Frühe außerfamiliäre Betreuung

    • (1) 09.04.12 - 20:19

      Hallo!

      Bezugnehmend auf den Thread über das Betreuungsgeld möchte ich gern noch ein paar Artikel über frühe Betreuung von Kleinkindern hier zur Diskussion stellen, wo ersichtlich wird, dass es eben doch nicht das Beste für das Kind ist, so früh in eine Krippe zu gehen, sondern dass es im Gegenteil sogar schädlich sein kann. In besonderem Maße gerade im hochgelobten sozialen Bereich.
      Ich möchte hier keinen belehren, der sein Kind zeitig abgibt und ich bin mir bewußt, dass es oftmals gar nicht anders geht. Ich möchte nur darauf hinweisen, dass es eben doch nicht so toll ist und man auch darüber mal nachdenken sollte (es wurde sogar einer "Krippenpflicht" zugestimmt). Es soll hier auch nicht um das Betreuungsgeld gehen, jeder weiß, dass man mit 150 Euro kein Gehalt ersetzen kann und Fixkosten in einer Familie den Betrag um ein vielfaches übersteigen.

      http://www.familie-ist-zukunft.de/seite/wp-content/uploads/2012/04/boehm-faz-040412.pdf

      weitere Artikel findet ihr hier:

      http://fruehe-kindheit.net/
      unter Fachliches.

      Nun wird hier allerdings ganz speziell nur eine Seite beleuchtet. Fragen die sich mir z. B. stellen sind, wie ist das bei Kindern, die zu Hause schlecht betreut werden, die vor dem Fernseher gesetzt werden oder nicht beachtet. Oder wo die Mutter/ der Vater todunglücklich ist, weil sie mit ihrem Kind zu Hause sind, denen die Decke auf den Kopf fällt und die dann auch schnell genervt und gelangweilt sind? Oder wo die ELtern schlichtweg überfordert sind? Wie wichtig ist ein sicherer finanzieller Hintergrund für die Entwicklung der Kinder? Wie könnte man eine gute Risiko - Nutzen Abwägung machen?
      Persönlich widerstrebt es mir, mein Kind schon mit einem Jahr in die Krippe zu geben, dass sagt mein Mutterinstinkt, auf den man ja über das gesamte erste Jahr hinweg immer hören soll. Dann plötzlich nicht mehr. Ich bin sehr froh, dass wir es uns leisten können, dass ich 2 Jahre zu Hause bleiben kann und ich habe Spass daran und fühle mich gut, mein Kind aufwachsen zu sehen und mich drum zu kümmern. Ich würde auch gern das 3. Lebensjahr noch zu Hause bleiben, doch da scheitert es bei uns ebenfalls an den Finanzen.

      LG Yvonne

      • Hallo!

        Ich denke, es kommt wie immer auf das Maß an.
        Meine Tochter und jetzt auch mein Sohn jetzt sind mit 3 Monaten schon zur Tagesmutter gegangen - allerdings nur an 2 Tagen in der Woche. Mein Sohn ist ja noch sehr klein, aber bei meiner Tochter sehe ich durchaus Entwicklungen, die andere Kinder erst sehr viel später machen. Sie ist sozial sehr weit, geht auf andere Kinder zu, wobei sie anfangs immer ein wenig Distanz hält. Sie weiß sich sehr gut auszudrücken, war sprachlich ihren Altersgenossen und - genossinnen immer vorraus - ich kenne keinen Bereich, wo sie nicht weiter entwickelt wäre als normal. Gut, sicher liegt einiges auch in ihrer Art begründet, aber die Tagesmutter versteht sie besser zu fördern als ich es je könnte, und das Zusammensein mit gleichaltrigen Kindern tut sein Übriges.

        Aber ich denke auch, dass eine ständige Fremdbetreuung für das Kind nicht in jedem Fall gut ist. Ein Kind braucht seine Eltern mehr als alle anderen, aber die meisten Kinder kommen auch gut mit einer weiteren Bezugsperson aus. Und wie du schon sagst gibt es sicher Familien, in denen ein Kind schlechter betreut wird als in der Krippe oder bei der Tagesmutter. Und ob es für ein Kind gut ist, wenn der Mutter daheim die Decke auf den Kopf fällt und sie einfach in ihrer Rolle als "Nur-Mutter" unglückliche ist, sei auch dahingestellt. Da denke ich, dass für eine glückliche Kindheit auch zufriedene Eltern wichtig sind. Ich jedenfalls könnte mir auch mit zwei Kindern ein Leben als Mutter und Hausfrau nicht vorstellen, aber so, wie es momentan ist, kommen wir alle mit der Situation super klar.

