Will Peer Steinbrück überhaupt Bundeskanzler werden?

    • (1) 30.12.12 - 19:35

      Denkt Herr Steinbrück eigentlich nach, bevor er solche Sprüche raushaut:

      "Nahezu jeder Sparkassendirektor in Nordrhein-Westfalen verdient mehr als die Kanzlerin."

      Und Frau Merkel lässt über Steffen Seibert erklären:

      "Es gibt ein in Jahrzehnten gewachsenes, ausgewogenes und auskömmliches Gehaltssystem im Öffentlichen Dienst und in Staatsämtern auf allen föderalen Ebenen, das sich alles in Allem bewährt hat."

      Erst die Geschichte mit den Nebeneinkünften - dann die Klage, dass er in seinem angeblich angestrebten Amt zu wenig verdient.

      Ich glaube ja, er will gar nicht Bundeskanzler werden. Er will die SPD als Juniorpartner in eine große Koalition reinquatschen und dann in 4 Jahren soll Frau Kraft Nachfolgerin von Angela Merkel werden.

      Für die Bundestagswahl 2013 hat die SPD offenbar abgeschenkt.

      • Süddeutsche.de vom 09.11.2011

        15.832,79 Euro: Das Amtsgehalt der Bundeskanzlerin ist im Bundesministergesetz festgelegt und liegt derzeit bei 15.832,79 Euro monatlich. Es orientiert sich am Beamtenbesoldungssystem und liegt zwei Drittel über dem Grundgehalt der Besoldungsgruppe 11. Da die Mitglieder der Bundesregierung mehrmals auf Erhöhungen ihrer Bezüge verzichtet haben, ist es niedriger als im Gesetz vorgesehen. Netto bleiben 9072,43 Euro übrig.

        Ich finde das Gehalt für einen solchen Job nicht grade prickelnd!

        • Es ist ja keine weltbewegende Neuigkeit, dass die Vorstandsvorsitzende der Deutschland AG im Vergleich zu den Vorstandsvorsitzenden der Deutsche Bank AG relativ bescheiden entlohnt werden.

          Und vielleicht würde sich eine höhere Bezahlung auf die Qualität der Politiker positiv auswirken.

          Es ist nur einfach komplett ungeschickt von Peer Steinbrück, dieses Fass zum jetzigen Zeitpunkt aufzumachen.

          Und von jemandem, der Bundeskanzler werden möchte, würde ich etwas mehr Fingerspitzengefühl erwarten. Herr Steinbrück mag sich ja in der Rolle des "Rambo" gefallen. Frau Merkel dürfte sich über so einen "Konkurrenten" allerdings zu Tode lachen.

          Die Frage ist ja, was noch so nebenbei rumkommt. Dienstwagen etc...

          Aber letztendlich bin ich auch der Meinung, dass die "ganz oben" ein ordentliches Gehalt bekommen sollten, insbesondere um Bestechlichkeit vorzubeugen. knapp 10.000€ halte ich da auch nicht für ausreichend.

          Nur ist ein akuter Kanzlerkandidat nicht unbedingt derjenige, der eine Erhöhung fordern sollte...

        • (5) 03.01.13 - 23:52

          Hallo,

          das aufgeführte Amtsgehalt der Bundeskanzlerin wird aber noch durch mehrere Zahlungen ergänzt:

          Zum Amtsgehalt von 16816 € (ab Januar 2012) kommen noch 4126 € monatlich an (halbe) Diät hinzu. Somit liegt ihr Gehalt schon bei monatlich 20942 € (Jahreseinkommen von 251304 €!!!)

          Hinzu kommt noch, dass die Bundeskanzlerin eine anteilige steuerfreie Kostenpauschale als Abgeordnete von rund 3000 € hat.

          Sämtliche anderen Vorzüge, die die Kanzlerin genießt, sind hier ja noch nicht aufgeführt.

          Ich finde, das ist nicht wenig Geld. Es stört mich, dass immer nur das Amtsgehalt betrachtet wird und Diäten und andere Vergünstigen außen vor bleiben!

          urbani

      Hallo,

      ich habe Herr Steinbrück einmal live und in Farbe erlebt.#zitter

      Der ist real noch großkotziger, unhöflicher und unsympathischer,als er eh schon medial rüber kommt.

      So einer vergrault auch Stammwähler #schein

      • Hallo

        du arme, hast du den Schock schon verdaut? ;-)

        Ich bin "eigentlich" eher eine SPD Wählerin. Aber ich hab auch schon gesagt, den Steinbrück will ich nicht als Kanzler.
        Was ich wählen werde im September, weiss ich noch nicht. Aber höchstwahrscheinlich nicht SPD.

        LG
        Manu

        Hab ihn auch erlebt und sage: als FDP-Stammwähler würde ich glatt überlegen ihn zu wählen, wenn da nicht die anderen Holzköppe in der SPD und seine Koalitionsaussage wären...

