Erklärt mir mal bitte das Judentum

    • (1) 21.01.13 - 13:34

      Hallo,

      ich hoffe, dass ich meine Fragen hier ganz offen stellen kann ohne dass ich gleich als Antisemit zu gelten. Deswegen vor ab mal ein paar Fakten zu mir:

      Ich bin katholisch, wurde auch so erzogen und glaube wirklich fest an Gott und all das, was die katholische Kirche ausmacht. Meine beiden Schulabschlüsse habe ich an einer katholischen Privatschule gemacht, wo wir zwar lernten, dass es andere Religionen gibt und dass man niemanden wegen seinem Glauben verurteilen oder gar diskriminieren darf, aber mehr eben auch nicht. Ich habe keine Ahnung, was genau den jüdischen oder islamischen Glauben oder andere Glaubenrichtungen aus macht, oder was die Unterschiede zu meinem Glauben sind.

      Deswegen hoffe ich, dass mir hier jemand etwas erklären kann, denn googlen bringt mich da auch nicht weiter, habe ich schon versucht. Und glaubt es oder lasst es, hier auf dem Land gibt es nur katholisch oder evangelisch, vielleicht noch eine Handvoll Muslime, aber das war es auch schon. Deswegen habe ich hier auch niemanden, den ich das fragen könnte. ich versuche das hier mal so wertfrei wir mir nur möglich aus zu drücken, was aber gar nicht so einfach ist. Deswegen sage ich es an dieser Stelle noch mal: Ich habe nichts gegen das Judentum, ich habe da einfach nur eine Verständnisfrag und hoffe auf eure Hilfe.

      Ich fange einfach mal mit dem an, was ich weíß, oder was ich glaube zu wissen, ihr dürft mich gerne korrigieren.

      Das Judentum und das Christentum basieren beide auf dem alten Testament. Aber meine jüdischen Mitbürger sind dann quasi mit dessen Ende ausgestiegen. Sie haben jahrhundertelang auf die Ankunft des Messias gewartet und diejenigen, die wirklich glaubten, dass Jesus eben dieser Messias ist, formten dann das Christentum.

      Andere Juden wollten damals nicht glauben, dass Jesus der Messias ist, was denen ja absolut frei steht. Nur verstehe ich nicht so ganz warum? Ich will hier niemanden vom Christentum überzeugen, ich will es nur verstehen. Denn es gibt zahlreiche Geschichte über die Taten Jesus'. Und da frage ich mich doch, worauf warten die noch? Ich meine, reicht denen das alles einfach noch nicht, muss der Messias mehr können um vom Judentum akzeptiert zu werden? Oder bezweifeln die die Geschichte, die es von Jesus gibt? Wie gesagt, ich möchte hier niemanden überzeugen, mich interessiert das einfach, und ich möchte es einfach nur verstehen.

      Also ist Jesus nicht "gut genug" oder unglaubwürdig?

      Ich danke euch für eure Antworten und bitte nur ein paar Steine. Immerhin befasse ich mich ja mit anderen Religionen, was viele nicht tun.

      Gruß

      Karin

      • #rofl es ist schon weit gekommen, dass man bei einer simplen Verständnisfrage vorher 3 mal betonen muss, dass es wirklich nur eine Verständnisfrage ist;)

        Sowenig, wie man Christentum oder auch den Islam in seiner Fülle in einem kleinen Posting erklären kann ist es meiner Meinung nach möglich, das Judentum "zu erklären"
        Was Deine Frage betrifft: Es gibt neben diesen genannten Religionen auch noch andere oder gar Atheisten - die glauben ebenfalls nicht an Jesus als Messias.
        Mal ehrlich - würde mir heute einer über den Weg laufen der mir predigt und würde mir jemand etwas von einem Mann erzählen, der irgendwelche Wundertaten vollbringt - meinen vollen Zweifel hätte er. Ähnlich dürfte es damals gewesen sein: es waren ein paar Menschen bei den Taten dabei, die dann alles weitererzählt haben... Da ist es doch klar, dass viele das dann nicht glauben, wenn sie es nicht mit eigenen Augen gesehen haben.

        Wenn Du dich ansonsten damit beschäftigen möchtest wäre meine Empfehlung ein gutes Buch:
        Einführung in das Judentum oder ähnliches. Bei solchen Büchern wird meist für Laien verständlich die Grundlage der entsprechenden Religion vermittelt.

        Hallo,

        zu der Zeit als der historische Jesus gelebt hat, gab es viele sogenannte auserwählte Gottes.

        Geschichten sind nicht unbedingt Geschichte.
        Außerdem haben wir noch keinen Weltfrieden und den bringt der Messias.

        Gruß Karin

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        • Danke, dass du mir meine Frage schon mal NICHT beantwortet hast. Es ging doch nicht darum, dass ich mich für meinen Glauben rechtfertigen will oder gar muss, ich wollte auch niemanden bekehren (das habe ich glaube ich recht deutlich gemacht).