        Liebe Grüße!

        Ich finde es sehr erschreckend, dass im ersten Text eine frühkindliche Außerhausbetreuung mit Misshandung gleichgesetzt wird.

        Zu DDR-Zeiten sind die meisten Kinder innerhalb des ersten Lebensjahres in die Kinderkrippe gekommen. Gegenüber den Zuhause-Betreuten Kindern: Sind diese Kinder heute überdurchschnittlich häufiger krank? SInd diese Kinder gestörter als andere? Haben diese Kinder einen niedrigeren Bildungsstand? EIn klares NEIN!!! Ich bin selbst solch ein DDR-Kind und kenne mehr als 200 andere DDR-KInder im gleichen Alter wie ich, die ihr ABitur gemacht haben, mehr oder weniger gesund und munter sind und die gleichen Klatschen haben wie Zuhausebetreute.

        Andersrum kann man auch sagen, dass Zuhausebetreute später in der Schule dem STress nicht gewachsen sind, weil sie zu Hause nie Stress kennen gelernt haben. Das kann genauso zu Krankheiten physischer und psychischer Natur führen. Aber so eine STudie wird keiner machen.

        Was sagen mir deine Texte: DIe Langzeitauswirkungen hat noch niemand getestet. Schlussfolgerungen aus LAboruntersuchungen zu machen, ist vollkommen falsch und nicht repräsentativ. Um die Studie wirklich für ernst zu nehmen, müsste man tausende Kinder bis zu einem Alter von mind. 40 JAhren begleiten (wenn die ersten richtigen Krankheiten anfallen). Alles andere ist scheinheilige "Wissenschaft", die auf Modellen beruht. MAl zum Vergleich: es gibt genug Leute, die leben kerngesund und haben auf einmal mit 40 Krebs. Manche rauchen ihr Leben lang wie ein Schot, haben vielleicht die ein oder andere kleine Krankheit, aber leben ewig. Auch bei solchen Fällen versagt die Wissenschaft, weil deren Modelle auf einmal nicht mehr stimmen.

        • Hallo,

          dem stimme ich zu. Auch müsste in die Untersuchungen mit einfließen, welche Auswirkungen das Umfeld (z.B. mehr Technisierung, Computer statt Kletterbaum) das hat. Sonst kann man Genarationen aus den 70er Jahren nicht mit den heutigen Kindern vergleichen.

          vg, m.

        • Hallo!

          Die Studien sind zumindest in den USA über lange Zeit geführt worden. Hier ist auch noch ein Erfahrungsbericht eines Kinderkrippenkindes der DDR:

          http://www.eccm.de/vfa/fileadmin/File/download/Schweizer-Krippe.pdf

          und ich muss dieser Frau zustimmen. Heutzutage werden Kinder viel zu früh in eine große Gruppe zur Betreuung gegeben. Ein Erzieherschlüssel von 6 Kleinkindern ist meist normal, doch leider auch utopisch, weil da kein Krankheitsfall und kein Urlaub im gesamten Erzieherteam eingeplant ist. Da ist keine individuelle Betreuung möglich, da ist man froh, wenn die Kinder alle satt und sauber sind. Ich kann daran nicht wirklich was gutes sehen. Ich war als Kind auch sehr sensibel und habe täglich geweint, als mich meine Mutter abgegeben hat. Und ich habe mich auch nicht wirklich wohl gefühlt in der Kinderkrippe. Und ja später kamen psychische Folgeerkrankungen, die darauf zurückzuführen sind, habe ich mit einer Psychologin bearbeitet. Die Liebe absprechen würde ich nicht, aber lieblos ist es doch, schon im Kleinkindalter mit seinem Kind schon "überfordert" zu sein und dazu gedrängt zu werden, sein Kind abzugeben, damit man auf Arbeit wieder funktioniert. Dazu passt auch eine andere Studie über die Mütter, die mit ihrer Rolle nicht mehr zurechtkommen und sie als unnatürlich erleben:

          http://www.familie-ist-zukunft.de/seite/wp-content/uploads/2012/03/Milupa-M%C3%BCtterstudie-PM.pdf

          Gut fände ich z. B. familiäre Betreuungen, früher mussten die Kinder auch nicht so früh in irgendwelche Kinderkrippen, weil die Oma gleich da war und andere familiäre Beziehungen, die es heutzutage kaum noch gibt, weil man weit weg wohnt, oder weil man spät Kinder bekommt und somit die eigenen Eltern schon sehr alt sind und sich nicht mehr um die Kinder mit kümmern können.

