Waffengesetze in den USA

    • (1) 15.12.12 - 14:58

      Als erstes möchte ich eine #kerze für alle Toten des gestrigen Amoklaufs anzünden.

      Mich erschüttert immer wieder wieder, wieso nichts verändert wird, obwohl schon so viel passiert ist. Auch frage ich mich immer wieder, wieso jeder Bürger in den USA eine Waffe besitzen darf. Ich bin der Meinung das Waffen nur in proffessionele Hände gehören, aber da darf wirklich jeder eine haben.

      Für mich unverständlich, auch mit welchen Argumentationen Waffen befürwortet werden.

      Bene, die das einfach nur traurig macht

      • (2) 15.12.12 - 16:35

        Hi,

        das ist wohl die einzige Tradition, die dieses Land hat und nicht aufgeben möchte.

        Sie haben ein "selbstbestimmtes " Leben, nur sie wollen bestimmten und weigern sich, das es für bestimmte Dinge ein Gesetz gibt.

        Darum sind sie gegen ein Waffengesetz, gesetzliche Krankenkasse.....

        Außerdem ist das Waffengesetzt ein enormer Wirtschaftszweig, das können wir uns kaum vorstellen. Vielleicht so, als wenn die Autoindustrie in Deutschland weg wäre, da würden wir alle heulen.

        Autos für Deutsch und freie Fahrt auf der Autobahn ist für die USA das freie Waffengesetzt....

        Da kann noch so viel passieren, das wird sich niemals ändern. Dazu sind die viel zu verknöchert.

        Lisa

        Es ist unfassbar traurig, was passiert ist!

        Ich glaube aber kaum, dass sich was ändert. Wer legt sich schon mit der Waffenlobby an?

        Für uns nicht nachzuvollziehen, aber es liegt in der Volksseele der Amerikaner, sich selbst verteidigen zu können.
        Bevor die Waffengesetze ändern, würden sie eher noch dazu übergehen, Schulen zu bewaffnen, um sich zu verteidigen.

        Selbst wenn die Waffengesetze strenger wären, was würde sich ändern? Ich glaube kaum das plötzlich alle ihre Waffen wegwerfen oder abgeben würden.

        In Kanada kursieren genauso viele Waffen aber dieses Völkchen ist nicht so irre. Liegt es an der Mentalität, den Nachrichten die, wie bei uns, nur von Mord und Totschlag berichten? Ich weiß es nicht.

        Traurige Grüße

        • Es würde sich vielleicht nichts an der Anzahl der Durchdrehenden ändern. Aber es macht definitiv in den Folgen einen Unterschied, ob einer mit einem Küchenmesser um sich sticht oder mit einem Sturmgewehr wütet.

          Grüsse
          BiDi

          • robingoodfellow hat nicht Pistole mit Messer verglichen...

            Dort kommt doch jeder mit ein bißchen Vitamin B an ne Knarre dran, was glaubst du, wieviel unregistrierte es gibt?

            Die müssten ja in jedem Haushalt ne Hausdurchsuchung machen um das einigermassen in Griff zu bekommen.

            lg bambolina

      (7) 16.12.12 - 12:02

      Jeder der eine scharfe Waffe haben will, bekommt auch in Deutschland eine. Ja natürlich, illegal. Das ist doch aber völlig egal, wenn man eh jemanden erschießen will. Spinner kommen immer dran und da wäre es nur zu gut, wenn man sich zur Selbstverteidigung auch legal anständig bewaffnen dürfte und nicht immer nur mit Schreckschusswaffen und co.

      In anderen Ländern klappt es auch wunderbar mit Waffen. Kanada wurde ja schon genannt. In de Schweiz ist es ähnlich.

      • (8) 16.12.12 - 20:26

        Das stimmt aber nur, wenn der Spinner lange plant und die richtigen (bzw. falschen) Kontakte hat.

        Ein guter Freund meines Mannes ist mal von einem durchgedrehten Kollegen mit einem Messer angegriffen und schwer verletzt worden - andere Kollegen kamen aber rechtzeitig zu Hilfe und konnten das Schlimmste verhindern. Möchte mir nicht vorstellen, was passiert wäre, wenn der Täter Zugriff auf eine Schußwaffe gehabt hätte ...

