Wie definiert man für sich Antisemitismus?

    • (1) 14.01.13 - 17:57

      http://www.freitag.de/autoren/der-freitag/haltung-bitte-aber-eine-neutrale

      In der jüngsten Worteschlacht zwischen Jakob Augstein und Henryk M. Broder sowie einer Auseinandersetzung zwischen Dieter Graumann und Augstein zu dem Thema, ist mir aufgefallen, dass der Begriff Antisemistismus zwar weitaus häufiger als noch vor 20 Jahren verwendet wird aber eine ganz eindeutige Begriffserklärung mir persönlich schwer fällt.

      Zwar gibt es Definitionen, wie z.B. die des Rabbi Cooper, dem Augstein seine vielleicht willkommene aber immerhin noch nie dagewesene Popularität in Suchmaschinen zu vedanken hat aufgrund zu seinem No. 9 Ranking in den Charts der Antisemiten des Jahres, aber so ganz einleuchten will mir diese Definition noch nicht.

      Ist Kritik am Staate Israel bzw. seiner Regierung schon Antisemitismus? Oder ist es vielleicht nur die Eingangstüre dafür, dass dann, was in einer weiteren Argumentation folgt, als antisemitisch bewertet werden kann?

      Oder anders gefragt_ Wäre Augstein auch dieser Titel zu Gute gekommen wenn er selbst Jude wäre? Oder wäre das egal denn erist ja Deutscher und deswegen wäre die Kritik nicht minder harsch und sein Erscheinen in dieser Liste nicht weniger wahrscheinlich gewesen?

      Dürfen deutsche Jounalisten überhaupt nicht weniger kritisch sein im Umgang mit der israelischen Siedungspolitik oder dem Ankauf deutscher U-Boote als ihre Kollegen z.B. in Spanien, Indien oder Lichtenstein?

      Die jüdische Weltgemeinschaft ist seit Jahrhunderten auf der Flucht, nicht erst seit der fast vollständigen Vernichtung der Juden in Europa während des Nazi-Terrors, und die Heimstatt Israel, in der ja jeder Mensch jüdischen Glaubens einen Anspruch auf Staatsbürgerschaft hat, egal woher er kommt, bietet einen gemeinsamen Zufluchtsort. Und dieser ist nur so sicher, wie stark sich die Herren der Fluchtburg auch gebärden.

      Ist Israel ein Ausnahmeland (auch für Berichterstatter), gerade wegen dieser zentralen Aufgabe als Fluchtburg für alle verfolgten (oder auch nicht verfolgten) Juden weltweit?

      • Schwieriges Thema...

        Antisemitismus ist für mich, wenn jemand eine Ethnische minderheit nur wegen ihrer zugehörigkeit repressalien aussetzt. Seine Meinug kund zu tun ist völlig legitim. Ich mag die Israelische Poltik nicht, aber deswegen hasse ich nicht gleich alle Juden!

        Leider ist es in Deutschland so, dass man wegen der "Geschichtlichen Verantwortung" #bla immer von den Gutmenschen belangt wird sobald man offen und ehrlich sprich!

        Dazu einen Netten Spruch: Ich bin kein Rassist, ich hasse alle Menschen gleich! #rofl

        Für mich ist Israel kein Ausnahmeland, bestenfall was seine Verbrechen angeht! Man nutzt hier die Geschichte aus um Verbrechen zu legimentieren. Israel verstößt laufend gegen UN Resulotionen und wird dafür nicht geächtet...

        Und jetzt mal ehrlich, irgendwas machen die Juden doch falsch, wenn sie ständig verfolgt werden oder?! Und wenn die Araber irgendwann Israel wieder angreifen, dann kann ich das völlig verstehen!!!

        Was ja wiederum nicht heißßt, dass ich mir einen Krieg ö.ä. wünsche...

