Das Verlustgeschäft durch abschaffung der Praxisgebühr

    • (1) 29.12.12 - 17:05

      War ja klar, kaum kommt die Abschaffung der Praxisgebühr legen die Krankenkassen einen obendrauf und holen sich die Kohle eben woanders :-[

      5€ mehr pro Monat kostet die Krankenversicherung nun, 154,87€ mittlerweile für freiwillig gesetzliche Versicherte:-[

      Macht im Jahr 60€ mehr und bedeutet für Regelmäßige Arztgänger einen Verlust von 20€, Leute wie ich die nie zum Arzt gehen zahlen also die vollen 60€ Verlust.

      Manmanman und das bei Überzahlungen im Milliardenbereich, mittlerweile ist es nurnoch eine unzumatbare Frechheit.

      Und wie findet ihr so die teuer bezahlte "Ersparnis" ?

      Lg Reignofpain die vor Wut ihre AOK rechnung durch den Schredder stopfen will

      • Naja, das Leben insgesamt wird ja eher teurer als billiger. Die armen Leute, die bei den Krankenkassen arbeiten, müssen auch ihre Stromrechnung zahlen können und die Gehälter der Krankenkassenmitarbeiter finanzieren sich nunmal aus den Beiträgen der Mitglieder. Also werden von Zeit zu Zeit die Leistungen für die Patienten reduziert (Kosteneinsparung) und die Beiträge erhöht. Wenn Du nur mal schauen willst, wie wenig so ein Krankenkassenchef verdient, obwohl er ja die Verantwortung für seinen Laden und die Versicherten trägt, dann würdest Du vielleicht sogar freiwillig 10 € mehr im Monat bezahlen.

        Schau hier: http://www.krankenkassen.de/sys/nachrichten/Vorstandsgehaelter.1066.html

        ;-)

        Übrigens: Der Steinbrück will Kanzler werden, aber nur, wenn er dann auch mehr Gehalt als die Merkel jetzt bekommt. Kanzler verdienen nämlich auch zu wenig und deren Gehalt zahlen wir alle mit unseren Steuern. Rechne also schonmal mit mehr Steuern demnächst...

        • Wieso, zwingt dein einer Kanzler zu werden? Wenn dem das Gehalt nicht passt muss der ja nicht kandidieren und kann sich nen ganz normalen Job suchen wie jeder von uns auch, stimmt die Bezahlung nicht nehmen wir ja auch nicht an ;-)

          Sind das 3. teurerste Strompreis land der Welt mittlerweile, da wird selbst die nächtliche Leselampe zum unerschwinglichen Luxusgut. Ich bin mal gespannt was unsere Kinder in unserem Alter bezahlen müssen oder ob es da schon längst zum großen Knall kam#zitter

          • Na der Steinbrück müsste als Kanzler deutlich mehr bekommen, weil er dann wohl einen großen Teil seiner Nebenjobs aufgeben müsste :-D

            Und wegen der nächtlichen Leselampe - das Volk soll nachts nicht lesen sondern Kinder machen!

            Strom, Benzin, Sozialversicherungen, Mieten, Nahrungsmittel usw. müssen zunächst noch deutlich teurer werden. Erst, wenn es auch die klugen Fleißigen erwischt, wird sich vielleicht der Volkszorn bilden und einen Weg suchen. Aber bis dahin stehen vielleicht überall Überwachungskameras, gibt es Internetzensur, wir haben eine Stasi 2.0 und die Armee darf im Landesinneren eingreifen. Dann kann man sich nur noch engagieren, ducken und leben, wie man es in so manchem Endzeitfilm im Kino bereits gesehen hat.

            Aber nein, das ist alles nur Verschwörungstheorie. Das würde ja jeder durchschauen, der einigermaßen Lesen und Schreiben kann....

      Die Erhöhung der KV-Tarife zum Januar hat eher was mit der Erhöhung der Pflegeversicherung zu tun, die unsere liebe Regierung kurz vor Weihnachten hinter verschlossenen Türen, quasi unterm Ladentisch noch eben verabschiedet hat.

