Christenverfolgung

    • (1) 26.12.12 - 21:58

      Passend zu Weihnachten: Denk an die 100 Millionen Christen die verfolgt werden.
      Habe grade eine Bericht über Indien gehört.
      http://www.opendoors.de/verfolgung/laenderprofile/indien/

      Und nun gib dir noch ein wenig Mühe und schreibe bitte eine Diskussionseröffnung. Stell hier nicht nur einen Link ein, danke.

      (6) 27.12.12 - 09:39

      Die Christen in Indien sind der Überrest der britischen Kolonie (erinnert euch Gandhi...friedlicher Widerstand), und deren Missionierung.

      2008 wurde in einen Bundesstaat in Indien ein Swami umgebracht, dies wurde fälschlicherweise den Christen zur Last gelegt.

      Daraufhin begannen die Angriffe auf christliche Einrichtungen.

      Ist denke ich aber so oder so schwierig, in einen Land mit einer mehrheitlichen Religion, dem Hinuismus kommen die britischen Eroberer.

      Die "überreden" ein paar Einheimische zum christlichen Glauben zu konvertieren, oder vermischen sich mit der Bevölkerung.

      Dann geben sie "netterweise" das Land zurück.

      Ich vermute das der schale Geschmack ewig bestehen bleiben wird, dass die christlichen Konvertierten der Überrest der "Besetzer" ist.

      Es ist ja wirklich witzig, wenn man mit einschlägigen Suchwörtern googelt findet man immer maßenhaft Seiten wo christliche Institution ob ihrer Verfolgung in verschiedenen Ländern klagen.

      Wenn man genauer nachguckt, kommt fast immer dabei raus, dass nur aufgrund eifriger Kreuzzüge und Missionierungstätigkeiten der Christen, dort überhaupt Christen ansäßig sind.

      • (7) 28.12.12 - 12:24

        "Die Christen in Indien sind der Überrest der britischen Kolonie (erinnert euch Gandhi...friedlicher Widerstand), und deren Missionierung."

        Nein. Das ist falsch.

        Es ist zugegebenermassen nicht einfach die Ursprünge christlicher Gemeinden in Indien genau zu datieren.

        Die Geschichte der Thomaschristen, die ihre Gründung auf etwa 50 n. Chr. in Indien festlegen, ist zwar sehr umstritten, dennoch gibt es Belege, dass bereits sehr früh Christen in Indien angetroffen wurden. Ein Beleg dafür ist die Chronik von Seert aus dem 3. Jhr. oder auch der Bericht des ägyptischen Kaufmanns (Die Christliche Topographie) Kosmas Indikopleustes aus dem 6. Jahrhundert. Desweiteren weisen die Tharisapalliplatten aus dem 9.Jhr. auf christliche Gemeinden hin. Christliche Gemeinden werden auch im 13. Jhr. in den Berichten von Marco Polo erwähnt. Diese christlichen Gemeinden lebten unabhängig von Rom.

        Die Portugiesen trafen Ende 15. Jhr/Anfang 16.Jhr auf christliche Gemeinden und es kam da teilweise auch zu gewaltsamen Latinisierungen. Die Britische Ostindien-Kompanie verdrängte erst ab 1750 herum die Portugiesen und die Franzosen, doch die Briten legten damals keinen gesteigerten Wert auf Missionierung.

        "2008 wurde in einen Bundesstaat in Indien ein Swami umgebracht, dies wurde fälschlicherweise den Christen zur Last gelegt. Daraufhin begannen die Angriffe auf christliche Einrichtungen."

        Das war sicher ein Auslöser für sehr schwerwiegende Angriffe, aber begonnen hat die Verfolgung schon früher. Diese Angriffe werden radikalen und nationalistischen Hindu-Gruppierungen zugeschrieben und richten sich gegen Christen, Muslime, Sikh...so ziemlich alles was nicht Hindu ist. Diese fundamentalistischen Gruppierungen haben kein Interesse an friedlichem Nebeneinander der Religionen, sondern setzen sich für eine reine Hindugesellschaft ein, die nicht nur kulturell und religiös definiert wird, sondern auch rassisch und völkisch.

