Elektroauto - für wen interessant?

    • (1) 01.10.12 - 22:52

      Ich habe heute im Radio gehört, dass Frau Merkel plant, im Jahr 2020 1000000 Elektroautos auf deutschen Strassen zu haben.

      Nur wer kauft sich so einen Wagen?

      Bei einer Reichweite von max 200 km (manche nur 140 km) und einem Preis von ca 30.000 Euro ist ein Elektroauto wohl für kaum jemanden attraktiv. Wie lange dauert es, bis ein Auto "vollgetankt" ist und wo soll man das machen? Ich kenne nicht viel, die eine Garage haben. Man kann ja auch nicht ein 50 m langes Verlängerungskabel aus dem 4. Stock runterlassen, um seinen Wagen zu tanken. Was passiert, wenn man auf dem Weg ins Büro im Stau steht, kommt man dann nicht mehr nach Hause?

      Ich finde, das ganze Thema ist noch überhaupt nicht ausgereift. Was denkt Ihr?

      Einen schönen Abend.
      GR

      • na,ja, der preis ist ja das eine problem und die reichweite das andere, weshalb sich elektroautos nicht durchsetzen

        ich kenn mich mit der materie überhaupt nicht aus, kann mir aber durchaus vorstellen, daß diese für viele intereressant sein könnten

        z.b. für car sharing modelle, für stadtverkehr-transportunternehmen, die entsprechende ladestellen und ersatzakkus haben

        aber auch für mich wäre das klasse- ebenso für viele pendler, die kaum mehr als 140 km am tag fahren. eine ladestation zu hause und eine auf dem firmenparklpatz und du hast bei einer strecke von vielleicht 50 km doch nie ein problem, daß deien leistung einen stau nicht überstehen könnte-
        welcher pendler legt denn wirklich täglich eine strecke von einfach mehr als 150 km zurück?

        clever wäre dann allerdings auch eine solaranlage, die den strom für das aufladen einspeist...

        also ich denke als familienauto, mit dem man auch den urlaub, weiterer strecken am stück zurücklegt ist es wohl vorerst nicht relevant, aber für das zweit oder drittauto, ds immer nur kurze strecken zurücklegt und dann länger an einem ort steht, stell ich mir das durchaus sinnvoll vor

      (6) 02.10.12 - 19:17

      Ich hab vor einigen Monaten eine Probefahrt mit einem Elektroauto gemacht - grundsätzlich hätte ich gesagt, es kommt für uns als Firmenfahrzeug in Frage: Reichweite passt schon, wir müssen nicht hunderte Kilometer am Stück fahren, viel Kleinstadtverkehr halt, eine Steckdose hätten wir auch in der Garage. Fahren tut es sich gut - nun kommt aber das große ABER - es ist noch viel zu teuer!

      Ich muss gestehen - ich bin technisch eine absolute Niete, mich würd z.B. interessieren, inwieweit ein Elektroauto wirklich besser für die Umwelt ist als ein Benziner - aber wie geschrieben - bei den Preisen kann sich unsere Firma so ein Auto nicht leisten!

    • #winke

      Wo soll der Strom herkommen?

      Joe

      (8) 02.10.12 - 20:40

      die Idee ist super... wir schalten die Kernkraftwerke mit großem Aufwand ab und bauen Elektroautos und wenn der Strom dann doch nicht ausreicht bauen wir wieder Kernkraftwerke - das dreht die deutsche Wirtschaft an! #pro#rofl

      ich persönlich würde schon Elektroauto fahren. mein Weg zur Arbeit ist grad mal 6km weit ... nur wäre mir das Auto in der Anschaffung zu teuer und das Image .. ne ne ne #schein

    (10) 03.10.12 - 17:33

    Hi,
    dass das ganze Thema absolut nicht ausgereift ist beweist doch die Werbung eines (nicht deutschen) Automobilherstellers, der seine Elektrautos mit "0% Emissionen" bewerben darf. Oder durfte? Ich meine aber, das neue - von den Versicherungen als Quad eingestufte und daher nur fensterlos erhältliche - Gefährt wäre ebenso beworben worden.

    Ah ja. Und der Strom kommt einfach so aus der Steckdose...

    So ein Mini-Elektroauto wäre für mich dann (im Sommer) eine echte Alternative für den täglichen Weg zur Arbeit - ca. 5km einfache Strecke - , wenn Stromverbrauch = ökologisch wirklich unproblematisch wäre und nicht nur im Moment des Fahrens keine Emissionen entstehen, wenn ich es mir leisten könnte (oder umgekehrt - nicht allein 50 Euro jeden Monat für die Batteriemiete anfallen würden - ohne Strom natürlich ;-)), wenn ich Platz für ein solches Zweitfahrzeug hätte usw.

    So fahren wir halt weiterhin viel mit Öffis. Vielleicht schaffe ich mir irgendwann mal ein Pedelec an - so als Alternative zum Mini-Elektroauto ohne Fenster. Dank Stau bin ich damit auch nicht viel langsamer im Büro. Und ich brauche keinen Parkplatz...ach ja, und billiger ist es auch. Und ein bißchen strampeln auch gesünder.

    Ansonsten gebe ich dir vollkommen recht - das alles hat mit "ausgereift" noch nicht wirklich viel zu tun.

    Und war es nicht so, dass der ADAC mal Tests im Winter gemacht hat und auf weit kürzere Reichweiten kam bei niedrigen Temperaturen?

    Viele Grüße
    Miau2

    Also ich habe gehört, (ein Physiker sagte es in einem Beitrag über "Grüne Energie"), dass die Batterien aus Silicium bestehen bzw beinhalten. Auf der Welt gibt es aber pro Kopf nur ca. 2 kg Silicium und somit versteht er bis heute nicht, warum damit solch eine Werbung gemacht wird..
    Diese Technologie (Silicium Batterie) hat keine Zukunft. Es steht 1. nicht ausreichend Silicium zur Verfügung und 2. sind die Kosten einfach viel zu hoch, weshalb sich nur einige bestimmte aus den "Wohlstandsoasen" solche Autos wirklich leisten können. Was die Merkel hier also sagt ist schlichtweg Unsinn...#klatsch#augen

    • #winke

      Dieser "Physiker" hat nie eine Hochschule von innen gesehen, allenfalls ein Baumschule.

      Wikipedia sagt:

      "Die gesamte Erde besteht zu etwa 15 Massenprozent aus Silicium; insbesondere der Erdmantel setzt sich zu einem beträchtlichen Anteil aus silicatischen Gesteinsschmelzen zusammen. Die Erdkruste besteht zu etwa 25,8 Gewichtsprozent aus Silicium; damit ist es das zweithäufigste chemische Element nach dem Sauerstoff. Hier tritt Silicium im Wesentlichen in Form silicatischer Minerale oder als reines Siliciumdioxid auf."

      http://de.wikipedia.org/wiki/Silicium

      "Unsere Erde wiegt 5,97223 x 10 hoch 24 Kilogramm. Also rund 6000 Trilliarden Kilogramm (eine 6 mit 24 Nullen) oder sechs Trilliarden Tonnen."

      http://www.pm-magazin.de/r/gute-frage/wie-schwer-ist-die-erde

      Für Elektroautos werden üblicherweise Lithium-Ionen-Akkus verwendet.

      Es wird zwar weiter in Richtung noch besserer (mehr Kapazität) geforscht, ich glaube aber nicht, das da noch viel geht.

      Joe

    Das Speicherproblem wird aber nicht am Lithium scheitern, da Alternativen längst erforscht werden.

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