(Bundes)Politikerinnen mit Kindern - Rollenvorbilder?

    • (1) 13.11.12 - 12:13

      Hallo,

      die Frage ist mir gestern Abend gekommen.

      Da habe ich eine Dokumentation über Ursula von der Leyen geschaut, da wurde gesagt, dass sie das mit dem sieben Kindern nun so regelt, dass sie unter der Woche in Berlin ist und nur am Wochenende daheim. Ehrlich weiß ich aber nicht, wie alt die Kinder inzwischen sind.

      Aber ich weiß, dass Andrea Nahles das wohl auch so macht und da ist das Kind ja sehr jung - das Kind lebt in der Eifel, sie überwiegend in Berlin.

      Frau Schröder ist für mich kein Beispiel, denn sie ist ja die Chefin ihres Ministeriums.

      Ich finde das ziemlich erschreckend, dass sogar priviligierte Bundespolitikerinnen ihre Kinder "wegorganisieren", statt hier ein Beispiel zu setzen. Wie seht ihr das?
      GLG
      Miss Mary

      • Für mich sind solche Frauen keine Vorbilder.

        Aber das ist doch das, was erwartet wird. Kinder wegorganisieren und Karriere machen. Und somit setzen sie doch ein Zeichen. Nämlich, das sich Kinder und Beruf prima vereinbaren lassen, wenn man seine Kinder möglichst früh möglichst viel fremdbetreuen lässt.

        lg

        • Und dieses Zeichen ist sehr wichtig, wenn man seinen Toechtern vermitteln moechte, dass sie sich genauso wenig wie ihre Maenner zwischen Familie und Beruf entscheiden muessen.

          Das das denen, die ausser Kinder in die Welt setzen und betreuen nichts wollen nicht in den Kram passt, kann ich nachvollziehen, schliesslich stellt es ihr Lebensmodell voellig in Frage.

            • Zeigt nur dass du dich mit dem Thema aushaeusige Kinderbetreuung nicht auskennst - in einer guten Betreuungseinrichtung fuehlen sich Kinder nicht abgeschoben, sondern im Gegenteil, sie gehen gern dort hin.

              • Meine Knder gehen auch gerne in den Kindergarten. Ich sehe ihn als Bereicherung für sie. Jedoch dann, wenn die Zeit reif ist dafür. Und das ist sie mit wenigen Wochen oder wenigen Monaten für mich definitiv nicht.

                Es gibt besseres als Kinderkrippe.

        • >>Und dieses Zeichen ist sehr wichtig, wenn man seinen Toechtern vermitteln moechte, dass sie sich genauso wenig wie ihre Maenner zwischen Familie und Beruf entscheiden muessen.<<

          Absolut richtig, seinen Töchtern zu vermitteln, dass sie kein "entweder - oder" haben müssen, wenn sie es nicht wollen. #pro
          Aber würdest Du Deinen Töchtern auch vermitteln, dass Du als Mutter auch noch genauso hinter ihnen stehst und sie unterstützt und ihre Lebensweise akzeptierst, wenn sie sich genau für das von Dir NICHT bevorzugte Lebensmodell entscheiden - einfach, weil sie die Wahl haben?
          "Die Wahl zu haben" heißt nämlich auch, sich für die ANDERE Seite entscheiden zu können.

          LG

          • Ich wuerde meinen Toechtern deutlich machen, dass es keine gute Idee ist sich in eine voellige Abhaengigkeit zu begeben. Ich koennte ihnen das nicht ausreden, aber wuerde ihnen anraten sich das gut zu ueberlegen und zumindest zu versuchen halbwegs einen Fuss im Berufsleben zu lassen, auch wenn sie nicht Vollzeit arbeiten wollten.

    Zumindest Fau von der Leyen verdanke ich mein Erziehungsgeld, welches ich erhalten habe. Und in Zeiten, in denen Millionen Väter auf Monatge sind und es für die Gesellschaft völlig normal ist, finde ich diese Gehetze über diese Frauen nur abartig. Schon mal daran gedacht, dass die Kinder dieser Frauen liebevoll durch ihren Vater betreut werden?

    m.

    • Hallo,

      ich sehe das nicht als "abartiges Gehetze".

      Diese Frauen leben dir vor, dass du die große Karriere nur machen kannst, wenn du das Kind 24 Stunden am Tag wegorganisierst und an einem anderen Ort lebst.

      Wäre es nicht sehr positiv, wenn es eine Bundespolitikerin wirklich schaffen würde, beides zu kombinieren? So zeigen sie nur "Sorry Leute, es geht nicht" und das sind die Menschen, die es in der Hand haben.

      Mein Sohn hat einen Freund, da ist der Vater LKW Fahrer und die Familie leidet darunter massiv, auch wenn die Mutter wirklich liebevoll ist.

      Ich selbst halte v.d. Leyen nicht für ein gutes Vorbild, sie mag eine herausragend gute Politikerin sein, aber noch nie habe ich den Satz gehört "sieben Kinder und ein Vollzeitjob, das bringt mich an meine Grenzen". Ich habe drei Kinder und arbeite 70% und bin oft an meiner Grenze, für mich wäre es viel ehrlicher, wenn sie nicht die heile Welt vorspielt, sondern sagt "okay Leute, das ist die Realität".

      GLG
      Miss Mary

      • P.S. Diese Kinder können eventuell liebevoll durch den Vater betreut werden, weil Mama so richtig ordentlich viel Geld scheffelt. Das ist beim normalen Durchschnittsbundesbürger leider ein Wunschtraum.

        Außerdem ist es ja dann auch kein "wir schaffen beides" sondern - "wir drehen die traditionelle Rolle um. Bei uns ist Papa zuhause (und steht dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung). Ist es nicht so, dass sich sehr viele Frauen beides wünschen - Familie und Beruf zu kombinieren?

        GLG
        Miss Mary

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