Judenfriedhof Frage

    • (1) 29.05.13 - 22:59

      Hallo,

      ich denke, das ich in der richtigen Kategorie poste.

      Mein Junior soll ein Refarat zum Thema Juden schreiben. Er konnte aus dreierlei Themen wählen. Alltag, Glaube oder Friedhof.

      Jetzt meine Frage: Darf man so einfach auf einen jüdischen Friedhof gehen?

      In der nächstgelegenen Stadt gib es einen. Etwas ausserhalb, von einer Mauer umgeben.

      Darf man? Und darf man ein paar Blumen mitnehmen und auf ein Grab legen?

      Vielen Dank

      • Der jüdisch Friedhof in unserer Stadt steht unter Denkmalschutz und ist verschlossen.
        Den Schlüssel kann man sich bei der Stadtverwaltung (Amt für Denkmalschutz) gegen Kaution abholen. Hier gibt es aber auch keine aktive jüdische Gemeinde mehr.

        Wenn es eine jüdische Gemeinde in eurer Nachbarstadt gibt, würde ich dort nachfragen.
        Die geben sicher gerne Auskunft.

        VG

        http://ka.stadtwiki.net/J%C3%BCdischer_Friedhof

        Das ist ein grober Anhaltspunkt. Fragt bei eurem Friedhof nach, ob er frei zugänglich ist.

        Blumen sind nicht üblich, Ihr könnt einen kleinen Stein auf ein Grab legen.

        Ist das ein historischer oder ein Friedhof, wo noch bestattet wird? Es gilt " normales Friedhofsverhalten"( nicht laut, nicht mit Tieren....), ansonsten tragen Männer und Jungen ALLE einen Hut( auch Nichtjuden), man geht nicht Feiertagen dorthin und auch nicht am Samstag, Blumen sind eher unüblich. Was wollt Ihr denn dort machen?

      • Auf jüdischen Gräbern legt man Steine, keine Blumen.

        Ja, Du darfst hingehen.

        Als Frau hast Du nichts weiter zu beachten, als Mann müßtest Du Dir den Kopf bedecken.

        Vielen Dank! Ich ruf morgen mal direkt bei der Stadt bzw dem Kreis an.

        Ich denke, man sollte nur über etwas schreiben, was man gesehen hat!

        Steine? Was für Steine?
        Warum ich Blumen mitnehmen wollte? Oder halt jetzt Steine? Als Zeichen des Respekts!

        Danke Euch nochmal

        • Hier kannstdu Fragen stellen:

          http://www.hagalil.com/judentum/rabbi/

          Hi,
          aber es soll ja ein Referat werden.

          Vielleicht sollte dein Jurnior dann bevor er auf den Friedhof geht einfach mal die grundlegenden Sitten und Gebräuche recherchieren (tendenziell nicht über dich hier im Forum)?

          Ein noch höheres Zeichen des Respekts als einfach Blumen irgendwo hinzulegen wäre doch, wenn man sich erst informiert und dann danach handelt, oder?

          Abgesehen davon, dass er ja vermutlich nicht einfach nur ein Photo machen und das "vortragen" will, oder?

          So als Anregung...den Rest sollte er natürlich schon alleine machen. Also warum ruft nicht ER irgendwo an und fragt nach, was er darf, ob ihm vielleicht sogar jemand Auskunft gibt usw?

          Viele Grüße
          miau2

          • Das Refarat ist der Abschluss des Themas.
            Er hat im www schon fleissig recherchiert.

            Ich wollte selber gerne schon immer mal dahin und habe nur gefragt, worauf ich achten sollte.

            Der Junge ist 12!

            Eben! Deshalb frage ich ja, bevor ich Blumen wohinlege

      Ich denke, dein Junior soll das Referat machen...#kratz...?

      • Und wo ist das Problem, dass die Mutter ihren Sohn zum Friedhof begleitet?

        • Sie begleitet ihn ja nicht nur, sie macht die Recherche und schafft die Grundlagen nach ihren Ansprüchen..."Ich denke, man sollte nur über etwas schreiben, was man gesehen hat!"

          ...das Ende vom Lied ist dann, dass einem Präsentationen und Referate gezeigt werden, wo man leider nicht mehr erkennen kann, was die Mami/Papi gemacht hat und was der Schüler.

          Das finde ich nicht gut. Ich möchte gern sehen, was meine Schüler WIRKLICH können. Nur so kann ich sie auch optimal fördern und fordern. ;-)

          • "Ich möchte gern sehen, was meine Schüler WIRKLICH können."

            Dann musst dich auf das konzentrieren, was im Unterricht gemacht wird.

            Sich Hilfe für die Hausaufgaben zu organisieren, war noch nie falsch.

            • "...Dann musst dich auf das konzentrieren, was im Unterricht gemacht wird...." Keine Sorge, das tue ich, so gut ich kann.

              "...Sich Hilfe für die Hausaufgaben zu organisieren, war noch nie falsch..."

              Ich hatte schonmal einen Schüler, der ein Referat halten wollte, das aus einer 50seitigen Powerpointpräsentation bestand. Es stellte sich im Vorgespräch heraus, der er nicht die leiseste Ahnung von Powerpoint hat - das hat mein Papa gemacht - das er sich die Inhalte selbst nicht erarbeitet hat - da haben meine Mama und mein Papa mir geholfen...woraus seine Leistung bestand, war für mich nicht zu erkennen. Ich hätte aber gern seinen Eltern eine gute Note gegeben! :-p

              Wie soll ich bei diesem Schüler erkennen, wo seine Stärken und Schwächen beim Erarbeiten von eigenen Präsentationen und Referaten liegen? Wie soll ich ihn sinnvoll unterstützen, fördern und entwickeln?

              Wie gerecht ist die Bewertung, wenn dieser Schüler eigentlich eine Leistung seiner Eltern präsentiert, andere, die - aus welchen Gründen auch immer - nicht von ihren Eltern so unterstützt werden, können nur ihre eigene, tatsächliche Leistung bringen?

              Aus diesen Gründen stehe ich Formen der elterlichen Unterstützung kritisch gegenüber.

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