Betreuungsgeld

    • (1) 17.09.12 - 19:29

      Hallo Ihr Lieben,

      ich bin neu und fange direkt mal eine Diskussion an.

      Gerade war ich auf der Seite vom Kinderschutzbund und ich dachte ich lese nicht recht. Die sagen "Nein zum Betreuungsgeld".
      Gehts noch!? ich finde dies unverständlich! Ich dachte immer der Sinn vom Kinderschutzbund wäre die Kinder zu schützen. In diesem Fall vor Armut zu schützen.
      Ich kann es echt nicht verstehen, wie man sich gegen das Betreuungsgeld stellen kann und dann wird gesagt das der Ausbau von Kiga Plätzen wichtiger sei.

      In meinen Augen haben die den Sinn nicht verstanden. Das Betreuungsgeld soll Familien unterstützen. Kindern ermöglich vernüftig ernährt und gekleidet zu werden.

      Kita Plätze werden eh ausgebaut - dank dem Rechtsanspruch auf einen Kitaplatz.

      Aber wie zum Teufel soll eine Famile mit 3 Personen im Monat mit 900 Euro klar kommen, wenn schon Wohnkosten bei 500 Euro liegen???
      Nein, wir leben nicht von Hartz4, die 9000 Euro sind Nettolohn. Momentan gibts ja zum Glück noch Elterngeld, aber nach 14 Monaten leider nimmer. Da wäre Betreuungsgeld echt sinnvoll!!!

      • (2) 17.09.12 - 19:38

        Ich stehe voll auf der Seite des Kinderschutzbundes! denn es werden eben NICHT genug Kitaplätze angeboten, WEIL es Betreuungsgeld geben wird. wenn das Betreuungsgeld in den Ausbau von Kitaplätzen gesetzt würde, wäre es sehr viel sinnvoller angelegt. So werden viele Kinder eben nicht zur Kita geschickt, was aber erstens für ihre Sozialkompetenz wichtig wäre und zweitens Müttern erlauben würde, wieder arbeiten zu gehen. Frauen, die mehrere kinder haben, nehmen in den meisten Fällen eher das Geld, als ihrem Kind einen Kitaplatz zu ermöglichen. Aber eine Mutter ist eben nicht in der Lage (außer, sie ist selbst Pädagogin), die pädagogische Kinderbetreuung zu gewährleisten, die ein Kind braucht, um seine Fähigkeiten entwickeln zu können.

        • wenn das stimmt frage ich mich wie es die Generationen vor uns geschafft haben ihre Kinder großzuziehen.

          zum einen ist es sehr wohl möglich, dass Kinder auch ohne Kita eine sehr gute Sozialkompetenz erlangen,

          zum anderen ermöglicht die Kita nicht allen Müttern wieder arbeiten zu gehen (Betreuungszeiten und Arbeitszeiten sind eben nicht immer kompatibel)

          Das ein Kind eine Kita braucht um seine Fähigkeiten zu entwickeln,stelle ich mal in Frage.
          Kinder können durchaus auch alles daheim entwickeln.

          Voraussetzung ist lediglich ein gesunder Menschenverstand und Interesse am eigenen Kind -idealerweise gepaart mit Kreativität und Geduld.

          LG
          Karna

          • Früher lebten auch mehrere Generationen unter einem Dach und eine Mutter hatte meist (zu Omas Zeiten) etwa 10 Kinder, da erzog das älteste Kind eben die anderen mit.
            Heute ist es eben nicht mehr so. Man wohnt mit dem Mann zusammen und Großeltern sind eben oft nicht in der Nähe, Kinder werden vor dem TV geparkt, oder sich selbst überlassen. und welche Mutter kann sich in dem Maß um Speieln, basteln, usw. mit ihrem Kind befassen, wie es das in einem Kiga kann? Vor allem, welche mutter macht das denn? ich gehe davon aus, dass viele das zwar erzählen, aber im Ernst, das kann man nicht täglich leisten, denn man hat noch Haushalt, evtl. kleinere Geschwister, Termine, Einkäufe, evtl. Teilzeitarbeit usw. da kann man sein Kind eben nicht so intensiv betreuen, wie es in einem Kiga der Fall ist. MAL ja, aber nicht täglich über mehrere Stunden.

