiner Sicht keine Nachteile von der Ehe auf dem Papier.

    Gruß Tabea

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