Das ist mal eine coole Aktion

    • (1) 12.06.12 - 17:06

      http://www.emma.de/ressorts/artikel/islam-islamismus/tuerkischstaemmige-frauen-verteilen-grundgesetz/

      • Wow, das ist ja wirklich mal eine unterstützenswerte Idee (auch wenn ich definitiv keine "Emma"-Leserin bin ;-) ).

        Ich habe das Glück, in einer richtig multikulturellen Stadt zu leben: hier leben 4 Weltreligionen völlig friedlich miteinander :-) und die Stadt, in der ich lebe, gilt als die sicherste Großstadt Bayerns :-).

        Was ich dennoch mit Besorgnis sehe, ist eine m.E. sich allmählich einschleichende "Nicht-Christen-Feindlichkeit".
        Ich habe z.B. auch ein nicht-christliches Bekenntnis (mein Bekenntnis ist aber eines der "5 großen"...sozusagen ;-) ) und ich habe mittlerweile leider auch einige Erfahrungen gemacht, die ich für bedenklich halte.

        So hat z.B. im vorigem Jahr eine Betreuerin des Familienentlastenden Dienstes der "Lebenshilfe", die immer wieder mal auf unsere schwerbehinderte Pflegetochter aufgepasst hat, ernsthaft versucht, uns zu evangelisieren.

        Selbstverständlich ohne, dass es die Leiterin des FED gewusst hat.

        Diese Betreuerin hat ganz "harmlos" praktisch über "hinten herum" versucht, uns eine Evangelisierungs-Veranstaltung schmackhaft zu machen (mit kostenloser Einladung + Flyer).
        Da ich aber auf ähnlichem Sektor arbeite (nämlich in der Kinder- und Jugendhilfe / Familienhilfe) weiß ich durch meinen Job sehr gut, dass man nicht einfach in den Familien, die man unterstützt, auf Missionierung für irgendein Bekenntnis gehen kann.

        Ich gehe auch nicht in die Familien und versuche sie von meinem Glauben zu überzeugen.

        Ich habe dann diese Betreuerin drauf angesprochen, aber auch ihre Vorgesetzte, weil es etliche Familien mit behinderten Kindern gibt, die sich aus Angst oder auch Ergebenheit sehr viel gefallen lassen.

        Was ich hier erlebe, ist, dass hierzulande der christliche Fundamentalismus eine tw. sehr radikale Form annehmen kann, die sich tw. auch gegen unsere muslimischen Mitbürger konzentriert.
        Ich schreibe das nicht aus grauer Theorie, sondern habe schon Erfahrungen gesammelt.

        Um das zu relativieren, möchte ich aber auch dazu schreiben, dass ich wiederum sehr gut mit einem katholischen Träger zusammenarbeite, der meine Nicht-Christlichkeit völlig akzeptiert.

        Jedenfalls halte ich es für sehr wünschenswert, dass diese Aktion erfolgreich haben wird.
        Ich wertschätze meine muslimischen Mitmenschen genauso wie ich meine christlichen Mitmenschen wertschätze - aber ich distanziere mich vor denen, die versuchen, mich zu bekehren.

        Der Islam ist völlig in die Stadt integriert, in der ich lebe. Und das ist gut so!

        Nirgendwo anders will ich wohnen.

        LG
        Claudia

        • (3) 12.06.12 - 17:21

          Ich meinte natürlich "erfolgreich sein wird" ;-).

          (4) 13.06.12 - 13:54

          ***
          dass hierzulande der christliche Fundamentalismus eine tw. sehr radikale Form annehmen kann, die sich tw. auch gegen unsere muslimischen Mitbürger konzentriert. Ich schreibe das nicht aus grauer Theorie, sondern habe schon Erfahrungen gesammelt.
          ***

          Von welchen Institutionen und Gruppierungen gehen solche Strömungen aus?

          • (5) 13.06.12 - 14:02

            Hallo Nele,

            ich mag jetzt offiziell keine Namen nennen, einfach auch, weil dabei die Gefahr der Verallgemeinerung besteht - aber, was ich auf jeden Fall "entlastend" sagen kann:

            ich habe das noch durch keine der Amtskirchen erlebt (da mehr das Gegenteil, sprich: das Miteinander).

            Sachte gesagt durch Gruppierungen, die man auch sehr oft in den USA vorfindet.

            LG
            Claudia

            • (6) 13.06.12 - 14:13

              Ich habe mal im Weltspiegel US-Organisationen gesehen, die Mission im Jemen machen etc. Da wird einem natürlich total schlecht #putz Zumal die jungen Leute total verheizt werden...

              Aber in den normalen Kirchen gibt es immer mehr Stellen "interreligiöser Dialog" etc. (nachdem erst die Ökumene angesagt war, aber das bezog sich ja meist nur auf andere Christen bzw. Weltökumene).

              • (7) 13.06.12 - 14:25

                Ja - und das finde ich hervorragend mit den interreligiösen Dialogen! #herzlich

                • (8) 13.06.12 - 14:37

                  Ich glaube, wir hatten das Thema schon mal: Ich bin davon überzeugt, dass die Schnittmengen mit anderen Religionen größer ist als mit Menschen, die an gar nichts glauben...

                  Das zeigt auch die Anzahl muslimischer Eltern in evangelischen Kitas (unseren zumindest), die sagen, lieber ne andere Religion als gar keine.

      gabs zwar schon

      http://www.dradio.de/dlf/sendungen/interview_dlf/1760402/

      ist trotzdem ne gute Idee

      Klasse! #pro

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