      • MEINE Medien haben schon lange darüber berichtet. Überraschend war das definitiv nicht - und irgendwie auch ein logischer (und mit sicherheit nicht ausreichender Schritt), wenn man von der Pflegeversicherung ab sofort verlangt, Leistungen für viele, viele Personen (Demenzkranke) ohne Pflegestufe zu erbringen.

        Dass das irgend jemand bezahlen muss war doch schon seit langem klar...

        • Dann scheinst Du andere Medien als ich und meine Krankenkasse zu verfolgen, denn auch die Mitarbeiter bei der KV waren recht überrascht.

          • Ich bin sicher, dass du da etwas durcheinanderbringst.

            Welcher Mitarbeiter deiner Krankenversicherung wurde durch die Erhöhung der Beitragsbemessungsgrenze überrascht? Der Hausmeister?

            Dieses Dokument trägt das Datum "02.10.2012":
            http://www.bmas.de/SharedDocs/Downloads/DE/PDF-Pressemitteilungen/vo-sozialversicherungsrechengroessen-2013.pdf?__blob=publicationFile

            Haben die das Datum da nachträglich reinmanipuliert?

            Die Beitragsbemessungsgrenzen steigen in fast jedem Jahr.

            Den Zusammenhang mit der Pflegeversicherung vermag ich da nicht zu erkennen.

            • Durch die Erhöhung der Pflege, erst lesen, dann denken, danach erst schreiben.

              • > Die Erhöhung der KV-Tarife zum Januar hat eher was mit der Erhöhung der Pflegeversicherung zu tun

                Inwieweit haben die KV-Tarife etwas mit der Pflegeversicherung zu tun.

                Von ihrer Pflegeversicherung schreibt die Threaderöffnerin nichts (oder habe ich das überlesen?):

                > 5€ mehr pro Monat kostet die Krankenversicherung nun, 154,87€ mittlerweile für freiwillig gesetzliche Versicherte

                Erhöht wurde zum 01.01.2013 der Beitragssatz in der Pflegeversicherung (von 1,95% auf 2,05%):

                "Der Bundesrat hat in seiner 900. Sitzung am 21.09.2012 den Weg für die Pflegereform frei gemacht. Der Beitragssatz steigt zum 1. Januar 2013 von 1,95 auf 2,05 Prozent."

                Meinst du diesen Vorgang, wenn du schreibst:

                "die unsere liebe Regierung kurz vor Weihnachten hinter verschlossenen Türen, quasi unterm Ladentisch noch eben verabschiedet hat."

                Möchtest du, dass ich dir mit meiner Lese- und Denkschwäche den Unterschied zwischen Bundesregierung und Bundesrat erkläre? Und wann beginnt bei dir "kurz vor Weihnachten"?

          Hi,
          dann würde ich das als Problem der Krankenkasse bzw. deren Mitarbeiter sehen.

          Wir haben beruflich auch mit den Sozialversicherungssätzen zu tun. Erste Mails zu dem Thema haben wir vor ca. einem halben Jahr bekommen, und jeder Schritt der Regierung wurde uns direkt per Mail bekanntgegeben. Und wir haben definitiv keinen Spitzel da sitzen sondern die gleichen Info-Möglichkeiten, die jedem offen stehen - nur halt Leute, die sich mit dem Verfolgen solcher Themen beschäftigen.

          Und in der Presse war das Thema "Pflegeversicherung muss teurer werden, weil Leistungen für Demenzkranke übernommen werden" lange Zeit Thema. Sowohl in unserer (eher kleinen) Tageszeitung, wenn man mal Lust auf den Politik-Teil hatte, als auch in der F.A.S. Zugegeben, ich kann dir nicht das Datum des endgültigen Beschlusses nennen - aber DAS etwas passiert und auch was vorgeschlagen war war mir genau so bekannt wie die Senkung des RV-Beitrages.

          Vielleicht ein Link zu einem meiner Medien (vom 29.06.2012...):
          http://www.tagesschau.de/inland/pflegereform114.html

          Da ist sogar der letztendlich beschlossene Beitrag genannt. Von "hinter verschlossenen Türen" lese ich nichts - nur von Attacken, und die fahren die wenigsten Politiker still und leise und ohne Medienpräsenz...und das eben schon vor einem halben Jahr.