    Hi,
    ich denke, er hat erkannt, dass er mit dem Job (vorübergehend, bevor er dann Altersbezüge kassieren darf - die darf man ja auch nicht vergessen) wohl am Hungertuch nagen wird, vor allem, nachdem er seine reichlichen Nebeneinkünfte wohl während er Kanzler ist etwas runterfahren muss.

    Und weil er das erkannt hat sucht er einen Weg, sich elegant aus der Affäre zu ziehen. Nicht gewählt zu werden ist wohl der einfachste Weg und besser als sich zurückzuziehen - dann kann man danach noch schön laute Töne spucken, dass man selbst ja alles besser gemacht hätte.

    Ist wohl sein Versuch, diesen Weg einzuschlagen. Anders ist so etwas eigentlich nicht zu erklären.

    Viele grüße
    Miau2

    Hallo,

    wahrscheinlich hat er gesehen, wie viele Kohle die Wulffs jährlich ganz ohne Arbeiten in den Allerwertesten geblasen bekommen und hat sich überlegt, dass er doch lieber Bundespräsident wird.

    GLG
    Miss Mary

    • Da muss er aber noch ganz schön lange warten.

      Wenn Herr Gauck sich für eine zweite Amtszeit entscheidet, ist der nächste Bundespräsident im März 2020 zu wählen.

      Dann ist unser "Sparkassendirektor der Herzen" 73 Jahre alt.

      So alt war noch kein Bundespräsident bei seiner Wahl.

      Aber Adenauer hat sich mit seiner Stimme in dem Alter zum Bundeskanzler gewählt. Und hat dann 14 Jahre dieses Amt ausgeübt.

      Also vielleicht doch noch eine Option für Peer Geldnot.

      Er könnte ja noch 7 Jahre Vorträge halten und dann Präsi werden.

      Nur, dass Wulff vermutlich relativ lange seinen Ehrensold kassieren darf. Der ist einfach rechtzeitiger ins Schloss Bellevue gestolpert.

      • Vielleicht schlürft seine Frau (hat er eine?) bestimmt mit Bettinchen Wulff Tee und lässt sich erklären, wie man Jammerbücher schreibt - so zur Überbrückung.

        Im Ernst - unglaublich, wie man sich selbst so ins OFF schießen kann.

        GLG
        Miss Mary

"...Ich glaube ja, er will gar nicht Bundeskanzler werden. Er will die SPD als Juniorpartner in eine große Koalition reinquatschen und dann in 4 Jahren soll Frau Kraft Nachfolgerin von Angela Merkel werden.

Für die Bundestagswahl 2013 hat die SPD offenbar abgeschenkt..."

Exakt das habe ich auch gedacht, als ich diese Aussage, die wieder sein "Geldgeil-Image" ausbaut, gelesen habe.

Keine Ahnung, ob Sigmar Gabriel nachts in Kissen beißt oder weint...was will die SPD mit so einem Kanzlerkandidat?

Wer solche Freunde hat, braucht keine Feinde.

Da war ja sogar Stoiber als Kanzlerkandidat ein Sympathieträger...

Mal abgesehen davon, dass man als kanzler einiges spart (man braucht kein Auto, Essen kann man absetzten und und und) darf man auch die üppige Rente nicht vergessen.

Ich denke, dass gehalt ist angemessen. Politiker sollen zum Volk gehören. Da können wir ja gleich die FDP wählen, wenn wir einen Geldsack im Kanzlermat haben wollen. Außerdem scheint der Herr Steinbrück mit seinen Vorträgen ein gutes Sümmchen verdient zu haben. Allerdings kauft er ja nur teuren Rotwein wie er selbst sagt, da ist es verständlich, dass er mit seinem Geld nicht weit kommt ;)

  • Vielleicht sollte er in seiner Berechnung auch berücksichtigen, dass ein paar mehr oder weniger erfolgreiche Jahre als Kanzler den Marktwert ganz erheblich steigern können.

    Ich würde wetten, sein Parteikollege (ob -freund - keine Ahnung...) Schröder verdient jetzt mehr als zu Kanzlerzeiten.

    Und auch ein armer Herr Steinbrück wird sich nach ein paar Jahren Kanzlerdienst nicht mehr mit läppischen 15.000 oder 20.000 für einen Auftritt zufriedengeben müssen - oder könnte es sich zumindest um ein 6- oder 7 stelliges Jahresgehalt in der Wirtschaft ergänzen lassen. Ob er das wert ist fragt dann doch eh niemand mehr.

    Wenn er das alles berücksichtigt müsste ihm doch eigentlich klar sein, dass die paar harten Jahre als Kanzler am Rande des Existenzminimums der Sprungbrett zum großen Geld sein können. Wenn ihm das nicht klar ist frage ich mich, ob er nicht vielleicht aus anderen Gründen besser nicht Kanzler werden sollte - brauchen wir auf der Position jemanden, der nur kurzfristig das Kleine betrachtet statt wenigstens mittelfristig das große Ganze?

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