"Wir sind/waren Papst!"

    • (1) 28.02.13 - 11:06

      Hallo.

      So langsam wird das ganze lächerlich.
      In jeder Zeitung, auf jedem zweiten Fernsehsender : "Wir sind noch .... Stunden Papst".

      Was haltet ihr davon??
      Ich jedenfalls halte das für extrem scheinheilig und falsch.
      Noch vor Wochen wurde er Papst für jedes noch so kleine Wort kritisiert. Der Vatikan verpöhnt und sich über die katholische Kirche lustig gemacht.

      Und jetzt klingt es so, als wären alle tief getroffen, dass wir nur noch so oder soviele Stunden Papst sind. Wobei mir schon die Formulierung aufstößt. Denn nicht wir sind Papst, sondern Ratzinger.

      Ich möchte hier keinesfalls die Missbrauchsgeschichte etc schön reden. Aber wenn man sich doch so schämt für die katholische Kirche, sie so verpöhnt und schlecht redet sollte man doch bitte soviel Anstand haben, und nicht solche Slogans verbreiten.

      Das stößt mir gerade ganz bitter auf und musste deswegen raus.

      Liebe Grüße und einen schönen Tag noch.

      • Hallo,

        wenn man es so nimmt, ist der Papst ein Teil der Kirche und der katholischen Glaubensgemeinschaft.

        Und da alle deutschen Katholiken Teil dieser Glaubensgemeinschaft sind, haben sie auch dieses Gefühl gehabt, mit Papst zu sein.

        Ich finde das eigentlich nicht scheinheilig, sondern nur allzu menschlich. Gerade in einer Zeit, wo "der Deutsche" wieder in eine negative Ecke gepackt wird, ein positives Signal.

        Ich bin evangelisch und habe mit der katholischen Kirche nicht so viel am Hut, aber ich habe Papst Benedikt XVI. kennenlernen dürfen, als er noch Kardinal war. Er ist ein ausgesprochen gebildeter, weltgewandter Mensch, dem dieses Amt viel Kraft gekostet hat.

        Und ich gestehe es, es hat mich als Bayerin persönlich sehr gefreut, als er Papst wurde.

        GLG

        business as usual....

        Ich war nie Papst.

        1. bin ich Protestantin und
        2. erkenne ich aus persönlichen Glaubensgründen den Papst nicht an bzw. lehne das Amt des Papstes in dieser Form komplett ab.

        Insofern spielt es für mich persönlich absolut keine Rolle.
        Höchstens in soweit, dass ich mir nun eine weitsichtigere Entscheidung des Konklave wünsche. Sprich: Wenn sie schon meinen sie bräuchten einen gewählten "unfehlbaren Stellvertreter Gottes", dann sollten sie die Chance, die Herr Ratzinger mit seinem Rücktritt geboten hat, nutzen und endlich mal einen vernünftigen Menschen auf diesen Stuhl setzen.

      • Ich finde eine Figur wie den Papst stellenweise überflüsslig. Sicherlich braucht es für manche Sachen einen "Hirten" aber einen Menschen unter Gott zu stellen steht keinem zu. Und ich glaube eh nicht an Gott. Der Papst hat die Welt nicht immer besser gemacht weil das wir Menschen auch oft selbst tun müssen. Doch mal ehrlich wenn ich sehe wie gerade der Papst oder die Katholische Kirche sind neeee da geht mir einfach die Hutschnur hoch!

        Ela

        Naja, halten tu ich davon nichts, aber ich frage mich gerade, WANN die Wahlen stattfinden.

        Und was ist wenn die sich nicht einigen über Tage und Wochen.

        Wäre eigentlich schon witzig, das christlichste Fest der Christen, die auferstehung, ohne einen Papst;-)

      Hallo!

      Ich gebe dir vollkommen Recht. Noch vor kurzem waren 90% der Papst- und Vatikanschlagzeilen negativ besetzt, und jetzt ist auf einmal jeder tief getroffen, dass der Papst zurückgetreten ist.
      Ich war am Sonntag zufällig in einem Dank-Pontifikalamt zuehren Benedikt XVI. Die Predikt des Bischofs war mittelmäßig, aber in einem gebe ich ihm Recht. Er meinte nämlich, dass die Polen sicher nie so mit Johannes Paul II umgegangen wären, wie die Deutschen bzw. die deutsche Presse mit Benedikt XVI. Aber irgendwie ist dieser Umgang auch wieder typisch deutsch. Mit unseren Politikern gehen wir ja genauso um.

      Liebe Grüße!

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