Hunderte feiern Thatcher-Tod

    • (1) 14.04.13 - 19:52

      Sehr viele Briten haben auch allen Grund dazu. Auch nach ihrem Ableben bringt Margaret Thatcher noch viele Menschen auf die Straße. Hunderte kamen trotz strömendem Regen am Samstagabend auf den Trafalgar Square, um den Tod der Eisernen Lady zu feiern.

      Sie war gegen Europa, gegen die EU und gegen den Euro. Sie war der Meinung Großbritannien stehe über Europa. Die Mehrheit der Europäischen Völker hat anders entschieden und das ist gut so. Am Ende siegt die Gerechtigkeit über alle, durch den Tod.

      Nobility

      • Ich empfinde es als respektlos den Tod eines Menschen zu feiern

        Aus welchem Grund auch immer

        Nicht wegen dem was diesen Menschen ausmachte

        Sondern respektlos gegenüber dem leben

        Jede Kultur celebriert den Tod ihrer Angehörigen anders

        Aber den Tod einer Frau zu feiern die im hohen alter ihre eigene Vergangenheit vergaß
        Ist einfach widerlich

        Wie kommst du dazu Tod und Gerechtigkeit in einem Atemzug zu nennen

        Es gibt schlimmeres als den Tod

        • egal wie ein mensch war oder was er gemacht hat.
          man sollte etwas respekt vor den tod haben.

          Es gibt nichts endgültigeres als den Tod. Ob dieser für den einen schlimm oder für den anderen eine Erlösung ist hängt von der jeweiligen Situation ab.

          Wer von Respekt spricht und diesen für sich einfordert, der muss auch Respekt vor anderen und ihrer Meinung haben. Respekt ist keine einseitige Sache.

          Tod mit Gerechtigkeit in Verbindung zu bringen ? Nun dafür gäbe es tausend Gründe. Im übrigen waren dies Worte von Britischen Bürgern.

      Thatcher's Haltung zu Europa gehoert wahrscheinlich weniger zu den Gruenden warum so viele feiern.

      Der Hass auf Thatcher ist in erster Linie auf ihrer Politik zum Thema Gewerkschaften, der Schliessung der Bergwerke, ihrer Haltung zum Thema Sozialstaat, Section 28 (Homosexualitaet), Pinochet, den Falklands etc etc zurueckzufuehren. Dazu kommt ne gesunde Portion Frauenhass, und Trittbrettfahren.

      Viele derjenigen, die diese Woche "Ding Dong the Witch is dead " runtergeladen haben, kannten sie wohl nicht wirklich.

      Meine Meinung ist, dass es vieles gibt, wofuer sie zu Recht Kritik verdient, vieles, wo ich die Kritik fuer weniger berechtigt halte, aber welcher Politiker kann es schaffen Alle gluecklich zu machen. Weiterhin ist die Dame schon seit 23 Jahren politisch weg vom Fenster gewesen, und war zuletzt an Alzheimer erkrankt. Den Tod einer alten gebrechlichen Frau, der auch nun gar nichts aendert zu feiern ist geschmacklos.

      Waere besser wenn die Leute die Energie darein stecken wuerden, was zum positiven zu aendern.

      • Ich kannte mehr ihre Außenpolitik als es um den Euro und die EU Frage ging.

        Ein Segen war Frau Thatcher auch nicht für ihr Land. Die Bürger Britanniens empfanden ihren Tod als letztendlich ausgleichende Gerechtigkeit.

        Im übrigen, mal ganz von Frau Thatcher abgesehen: Ich persönlich habe kein Mitleid mit alten und noch so gebrechlichen Menschen die zu ihren Lebzeiten über viele andere Leid und Kummer gebracht haben. Insofern ist die Haltung der Britischen Bevölkerung nicht unverständlich.

        Ich habe auch kein Mitleid mit Neunzigjährigen KZ Verbrechern.

    (11) 14.04.13 - 22:01

    So ein Unfug. Es macht doch jetzt auch keinen politischen Unterschied mehr, ob sie lebt oder nicht.
    Wenn jemand aus dem Amt raus stirbt, kann ich ja nachvollziehen, dass sich politische Gegner und solche, die unter der Politik litten, freuen. Aber nach über 20 Jahren muss das nun wirklich nicht mehr sein.

    • (12) 15.04.13 - 18:59

      Doch ! Das muss sein. Der Krieg ist auch schon fast 70 Jahre vorbei. Die Schergen von damals, heute um die 90 Jahre alt, haben ebenso viel Leid, Schmerz und Tod über andere gebracht. Sie trotzdem zu verfolgen macht genau den Unterschied.

Was genau wolltest du uns mal wieder sagen?

"...Am Ende siegt die Gerechtigkeit über alle, durch den Tod....."
Nö! Das Ist Unsinn. Diese Frau, deren Politik in vielen Bereichen sicher fragwürdig war, war gegen Ende ihres Lebens nicht mehr sie selbst durch ihre Demenzerkrankung.
Sich über den Tod eines Menschen zu freuen, ist geschmacklos und gerade vor dem Hintergrund ihrer Krankheit auf eine gewisse Weise erschreckend. Schließlich ist ihre Amtszeit lange vorbei und sie war eine demokratisch gewählte Politikerin (keine selbernannte Diktatorin!) und starb als Privatperson. Ein Mindestmaß an Respekt allen(!) Mitmenschen gegenüber sollte eigentlich Standard sein.......

  • Ich geb dir grundsaetzlich recht, wobei man ueber die Frage "starb als Privatperson" streiten kann. Letztendlich wird die Beerdigung den Steuerzahler, und nicht die Erben 10 Millionen Pfund kosten. Dass das beim momentanen Wirtschaftsklima bitter aufstoesst ist nicht zu verleugnen.

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