Intimsphäre als Patient

    • (1) 14.12.12 - 10:28

      Hallo

      ausgelöst durch diese Diskussion
      http://www.urbia.de/forum/10-gesundheit-medizin/4081797-muss-man-beim-arzt
      meine Frage, wie wichtig ist es euch, dass beim Arzt (egal welchem) die Intimsphäre an der Anmeldung und überhaupt, gewahrt wird? Wenn die Arzthelferin, aus organisatorischen Gründen durchaus berechtigt und verständlich, fragt, weshalb man zum Arzt will, dieses Gespräch aber andere Patienten hören können? Oder wenn z. B. Überweisungen od. Rezepte, welche der Arzt unterschreiben soll, auf dem Tresen für jeden sichtbar und einlesbar liegen?

      Ich möchte meine Intimspähre auch beim Arzt bzw. bei der Anmeldung behalten und finde die o. g. Dinge nicht in Ordnung. Leider wird es in vielen Arztpraxen so gehandhabt

      • ich finde es eher lächerlich sich darüber aufzuregen ... es ist mir sowas von wurscht, ob irgendwer bei der Anmeldung mitbekommt, dass man Schnupfen hat oder ähnliches ... wenn da jemand ist, der es nicht wissen soll (frage mich warum!!), kann man ja immer noch ruhiger werden. ... wobei ich selber quasi nie zum Arzt gehe und das darum eigentlich nicht erlebe!
        Schwieriger finde ich die ärztliche Schweigepflicht einzuhalten und die ist wirklich wichtig. Ein Tanz auf Messers Schneide und sicher geht da oft ein Schritt daneben ... DA kann man versuchen anzusetzen (aber eben nur als medizinisches Personal)

        • Schnupfen oder Ähnliches. Wie siehts bei AIDS aus? Bitte, erkläre mir den Unterschied zwischen einem Gespräch an der Anmeldung und der Schweigepflicht, da dir bei ersterem egal ist, ob jemand zuhört, das zweite du aber eingehalten wissen willst.

          • wenn ich AIDS hätte, würde ich (und ich spreche nur für MICH, andere sehen das anders, aber es geht ja um die eigene Meinung) damit offensiv umgehen. Ich würde LAUT UND DEUTLICH an einer Anmeldung sagen, dass es alle wissen!

            auch bei Schnupfen, Krebs, MOE, ... spontan fällt mir nichts ein, was ich problematisch fände, wenn das eine Sprechstundenhilfe wüsste.

            ABER das ist MEINE Entscheidung.

            wenn 2 Ärzte beim Abendessen in nem Restaurant über den unmöglichen Patienten neulich lästern, der doch tatsächlich trotz Magenband noch Cola trinkt und sich wundert, dass er nich abnimmt und dann so frech ist den Arzt anzulügen oder den Patient, der sich beschwert, dass er 30 Min warten musste, dabei war er selber 15 Min zu spät und das ganze Wartezimmer aufwiegelt oder vielleicht bedenklich darüber sprechen, dass der Patient "Vorname Nachname" nicht wahr haben will HIV positiv zu sein und es seinem Partern nicht sagt und ob man den jetzt anzeigt oder oder oder .... DAS finde ich schwierig!
            da entscheidet das nicht der Patient, sondern der Arzt; Sprechstundenhilfe, Schwester .........

          • (9) 14.12.12 - 12:51

            Es geht doch gar nicht darum, ob das die Sprechstunden erfährt oder nicht. DIE erfährt es nämlich so oder so, weil die in der Regel Einblick in die Krankenakte hat, da sie diese verwaltet. Es geht doch darum, dass nicht jeder Hunz und Kunz zu hören bekommt, warum man einen Arzt aufsucht, was passieren könnte, wenn z.B. die Anmeldung beim Arzt gleichzeitig das Wartezimmer ist oder am Anmeldetresen mehrere Patienten warten,dass sie dran kommen.

            • (10) 14.12.12 - 12:53

              ich hab schon verstanden worum es geht ... es wurde um Meinungen gebeten und Mich persönlich stört es nicht ... abgesehen davon, dass ich auch icht glaube, dass es anders zu lösen wäre!

              • (11) 14.12.12 - 14:12

                Zitat: "auch bei Schnupfen, Krebs, MOE, ... spontan fällt mir nichts ein, was ich problematisch fände, wenn das eine Sprechstundenhilfe wüsste." Zitat Ende

                Aufgrund dieser deiner Aussage musste ich davon ausgehen, dass du nicht wirklich verstanden hattest, worum es geht.

                Und es wäre dir WIRKLICH egal, wenn jeder, der gerade zufällig daneben stehen würde, mitbekäme, was dir fehlt? Stell dir mal vor, du hättest dir einen Tripper eingefangen oder Filzläuse...na das würde dir gefallen, wenn dann im Ort rumginge: "haha, die Jurbs hat sich Sackratten eingefangen!" #freu

                • (12) 14.12.12 - 14:52

                  Mir persönlich wäre es auch egal, ob und was die anderen Patienten mitbekommen. Denn mir ist es grundsätzlich egal, was andere von mit denken.

                  (13) 15.12.12 - 12:15

                  ja, es wäre mir WIRKLICH egal!

                  es steht eigentlich nie jemand so daneben, dass der ALLES mitbekommen würde und wenn es mir wichtig wäre, könnte ich es verhindern durch nicht antworten, sehr ruhig sprechen etc etc ...

                  es war klar, dass das Beispiel mit Geschlechtskrankheiten kommen muss ... klar ist das was unangenehmes - aber warum geht man davon aus, dass sich jeder so etwas einfängt im Leben?!

                  wenn mir das passieren würde und es mir peinlich wäre, könnte ich das der Sprechstundenhilfe sicher kommunizieren .... die sind doch nicht völlig trampelig!

                  • (14) 15.12.12 - 14:35

                    Ich habe nicht behauptet, dass sich JEDER etwas Unangenehmen einfangen muss. Und *ungenehm* kann zudem für jeden Menschen etwas anderes bedeuten. Und leider ja, es ist oftmals so, dass an der Anmeldung mehrere fremde Menschen stehen, die sehr wohl hören können, was die Sprechstundenhilfe mit dem vorherigen Patienten bespricht.

                    Beim Rheumatologen gab es eine Wartezone. D.h. es war ein Schild aufgestellt, vor dem man warten sollte, bis die Anmeldung frei war. Das waren ca. 2 m Abstand zum vorherigen Patienten an der Anmeldung. Das fand ich gut.

                    LG
                    Suse

            du hast es verstanden. Wie schön:-D

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