GEZ - Notwendige Gebühr oder ungerechte Zwangsfinanzierung?

    • (1) 27.02.13 - 12:43

      Seit diesem Jahr muss jeder Haushalt knapp 18€ Rundfunkgebühr bezahlen. Egal wiehoch das Einkommen des Haushaltes ist, egal wieviele Menschen dieser umfasst und egal ob empfangsbereite Geräte vorhanden sind.

      Was haltet ihr davon, GEZ zu bezahlen um die Öffentlich-Rechtlichen zu finanzieren?
      Was wäre die Nachteile davon, den Beitrag freiwillig zu machen, eine Art Pay-TV also?
      Wie wäre es, wenn die Gebühr in Form einer Steuer, abhängig vom Einkommen gezahlt würde?

      Was würde passieren wenn es diese Sender einfach nicht mehr gäbe, weil sie auf dem Markt nicht bestehen?

      Für mich, die ich vorher nie gezahlt habe bedeutet die neue Rundfunkgebür beispielsweise alle 2,3 Wochene einen ziemlich teuren Tatort. Anders nutze ich die betreffenden Sender nämlich nicht. Und mich persönlich würde es auch nicht stören, wenn die ARD sich komplett durch Werbung, Spenden etc. finanzieren müsste. Ich finde es unverschämt, auch von Studenten mit kleinem Einkommen und anderen Gruppen mit wenig Geld immerhin die Summe eines Wocheneinkaufs für eine Person für etwas zu verlangen, dass sie eventuell noch nicht einmal möchten.

      Was meint ihr?

      • Zwischen dem Beitrag und nichts zahlen gibt es noch eine sinnvolle Alternative: Gegen eine geringe Gebühr für jeden konzentrieren sich die Öffentlich-Rechtlichen auf den Kern ihres eigentlichen Programmauftrags: "Eine Sache der Allgemeinheit und als Medium und Faktor der freien Meinungsbildung".

        Ich zahle zum Glück keine GEZ, dafür zahle ich einen Rundfunkbeitrag.

        Den nicht nur für ARD sondern auch für ZDF. Das ganze beinhaltet fast 30 TV Sender und unendliche Radio Sender. Kaufe ich mir täglich eine Zeitung, so muss ich diese bezahlen. Wenn es nicht die BLÖD-Zeitung sein soll, schon deutlich mehr als 1,00€. Wollte ich mir diese von jemandem vorlesen lassen, so müsste ich dieser Person sicher auch irgendetwas dafür geben. Also zahle ich lieber meine Rundfunkbeitrag und lass mich mit allen Informationen zuzüglich Videotext berieseln und habe dafür kaum Werbung. Ein Argument von wegen, ich schaue kein ARD u. ZDF lasse ich nicht gelten. Ich sage nur "Sportveranstaltungen".

        Das der Rundfunkbeitrag allerdings eine Zwangsgebühr geworden ist, ist nicht ok. Ich sage ja auch nicht, ab März zahlt jeder Autosteuer, egal ob er eins angemeldet hat oder nicht. Oder es kann auch nicht sein, dass ich von allen männlichen Personen zwischen 18 Jh und 80 Jh Hundesteuer verlange und von den weiblichen Pferdesteuer, egal ob diese Personenkreise überhaupt schon mal ein Tier gestreichelt haben. Oder ich verlange demnächst Kindergeld, denn die Vorrichtung eins in die Welt zu setzen ist vorhanden. Kurz, diese Zwangsabgabe geht zu weit, dieses Gesetzt gehört gekippt.

        Gerechtfertigt ist eine Gebühr, wenn ich auch eine Leistung erhalte.

        • "Den nicht nur für ARD sondern auch für ZDF. Das ganze beinhaltet fast 30 TV Sender und unendliche Radio Sender."

          ich bezweifel ob man diese scheinbare Vielfalt braucht.

          "Kaufe ich mir täglich eine Zeitung, so muss ich diese bezahlen."

          Das machst Du aber freiwllig und wirst nicht dazu gewungen, Dir eine bestimmte Zeitung zu kaufen.

          Schreibst Du ja auch im nächsten Absatz.