            • da kennst du die unterschiedlichen Qualitäten in den Kitas nicht.
              Manche Kitas sind reine Aufbewahrungsstätten, da sind meine Kinder allemal besser bei mir zu Hause aufgehoben.
              Da wir ländlich wohnen haben unsere kInder ihren "Auslauf" problemlos und ich muss nicht immer dabei sein.
              Basteln und spielen mit den Kindern sehe ich eher als Entspannung, da ich selber gern kreativ bin.
              Allerdings gehen meine Kinder aus teilweise egoistischen Gründen für 4-5 Stunden in die Kita. Mama hat dann einfach mal Zeit für sich oder ohne Kinder Haushalt machen, einkaufen usw

              LG

              • "Allerdings gehen meine Kinder aus teilweise egoistischen Gründen für 4-5 Stunden in die Kita. Mama hat dann einfach mal Zeit für sich oder ohne Kinder Haushalt machen, einkaufen usw"

                ===>>> Wieder ein Schlag in die Magengrube von Elternteilen, die 40 Stunden die Woche arbeiten (müssen).

                • Ein Schlag in die Magengrube?

                  1. würde ich unheimlich gern arbeiten, aber da wir beide Schichten arbeiten gehen müßten und die Schichten meines Mannes erst am Freitag für die kommende Woche klar sind ist das nicht machbar.
                  denn: die Kinderbetreuung kann nicht gesichert werden- wir müssen nämlich auch ohne Hilfe klar kommen!
                  Vollzeit in meinem Beruf haben wir probiert und darunter litt alles- die Kinder, das Familienleben usw
                  400 Euro Job war das Fazit, dass bei der Gegenrechnung Sprit, Kindermehrbetreuung, Essengeld jeden Monat ein Minus von 10 Euro rauskam!

                  Ein weiteres Einkommen wäre echt klasse. Aber da für uns keine andere Lösung in Sicht ist leben wir eben recht sparsam .
                  So leben wir allerdings unseren Wunsch von Familienleben am nächsten und sind auch froh dass wir es hinbekommen.

                  Das es Menschen gibt denen es schlechter geht, weiss ich. Aber darum geht es hier nicht.
                  Sondern um die Aussage dass die Kita ein unumgängliches Muss bei einer sozial verträglichen Erziehung eines Kindes ist und Eltern es nie ohne pädagogische Hilfe schaffen würden die Fähigkeiten des Kindes in ihrer Entwicklung zu fördern und zu unterstützen!

                  • Nicht in dem Maß zumindest, wie es in einer Kita möglich ist.

                    • ok wenn du meinst das beurteilen zu können ohne mich und mein Umfeld zu kennen...:-)
                      Ich denke nach 5 Kindern kann ich auf mehr Erfahrungen zurückblicken :-)

                      Alles Liebe
                      Karna

                      • Bist du gelernte Pädagogin? wenn nicht, ist deine erfahrung ja schön und gut, aber eine Sozialpädagogin oder eine Erzieherin wird weitaus besser wissen, wie man Kinder mit welchen Dingen und Spielen fördert. Ich vergleiche das gern mit einer Hausfrau und einer Hauswirtschafterin. Die Hausfrau mag ja auch vieles gut hinbekommen, aber nicht so gut wie jemand, der sas jahrelang gelernt hat.

                        • (11) 19.09.12 - 18:03

                          Hi!

                          Oh mann....meine Güte...

                          Diese Pauschalisierungen gehen mir so gewaltig auf die Nerven.

                          Nicht jeder Mensch braucht einen Abschluss, um eine excellente Leistung zu erbringen.

                          Und nicht jeder Mensch erbringt nach einem Abschluss eine bessere Leistung als ein Mensch ohne Abschluss.

                          Es gibt durchaus Hausfrauen, die bessere Leistungen erbringen als gelernte Hauswirtschafterinnen.

                          Und es gibt Mütter, die ihre Kinder auch ohne pädagogische Ausbildung besser fördern, erziehen und auf sie eingehen können als eine gelernte Pädagogin.