          Viele grüße
          Miau2

Hi,
Weder legen die Krankenkassen die Beitragsbemessungsgrenze fest, noch den Pflegeversicherungssatz. Sie sind durch Lobbyarbeit vielleicht beteiligt, festlegen tut beides der Gesetzgeber. Beides steigt 2013, ergo auch dein Beitrag. Meiner natürlich auch (da ich sv-pflichtig beschäftigt bin und unter BBG liege nur der für die Pflegevers.. Abgemildert durch den sinkenden Beitrag der Rentenversicherung...arbeiten und nicht zu viel verdienen hilft hier tatsächlich...).

Und die Pflegeversicherung muss halt irgendwie kompensieren, dass sie zukünftig Leistungen für Demenzkranke ohne Pflegestufe erbringen soll - das Ende der Erhöhungen wird da noch nicht erreicht sein.

Viele Grüße
Miau2

Taschentuch?

Die Veränderung der Beitragsbemessungsgrenze orientiert sich an der Veränderung der Löhne und Gehälter.

Das ist ein völlig normaler Vorgang.

Rentenversicherung in Zeitreihen 2012
Seite 266

http://www.deutsche-rentenversicherung.de/cae/servlet/contentblob/238700/publicationFile/50912/rv_in_zeitreihen.pdf

i.V.m.

http://www.bmas.de/SharedDocs/Downloads/DE/PDF-Pressemitteilungen/vo-sozialversicherungsrechengroessen-2013.pdf?__blob=publicationFile

Aber ich möchte deinen getrübten Blick nicht unnötig mit Fakten aufklaren.

Die Praxisgebühr hat einen gewissen bürokratischen Aufwand gehabt. Und dieser Aufwand fällt nun weg. Finde ich sinnvoll.

Blöd wäre nur, wenn nun die Leute wieder verstärkt zum Arzt rennen, weil es nichts mehr kostet.

Aber ich glaube mich zu erinnern, dass die Einführung der Praxisgebühr die Anzahl der Arztbesuche nicht verringert hat. Also wird die Abschaffung hoffentlich nicht zu einer Erhöhung der Anzahl der Arztbesuche führen.

  • (14) 30.12.12 - 16:01

    Hi,
    die Einführung hatte eingen kurzfristigen Effekt, sehr kurze Zeit haben sich die Arztbesuche tatsächlich verringert.

    Inzwischen hat D aber seinen Spitzenplatz (bzw. ich meine Rang 3) in der Liste der Länder mit den häufigsten Arztbesuchen pro Kopf wieder gefestigt - der abschreckende Effekt war offenbar vorübergehend.

    Was ich nie begriffen habe war die idiotische Behauptung, nur darüber das direkte Gerenne zum Facharzt steuern zu können. Meine Fachärzte nehmen schlicht und einfach keinen (bzw. keine Erwachsenen) ohne Überweisung an. Daran wird sich auch ohne Praxisgebühr nichts ändern...und DAS steuert wirklich (über Sinn und Unsinn kann man bei chronisch kranken wie mir, die schlicht und einfach 4-5 regelmäßige Facharzttermine pro Jahr für den Rest ihres Lebens haben auch wieder nachdenken...).

    Ein Dauerzustand wird es wohl kaum bleiben - Ärzte erwarten früher oder später eine Kostenbeteiligung pro Arztbesuch. Ich denke, ich werde dann zu denen gehören, die der Praxisgebühr noch hinterherheulen wird.

    Viele Grüße
    Miau2

    • (15) 30.12.12 - 18:27

      Hallo,

      zu meinem Endokrinologen und zu meiner Frauenärztin werde ich in Zukunft ohne Überweisung gehen, da das Routine-Termine sind, mit denen der Hausarzt gar nichts zu tun hat.

      Wobei zu den Fachärzten hier konnte man bisher auch direkt gehen, wenn man die Praxisgebühr bezahlt hat.

      Für mich wird es in jedem Fall ein Vorteil sein, weil ich mir den Gang zum Hausarzt spare.

      Mit Kindern kann man ja auch direkt zum Facharzt ohne Überweisung.

      GLG

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