          Und was völlig blödsinnig und meiner Meinung nach auch nicht gesetzeskonform ist, ist diese Abgabe nun völlig losgelöst vom eigentlichen Thema zu erheben, nämlich ob Du eine bzw. wieviele Wohnungen Du hast.

    es gibt immernoch die möglichkeit sich von diesen beitrag befreien zu lassen

    http://www.rundfunkbeitrag.de/buergerinnen-und-buerger/ermaessigung-und-befreiung.shtml

    Huhu,

    da wir die Öffentlich-Rechtlichen viel nutzen werde ich mich am GEZ beitrag nicht wirklich stören.

    Die einzigen die mich in Deutschland zur Weißglut treiben sind die von der GEMA. *grummel*

    http://www.youtube.com/watch?v=jiOTKjXZaYI

    lg

    Andrea

    Hi,
    deine Aussage ist ja nicht wirklich richtig.

    "Egal, wie hoch das einkommen ist..." - es gibt wie schon gesagt wurde Möglichkeiten der Befreiung.

    Und gerade der Teil der Aussage "egal, wie viele Menschen im Haushalt leben..." macht es für viele Haushalte (ehrliche, die sich vorher nicht um die Gebühren gedrückt haben) billiger. Wenn heute Kinder oft erst mit 30 aus dem Hotel Mama ausziehen gabs sonst oft (für die ehrlichen unter uns) eine höhere Belastung als das jetzt der Fall wäre.

    Und "empfangsbereite Geräte" - es ist halt nur noch eine sehr kleine Minderheit, die weder Radio, noch TV, noch PC, noch Smartphon, noch Tablet oder was auch immer Empfangsmöglichkeit ist zu hause hat.

    Wir gehören zu den bisher schon Ehrlichen, die immer brav bezahlt haben, und wir gehören zu dem sehr großen Teil der bisher Ehrlichen, für den sich rein gar nichts ändert. Ok, die, die bisher besch... haben werden es jetzt schwerer haben. Mitleid habe ich mit denen nicht.

    Ich finde die Gebühr ok. Ich finde es gut, dass es Programme gibt, die nicht vollkommen dem Diktat irgendwelcher Werbung unterliegen. Ich finde es gut, dass meine Kinder wenn sie schon Fernsehgucken nicht auch noch im Viertelstundentakt (ok, übertrieben, kommt einem aber oft so vor) Werbung für so richtig tolle Sachen für Kinder über sich ergehen lassen müssen. Sondern werbefrei gucken können (KiKa).

    Meine Nachrichten kommen von den öffentlich rechtlichen, meine Internetnachrichten auch. Meine Radiosender kommen daher, und das Programm, dass meine Kinder gucken dürfen ebenfalls.

    Ich zahl auch lieber einen ordentlichen Preis für eine Zeitung statt ein billiges, bunt bedrucktes Papier mit Photos und ein paar Buchstaben drum herum zu nehmen...

    Ich finde die Gebühr in Ordnung, für mich hat sich nichts außer vergangener Anpassungen der Höhe) geändert, seit ich zu Hause ausgezogen bin - und das ist 18 Jahre her.

    Einkommensabhängig? Ich bin eigentlich der Meinung, dass wir (also mein Mann und ich) dafür, dass wir beide arbeiten gehen schon genug extra zahlen dürfen an Vater Staat. Erheblich mehr, als wenn nur einer arbeiten gehen würde. Und froh, dass es wenigstens noch einige wenige Punkte in unserem Leben gibt, wo "mehr Arbeit, mehr Stress, weniger Freizeit" nicht auch bedeutet, dass wir noch mehr für die dankbare Allgemeinheit abdrücken dürfen...Was natürlich ein total egoistischer Grund ist, schon klar.

    Und wie gesagt - es gibt ja Befreiungsmöglichkeiten. Mich hat die Gebühr während meines Studiums nicht hungern lassen. Mein heutiger Mann musste damals nicht zahlen (war als BaFöG-Empfänger befreit) - und müsste es in der gleichen Situation heute auch nicht.

    Eine Art Pay-TV wäre für uns vermutlich mit deutlich höheren Kosten verbunden. Wir nutzen DVB-T, haben keinen Decoder für PayTV oder ähnliches...finde ich nicht wirklich eine praktikabele Lösung.

    Viele Grüße
    miau2

    • Hallo,

      naja aber die auf der Strecke bleiben sind beispielsweise die, ohne Bafög, dafür aber mit einem 400€ Job studieren. Da sind 18€ schon ordentlich was. Als Konsequenz stellen un viele Baföganträge - sodass dieser Topf damit kleiner wird.