          Ich habe mit nur gefragt, wie es damals dazu kam, dass das Judentum nicht komplett aufgelöst wurde, bzw. das Judentum nicht quasi nahtlos in das Christentum über gegangen ist. Das versuchte ich einfach nur zu verstehen. Ich bin durchaus in der Lage gewisse Dinge bei meinem Glauben objektiv und auch kritisch zu betrachten.

          Letztlich war vielleicht der Kern meiner Frage, wie genau ein Jude sich den Messias vorstellt. Das weiß ich nämlich absolut nicht. Aber deine Antwort half mir da so gar nicht.

          Trotzdem danke!

          Gruß

          Karin

          • Gut, du hast meine Frage also immer noch nicht verstanden, ist ja nicht schlimm, kann ja jedem mal passieren. Zumal ich mir nicht immer sicher bin, ob dass, was bei mir raus kommt wirklich immer logisch ist, in meinem Kopf klingt es aber immer noch logisch.

            Ich bin NICHT hier um meinen Glauben zu erklären oder mich gar dafür zu rechtfertigen warum ich glaube, dass Jesus Gottes Sohn war. Ich wollte einfach nur wissen, wie die Juden sich ihren Messias definieren. Das hat mich einfach mal interessiert.

            Aber dazu habe ich schon ein paar brauchbare Antworten bekommen und ich danke dir trotzdem.

            Gruß

            Karin

    "Denn es gibt zahlreiche Geschichte über die Taten Jesus'"

    Bei Geschichte das N vergessen? In der Tat, es gibt jede Menge Geschichten über Jesus, an die kann man glauben oder sie in Frage stellen.

    Wenn Du wirklich mehr wissen willst, dann empfehle ich Dir dieses Buch

    http://www.rpi-virtuell.net/workspace/24686AD5-936C-476D-9EA0-65E2968590C8/archiv_zeitschriften_und_buecher/epalza-%C3%9Cbers-komplett.pdf

    Zur Erkl#rung ein Auszug daraus

    "Thema des vorliegenden Buches ist die Person Jesu, der vor rund zweitausend Jahren lebte. Er ist Objekt für drei große Religionen der Humanität: das Christentum mit seinen verschiedenen Gruppen und Gemeinschaften, für die Jesus den Mittelpunkt ihres Glaubens und ihres religiösen Lebens darstellt; das Judentum, das seine Glaubensgrundsätze durch diesen jüdischen Reformator und dessen Nachfolger verletzt sahen; und der Islam, der sich als Erbe der Botschaft Jesu betrachtet, die durch Mohammed und den Koran authentisch repräsentiert wird. Alle drei Gruppierungen glauben an Gott und seine den Menschen offenbarte Botschaft und teilen religiöse Werte, in denen Jesus eine mehr oder weniger bedeutende, durch Gegensätze gekennzeichnete Rolle spielt."

    "Ich will hier niemanden vom Christentum überzeugen, ich will es nur verstehen. Denn es gibt zahlreiche Geschichte über die Taten Jesus'. Und da frage ich mich doch, worauf warten die noch? Ich meine, reicht denen das alles einfach noch nicht, muss der Messias mehr können um vom Judentum akzeptiert zu werden? Oder bezweifeln die die Geschichte, die es von Jesus gibt?"

    Die Juden sehen Jesus nicht als Sohn Gottes an, da ein Mensch nach jüdischer Auffassung nicht göttlich sein kann. Sie sehen sich auch als das auserwählte Volk, da sie von den Urvölkern (lt. Büchern Moses) ab.

    Kurz gesagt: Sie brauchen ihn für ihren Glauben einfach nicht.

    LG

    • also ist es falsch, dass die Juden immer noch auf Ankunft des Messias warten? Das habe ich nämlich immer gedacht und wennd as falsch ist, würde das mein Problem ja vielleicht lösen.

      • Nicht ganz.

        Also zum einen ist es nicht angedacht, das die ein Messias angebetet wird. Zum anderen heißt Messias bei den Juden nicht gesandter Gottes, sondern Gesalbter. Es gibt gewisse Dinge, die der Messias der Juden erfüllen muss. Jesus hat da nur eins erfüllt, er war Jude.

        Hab ich jetzt aber nachgelesen:

        1. Jude sein
        2. jüdischen Tempel wieder aufbauen
        3. Stamm Judah abstammen und direkter männlicher Nachfolger König Davids
        4. den Weltfrieden bringen
        5. Exiljuden nach Hause bringen
        6. alle dazu bringen, an den einen Gott zu glauben und ihm zu dienen

        Ich persönlich seh da ja schwarz für diesen Messias, in jedem Fall bei Punkt 4 und 6 ;-)

        VG

        (15) 21.01.13 - 20:07

        #augen#augen#augen

        Die Posterin hat dir lediglich Fakten erläutert. Wie kommst du dazu, ein "falsch" hinein zu interpretieren?!

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