Präsidentenkandidat USA....ohne Worte....

    • (1) 07.03.12 - 06:41

      Hi!
      #kratz Exsenator Rick Santorum, der Frauen zurück an Heim und Herd schicken will, gegen Verhütung ist, aber auch gegen Abtreibung (auch nach Vergewaltigung) und natürlich gegen gleichgeschlechtliche Ehen.....#augen

      ....weiß echt nicht was ich dazu schreiben soll....mir fehlen die Worte...!

      Ana

      • (2) 07.03.12 - 07:24

        Hey,
        das ist Gods own Country, was erwartest du?

        Wenn ich schon streng religiöser und konservativer Kandidat höre dreht sich mir der Magen um.

        Hoffe die Leute übern Teich sind bei der echten Präsidentenwahl nicht so dämlich.

        Finde die Forderungen und Maßnahmen die sie durchführen wollen nach der Wahl auch "süß"
        Steuern für Reiche unten lassen, Krankenversicherung wieder abschaffen und Etat fürs Militär wieder rauf.

        Hach ja, die religiösen Eiferer in Gods own Country sind ja so herrlich von Nächstenliebe und Mitgefühl geprägt.

        Gruß
        Demy

        • (3) 07.03.12 - 07:55

          Hi!
          Ich habe immer die Worte meiner Oma im Ohr.....

          Meine Oma (79):"USA ....das ist wie mit dem Papst......jedes Mal habe ich gehofft, das endlich frischer mutiger und moderner Wind reinkommt, der alle wegpustet.....aber Pustekuchen! Alles Heuchelei....auf der einen Seite von kein Sex vor der Ehe predigen und was weiß ich und auf der andren Seite Kinder mißbrauchen und.....Gott sei Dank.....was weiß ich nicht noch.....!" (meine Oma hat Demenz.....aber über die Politik und Kirche kann sie noch sauber schimpfen.....;-))

          Ich habe das heute Morgen gelesen und dachte nur:"Das gibts ja nicht.....ist ja typisch....Schade!"

          Ana

          <<<Hoffe die Leute übern Teich sind bei der echten Präsidentenwahl nicht so dämlich.>>>

          Du redest von Amis.....schraub´ Deine Hoffnungen also nicht allzu hoch !

      Das ist doch typisch amerikanisch.
      Stock konservativ.

      Viele finden das dort richtig gut.

      Mich wundert das ehrlich nicht, auch wenn ich es persönlich für sehr veraltet halte.

      Ich bin früher oft und gerne in die USA gereist.
      Nach meinem letzten Aufenthalt im vorigem Jahr habe ich für mich entschieden, dass die USA für mich (als Nicht-Christ) erst einmal tabu sein werden, so sehr ich es bedauere.

      Meine schlimmste Befürchtung ist, dass sich in den USA eine Art "religiöser Wahn" als Gegenantwort auf den Islam entwickeln wird.

      Ich habe mich schon während meines letzten Aufenthaltes regelrecht zensiert gefühlt.

      Ich wertschätze meine Mitmenschen mit christlichem Glauben sehr - ich arbeite selbst als Nicht-Christ sogar ehrenamtlich bei einem katholischen Träger und alles klappt ganz wunderbar.
      Aber das, was ich in den USA anrollen sehe, schreckt mich ab und ich möchte das nicht unterstützen, in dem ich mich dort aufhalte.

      Es macht mich bestürzt und traurig....

      Claudia

      • Hi!
        Ich war noch nie in den USA, kann da also nicht so mitreden!
        Ich kann nur erahnen, wie es dort ist......und nach Deiner Beschreibung ist es heftiger, als ich gedacht habe!

        Da bin ich echt froh, das ich hier in Deutschland wohne, auch wenn es hier auch noch einiges gibt, das nach meiner Meinung viel zu konservativ gesehen und geregelt wird...usw!

        Mal sehen wohin es mit der USA geht.....#schwitz

        Ana

        • Mein Mann und ich waren früher unzählige Male in den USA (insgesamt war ich wohl so um die 15x dort....), wir haben dort wunderbare Zeiten erlebt.