        Ein sehr komplexes und vielschichtiges Thema, das natürlich auch die Unabhängigkeit Indiens im Blick hat, aber diese fundamentalistischen Strömungen sind eben nicht nur Pro-Unabhängigkeit, sondern richten sich gegen den säkularisierten indischen Staat, gegen ein Nebeneinander der Religionen, gegen die Ideen Gandhis oder Nehrus, gegen demokratische Ideen und gegen Religionsfreiheit.

        Die Konvertierung vieler Hindus zum christlichen, buddhistischen oder muslimischem Glauben heute, ist Hindunationalisten ein Dorn im Auge. Diese Menschen konvertieren aber auch nicht, weil sie "überredet" oder gezwungen werden. Viele konvertieren, weil sie so wenigstens teilweise dem Kastensystem entfliehen können.

        http://www.welt.de/welt_print/article3268275/Christen-untergraben-Indiens-Kastensystem.html
        http://www.dradio.de/dlf/sendungen/tagfuertag/1797538/

        Wie gesagt....das Ganze ist nicht so einfach. Aber ein guter Merksatz wäre: Es gibt kein Schwarz-Weiss. Es gibt keine Sündenböcke. Es gibt nur Menschen, die im Rahmen ihrer Möglichkeiten denken und handeln. Christen in Indien sind weder die Bösen noch die Guten und Hindi genausowenig. Es ist einfach alles nicht so einfach. Wie immer. Wie überall.

        Aber es würde schonmal sehr viel weiterhelfen, wenn man sich an historischen Fakten orientieren würde. Wie sollen Menschen sonst aus der Geschichte lernen, wenn ihnen Geschichte nicht korrekt weitergegeben wird?

        Das fängt auch damit an, in Foren nicht zu verbreiten, indische Christen seien Überreste britischer Kolonien oder (aus einem anderen Thread, aber auch von dir) "Die 8 Millionen sitzen in Ägypten, weil sie von Zeiten der Kreuzzüge zwangskonvertiert wurden". Das stimmt nämlich auch nicht. Die christlichen Gemeinden in Ägypten sind dort bereits seit dem 1.Jhr.n.Chr., das ist eine der ältesten christlichen Gemeinden und das Christentum war seitdem bis zur Islamisierung im 7.Jhr dominierende Religion.

        Ich würde mich wirklich freuen, wenn du dich etwas ernsthafter und sachlicher mit geschichtlichen Themen auseinandersetzen würdest. Man sollte auch bedenken, dass hier vielleicht auch Leute lesen, die keine geschichtlichen Kenntnisse haben und deshalb deine Aussagen eventuell einfach ungesehen übernehmen ohne zu merken, dass es sich um Fehlinformationen oder Halbwahrheiten handelt. Das ist doch wirklich nicht gut.

        Grüsse

        serdes

        • (8) 28.12.12 - 12:51

          Ich kann nur widergeben, was ich selbst im Internet finde...meist versuche ich Gegenproben, und bemühe mich keine "reißerischen" Seiten zu finden.

          Das mit der britischen Kolonialisierung, ich gebe zu es war mir zu langatmig alle Details zu erwähnen.
          Das der dortige Unfrieden bezüglich der Religionen aber mit der britischen Kolonialherrschaft zusammenhängt, dass denke ich wird stimmen.

          Das mit den Ägyptern tut mir leid, ich habe erst Tage später einen Artikel gefunden, der exakt schreibt was du hier auch berichtest. Da war der Thread aber nicht mehr aktiv.

          Die Berichte von solch verlinkten Seiten wie bei der TE, sind meist auch nur die wiederspiegelung einer Seite, ich zeige nur die möglichen anderen Seiten auf.

          Das es noch andere Farben gibt ist mir mehr als bewußt, die Seite die ich nicht vertrete ist, dass die Christen die armen Opfer sind, die ohne Anlass und Hintergrund verfolgt werden.

