Doku "Christlicher Fundamentalismus"

    • (1) 02.04.13 - 00:07

      Wer Zeit, Lust und Interesse hat, dem sei diese Doku (WDR, Arte) empfohlen.
      http://www.youtube.com/watch?v=41oZk-8G3Sw

      "In den modernen Wissenschaften ist Charles Darwin unumstritten, der Gründer der Evolutionstheorie, der sagt, dass sich alles Leben aus dem gleichen Ursprung entwickelt hat. Dagegen kämpfen in den USA und in Europa bibeltreue, evangelikale Christen. In der Politik und in den Schulen sind sie erfolgreich, vor allem im Biologieunterricht, wo die biblischen Ideen von der Entstehung der Erde, der Kreationismus und das Intelligent Design nichts zu suchen haben.

      Die Dokumentation zeigt unter anderem, wie der Glaubenskrieg in einzelne deutsche Schulen Eingang gefunden hat"

      ...

      "Doch die Dokumentation zeigt, dass Intelligent Design und Kreationismus - das ist die bibelgetreue Auslegung der Schöpfungsgeschichte - längst in Europa angekommen sind. Im Biologieunterricht mindestens einer Privatschule und einer öffentlichen Schule in Deutschland wird die Schöpfungslehre als Alternative zur Evolution unterrichtet. Dies steht im absoluten Widerspruch zu den Lehrplänen."

      Außerdem geht es um Teufelsaustreibung in der Neuzeit.

      Wollen wir zurück in das Mittelalter?

      • Interessant finde ich, inwieweit sich der Kreationismus und der Gotteswahn mitten in Europa halten können. Ich dachte, die Menschen hier wären aufgeklärter.

        http://www.youtube.com/watch?v=bUHP5yCjffg

        • Religion ist Gefühl, Wissenschaft ist Verstand. Die Beiden Sphären können, müssen aber nicht immer kooperieren ;)

          • Hmmm, ob man das so vereinfachen kann? Das unterstellt ja, dass Religion fernab von Verstand ist...

            Obwohl....

            :-)

            Ich finde in dem Buch "Gotteswahn" von Richard Dawkins eine Passage besonders bemerkenswert: "Stellen wir uns doch mit John Lennon mal eine Welt vor, in der es keine Religion gibt – keine Selbstmordattentäter, keinen 11. September, keine Anschläge auf die Londoner U-Bahn, keine Kreuzzüge, keine Hexenverfolgung, keinen Gunpowder Plot, keine Aufteilung Indiens, keinen Krieg zwischen Israelis und Palästinensern, kein Blutbad unter Serben/Kroaten/Muslimen, keine Verfolgung von Juden als »Christusmörder«, keine »Probleme« in Nordirland, keine »Ehrenmorde«, keine pomadigen Fernsehevangelisten im
            Glitzeranzug, die leichtgläubigen Menschen das Geld aus der Tasche ziehen (»Gott will, dass ihr gebt, bis es wehtut«). Stellen wir uns vor: keine Zerstörung antiker Statuen durch
            die Taliban, keine öffentlichen Enthauptungen von Ketzern, keine Prügel auf weibliche Haut für das Verbrechen, zwei Zentimeter nackte Haut zu zeigen."

            Ist dem noch etwas hinzuzufügen? Ich könnte mir diese Welt sehr gut vorstellen!

      (7) 03.04.13 - 18:25

      Hallo,

      bei unserer Tochter,13, ist das so, dass sie das Fach Ethik in der Schule gewählt hat, der Unterricht wird übrigens von einem Lehrer, der dem christlichen Glauben angehört, unterrichtet.

      Da frag ich mich auch: Wie kann ich eine andere Meinung vor Kindern vertreten wollen ?

      Außerdem wird in ihrem Ethik-Unterricht übermäßig viel von der Lehre der Christen besprochen und abgefragt, auch die anderen Religionen kommen da nicht zu kurz.
      Sie kann es oftmals schon nicht mehr hören. Sie fühlt sich dadurch eingeengt und nicht verstanden mit ihrer atheistischen Auffassung.

      Ist es nicht so, dass die Ethik die Verhaltensweisen und Handlungen der Menschen widerspiegelt, egal, welcher Weltauffassung sie angehören.
      Da hätte unsere Tochter ja gleich das Schulfach Religion wählen können.

      Manchmal glaub ich auch, wir sollen wieder einen Schritt zurück machen.
      Andere Auffassungen sind nicht erwünscht.
      Toleranz fehlt mir in diesem Staat.

      Lotta

      • (8) 03.04.13 - 20:08

        "Toleranz fehlt mir in diesem Staat."

        Diesen Spruch werden wohl beide Seiten für sich in Anspruch nehmen wollen.

        Einerseits garantiert unser Grundgesetz ja die freie Religionsausübung, andererseits engt sie die freie "Nicht-Religionsausübung" der Atheisten ein. Ich denke nur mal an das Tanzverbot am Karfreitag. Den Religionen wird da wohl mehr Freiheit zugestanden (indem sich Atheisten unterordnen müssen) als den Nichtreligiösen. Finde ich nicht gut.

        • Naklar, Feiertage mitnehmen und dann meckern. Am besten alle religösen Feiertage steichen. Wer möchte kann dann Urlaub nehmen.Das währe dir aber bestimmt auch nicht Recht.

          • (10) 03.04.13 - 22:57

            Was für ein Quatsch! Wenn schon Feiertag, dann möchte ich den auch FEIERN dürfen und da gehören Musik und Tanz dazu!

            • Eine ebenso beschränkte Sichtweise des Begriffes "feiern" wie Dein Anspruch auch Karfreitag den Lauten zu machen. Als wenn die restlichen 364 Tage im Jahr Dir nicht reichen könnten.

              Übrigens hindert Dich niemand daran, Karfreitag Party bei Dir daheim zu machen, von mir aus auch Schwarze Messen oder römische Orgien. Nur stören solltest Du dabei niemanden. Das gilt allerdings auch für den Rest des Jahres.

              Letzteres widerlegt Deinen hilflosen Aufschrei, Agnostiker und Atheisten hätten es so schwer in diesem Land.

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