          Z. B. fände ich Tagsmütter, die nur 2-3 Kleinkinder betreuen, denen kann sie ganz individuell gerecht werden und eine wirklich Bezugsperson sein können, gut. Leider wird dann wieder das Konkurrenzdenken der Mütter bedient, besonders wenn es sich um eine ofte und lange Betreuung handeln würde.

          LG Yvonne

          • >>Ich war als Kind auch sehr sensibel und habe täglich geweint, als mich meine Mutter abgegeben hat. Und ich habe mich auch nicht wirklich wohl gefühlt in der Kinderkrippe. Und ja später kamen psychische Folgeerkrankungen, die darauf zurückzuführen sind, habe ich mit einer Psychologin bearbeitet. Die Liebe absprechen würde ich nicht, aber lieblos ist es doch, schon im Kleinkindalter mit seinem Kind schon "überfordert" zu sein und dazu gedrängt zu werden, sein Kind abzugeben, damit man auf Arbeit wieder funktioniert.<<

            Du solltest deshalb aber nicht den Fehler machen, deine eigenen Macken auf den Rest der Welt pauschalisierend zu übertragen. Wenn du DEINE Mutter als LIEBLOS empfunden hast - bitte gern. Ich finde aber es ist eine Frechheit, dass auf alle abgebenden Mütter auszuweiten.
            (Ich war über drei Jahre mit unserem Sohn zu Hause, also kritisiere ich dich nicht, weil ich betroffen wäre...)
            Es tut mir leid, wenn du dich durch frühe Fremdbetreuung "geschädigt" fühlst. Das hat aber wohl eher etwas mit deinem Elternhaus zu tun, wie deine Mutter mit der Betreuungssituation zurechtkam und wie du konkret untergebracht warst, als mit der Fremdbetreuung an sich.

            Meiner Ansicht nach darf man z.B. auch nicht frühere Familienmodelle so sehr idealisieren. Wenn man sich mit der Kulturgeschichte der Familie befasst, kommt man schnell dahinter, dass vieles "gefühlte" bzw. konstruierte Tradition ist, die es nie so gab.

            • Schade, dass Du nur den persönlichen Teil aufgreifst, denn völlig unabhängig davon, wie liebevoll meine Mutter war und sie war sehr liebevoll, schreibe ich meine Geschichte nur als Beispiel. Es gibt ja noch 1000 andere, denen es so geht. Nachweislich, wie diese Studien beweisen.

              • Und jetzt sage ich dir, dass es mir total gut geht. Ich war früh in der Fremdbetreuung. Genau wie mein Mann, meine Schwester, meine Freunde und Bekannte. Und noch nie hat irgendeiner auch nur verlauten lassen, ihm wäre die Fremdbetreuung nicht gut bekommen oder hätte entscheidende negative Auswirkungen im späteren Leben gehabt.
                Was mir bei den Studien auch fehlt sind z.B. der Einfluß des späteren freundeskreises, der einen Jugendlichen auf die schiefe Bahn geraten lässt. Oder ist daran auch die Krippe schuld, wenn man sich später mit den falschen Leuten einlässt?

                • weil bei vielen Sachen nicht an die Fremdbetreuung gedacht wird. Wer denkt bei einer Depression schon daran, dass die ursächlichen Gründe in einer frühen Betreuung liegen könnten. Oder bei Essstörungen, Suchtverhalten usw. Es ist kurzsichtig zu sagen, dass es daran ja ganz bestimmt nicht liegen kann. Und ich kann mir nicht vorstellen, dass alle Deine Bekannten ein Leben auf der Sonnenseite führen, sie werden nur nicht gewisse Sachen an die große Glocke hängen, so wie es jeder tut.

