Interessiert zwar keinen...

    • Schade nur, dass niemand daraus wirklich Konsequenzen zu ziehen scheint....bzw. die Alternative für den Wähler im Moment nur darin besteht, sich zu ü+berlegen "wähle ich Kackehäufchen1, Kackehäufchen 2 oder Kackehäufchen 3".

      Das gleiche gilt übrigens für die zur Wahl stehenden Kanzerkandidaten.

      Ich hoffe es gibt viele Protestwähler, die nicht grün wählen (Häufchen 4!), sondern von mir aus die Piraten....denn schlimmer geht eh nimmer !

      Urbia könnte doch eine Partei gründen.

      Konservativ genug um seriös zu sein, locker genug um volksnah zu bleiben, viele Leute die interessiert mitwirken, und mit dem poltischen Ziel "Familie und Co" würden sie genug Leute ansprechen.....und wären von Anfang an bekannt genug.

      Und selbst wenn sie nur Protestwähler fangen, wäre mir das hier um Längen sympatischer als das was gerade "auf dem Markt" ist.

      TJ

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      • "Urbia könnte doch eine Partei gründen.

        Konservativ genug um seriös zu sein, ..."

        ... konservativ genug um ratzfatz die Todesstrafe zu fordern, die Unschuldsvermutung bis zum Urteilsspruch zu kippen...

        Aber Spaß beiseite: Das wäre mal ein schöner Thread: Ein fiktives Wahlprogramm der urbia-Partei.

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    Die Leute sind offenbar schon so abgestumpft, dass sie von solchen Meldungen wohl gar nicht mehr aus der Ruhe gebracht werden können. Traurig.

    Jeder möchte, dass sich mal was ändert, aber letztlich schlägt das Pendel der Politischen Macht doch immer nur ganz leicht zwischen linker und rechter "Mitte" aus.

    Dabei lohnt es sich auch m.E. immer mal über den politischen Tellerrand zu schauen. Bei der BuTaWahl treten zig Parteien an. Einfach vorher mal informieren, deren Programm durchlesen und was passendes aussuchen. Ist für jeden was dabei. Selbst wenn die Partei dann nicht über die 5% kommt, das Geld für die Stimme (ja, das gibts) streicht sich dann wenigstens nicht eine der abgehobene Klientelfördergruppierungen ein.

    Ich bin überzeugt, wenn nur 50% der Nichtwähler und unzufriedenen bei der nächsten Wahl irgendeine nicht-etablierte Partei wählen würden, wären mindestens zwei oder drei neue Parteien im Bundestag vertreten und die bisherige Elite würde etwas nervös.

    Letztlich koalieren sie sich dann doch wieder an die Macht. Aber es werden immer mehr Kompromisse nötig, um dies zu erreichen. Und der einzige Druck, den das Volk auf die Regierenden ausüben kann, ist es, diese spüren zu lassen, dass sie die Macht verlieren könnten.

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    • Nenn mich abgestumpft, aber ein "Armutsbericht" ist mir wirklich völlig gleichgültig. Ich bin nicht arm, werde es dank breit aufgestellter Selbständigkeit nie sein, und ich werde auch weiterhin "meine" FDP wählen.

      Ein wenig Marketing gehört auch zur Politik, und ich finde daran nichts Schlimmes.

      Klar, gerade jetzt in der Vorweihnachtszeit entdecken viele wieder das soziale Gewissen, ich steh dazu, keins zu haben. Ich zahle überdurchschnittlich viele Steuern und halte wahrscheinlich eine ganze Familie damit am Leben.

      Außerdem: Aussagen darüber, dass die Schere zwischen Groß- und Geringverdienern aufgeht sagen nichts über Armut aus. Menschen mit einer vom Staat gezahlten Wohnung und monatlich genug Geld für Essen, Trinken, Kleidung und oft sogar Auto und nicht selten Alkohol und Zigaretten sind nicht arm, zumindest nicht materiell.

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      • Eine liebenswerte Einstellung, alle Menschen, die keine oder gering bezahlte Tätigkeiten haben, über einen Kamm zu scheren und ihnen pauschal das Ausnutzen des Sozailsystems zu unterstellen. Sicherlich gibt es solche Fälle. Es liegt leider in der Natur des Menschen, Vorteile so lange auszunutzen, so lange es sie gibt.

        Leider gibt es aber auch noch eine andere Seite, die Du Dir in Deiner heilen Wohlstandswelt, in der die Grenzen zwischen guten (produktiven) und schlechten (unproduktiven) Menschen klar definiert sind, vielleicht nicht vorstellen kannst. Es gibt nämlich weniger Arbeit als Arbeitssuchende.