      Genau das, was du beschreibst sehe ich das das größte Problem - Ihr nutzt das Ganze viel, andere nicht und die zahlen gleich.

      Nach der Kosten- Nutzen Rechnung wäre es dann ja so, als ob wenig verdiener mehr von den öffentlich rechtlichen haben als Vielverdiener- Blödsinn.

      vlg

      • Es wäre mir neu, dass BaFöG danach gewährt wird, wie voll ein Topf ist. bisher bin ich offenbar fälschlicherweise davon ausgegangen, dass es da um Dinge wie "Einkommen", "Finanzielle Situation der Eltern..." usw. geht. Zumindest wurde das zu der Zeit, wo ich studiert habe abgefragt. Mag ja heute anders sein, mag auch sein, dass ich total falsch liege.

        Aber hätte damals jemand gesagt: "ich hätte ja BaFöG-Anspruch, nutze den aber nicht und gehe lieber zusätzlich arbeiten zum Studium" - dann hätte ich geantwortet: selbst schuld.

        Das andere es nicht nutzen mag stimmen, nur: damit es dieses Angebot überhaupt geben kann muss es nun mal irgendwie finanziert werden. Und ich finde es extrem wichtig, dass es dieses Angebot überhaupt gibt. Würde jetzt jeder, der behauptet (zwischen Behauptung und Wahrheit liegt in diesem bereich ein himmelweiter Unterschied, Betrug bei Rundfunkgebühren gilt ja verbreitet als Kavaliersdelikt) es nicht zu nutzen nicht mehr zahlen würde es für diejenigen, die es nutzen wollen und es als sinnvoll erachten noch teurer werden.

        Da würde dann die arme Oma mit der niedrigen Rente, die gerne ihren rundfunkbeitragfinanzierten klassischen Radiosender hört noch deutlich tiefer für in die Tasche greifen dürfen. Oder der arme Student mit dem niedrigen Einkommen, der immerhin sein Wissen über das Tagesgeschehen lieber Tageschau(.de) und heute entimmt statt Bild und RTL...

        Viele Grüße
        miau2

        • Ja , beim Bafög geht es darum was die Eltern zahlen können. Und auch danach, was man sich selbst erarbeitet (erarbeiten möchte.)

          Man kann aber auch potenzieller Bafögempfänger sein, ist aber nicht dazu gezwungen, es zu beantragen. Angenommen man beantragt es nicht, weil man sich gerade einigermaßen selbst finanzieren kann, dann bleibt der Topf voller.

          In der jetzigen Situation beantragen viele, die es nicht unbedingt brauchen, Bafög, einfach weil sie den Rundfunkbeitrag nicht bezahlen möchten. Damit bekommen Leute Geld, die es sonst nicht in Anspruch genommen hätte. Und da sich dieses Geld nicht von alleine vermehrt und auf dem Stand hält, der eben gebraucht wird, wird der Topf immer leerer bzw. muss immer kräftiger nachgefüllt werden.

          Abgesehen davon ist dass für den Studenten, der das Geld nicht unbedingt braucht, der Bewilligungszeitraum kleiner bzw. zumindest der Teil, indem er darauf angewiesen ist, sollte es mal soweit kommen.

          Hoffe, das war jetzt verständlich.

          <<würde es für diejenigen, die es nutzen wollen und es als sinnvoll erachten noch teurer werden.>>

          Ja natürlich, aber das ist doch auch normal. Wenn ich etwas nutzen möchte, dann muss ich es bezahlen. Wenn ich es nicht bezahle, kann ich es nicht nutzen. Wenn ich es nicht nutzen möchte, muss ich auch nicht bezahlen.

          Die Omis, die die klassischen Radiosender hören wird es bald nicht mehr geben, da die Omis von morgen mit YouTube, Spotify etc. aufgewachsen sind. Und der moderne Student hat auch andere Info- Kanäle als ein ARD und ZDF.

          Wenn sich die Medienlandschaft ändert und die Öffentlichen nicht mehr in ihrer jetzigen Form bestehen können, kann die logische Konsequenz doch nicht sein, dass alle Bürger diese Anstalten zwangsweise unterstützen müssen.