                  • Es gibt aber noch mehr Jahre zwischen Krippe und Erwachsenenleben. Wer - ohne Beleuchtung der übrigen Jahre - sagt, dass 25% aller Kinder, die in frühen Jahren fremdbetreut wurden, später aggressiv sind und zu Suchtkrankheiten neigen, weil sie fremdbetreut wurden macht es sich zu einfach. Das hört sich an, als ob man nur DEN EINEN Übeltäter finden wollte.

                    • Bei den 25 % handelt es sich nicht um Störungen im Erwachsenenalter, sondern im Kindesalter (siehe Artikel). Und es ist so, dass in Vergleichsgruppen, der Kinder, die zu Hause betreut worden, eben der Anteil geringer ist, die jetzt und später solche Störungen zeigen. Davor die Augen zu verschließen unter dem Aspekt "mir hat es auch nicht geschadet" ist genau so falsch, wie bei Ohrfeigen.

                      Es ist doch so, dass viele grundlegende Dinge, wie das Urvertrauen, das Selbstbewußtsein, Bewältigungsstrategien usw. gerade in diesem Alter gelegt werden und wenn die nicht ausreichend ausgeprägt sind, eben doch oft Störungen, sicher oft in Verbindung mit späteren Erfahrungen, auftreten.

                      Und Fakt ist auch, dass in der momentanen Betreuungssituation nicht jedes Kind bedürfnisgerecht betreut werden kann und gerade die, die viel Zuneigung durch eine Bezugsperson brauchen, dann untergehen.
                      Aber mir ging es nicht darum, eine frühe Fremdbetreuung zu verteufeln oder als schlecht hinzustellen, sondern eher darum aufzuzeigen, dass es eben doch auch Nachteile für die Kinder haben KANN, wenn sie zu früh und zu lange anderswo betreut werden und dass man das Bedenken sollte, bei einer Entscheidung, wenn man das Kind in die Krippe gibt und dass das nicht für jeden das Beste ist, wie es in den vorrausgehenden Thread um das Betreuungsgeld oftmals behauptet wurde.

                      • Es wurde aber der Unterschied nur auf die frühe Fremdbetreuung geschoben. Hat sich einer der Forscher die Mühe gemacht, die Jahre vom 3. LJ bis zum 15 LJ. zu beleuchten? Wurden familiäre Entwicklungen, Schulausbildung, spätere Probleme in der Schule mit herangezogen?
                        Zum Beispiel würde mich interessieren, ob die Tatsache, dass beide Elternteile arbeiten müssen unter umständen Auswirkungen auf die Scheidungsraten haben. Scheidungen können Kinder negativ beeinflussen. Das nur mal ein Beispiel. Genauso kann es sein, dass die Kinder sich bis zum 3 LJ nicht von zu hause betreuten Kindern unterscheiden, aber die hortbetreuung so schlecht ist, dass hieraus der Unterschied im Teenageralter resultiert. Wir können doch nicht Kinder mit 15 Jahren vergleichen, feststellen, da gibts einen Unterschied und festlegen, dass es an der frühen Fremdbetreuung liegt. Und die 12 Jahre dazwischen lassen wir einfach mal unbeachtet, sie könnten ja das Ergebnis verfälschen.
                        Und ich finde es immer wieder schön, wenn jemand, der die Wahl hat, jemandem anderen, der eben keine Wahl hat zum Nachdenken anregen zu wollen. Welche alternative hat denn jemand, der keine Wahl hat? Da bin ich jetzt mal gespannt.

                        • Hier übrigens mal einige Texte, die eine frühe Fremdbetreuung auch kritisch betrachten, die aber ganz klar auch darlegen, welche Voraussetzungen geschaffen werden müssen, damit sich Fremdbetreuung nicht negativ auswirkt:

                          http://wissen.familie-ist-zukunft.de/wakka.php?wakka=Humanethologische&v=k06

                          http://www.elternlounge.net/article/185

                          Du hast Recht, wenn du sagen würdest, dass die Qualität zu wünschen übrig lässt. da geb ich dir voll und ganz recht, deswegen soll meine Tochter auch zu einer TM, die max. 5 Kinder betreut. Aber dieses: Gebt eure kinder nicht in die Krippe, sie könnten zu den 25% gehören, die einen Schaden davon tragen ist angesichts der Tatsache, dass nur ein kurzer Zeitraum in deinen Studien beleuchtet wurde und vor dem Hintergrund, dass ich keine Wahl habe, mehr als fies.