        (9) 17.12.12 - 08:14

        Ich denke das diese illgegalen Kanäle sich auch auf den Preis auswirken,...Hinz und Kunz werden sich nicht vorsorglich überteuerte Waffen ins Nachtkästchen legen, um beim nächsten Ehekrach blind vor Wut dahin zu greifen um sie abzufeuern.

        Nächster Punkt, Jugendliche kommen eher auf dumme Gedanken wenn sie die Mittel dazu sehr schnell und einfach zur Verfügung gestellt bekommen.

        Und so einfach ist es für Leute, die nicht schon per se in "schlechter Gesellschaft" sind, auch wieder nicht an eine Waffe zu kommen.

        Sorry, ich quatsch nicht auf gut Glück die zwielichtigen Gestalten am Bahnhof an, hätte zuviel Angst das ein Spitzel darunter ist....#cool

        Wenn ich aber nur einen gültigen Führerschein für den jeweiligen Staat brauche und dort einen Wisch unterschreibe, dass ich die Waffe nur zu meiner Verteidigung benutzen werde....dann kann es schon eher sein dass ich so ein Ding mir besorge.

        Und somit kann es schon eher sein das ich es benutze.

      (11) 17.12.12 - 22:37

      ja, wer taten plant un die möglichkeiten und ressourcen hat, kommt vielleicht an waffen heran. aber in dl ist es definitiv nicht so einfach. der amokläufer jetzt wuchs mit waffen auf, sie waren zu hause offenbar zugänglich. da ist die hemmschwelle doch viel niedriger udn die möglichkeit im psychotischen moment zur waffe zu greifen doch um unlängen wahrscheinlicher.
      und der deutsche amokläufer damals hatte die waffen ebenfalls von sienem vater, der in einem schützenverein war. wären die waffen nicht zugänglichgewesen, hätte sich seine rache oder was auch immer wohl nicht so verheerend ausgewirkt.

      lg

Ich finde auch furchtbar, was wieder in der USA passiert ist.

Aber: auch in Deutschland kann man Waffen legal kaufen. Man bekommt zwar keine für scharfe Munition. Hat man aber handwerkliches und technisches Geschick, kann man diese Waffen auch umrüsten. Und sich illegale Waffen zu besorgen, das schafft man auch in Deutschland.

Ich bin ehrlich: ich würde mir auch eine Schußwaffe zulegen, wenn es in Deutschland legal wäre. Diesen Ami-Gedanken, mich, meine Angehörigen und mein Hab und Gut zu schützen und zu beschützen, kann ich nachvollziehen.

Jedoch sollte man in allen Bundesstaaten der USA einen Waffenschein machen müssen (was ja nicht überall der Fall ist). Außerdem müssten abschließbare Panzerschränke für Waffenbesitzer Pflicht sein. Kindern und Jugendlichen sollte das Betreten von Schießplätzen verboten werden (Ami-Moral: sonntags zuerst in die Kirche und den Herrn preisen und danach noch 2 Stunden mit den Kiddies auf den Schießplatz). Die Verkauf von Waffen in Supermärkte sollte unterbunden werden. Sicherlich sind das nur kleine Maßnahmen. Aber irgendwo müssen auch mal die Amis anfangen, was zu ändern. Dass jedoch der Waffenbesitz so arg eingeschränkt wird wie in Deutschland, das wird wohl nie passieren. Dafür ist die Waffenlobby in den USA zu mächtig.

  • "Diesen Ami-Gedanken, mich, meine Angehörigen und mein Hab und Gut zu schützen und zu beschützen, kann ich nachvollziehen."

    Wo wohnst Du denn? Bisher hatte ich dieses Gefühl noch nie. Haustür abschließen hat mir vollkommen gereicht.

    Aber ich entwickle den Gedanken mal weiter: Wenn denn tatsächlich jemand bei mir einbricht: Versuche ich mich ruhig zu verhalten damit ich (und meine Familie) die Sache überlebe oder will ich mit meiner Waffe den Einbrecher vertreiben und eine Schießerei riskieren?

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