          Logisch wäre eine Verschlankung der Programme (Rosamunde Pilcher, Wetten dass, Unser Charlie etc. haben tatsächlich keinen Mehrwert, im Gegensatz zu anderen Programmen), die Kosten geringer zu halten und von denen finanzieren lassen, die es eben haben wollen, oder sehe ich das falsch?

          • Na, nimm der heutigen Generation 50+ mal nicht Rosamunde Pilcher weg. Und mit dem Einstellen der Serie "Unser Charlie" wurde auf die Kombination aus sinkenden Zuschauerzahlen und Tierschutzbedenken (letzteres zu spät, denn die Bedenken sind so alt wie die Serie) reagiert lt. Sender.

            Das Problem ist die "Unabhängigkeit". Die es weder bei youtube noch bei anderen Infokanälen so geben kann wie bei rundfunkbeitragfinanzierten Programmen.

            Programm ist letztendlich immer Geschmackssache...

            Nein, ich finde es falsch, es nur von einigen wenigen finanzieren zu lassen. Weil ich finde, dass es ein unabhängiges Angebot geben MUSS. Unabhängig davon, ob sich der arme BaFöG-Empfänger noch zusätzliche Pay-TV-Gebühren leisten kann, und unabhängig davon, ob der Autohersteller XY ganze abendfüllende Sendungen kauft.

            Nächste Frage: wenn der Privatsender A mit dem Autohersteller B so unheimlich gute Geschäfte macht, dass eben abendfüllende Sendungen finanziert werden - welche unabhängige Berichterstattung kann ich dann noch erwarten, wenn es um Themen geht, die der Autolobby (beliebig ersetzbar durch jede andere starkt Lobby) nicht so schmecken? Wenn ich mal überlege, wie genau jedes Gummibärchen bei Wetten Dass betrachtet wird - und mit welcher Selbstverständlichkeit bei privaten ganz offen geworben wird für Produkte....

            Ich finde es gut und richtig, dass es ein für alle empfangbares Angebot gibt (auch dank DVB-T nicht an Kabel oder Schüssel gebunden, denn auch das kann sich nicht jeder leisten oder installieren), das eben nicht so einfach käuflich ist, wie das beim privaten Angebot die Gefahr ist.

            Über eine Verschlankung kann man gerne diskutieren - aber kleinere Zielgruppen einfach komplett auszuschließen nach dem Motto "du bist zwar eine arme Omi und kannst dir kein Pay-TV leisten, aber du bist ja selbst schuld, dass du dir dein Zeug nicht über YouTube reinziehst" finde ich auch falsch. Und HEUTE ist eine Generation Rentner, die noch nicht damit aufgewachsen ist. Das mag in 30 Jahren anders sein. Aber heute kenne ich persönlich zwar einige Rentner, aber keinen, der nicht lieber seine heute-Nachrichten oder Tagesschau am Fernseher sieht statt youtube zu besuchen.

            Meines Wissens nach werden auch durch die Änderung der Struktur gar nicht so gewaltige Mehreinnahmen erwartet. Weil eben viele, die vorher auch schon zahlen mussten eben jetzt 1:1 das gleiche zahlen wie vorher. Viele mussten vorher doppelt zahlen (z.B. in den vielen Partnerschaften ohne Trauschein, oder, wo du ja so gerne an die Studenten denkst: in WGs) und zahlen jetzt weniger. Nur der Betrug wird erschwert... (im privaten Bereich, Unternehmen sind ja hier nicht Diskussiongegenstand - da finde ich die neue Regelung tatsächlich unzulänglich).

            Wobei ich persönlich auch keinen Studenten kenne, der aus purem Denken an das Allgemeinwohl und an irgendwelche Töpfe, die er abgreifen würde trotz bestehendem Anspruch KEIN BaFöG beantragt hat und dafür lieber zusätzlich zu dem laut Aussagen vieler Studenten heute ja so extrem belastenden Studium arbeiten geht.

            Und die, die jetzt lt. Dir deswegen BaFöG beantragen: für diese armen Menschen, die du hier genannt hast hat sich doch rein gar nichts geändert. Der Aufreger kommt daher viele Jahrzehnte zu spät, finde ich...daher kann ich ihn JETZT, als Aufhänger um die Diskussion der Neuerungen bei den Rundfunkgebühren nicht wirklich verstehen.