          • (9) 28.12.12 - 21:12

            "die Seite die ich nicht vertrete ist, dass die Christen die armen Opfer sind, die ohne Anlass und Hintergrund verfolgt werden"

            Lass' dir diesen Satz mal durch den Kopf gehen und ersetze "Christen" durch "Juden", "Schwarze", "Frauen", "Moslems"...

            Merkst du noch was?!

            • (10) 28.12.12 - 23:07

              Ich merke nichts, ich bin auf den Artikel der TE eingegangen, wo immer und nur die armen Christen verfolgt werden.

              Ich denke sie haben es schon mit ihren Misssionierungswahn (und zwangschristianisierung) zu weit getrieben, dass kann nicht immer und überall gutgehen.

              Hier bitte zu unterscheiden, bevor man willkürlich Begrifflichkeiten austauscht.

      (11) 28.12.12 - 21:09

      "Ich vermute das der schale Geschmack ewig bestehen bleiben wird, dass die christlichen Konvertierten der Überrest der "Besetzer" ist."

      Aha. Und in anderen Ländern sind Christen auch "Überrest der Besetzer"?!

      "Die Länder, in denen Christen am schärfsten in ihrer Religionsausübung behindert werden, sind mehrheitlich Staaten, in denen der Islam die Religion der Mehrheitsbevölkerung ist. Laut Weltverfolgungsindex 2012 befinden sich unter den zehn Staaten, in denen Christen den größten Verfolgungen ausgesetzt sind, neun islamisch geprägte Länder (Afghanistan, Saudi-Arabien, Somalia, Iran, Malediven, Usbekistan, Jemen, Irak und Pakistan).[5][26] Insgesamt befinden sich unter den fünfzig indexierten Staaten 38 islamische Länder.[5] In Ländern wie Saudi-Arabien, Iran, Somalia, den Malediven, Jemen und Afghanistan ist der Islam Staatsreligion.[27] Die Türkei, die sich als laizistischer Staat versteht, erkennt Christengemeinden nicht als Körperschaft des öffentlichen Rechts an und verbietet ihnen die Rechte einer Vereinigung (Besitz von Bankkonten oder Immobilien) und die Ausbildung von Priestern. Die vor allem orthodoxen und katholischen Christen in der Türkei leben mit regelmäßigen, auch körperlichen, Angriffen.[29]"

      http://de.wikipedia.org/wiki/Christenverfolgung#Islamische_Welt

      • (12) 28.12.12 - 23:02

        Hier ging es aber um Indien, und dort ist der Hinduismus die stärkste Religion.

        Und ich habe nicht behauptet, dass Christen nicht verfolgt werden.

        Es ist nur spannend zu schauen wo sie verfolgt werden, warum sie dort verfolgt werden...und ob sie nicht vordem eben die verfolgt haben, von denen sie jetzt verfolgt werden.

        Wenn du mal guckst wo irgendeine Religion überhaupt eine Staatsreligion ist, dann wirst du bemerken, dass eigentlich wenig Länder auf eine Staatenreligion "scharf" sind.

        Das der Islam überdurchschnittlich häufig eine Staatsreligion ist, und wenn es denn mal so ist, wird der Staat über andere Religionen denke ich einfach nicht so begeistert sein.

        http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Staatsreligionen.png&filetimestamp=20110827150527

        Es werden aber überall und immer Christen verfolgt, ebenso wie Muslime verfolgt werden, Hindus verfolgt werden, Buddisten verfolgt werden.

        Für die tibetischen Buddisten wird halt nicht soviel Schlagzeile gemacht ob deren Verfolgung.

        Schön und begrüßenswert ist es nie, nicht in Ruhe seine Religion ausüben zu dürfen, dass gilt aber für alle Religionen.

        Und ich denke nicht das das Christentum hier einen Sonderstatus hat und/oder verdient.

Und wieso soll das zu Weihnachten passen?

Sry....hetzerische, einseitig dargestellte Homepage.....Beitrag ohne dass Du selbst dazu Stellung nimmst.

Insofern: Beides ab auf den Müll !

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