        Zwangsweise müssen in dieser Gesellschaft einige Menschen in das soziale Netz fallen. Manche fallen sogar hindurch. Aktuell hat die Gesellschaft für diese Menschen keine weitere Verwendung, als die "Überflüssigen" dazu zu nutzen, den anderen, die auf ihre Arbeit angewiesen sind, zu drohen und ihnen klar zu machen, dass sie es noch gut haben und dass auch sie ihren Job verlieren könnten, wenn sie nicht zu Zugeständnissen in Form von Verzicht auf Urlaub, Gehalt oder menschenwürdige Arbeitsbedingungen bereit sind.

        Mittlerweile geht es also schon nicht mehr um diejenigen, die nicht arbeiten wollen, sondern um die, die von harter Arbeit nicht mehr leben können, also Menschen die Arbeit haben und auch arbeiten wollen und die trotzdem arm sind. Das ist natürlich ein Zustand, der der FDP Klientel durchaus in den Kram passt, darüber bin ich mir im Klaren.

        Insofern habe ich für Deine Einstellung nicht das Wort "abgestumpft" im Sinne, sondern ganz andere Begriffe.

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        • Mit dem letzten Satz hast du es mir aber gegeben. Der hat gesessen.

          Wo schreibe ich übrigens irgendwo, dass Menschen den Sozialstaat ausnutzen? Ich habe geschrieben, dass es diesen Sozialstaat gibt und dass in diesem niemand wirklich in Armut lebt.

          In einem hast du aber Recht: Selbst wenn es für alle Arbeit gäbe, im Interesse von uns Unternehmern läge das nicht. Denn, wie du schon schreibst: Ohne das Schreckens-Szenario Arbeitslosigkeit würden viele Arbeitnehmer unbequem und aufmüpfig.

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          • "Ohne das Schreckens-Szenario Arbeitslosigkeit würden viele Arbeitnehmer unbequem und aufmüpfig."

            Nee, das glaube ich nicht. Wie sollte das denn bitte gehen?

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            Es ist wohl kaum meine Absicht, es "Dir zu geben", da ich Deine Haltung eher als ignorant wahrnehme und Bemühungen meinerseits, Dir irgendeine Form von Mitgefühl, Verständnis oder gar Einsicht zu entlocken, von vorneherein zum Scheitern verurteilt ist. Mein Bild vom Trend im deutschen Unternehmertum und bei der FDP Klientel bedienst Du damit aber hervorragend.

            Wenn Du also NICHT der Ansicht bist, wie Du schreibst, dass Menschen den Sozialstaat ausnutzen, dann frage ich mich, wo Dein Problem damit ist?

            Sicher, Deine Steuerlast. Diesen trage ich übrigens genau so mit wie Du und vermutlich ist meine Steuerlast nicht geringer als Deine, mit dem Unterschied, dass ich mein Auto nicht über die Firma laufen lassen kann, ebenso wie so manch andere Posten, den Du als selbständiger locker von der Steuer absetzt. Für diese Vergünstigungen müssen andere Steuerzahler aufkommen, oder etwa nicht?

            Dein letzter Satz mach für mich alles deutlich. Hier drängt sich mir der Eindruck auf, dass Arbeitnehmer für Dich eher Leibeigene sind als Menschen mit eigenem Willen, Bedürfnissen und nicht zuletzt mit Menschenwürde. Ich hoffe sehr, dass möglichst viele Menschen dies lesen und sich hier selber ein Bild davon machen, wie die FDP Klientel über sie denkt.

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            • "
              Wenn Du also NICHT der Ansicht bist, wie Du schreibst, dass Menschen den Sozialstaat ausnutzen, dann frage ich mich, wo Dein Problem damit ist?

              "

              Kurz: Es gibt Missbrauch, aber ich denke, den gibt's überall. Ich bin nicht der Meinung, dass die Mehrheit der Empfänger von Sozialleistungen betrügen. Auch bin ich keine Freundin der Sanktionspraxis. Den wenn ich etwas als reine Überlebenshilfe, als Existenzminimum definiere, dann darf ich gemäß Grundgesetz dort nicht mehr kürzen.

              Mein Problem ist, dass der Anreiz, auch mal eine unbequeme Arbeit zu machen, anscheinend nicht ausricht. Ich könnte dir aus meiner Erfahrung Geschichten von Arbeitslosen erzählen, die nicht gewillt waren, für 10 Euro Stundenlohn und Kaffee und Kekse gratis arbeiten zu kommen, wenn es schon um 6 Uhr morgens losging. Montags kamen viele gar nicht, sondern hatten die berühmt/berüchtigten Montagskrankenscheine.

              Wie gesagt: Wir reden hier von 10 Euro Stundenlohn für UNGELERNTE Arbeit.

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