Die Sexismus-Debatte....

    • (1) 06.02.13 - 09:57

      ...fehlt hier eigentlich noch. Oder auch nicht.

      Ich habe für mich mal seit der unseligen und ungerechtfertigten Debatte über den von mir mittlerweile bemitleideten Rainer Brüderle (Sexismus-Selbsttest in der Bild-Zeitung betitelt als "Bist Du ein Brüderle?") gefragt, wie oft man Tag ich Kolleginnen auf der Arbeit oder einfach fremden Frauen im Supermarkt auf den Hintern, die Beine oder die Brust schaue.

      Was ich vorher auch gemacht habe aber ich habe es nicht weiter für mich reflektiert.

      Was ist überhaupt Sexismus?

      Und wird dieser Vorwurf, der jeden Mann doch als ewiggestrigen, notgeilen und tumben Neandertaler abstempelt, mittlerweile einfach inflationär eingesetzt?

      Mir graut, ganz ehrlich, vor amerikanischen Verhältnissen, wo sich Männer mancherorts tatsächlich nicht mehr alleine mit einer Frau in einen Fahrstuhl begeben. Denn alleine schon der Vorwurf, sexistisch zu sein, reicht, einen Mann extrem rufschädigend zu demontieren.

      Oder ist die (männliche) Welt wirklich so sexistisch, dass dieser Denkzettel und diese Debatte, auch wenn so mancher Mann als Beifang ganz unbeabsichtigt ins Netz feministischer Machojäger gerät, einfach notwendig ist um den Männern beizubringen, eine Frau erst mal als Mensch zu sehen und nicht als potentielle Paarungspartnerin?

      Wie gesagt, bin ich ein Sexist, weil ich einer Frau auf den Hintern schaue? Natürlich diskret...aber ob es nicht doch schon mal jemand gesehen hat, wer weiß?

      • Warum denkst du beim Stichwort "Sexismus" immer nur an Frauen?

        • Tu ich das denn?

          Ich habe es lediglich aus meiner Sicht geschrieben denn die aktuelle Diskussion geht ja in die Richtung Mann vs. Frau.

          Nur für mich kann ich sagen, dass ich mich noch nie sexistisch belästigt gefühlt habe. Selbst wenn es Äußerungen oder Blicke gegeben hat oder hätte, habe oder hätte ich mich wohl eher geschmeichelt gefühlt.

          • Das Thema "Damenwitz" kam ja auch noch nicht auf. Vielleicht hat Fr. Schröder (möchte ihr jetzt natürlich nicht zu nahe treten, sie war nur die erste, die mir einfiehl) schon ähnliche Sprüche gebracht #schein

            Du verwechselst sexuell belästigt mit Sexismus,...ein "sexistisch belästigt" gibt es gar nicht.

            Sexuelle Belästigung endet schlimmstenfalls mit einer Vergewaltigung.
            Sexismus umschreibt den Umstand das du nicht mit deinen beruflichen Qualifikationen anerkannt wirst sondern nur mit deinen Geschlechteilen.
            z.B. das man einen Politiker interviewen möchte und statt dessen von diesen auf geschlechtliche Attribute reduziert wird.

            Das ist ungefähr so fehl am Platz wie wenn die Lehrerinn mit dem Vater über die Noten des Kindes sprechen will und der Vater stammelt nur was von: "Sie haben aber hüsche Dinger da vorne"
            Das ist sexistisch...selbst dann wenn sich die Lehrerinn geschmeichelt fühlt.

            Wenn du dich nicht belästigt fühlst ist es auch keine Belästigung, aber deshalb hat ein anderer Mensch trotzdem das Recht: "Nein" zu sagen wenn dieser sich belästigt fühlt.

      Hallo,

      ehrlich gesagt, finde ich diese Debatte übertrieben.

      Klar gibt es Frauen, die sexuell belästigt werden, das bestreite ich gar nicht. Aber auch meine Kolleginnen und ich wurden manchmal derb von den Kollegen angesprochen.

      So what! Als Frau sollte man doch über solchen Sprüchen drüber stehen. Wir haben herzlich gelacht darüber.

      Und wenn mir ein Mann hinterher pfeift, weil er mich gut aussehend findet, fühle ich mich auch noch geschmeichelt #schein

      Und ja, ein Mann sollte einer Frau hinterher schauen dürfen, wie auch eine Frau hinter einem Mann herschauen darf.

