Kinder erfahren Namen des Samenspenders

    • (1) 07.02.13 - 00:47

      http://www.taz.de/Gerichtsurteil-zu-Samenspenden/!110528/

      Was sagt ihr zu einem solchen Urteil?

      Ich persönlich finde es nicht gut, viele Männer spenden ja nur um des Geldes willen, und nun laufen sie Gefahr das durch das Urteil ihnen Kinder die Tür einrennen.

      Ich denke schon das so nun viele garnicht mehr spenden wollen, und so vielen Frauen ihr Kinderwunsch nicht mehr erfüllt werden kann.

      Daran hätte das Gericht meiner Meinung nach auch denken sollen.

      Und wo führt das ganze nun hin, werden anonyme Samenspender demnächst auch mit Unterhaltsforderungen konfrontiert???

      Ich finde wenn ein Mann sich entschließt zu spenden dann sollte er anonym bleiben dürfen.

      In dem Fall von Sarah P wäre es wesentlich angebrachter gewesen wenn der Klinikchef den Spender kontaktiert hätte und ihn gefragt hätte ob er damit einverstanden ist und es so klären sollen.

      So müssen nun tausende Anonyme Spender, die vor Jahren spendeten nun zittern das in den nächsten Tagen das Telefon klingelt und sich die junge Frau meldet.

      An die Konzequenzen wird da überhaupt nicht gedacht, was wenn der Spender selbst eine Familie hat, die Frau garnichts wusste und das Gerichtsurteil eine Familie zerstört?

      Oder ein völlig desinetessierter verwahrloster Mann die Tür öffnet und sagt sie entstand nur weil er dringend Kohle brauchte??

      Ich kenne meinen Vater auch nicht persönlich, und mich persönlich hat es nie interessiert ich habe nicht eine Sekunde daran gedacht das mir irgendwas in meinem Leben fehlen könnte.
      Vermisst habe ich niemanden nur durch Zufall erfuhr ich von seinem Ableben und was ich da von der Polizei erfuhr reichte mir absolut, es war ein abgrundtief schlechter Mensch gewesen, sein ganzes Leben lang und ich bin eigentlich sehr froh das ich ihn nie persönlich habe kennenlernen müssen.

      Was sind eure Bedenken zu dem Urteil, findet ihr es auch negativ oder sogar positiv??

      Lg

    "Was sind eure Bedenken zu dem Urteil, findet ihr es auch negativ oder sogar positiv??"

    In jedem fall positiv für die Kinder. Denn die frage, woher wir kommen und wohin wir gehen, sind Grundfragen unseres Lebens.

    Insofern stellt sich mir die frage ob es überhaupt sinnvoll ist, ob sich Menschen, auch außerhalb der normalen Möglichkeiten, reproduzieren sollen.

    Wenn ein Paar keine Kinder bekommen kann aus den eigenen Genen, bliebe immer noch die Adoption. Sich fremde Gene zu beschaffen (Eizellen kaufen ist ohnehin in Deutschland verboten) ist mir rein vom Bauchgefühl her, immer schon suspekt gewesen.

    • Eizellen ja, aber in dem Fall ging es um Sperma

      Da werden nun tausenden Frauen steine in den weg gelegt doch noch ein Kind austragen zu können weil dann viele nicht mehr spenden wollen

      • Niemand sagt, dass das Leben gerecht ist.

        Wenn ich keine Kidner bekommen kann, ist das möglicherweise ein schwerer Schicksalsschlag, den ich keinem wünsche. Aber ich wünsche auch niemandem eine schwere Krankheit und doch passiert dies Menschen.

        • ...und wenn es ein Medikament gegen die schwere Krankheit gäbe, dann würdest du verzichten?

          • Ein Medikament gegen eine Krankheit ist nicht vergleichbar denn in dem vorliegenden Sachverhalt ist eben auch ein Dritter, das Kind, involviert ist. Und dieses Kind hat Rechte.

            Und kannst Du wissen, wie sich jemand fühlt, der seinen Erzeuger nicht kennt?

            Ich kann es nicht.

            Und darüberhinaus und nur nebenher: Medikamentöse Behandlung im lebensverlängerenden Sinne ohne therapeutische bzw. heilende Aussicht und Wirkung halte ich ebenfalls für falsch.

            • Ich habe nicht zum eigentlichen Thema geantwortet, sondern auf deine Aussage, dass Samenspenden grundsätzlich falsch sind:

              "Insofern stellt sich mir die frage ob es überhaupt sinnvoll ist, ob sich Menschen, auch außerhalb der normalen Möglichkeiten, reproduzieren sollen."

              Du hast dann als Beispiel das Thema "Krankheit" aufgeführt, dass einen ja auch schicksalsartig treffen kann. Und ich meine: Dieses Schicksal akzeptieren Menschen genauso wenig und versuchen alles Menschenmögliche (und Unmögliche) um sich ihre Lebensqualität zurückzuerobern. Und nichts anderes versuchen auch Menschen, die an Kinderlosigkeit "leiden". Sicher besteht immer die Gefahr, dass Grenzen überschritten werden. Das betrifft jedoch die gesamte Medizin - nicht nur die Reproduktionsmedizin.

              Grüße
              Luka

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