Die Patientenfabrik

    • (1) 11.01.13 - 12:14

      für die, die es nicht gesehen haben und die es interessiert
      http://zoom.zdf.de/ZDFzoom/ZDFzoom-5991578.html

      eine schreckliche Entwicklung. Woher noch Vertrauen zum Arzt noch nehmen?

      Wieso Vertrauen?
      Informieren und Zweit -oder Dritt Meinung einholen vor Eingriffen.
      Das ist ein Beruf wie jeder andere.
      Meinem Steuerberater zu vertrauen fällt mir allerdings leichter, da es ja nur um Geld geht.Selbst hier lasse ich einen zweiten Stb. drübersehen.Bevor ich in die KFZ Werkstatt fahre ,lasse ich einen Bekannten ( natürlich zuvor auch meinen Mann)nachsehen.
      Wenn es um die Gesundheit geht, kann man Eigenverantwortung nicht abgeben.
      Auch über Krankenhäuser kann man sich informieren.

      Ich werde mir die Sendungen ansehen.

      L.G.

      • Es geht nicht darum, die Eigenverantwortung abzugeben. Es geht darum, dass man zu einem Arzt soviel Vertrauen aufbauen können muss, dass man sich relativ sicher sein kann, dass er einem nichts Böses will. Wenn das nicht möglich ist bliebe einem immer noch die Möglichkeit, selbst Medizin zu studieren und zwar alle Fachrichtungen.

        Woher weiss man, ob der Arzt, den man für eine Zweit- od. Drittmeinung aufsucht, nicht genau so gestrickt ist wie Arzt Nr. 1? Wie ist der Spruch entstanden, dass eine Krähe der anderen kein Auge aushackt?

        Auch haben viele Menschen nicht die finanziellen Mittel od. Möglichkeiten, eine Ärztetournee u. U. quer durch Deutschland zu machen, um DEN Arzt zu finden, weil im Radius von 100 Km ausschließlich Flachpfeifen praktizieren.

        Sollte es nicht möglich sein, dass man zum Arzt gehen kann, ohne Angst zu haben, den Rest Gesundheit ruiniert zu bekommen?

        • Es gibt bekanntlich unterschiedliche Behandlungsmethoden und Ansätze.
          Grundsätzliche Ängste halte ich für überzogen.
          Das Beratungs-und Aufklärungsgespräch kann überzeugen oder eben nicht.

          Beispiel: Schulter OP steht an.Man sucht eine Fachklinik, hört sich um.Findet Personen im Umfeld die derartige Opererationen hinter sich gebracht haben.Es gibt idealerweise mehrere Empfehlungen des behandelnden/ überweisenden Orthopäden. Man entscheidet sich für eine Klinik, die sich darauf spezialisiert hat.Vor der Aufnahme hat man ein Gespräch mit dem Chirugen. Man fragt u.a. wie oft er diesen Eingriff schon gemacht hat.

          • und schon wieder ein Zwiespalt. Je öfter ein Arzt eine OP gemacht hat, desto mehr Routine hat er. Routine aber ist der größte Feind, weil dabei individuelle Dinge leicht übersehen werden

            >>Man sucht eine Fachklinik, hört sich um.Findet Personen im Umfeld die derartige Opererationen hinter sich gebracht haben<<

            genau. Der 75-jährige Opa macht das. Wie stellt er das am besten an? Komm jetzt nicht mit der Enkelin, die im Internet stöbern könnte.

      noch ein Gedankengang. Wie macht man es eigentlich als potentieller Organspender (mit Ausweis) und angeblich Hirntoter an eine Zweit- od. Drittmeinung ranzukommen? Wenn, wie hier von seelenspiegel ausgeführt, in bestimmten Kreisen geschmiert wird, was das Zeug hält, dann auch bei Spenderorganen. Warum sollte es dann dort nicht so sein? Mit solchen OPs ist schließlich ebenfalls gut Geld zu verdienen.

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