                          • Aber das meinte ich doch. In "Deinen" Beiträgen steht nichts anderes als in "meinen". Die Erzieherin muss die Möglichkeit haben, eine Bezugsperson, wie früher die Oma oder die Tanten waren, zu werden. Dann ist eine Fremdbetreuung durchaus möglich. Aber der Schlüssel in der momentanen Situation wird diesen Anspruch nun einmal nicht gerecht und dann drohen nun einmal Gefahren. Andererseits ist es fast unmöglich einen Betreuungsschlüssel von 1:3 bei unter 3 Jährigen zu erreichen. Selbst Tagesmütter müssen meist 5 Kinder in Vollzeit nehmen um davon leben zu können. Da ist er, der Fehler. Der liegt nicht bei den Eltern, sondern bei denjenigen, die so eine Krippenbetreuung möglich machen.

                            Und ich wollte nicht fies sein, ich habe anfangs selber deutlich gemacht, dass ich nach dem 2. Lebensjahr keine Wahl habe, da nun mal Fixkosten anfallen, die wir mit dem auf 2 Jahre gesplitteten Elterngeld zwar abfangen können, wenn wir uns einschränken, aber danach geht es nicht mehr, außer wir würden umziehen und Dinge einstellen, die uns wichtig sind. Ich kann meiner Tochter nicht sagen, dass der Geigenunterricht jetzt ausfällt und sie ihr Umfeld wechseln muss, weil ich den Kleinen unbedingt noch ein Jahr zu Hause behalten will. Das geht einfach nicht.
                            Ich bin in den letzten Tagen zufällig über diese Artikel gestolpert und ich war einfach schockiert. Mal davon abgesehen, dass wir vorher schon entschieden haben, 2 Jahre Elternzeit zu nehmen.

                            Wie könnte man das ändern? Nur indem wir Eltern uns dafür stark machen, dass es eine moderne, kindgerechte Betreuung gibt und Arbeitsmodelle, die dem entsprechen. Z.B. was bei den Pflegenden jetzt möglich ist, sollte auch bei der Kindesbetreuung gehen, dass man nur verkürzt arbeitet und ein höheres Gehalt erhält und das dann wieder einarbeitet, wenn man die folgende Zeit weiterhin das reduzierte Gehalt bekommt. Zumindest für das 2. oder 3. Lebensjahr der Kinder. Das würde ich z. B. auf jeden Fall in Anspruch nehmen. Ich wollte nur Augen öffnen, weil mir diese Studien unbekannt waren und diese Gefahr nie in die Öffentlichkeit gerückt wird. Ich will nicht mal behaupten, dass es alles Tatsachen sind, wie ich ebenfalls eingangs schon sagte, dass verschiedene Faktoren verantwortlich sind, für eine gute und sinnvolle Fremdbetreuung und vor allem wir Eltern müßen auf die Qualität achten und sie einfordern, damit es unseren Kindern eben nicht so geht.

                            • Was hast du gegen eine 1:5 Betreuung? du glaubst doch nicht ernsthaft, dass FRÜHER die Omas und Tanten nur max 3 Kinder zu betreuen hatten? Da waren große Familien an der tagesordnung mit vielen Kindern, sodass das Kleinkind von dem wir reden auch mit mehreren Geschwister und Cousinen betreut wurde.
                              Auch heute gibt es Familien mit 4 und mehr kindern. Urbia beweist es immer wieder;-) Sollte man jetzt meinen, dass die Kinder in diesen Familien Schaden nehmen, weil keine 1:3 Betreuung gewährleistet ist?
                              Aber zugegeben: Mich haben deine Artikel auch erschreckt. Vika geht momentan in die Eingwöhnung in eine Krippe, da ich den Tagesmutterplatz erst zum Juni bekommen kann, aber ab 25.04. wieder arbeiten muss. Glücklicherweise fahren wir im Mai noch zur Kur, sodass sie nur ein paar Tage hin muss. Die Erzieher bemühen sich dort, aber es sind einfach zuviele Kinder (20) in der Gruppe. Von daher kann ich nachvollziehen, dass das Stress ist für die kinder.
                              Grundsätzlich stehe ich aber hinter einer Krippenbetreuung. Ich war selbst in einer und fand es gut. Allerdings hat die Qualität nachgelassen aufgrund ständiger Überbelegung.

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