Neues Kinderförderungsgesetz

    • (1) 23.01.13 - 10:03

      Hi,
      mich würde interessieren, wie Eure Kitas / Kigas Euch informieren und reagieren.
      Sammeln sie zB. Unterschriften, erhöhen sie die Beiträge ...oder so? Oder sind sie gelassen?

      LG

            • (5) 23.01.13 - 15:15

              Hi,
              0,07 erzieherin pro Kind (3-6jährige). Gedeckelt auf 42,5 Stunden.

              wenn die KiTa genau die Zeit auf hat in der woche heißt dass, das permanent 1,75 Erzieherinnen in der geplanten Standard-Gruppe von 25 Kindern da sind.

              Die Puffer für Fehlzeiten werden m.W. nach reduziert.

              Hat der Kindergarten länger auf (unsere z.B. haben hier eigentlich alle 45 Stunden pro Woche auf), werden deswegen nicht mehr Erzieherinnen eingestellt, sondern die Anzahl Erzieherinnen pro Kind nimmt ab. Bei 50 Stunden wären es dann schon unter 1,5.

              vorausgesetzt dann, wenn die Fehlzeiten auch nur so eingehalten werden, wie das Gesetz es vorsieht. Was aber in der Praxis oft nicht der Fall ist...

              Dazu kann ein Teil der Erzieherinnen durch andere Kräfte ersetzt werden. Fände ich an sich zunächst nicht soooo tragisch (ich habe noch keinen FSJler erlebt, der einen schlechten Job gemacht werden - so kommen bei uns übrigens die einzigen männlichen Wesen über 6 in den Kindergarten - die Jungs finden das ganz besonders toll...), aber wenn gleichzeitig der Betreuungsschlüssel durch Fachkräfte sinkt werde ich skeptisch.

              Ach ja, "Erzieherinnen" dient einzig der besseren Lesbarkeit, mit dem mittlerweile zweiten Kind in Krippe und/oder Kindergarten ist mir leider auch noch kein Erzieher untergekommen...wer sich diskriminiert fühlt: Entschuldigung...

              Dieser Punkt ist einer von denen, gegen die die hessischen KiTas (denen sich hoffentlich auch andere anschließen) vorgehen wollen.

              Viele Grüße
              miau2

(9) 23.01.13 - 11:44

Hi,
hier wurden stadtweit alle Elternbeiräte aufgefordert, eine Unterschriftenaktion der hessischen Kirche zu unterstützen. Dagegen, in der jetzigen Form.

Differenziert wird schon - es wird nicht alles verteufelt. Aber wesentliche Punkte (z.b. der Personalschlüssel) würden zu einer Verschlechterung führen.

Die Beiträge wurden vor einem Jahr bereits z.T. drastisch (z.B. für ein ganztags betreutes Kind im letzten oder vorletzten Kindergartenjahr von 30 auf 160 Euro im Monat) erhöht. Mit 160 Euro für Ganztagesplätze (Ü3, städtische und konfessionelle Anbieter) bewegen sie sich natürlich immer noch in einem Rahmen, der bei weitem nicht "Obergrenze" in D ist - aber Bestrebungen zur weiteren Erhöhung gibt es wohl aktuell nicht.

Unser KiGa ist wohl eher gelassen, was aber z.T. wohl daran liegt, dass die Verantwortlichen aktuell im Urlaub sind :-).

viele Grüße
miau2

Dieser Beitrag wurde von den urbia-Mitgliedern oder den Administratoren als nicht angemessen bewertet und wird deswegen ausgeblendet.

Unser Kindergarten muss da nichts machen
Krippe maximal 13 Kinder (immer ausgebucht) und 3 Betreuer zzgl 2 Praktikanten

Kindergarten max 24 Kinder ebenso ausgebucht , 2 Betreuer zzgl 1-2 Praktikanten

Vertretung im Krankheitsfall ist gewährleistet, sofern nicht grade 5 Leute auf einmal erkranken.

Vom Preis ...wir liegen eh schon weit oben, ca 160 Euro für ein Kindergartenkind zzgl Essen und Vereinsbeitrag

  • Hi,
    vielleicht muss Euer Kindergarten aber doch etwas machen.

    Denn ihr liegt nach dem Gesetzentwurf über dem Betreuungschlüssel.

    Die Förderungen, die Euer Kindergarten erhält werden aber dann möglicherweise angepasst an die neuen Betreuungsschlüssel...und ob der KiGa es sich leisten kann, mit dem (gar nicht mal so hohen - 160 Euro ist unteres Mittelfeld in D) Beitrag eine Betreuung über dem geförderten Betreuungsschlüssel zu finanzieren ist halt eine gute Frage.

    Leider ist eben genau das eine mögliche Folge dieses Gesetzes.

    viele Grüße
    miau2

Naja, irgendwie muss ja die U3-Betreuung nun so schnell wie möglich hergezaubert werden. bei uns heißt das (nach meinen Beobachtungen): Integrative Kindergärten müssen das I abschaffen, weil das Personal in der U3-Betreuung benötigt wird und die Kindergartenplätze werden rar, insbesondere für behinderte Kinder. Der Regel-Kindergarten, der eigentlich bereit war meine Kleine aufzunehmen, ist wohl nun genau daran gescheitert, weil sie JETZT erst recht keine "Zusatzbelastung tragen koennen.

Hallo!

Unsere KiTa sammelt (teils recht massiv) Unterschriften. Sie ist allerdings als integrative KiTa auch besonders betroffen. In der ganzen KiTa gibt es keine Gruppe mit 25 Kindern, die Gruppe, in die unsere Tochter geht, ist mit 11 Kindern die Kleinste, allerdings sind in der Gruppe auch die meisten I-Kinder.
Von der Betreuungszeit wird sich allerdings bei uns nicht so viel ändern müssen, sie bieten derzeit 43,5 Stunden Betreuungszeit pro Woche an, wobei die eine Stunde natürlich auch irgendwo eingespart werden muss.
Und was das fachfremde Personal angeht: Mir sind ehrlich gesagt so schon zu viele Praktikantinnen u.ä. in der KiTa, wenn die jetzt noch mehr auf den Betreuungsschlüssel angerechnet werden, werden es vermutlich nicht weniger.
Aber mit dem Personalschlüssel wird die KiTa ein Problem bekommen. Aufgrund personeller Umstellungen sollte eigentlich zum 1.1. eine Gruppe geschlossen und die Kinder auf andere Gruppen verteilt werden (bei 6 Gruppen wäre das durchaus möglich gewesen, die Gruppe unserer Kleinen wäre wohl am stärksten vergrößert worden, ansonsten wären es ca. 2-3 Kinder pro Gruppe gewesen), allerdings haben die Eltern der betroffenen Gruppe das verhindert.
Aber als integrative KiTa kann die KiTa unserer Kleinen ohnehin schließen, wenn der Gesetzesentwurf durchgeht. Mit teils schwer behinderten Kindern ist eine solche Gruppenstärke undenkbar.

LG

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