        • "Und jetzt mal ehrlich, irgendwas machen die Juden doch falsch, wenn sie ständig verfolgt werden oder?! "

          Das ist meiner Meinung nach eine typische antisemitische Plattitüde, die Juden seien ja selbst schuld an ihrem Unglück.

          Glaubst Du, dass Millionen vernichteter Frauen, Kinder und Männer im dritten Reich selbst schuld waren?

          Oder die zahlreichen Progrome im Mittelalter gegen Juden in Europa. Glaubst Du wirklich, diese Menschen waren es letztlich nur selbst schuld?

                • "Was soll denn jemand auf geistigen ...... antworten, außer #bla ?"

                  Wer eine demokratische Partei als Volksverräter beschimpft, kann das sicher beurteilen.

                  • franka denkt auch, daß isael die USA finanziell unterstützt oder wie hier formuliert

                    "Naja, denke es war eher in die Richtung gedacht, dass der Ami hüpft wenn der Israeli pfeift, sprich die Israelis quasi eh beim Ami mitbestimmen, denn Geld regiert bekannt die Welt. ;)"
                    http://www.urbia.de/forum/64-politik-philosophie/4084876-habt-ihr-angst-vor-dem-3-weltkrieg/25703171

                    • Ja ja, das alte Lied von der jüdischen Weltverschwörung.

                      Das Thema scheint zumindest zwei bisherige Schreiber gänzlich zu überfordern. :-)

                      Vielleicht wirklich zu schwerer Tobak für urbia.:-)

                      • "Vielleicht wirklich zu schwerer Tobak für urbia."

                        absolut!

                        • Die Frage war doch, wie man es "für sich" definiert. Daher bin ich Ihr keine Rechtenschaft schuldig und dehalb das "#bla". Ich lasse mich auf eine solche Diskussion nicht ein, da es hier schweirig ist! Wir könne uns gerne mal zu einem Symposion zusammen finden und über Gott und die Welt philisophieren.

                          Und wenn man sich den lauf der geschichte bis ca. 1900 anschaut, dann sieht man, dass die Juden den Menschen allerlei Möglichkeiten geben sie auf jeder Ebene anzugreifen. Ob das nun gerechtfertigt ist, ist ja wiederum eine ganz andere Frage. Leider bin ich kein Geschichtsprofessor (ich denke du auch nicht) und kann daher nicht alles 100% wissen. Aber das, was ich weiß lässt mich zu diesem Ergebnis nuneinmal kommen...

                          du bist überhaupt niemandem irgend eine art von rechenschaft schuldig,
                          aber wenn jemand sagt, daß opfer von verfolgung ja wohl irgendwie selbst daran schuld sein müssen (denn sonst wären sie ja nicht verfolgt worden), daß sie verfolgt, unterdrückt oder ermordet wurden, dann muß mich man sich ja je nachdem sexismus, antisemitismus, rassismus oder einfach nur dummheit unterstellen lassen.

                          und nein: frauen, die von ihren männern mißhandelt werden, dei in eienr gesellschaft leben, die sie von bildung fernhält und zwingt eine burka zu tragen sind nicht irgendiwe selbst schuld daran,
                          und nein, es gibt keien rechtfertigung für einen millionenfachen massenord, niemand hat das "provoziert" oder war selbst daran schuld.

                          "Und wenn man sich den lauf der geschichte bis ca. 1900 anschaut, dann sieht man, dass die Juden den Menschen allerlei Möglichkeiten geben sie auf jeder Ebene anzugreifen. "

                          was soll dieser satz denn bedeuten?

                          inwiefern haben Juden "den menschen" ( sind juden auch menschen? oder gibt es die unterscheidung "jude" auf der einen seite und "die menschen" auf der anderen seite? wenn juden auch menchen sind: welche ANDEREN meinst du denn dann?)
                          die MÖGLICHKEIT geben (was soll dsa heißen?) sie anzugreifen?
                          indem sie existierten? und sich weigerten sich zu assimilieren?

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