Die Strompreislüge der Energiekonzerne

    • (1) 24.08.12 - 22:10

      Im heute veröffentlichten Stromgutachten wird endlich bewiesen, dass die steigenden Privatkunden-Preise für Strom NICHT durch die Energiewende oder angebliche Strombörsen-Preise ausgelöst sind. Für letzteres gilt sogar, dass sie sich in letzter Zeit entgegengerichtet entwickeln:

      http://tagesschau.de/inland/stromgutachten100.pdf

      Während im Bereich Bankderivate meiner Bank verstärkt Anfragen vermögender Privatkunden eingehen, ob es ein Hebel- oder Absicherungs-Produkt auf den Kurvenverlauf des durchschnittlichen Endkunden-Strompreises in Deutschland gibt (so ein Produkt gibt es derzeit von keiner Bank für Privatkunden, da es keinen Index gibt, der zugrunde gelegt werden kann), diskutiert die Politik, ob private Haushalte weiterhin in dem Maße geschröpft und Industriekunden als Großabnehmer keine Umlage für erneuerbare Energie / den Energiewandel zahlen müssen.

      Es liegt an jedem Einzelnen, sich die Umverteilung vom eigenen Geldbeutel hin zu Besitzern von Solarmodulen auf deren Dächern und zu Industriekunden der Stromkonzerne und Stromkonzernen selbst gefallen zu lassen oder seinem Lokalpolitiker Druck zu machen.

      Meiner persönlichen Meinung nach ist es eine Unverschämtheit, dass sozial benachteiligte Familien zu deutlich höheren Kilowatt-Strompreisen verdonnert werden, Privathaushalte sogar in die Schuldenfalle rutschen, weil sie Jahresstrom nicht zahlen können oder durch hohe Nachzahlungen in den Rückstand geraten während der Besitzer eines großen Konzerns namens BMW (Quandt besitzt über 40 Prozent des Aktienanteils) eine dreistellige Millionendividende aus der Ausschüttung kassiert, in der ein Teil ein Kostenvorteil aus anderen Strompreisen ist! Das gibt es aber auch im Kleinen: Ein Häuslebauer, der sich noch kurz vor Kürzung der Fördermittel Solarmodule auf's Dach schrauben lässt und von viel zu hohen Subventionen profitiert, während gleichzeitig diskutiert wird, ob man den Deutschen lieber vor oder nach der Wahl sagt, dass der Atomausstieg jetzt mal eben auf alle Endkunden umgelegt wird.

      • Klar an die "Otto-Normal-Verbraucher" denkt doch niemand, war doch schon immer so.

        Wenn man sich nicht selber den passenden Tarif oder Anbieter sucht, hat man einfach Pech gehabt.

        Unverschämtheit, naja hauptsache kohle machen nich wahr..

        :/

        Das der Ausstieg von Atom auf uns Kunden umgelegt wird war mir schon vorher klar. Wie wollen sie das auch sonst machen?
        Ela

        "Ein Häuslebauer, der sich noch kurz vor Kürzung der Fördermittel Solarmodule auf's Dach schrauben lässt und von viel zu hohen Subventionen profitiert"

        Dieser "böse" Deutsche hat damit Arbeitsplätze von Handwerkern gesichert und trägt einen kleinen Teil dazu bei, dass vielleicht ein AKW mehr vom Netzgenommen wird.

        Und sollte die Anlage mal einen Defekt aufweisen...trägt er alleine das Risiko und die Kosten.

        Übrigens werden auch Kohlekraftwerke und Windparks subventioniert.

        Sunny

      • Hallo,

        " Privathaushalte sogar in die Schuldenfalle rutschen, weil sie Jahresstrom nicht zahlen können"

        Da fragt man sich aber schon, wie das kommt.

        Gruß

        #winke

        Ich geb dir mal ein paar Tips.

        Durch die Volatilität der neuen Energien werden Schattenkraftwerke gebraucht.

        Durch die sogenannte Energiewende muss parallel zum bestehenden Stromnetz ein zweites aufgebaut werden.

        An der Strombörse werden ca. 15% des Stroms gehandelt, der Rest wird durch langfristige Verträge eingekauft.

        Suche mal nach "negativem Strompreis"

        Suche mal nach, "Deutschland verschenkt Strom".

        Suche mal nach, "Textilindustrie, Verfassungsklage".

        Hast du gelesen, wer "deine" Studie bezahlt hat?

        Viel Spass beim suchen und vielleicht auch Erkenntnisgewinn.:-)

        Joe

      • Hallo,

        ein weiteres Zeichen für unbegründete Stromteuerung ist die Gewinnspanne von Energiekonzernen.

        So hat z.B. Vattenfall von 2009 an seine Jahresgewinne kontinuirlich gesteigert. Beispiel 2009 600 T Euro. 2011 1 Milliarde Euro !!. Vattenfall begründet seine ständigen Strompreiserhöhungen u.a. mit hohen Investitionskosten für Erneuerbare Energien. Tatsächlich aber wird die Energie von der dreckigen Braunkohle gewonnen. Lediglich 1 % !! investiert Vattenfall in Erneuerbare Energien. Für sein Heimatland investiert Vattenfall dagegen einen Großteil seiner Gewinne in diese Technologie.

        Die rücksichtslose Strompreistreiberei hat viele Haushalte in Zahlungsunfähigkeit getrieben. So wurden einer dpa Meldung zufolge über 100 000 Haushalten im Jahr 2011 der Strom abgestellt.

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