Organspende - Qualitätsanspruch?

    • (1) 20.12.12 - 15:59

      Wie sieht das aus mit dem Anspruch auf eine gewisse Qualität eines gespendeten Organs? Darf es Qualitätsanforderungen geben?

      http://www.focus.de/panorama/welt/transplantation-frau-bekommt-raucherlunge-eingepflanzt_aid_519889.html

      Eine Lungenentzündung ist immer gefährlich auch für Menschen mit ansich gesunder Lunge. Wie sieht es mit gespendeten Organen aus, fällt hinterher der Spender in Misskredit, wenn das gespendete Organ erkrankt?

      • Hallo,

        ich finde schon, dass die Menschen oder deren Angehörige darüber aufgeklärt werden sollten, wenn bestimmte "Einschränkungen" gegegeben sind und ob dies Auswrikungen auf die Funktion haben kann oder daraus resultierend Probleme auftreten können. Danach sollten die Betroffenen oder Angehörigen selbst entscheiden, ob sie ein evtl zusätzliches Risiko eingehen wollen.

        vg, m.

        Jeder Empfänger sollte gegebenfalls darüber aufgeklärt werden was ihm transplantiert wird. Anders herum sind in Deutschland die Kontrollen und Vorschriften so genau und penibel das sicher nie eine z.b. Lunge transplantiert wird die kurz vorm kollabieren ist.

        Aber mal Hand auf Herz. Wie würdest du entscheiden, wenn du ein Organ benötigst? 10 Jahre weiter leben mit "Raucherlunge" oder innerhalb weniger Monate sterben.

        • #zitter
          Diese Frau hat mit dieser Raucherlunge keine 10 Jahre mehr gelebt.Nicht mal 3 Jahre war sie danach noch am leben.
          Und Nein wenn ich ein so erheblich eingeschränktes/krankes Organ bekommen würde,bei in dem Fall meinem Vorgeschädigten Körper Nein dann lieber nicht.

          • inwiefern aber die Lugenentzündung von der Tatsache abhängt, dass es die Lunge eines Rauchers war, können wir doch gar nciht beurteilen.

            • über diesen "Fall" gibt es die unterschiedlichsten Meldungen in der Presse
              www.derwesten.de/panorama/frau-erhaelt-spenderlunge-von-raucher-und-stirbt-an-krebs-id7407629.html
              >>"Sie starb einen Tod, der für jemand anderen gedacht war", sagte der Vater der BBC.<<
              Ich weiss nicht, wie es dir z. B. geht, wenn du diesen Satz liest. So böse es jetzt klingt, ich hatte spontan im Kopf "dann hätte halt kein Organ eines anderen implantiert werden dürfen" und erweitert der Gedanke, dass der Mensch, für den diese Art Tod "gedacht" war, anderweitig ums Leben gekommen ist.

              Macht es eigentlich einen Unterschied, an was ein gespendetes Organ erkrankt?

    Die von dir erhoffte Antwort, die du mit deiner Frage suggerierst, würde bedeuten, dass der Empfänger keine Informationen über das Spenderorgan erhalten muss, da er das Organ so oder so auf alle Fälle nehmen würde

auch einem geschenktem Gaul sollte man sehr wohl ins Maul schauen.

Allgemein meine ich, dass der Weg Richtung Transplanation von Beginn an falsch und wesentlich kommerziell motiviert war und ist....

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