Sind die Reichen Schuld, dass die armen immer ärmer werden?

Sind die Reichen Schuld, dass die armen immer ärmer werden?

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      • Die Reichen habe in der Regel eine starke Lobby und einen großen Einfluss auf politische Entscheidungen. Das wird auch immer mehr so bleiben, da Bildung immer mehr abhängig vom Einkommen ist und die Armen auch immer ungebildeter bleiben und somit kaum an die politische Klasse anknüpfen können.

        Man muss sich nur mal um Jurafachbereich einer Universität umsehen. Ein großer Teil davon sind von Beruf Sohn oder Tochter, ein großer Teil davon ist in Studentenverbindungen organisiert, wo der Weg und die Finanzierung für die Studenten schon vorgeebnet wird.

        Und wenn man sich mal im Bundes- oder Landtag umsieht, sind die meisten Mitglieder Juristen. Mit Begabung, Talent oder Fleiß hat das wenig zu tun. Der wichtigste Faktor ist Vitamin B, also das Netzwerk.

    So, wie die Frage gestellt ist, muss man sie zwangsläufig verneinen.
    Da hättest Du auch fragen können: "Sind die Schlanken daran schuld, dass die Dicken immer dicker werden?", "sind die Klugen daran schuld, dass die Dummen immer dümmer werden?" oder "sind die Schnellen daran schuld, dass die Langsamen immer langsamer werden?".

    Die Reichen wie die Armen sind das Ergebnis einer Politik, die aus meiner Sicht unsozial und falsch ist.

    • Stimmt genau! Aber woher dann immer der "Hass" auf die reichen?!

      • Ich kann den Hass auf die Reichen nicht bestätigen, eher den teilweisen Hass auf deren Arroganz und Rücksichtslosigkeit.

        Ich empfinde das auch so.
        Ein fairer uns respektvoller Umgang gerade auch in politischen Talkshows würde dem Land gut tun. Wer reich ist und sich engagiert wird ja trotzdem noch beschimpft. Und (reiche) Politiker tun in Talkshows so als seien sie die besseren Menschen, stehen aber mit ihrer Polemik und den daraus resultierenden Denkblokaden echten Lösungsen im Weg: es ist ja einfacher Steuergelder als Almosen und Wahlgeschenke (auf Pump, d.h. zahlen müssen erst unsere Kinder) großzügig zu verschleudern statt überlegt, langfristig und nachhaltig zu investieren. Bspw. in Verbesserungen unseres Bildungssystems, ökologisch langfristige Energielösungen ohne Schnellschussaktivismus und in generationengerechte, langfristig funktionierende Rentenlösungen (Abbau von Beamtenpensionen, rücklage- statt steuerfinanziert).
        Wir laufen in eine Sackgasse, weil weit und lösungsorientiert denken von vornherein als unsolidarisch abgekanzelt wird....

        Weil letztlich Geld die Politik ganz wesentlich mitbestimmt?

        Und ich würde es auch nicht Hass nennen.

        Eher ab einer gewissen Summe eine gewisse Skepsis und eine diffuse Aversion.

        Hass ist etwas ganz anderes.

      Vielleicht auch Neid?! Weil sich manch einer nicht vorstellen kann, dass ein "Reicher" seinen Reichtum, man glaubt es kaum, sogar ehrlich erarbeitet hat. Was ich im Übrigen absolut legitim finde...

dazu ein Titel im Stern zu empfehlen
http://steuergerechtigkeit.blogspot.de/2013/03/legale-staatsfeinde-deloitte-ernst-kpmg.html

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