          In den 90er Jahren hatten wir dort auch sehr viel mit der Menschenrechtsbewegung zu tun, haben Menschenrechtspreisverleihungen in Washington DC besucht - ich habe heute noch Freunde, die aktiv in den demokratischen Reihen aktiv sind (meine Freundin unterstützt derzeit Obama im Wahlkampf) usw.

          Dieses "merkwürdige" Gefühl, das sich eben während meines letzten Aufenthaltes im vorigem Jahr immer mehr zuspitzt, hat sich schon angefangen, 2008 bei mir einzuschleichen.

          Auf mich hat es zeitweise so gewirkt, dass meine Freundin in christlichen Reihen schon wie in eine Art "Erklärungsverhalten" gekommen ist, dass ich kein Christ bin.
          Und im letzten Jahr war es so, dass alles dort "von Gott gewollt" ist.

          Wie gesagt:
          ich achte, wertschätze und respektiere das Christentum und ich bin gerne mit Christen zusammen, auch wenn ich eine ganz andere Religionszugehörigkeit habe.
          Ich war mit einer christlichen Freundin am Weltfriedensgebet, ich nehme gerne an interreligiösen Dialogen teil, wenn sich die Gelegenheit ergibt, ich bin ehrenamtlich bei einem kath. Träger aktiv usw.

          Aber was ich letztes Jahr in den USA mit erlebt habe, hat mich richtig verunsichert gefühlt (und das heißt sich was bei mir. Als ich in den 80er Jahren öfter mal in der ehem. CSSR zu Besuch war und noch der "Eiserne Vorhang" hing, habe ich mich freier gefühlt, als in den USA letztes Jahr) --- alles, aber auch alles wird "von Gott bestimmt und gewollt".

          Ganz egal was. Eigenverantwortung scheint es nicht mehr zu geben.
          Das Wetter wird von Gott bestimmt, der Verkehr wird von Gott bestimmt, der Stau wird von Gott bestimmt, die Pünktlichkeit wird von Gott bestimmt, die Eintrittspreise in Disneyworld werden von Gott bestimmt, wenn ich absichtlich über Rot über die Strasse laufe, wird es von Gott bestimmt, ob mich ein Auto überfährt oder nicht.
          (Jetzt mal plaktiv ausgedrückt....).

          Keiner ist mehr für sein Tun selbst verantwortlich.

          Es war für mich ganz schrecklich - ich bin eine selbständige Frau, die schon sehr früh Eigenverantwortung übernommen hat und ich will schon noch für meine Entscheidungen selbst gerade stehen können / dürfen oder auch müssen.

          Es verwundert mich, dass ausgerechnet dort so massiv über den Islam gewettert wird - denn das, was sich dort anzubahnen scheint, tendiert ja auch nicht unbedingt in eine "bessere" Richtung.

          Aber es bricht mir auch irgendwie das Herz, denn ich habe die USA geliebt - ich habe dort vielen Menschen sehr viel zu verdanken und es tut weh zu sehen und zu erleben, was da gerade passiert.

          Claudia

          • Auszug aus Wikipedia zum Thema Kreuzzüge, erster Satz:

            "Die Kreuzzüge der christlichen Völker des Abendlands waren strategisch, religiös und wirtschaftlich motivierte Kriege ..."

            Führt die USA nicht auch schon wieder Kreuzzüge? Afghanistan, Irak, bald Iran, später vielleicht Nordkorea.

            • Möglicherweise....wer weiß?

              Für mich ist diese Art des "Glaubens" jedenfalls ein (Macht)mißbrauch der Religion - ganz unabhängig davon, um welche Religion es sich handelt.

              Mir ist auch noch etwas zu dem Thema "eigenverantwortliche Entscheidungen" eingefallen:
              ich hatte ja berichtet, dass mein Erleben während meines letzten USA-Aufenthaltes so war, dass "Gott" alles entschieden hat, egal was.