      GLG

      • Sehe ich genauso. Die Genze der echten Belästigung wird, so behaupte ich mal, bei wietem nicht so häufig überschritten, wie es die aktuelle Aufbausch-"Debatte" suggerieren mag.
        Manche Menschen sind halt offenener und direkter und halten mit Anerkennung in jeder Manfestation nicht unbedingt hinter'm Berg. Sollen wir alle nur noch schweigend und mit gesenkten Augen nebeneinander sitzen und aneinander vorbeigehen?

        Wer sexuelle Belästigung als gelungene Darstellung und Ausleben seiner (vermeintlichen) Machtstellung ansieht, der hat wohl schon ein kleines Problem mit seinem Selbstbewusstsein.

    Hallo!

    Ich (als Frau mit auch nicht gerade wenig Oberweite) verstehe absolut überhaupt nicht, was an dem Spruch von Herrn Brüderle nun so schlimm war. Man sollte solche Sprüche einfach einmal nicht überbewerten sondern so verstehen, wie sie vermutlich sogar gemeint waren - nämlich als Kompliment.
    Und dann verstehe ich diese Journalistin nicht. Wenn dieser Spruch sie so gestört hat, warum hat sie Herrn Brüderle nicht gleich in die Schranken verwiesen und ihm gesagt, dass er solche Art von Bemerkungen doch bitte unterlassen soll. Statt dessen macht sie 1(!) Jahr später ein riesen Fass auf, und kickt damit den einzig verbliebenen tragbaren FDP-Bundespolitiker ins Abseits. Ich denke, dass war der Hauptgrund, warum diese Debatte überhaupt entstanden ist - um der FDP zu schaden (wobei sie das natürlich eigentlich schon ganz gut selbst hinbekommt :-p).

    Und als letzten Punkt möchte ich anmerken: Glaubt ihr Männer eigentlich, dass Frauen sich nach attraktiven Männern nicht umschauen? Ich schau mir durchaus auch mal ganz gerne einen knackigen Männerhintern in einer entsprechenden Hose an. Und ich kenne kaum eine Frau, die das nicht macht. Was ist denn auch schon dabei? Und wenn ich einen Mann gut kenne (und ich kann mir vorstellen, dass Herr Brüderle meint die Journalistin im Rahmen ihrer Recherche schon relativ gut kennengelernt zu haben), mache ich durchaus auch mal eine ähnlich "sexistische" Bemerkung...

    Liebe Grüße!

    • "Glaubt ihr Männer eigentlich, dass Frauen sich nach attraktiven Männern nicht umschauen? Ich schau mir durchaus auch mal ganz gerne einen knackigen Männerhintern in einer entsprechenden Hose an."

      Das ist der Unterschied: Wir haben hinten keine Augen und merken es nicht, wenn ihr die Augen nicht von unserem Hintern wegkriegt.

      Wenn wir auf eure Oberweite starren, ist das offentsichtlich.

      • Naja, Euer bestes Stück zeigt ihr ja nicht ;-)
        Im Unterschied zu vielen Frauen, wo der Ausschnitt bis zum Bauchnabel geht und alles auch noch hauteng ist.
        Das kommt ja auch noch dazu. Die Mode ist z.Zt eher körperbetont, und wenn man so zeigt, was man hat, sollte man sich zumindest über solche Bemerkungen nicht beschweren.

        LG

        • Aber auch die Frauen zeigen ja nur die sekundären Geschlechtsmerkmale.

          Aber klar - ein tiefer Ausschnitt ist nicht notwendig um modisch oder attraktiv gekleidet zu sein. Also fällt mir kein anderer Zweck ein, als Blicke auf sich zu ziehen.

          • #pro

            (14) 06.02.13 - 20:45

            Eine Schauspielerin hat auch den Auftrag die Blicke auf sich zu ziehen, sie lebt im Beruf davon möglichst im Mittelpunkt zu stehen.

            Eine Journalistin wird sich dem Anlass entsprechend seriöser kleiden.

            Was haben aber diese Aussagen mit Sexismus zu tun?

            Ihr macht euch doch einfach nur lustig. Und vermischt Flirtbereite mit Sexismus.

            Opfer-Täter Umkehr ...der arme Mann der nicht an sich halten konnte weil er einen Fußknöchel erblickte, wie erbärmlich.

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