                          Es gibt Schriftsteller, die abgesehen von üblicher Schulbildung, keine spezielle Ausbildung im schriftstellerischen Bereich haben und sie schreiben trotzdem literarische Meisterwerke.

                          Es gibt Köche, die nie eine Kochlehre absolvierten und trotzdem besser kochen können als ein durchschnittlicher Koch.

                          Es gibt Handwerker, die ungelernt die wunderbarsten Holzarbeiten vollbringen.

                          Mein ehemaliger Chef war Goldschmied und ist ohne irgendwelche Zusatzausbildungen in den sozialen Bereich eingestiegen und macht seine Sache grossartig.

                          Wieso ist es eigentlich so schwer zu begreifen, dass nicht überall die Voraussetzungen gleich sind und nicht alle Menschen gleich sind.

                          NATÜRLICH gibt es Kinder, die zuhause besser aufgehoben, besser gefördert und erzogen werden als in der Fremdbetreuung. NATÜRLICH gibt es auch das Gegenteil.

                          Bitte....bitte....öffne mal deinen Horizont und hör auf zu pauschalisieren.
                          Sowas verursacht bei mir körperliche Schmerzen.

                          Grüsse

                          serdes

                          • (12) 19.09.12 - 18:10

                            Es geht beim Betreuungsgeld aber um pauschalisierung, da es darum geht, Kinder zu Hause zu lassen weil es nicht genug Kita und kiga Plätze gibt. Das ist ein bundesweites Problem was ALLE Kinder unter 3 Jahre betrifft, also durchaus eine pauschaliesierung.

                            • (13) 19.09.12 - 18:25

                              Deine Antwort hat jetzt überhaupt nichts mit meiner Aussage zu tun.

                              Du behauptest eine gelernte Pädagogin würde immer bessere Ergebnisse erbringen als eine Mutter. Du behauptest eine Hauswirtschafterin würde immer bessere Ergebnisse erbringen als eine Hausfrau.

                              Ich stelle diese Behauptungen in Frage. Wieso? Weil sie FALSCH sind.

                              Grüsse

                              serdes

                              P.S.: Deine Behauptung weiter unten "Wer gar nicht in die Kita oder in einen kiga gegangen ist, der ist sozial inkompetent, denn derjenige hat im frühen Kindesalter nicht lernen können, wie man mit anderen Kindern umgeht."

                              ist übrigens auch unglaublich #klatsch

                              In welcher Welt lebst du? Wie kommst du darauf, dass Kinder, die nicht in Kita oder Kiga gehen überhaupt keine Kontakte zu anderen Kindern oder Erwachsenen haben? Glaubst du deren Mütter sperren sie alleine in irgendein Zimmer? Wie kommt man darauf, ein Kind wäre sozial inkompetent, nur weil es nie im Kindergarten war?

                              (14) 19.09.12 - 18:35

                              Weil dem Kind so nicht vorgelebt wird, wie es mit mehrern gleichaltrigen Kindern umgeht, es lernt weder, sich zu behaupten noch Streit untereinander zu lösen, es lernt nicht, wie msn in einer Gruppe von vielen Kindern miteinander umgeht, selbst zu Gunsten anderer zurückstecken lernt, es lernt nicht, mehrere stunden am Stück mit anderen Kindern aber ohne Mama zu sein. Im kiga oder der Kita wird sozialkompetenz vermittelt, durch basteln, Lieder, ausflüge mit einer Gruppe, durch thematische Bearbeitungen wichtiger dinge im kiga alter lernt ein Kind. Und eine Mutter ist nicht im Stande das jedem Tag zu vermitteln wie im kiga. MAL kann sie ihrem Kind einen Tag lang ungeteilte Aufmerksamkeit geben und sich ausschließlich um das Kind kümmern, aber die pädagogische Arbeit einer Erzieherin wird sie nie im leben jeden Tag gewährleisten können.

                              (15) 19.09.12 - 18:51

                              Jetzt redest du wirklich, als hätten alle nur Einzelkinder, die völlig isoliert leben #gruebel

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