            Wie gesagt, im privaten Bereich leiden tun vor allem die, die vorher trotz Gebührenpflicht nicht bezahlt haben. Und das sind zumindest hier im forum auch oft die, die am lautesten Jammern - so mein ganz persönlicher Eindruck.

            Und die hätten ja immerhin auf Kosten anderer eventuell sehr viel Geld gespart.

    (14) 27.02.13 - 21:49

    hallo,

    ich kann deine argumente nachvollziehen. und für euch macht die gebühr auch wirklich sinn.
    der springende punkt für mich ist aber schlicht und ergreifend, dass es eine zwangsgebühr ist. ich kann nicht wäöhlen, ob ich die öffentlich rechtlichen sender haben möchte und dafür zahlen möchte. ich muss. udn das ist für mich das große unding an der ganzen sache.
    die motive der öffentlich rechtlichen sender, ihr sendeauftrag ist ja redlich. trotz dessen muss es doch jedem selber überlassen bleiben, ob er diese wahrnehmen möchte oder nicht.
    wir schauen rel. wenig fern. mein mann für fußballübertragungen vielleicht mal. aber diese fußballübertragungsrechte können sich die rechtlichen auch nur auf grund der gebühr leisten. ergo: keine gebühr, würden andere sender übertragen und mein mann würde es eben auf einem anderen sender schauen.

    oder er würde sich nen pey tv sender holen,m sky sport und genau dafür zahlen, was er auch sehen möchte.

    es ist alöso für mich irgendwie ein grundsatzding. dass ich gezwungen werde ohne wählen zu können, ob ich das ganze möchte oder nicht.

    lg

    • (15) 28.02.13 - 15:22

      Hi,
      ich bestreite definitiv nicht, dass es eine Zwangsgebühr ist. Ist es ja. Genau wie die Steuern, mit denen ich u.a. den den Berliner Flughafen finanziere, den ich vermutlich nie nutzen werde, und noch diverse andere Dinge, die ich - teils hoffentlich oder tatsächlich - nie benutzen werde. Trotzdem ist das in den Steuern, die wir zahlen müssen enthalten...auch nicht wirklich gerecht.

      Man könnte es ja rausrechnen und dann jeden Fluggast extra blechen lassen. Oder die Feuerwehr für jeden Löscheinsatz eine Rechnung schicken lassen (ich war mal in einem Land, wo immer ERST die Hand aufgehalten und dann die Schläuche ausgefahren wurden...).

      Mal abgesehen von dem Bau-Chaos in Berlin bin ich jedoch der Meinung, dass bestimmte Dinge der Allgemeinheit verfügbar gemacht werden müssen und auch bleiben müssen. Dazu gehört für mich ein Großteil der Infrastruktur - aber auch die Möglichkeit, unabhängige Medien zu empfangen.

      Und DIE wäre gestorben in dem Moment, wo es keine Zwangsabgabe mehr dafür gibt.

      Weil eben du dir dann das vermutlich teurere Pay-TV (wenn es keine Alternative mehr gibt wird sich das ja auch auf den Preis auswirken) leisten kannst und ich mir auch, und die Oma, die nicht youtube-fit ist hat dann eben Pech gehabt.

      Und ob die so gerne genannten Studenten davon profitieren, wenn es nur noch werbebezahlte und -abhängige Programme und Pay-TV als Alternativen gibt (was sich vermutlich auch auf die Internetangebote auswirken wird - irgendwie müssen ja auch die bezahlt werden) wage ich auch ernsthaft zu bezweifeln. Wobei, ich habe noch praktisch internetfrei studiert - und sogar meinen guten Abschluss geschafft :-). Vielleicht wäre es ja sogar ein Fortschritt, wenn Studenten mal wieder Literaturrecherche betreiben müssten statt Internetrecherche...

      Ich habe nichts gegen Diskussionen über die Programmgestaltung und bin durchaus der Meinung, dass teure Shows wie Wetten Dass eher in die Mottenkiste als ins Samstagabendprogramm gehören - aber vom Grundsatz her bin ich der Meinung, dass ein zum einen von der Werbung (weitestgehend) unabhängiges und zum anderen (weitestgehend) frei empfängliches Programm absolut notwendig ist.

      Und anders als über eine Zwangsabgabe halte ich das für nicht finanzierbar.

      Viele grüße
      miau2

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