              Mein Eindruck ist, dass die einzige "freie Entscheidung" in den Augen etlicher dort lebender Menschen die "freie Entscheidung" zu einem Glauben an Gott und Jesus als Retter der Menschheit ist.
              Und aufgrund dieser Entscheidung, wird man schon in "gut" und "schlecht" eingeteilt.

              Entscheidet man sich für ein Leben mit Gott / Jesus, gehört man zu den "Guten", hat man sich (so wie ich) bewusst für eine andere Religionszugehörigkeit entschieden, gehört man zu den "Schlechten".

              Es schien mir dort so, als hätten in den Augen etlicher Menschen dort ausschließlich Christen die "wahren und richtigen" Werte.
              Es war für mich teilweise einfach nur gruselig.

              Meine schönste Zeit dort habe ich im vorigem Jahr bei Freunden verbracht, die dem jüdischen Glauben angehören. Auch dieser Religion gehöre ich nicht an, aber ich habe in deren Haus unbeschreiblich viel Liberalität, Akzeptanz und Toleranz erlebt und konnte mich ganz freu und ungezwungen unterhalten.

              Aber außerhalb dieser "Insel" habe ich auf jedes Wort geachtet, dass ich geäußert habe.
              Bei meiner anderen Freundin (die ich wirklich lieb habe - ich denke, sie schwimmt in diesem Strom einfach mit und klammert sich momentan auch an jeden Strohhalm) ging es schon in aller Frühe mit "Gott sagt, Gott macht, Gott tut...." los und endete erst am Abend.

              Mir kam das wie Gehirnwäsche vor.

              Wenn ich hier mit christlichen Freunden zusammen bin, erspüre ich teilweise auch einen tiefen und aufrichtigen Glauben - der aber innen gelebt wird und nichts mit "missionarischer Gehirnwäsche" zu tun hat.

              Ich frage mich, was mit dem "Land of the free" passiert ist......wo ist die Freiheit in den USA hingegangen???

              Claudia

              • (11) 12.03.12 - 23:23

                Hallo claudia,
                So eine religioese freundin wie du habe ich auch, ihr mann ist aber ganz das gegenteil zu ihr.

                Ich wohne in ky gehe in keine kirche und komme gut zurecht. Im tv kann ich verschieden religionen ( gottesdienst) anschauen . Nicht nur diese extremen wie du es beschreibst.
                Als obama gewahlt wurde da wurde in den medien schon vieles gezeigt das einem angst wurde, dank der teaparty und fox news. Die teaparty ist nicht mehr so aktiv und das ist gut so.

                Ich sage was ich denke auf dem arbeitplatz und im freundeskreise und finde nicht das ich nicht sagen kann was ich mag.
                Die einzige freiheit die mein mann vermisst ist das er auf dem arbeitsplatz/restaurant nicht mehr rauchen darf, ich als nicht raucher finde das ok.Ansonsten wuesste ich nicht das ich hier etwas nicht darf das in deutschland erlaubt ist.#blume

          (12) 08.03.12 - 12:12

          "das Christentum "

          naja, bei grosszuegiger Begriffsdefinition mag man die verschiedenen radikal"konservativen" Glaubensrichtungen in den USA Christentum nennen. Fuer mich ehemaligen Katholiken gibt es natuerlich nur ein Christentum, das bei weitem nicht so bizarr wie die protestantischen Ableger in den Staaten ist....

          (13) 08.03.12 - 12:25

          Diese Strömungen in den USA sind doch nicht "DAS Christentum" im Allgemeinen!

          • (14) 08.03.12 - 13:05

            Ich denke, dass es in meinen Beiträgen auch klar herauskommt, das ich das differenziert betrachte.

            Wenn ich vom "Christentum" schreibe, beziehe ich mich (erst mal pauschal) auf die "Religion Christentum", die eben auch (differenzierte!) Strömungen beinhalten kann, von denen ich mich persönlich lieber distanziere.

            • (15) 08.03.12 - 13:17

              In dem anderen Beitrag klang es so, als ob diese Strömungen das Christentum an sich sein sollen.

              Ich will mit solchen Fundis jedoch nichts zu tun haben und bezeichne mich auch als aktive Christin #freu

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