Soldat in masar il Sharif gefallen

    • (1) 06.06.13 - 13:46

      "Rätselhafter Todesfall bei der Bundeswehr in Nordafghanistan: Im Feldlager von Masar-i-Scharif erlag am Donnerstag ein deutscher Soldat schweren Verletzungen, deren Ursache zunächst unklar blieb. Der Soldat sei gegen 5.50 Uhr Ortszeit schwer verletzt auf dem Gelände des Camps aufgefunden und dann in das Lazarett gebracht worden, teilte das Einsatzführungskommando der Bundeswehr mit. Dort sei sein Tod festgestellt worden. Weitere Einzelheiten wurden zunächst nicht bekanntgegeben. "Der Vorfall wird weiter untersucht und ist noch nicht abgeschlossen", hieß es lediglich.

      In Masar-i-Scharif sind die meisten der derzeit rund 4200 deutschen Soldaten in Afghanistan stationiert." (spiegel)

      Ruhe in Frieden Kamerad!

      "Ruhe in Frieden Kamerad! "

      und

      ":-( #kerze".

      Wie rührend !

      Wer in den Krieg zieht, der muss damit rechnen "für Volk und Vaterland" sein Leben zu geben. Keiner wird mehr dazu gezwungen.
      Und egal, ob er jetzt dem Druck nicht standgehalten hat oder private Probleme hatte, die Verantwortung für seinen Beitritt in die Bundeswehr, die lag allein bei ihm.

      Ich finde diese Interviews sehr interessant:

      http://www.zeit.de/2011/49/Afghanistan-Soldat-Foerster

      Und das hier:

      https://www.youtube.com/watch?v=sYnxLSwQSeI

      ist eins meiner liebsten Lieblingslieder.Und aktuell wie eh und je...Für alle Soldaten aller Länder !

      vam-pir-ella

      • Zitat: "Wer in den Krieg zieht, der muss damit rechnen "für Volk und Vaterland" sein Leben zu geben. "

        Wenn eine deutscher Soldat in Afghanistan sein Leben lässt, hat das meiner Meinung nach nichts mit Volk und Vaterland zu tun.

        Ruhe in Frieden Kamerad #kerze

        • Womit hat es denn zu tun?

          Ich frage, um mal eine Diskussion in Gang zu bringen.

          Warum muss er sich dort unten umbringen? Was hat ihn so mitgenommen, dass der Tod der einzige Ausweg war für ihn? War das eine persönliche Krise aufgrund einer Trennung? War das aufgrund einer Krise, weil er in Masar il Sharif so viel Schlimmes miterlebt hat?

          Das sind nur ein paar wenige von all den Fragen, die ich mir stelle. Sicher kann ich sie theoretisch beantworten, aber ich denke, nur wer da ist, vor Ort, weiss, was Sache ist.

          Der Krieg schafft keinen Frieden. Er zerstört Menschen, Existenzen, Leben.

          Ganz gleich, auf welcher Seite man steht, ist das so.

          MEINER Meinung nach, natürlich.

          • Leider weis ich nicht, warum sich dieser Soldat umgebracht hat.
            Ich denke nur, dass kein deutscher Soldat in Afghanistan eingestetzt werden sollte.
            Mehr wollte ich damit nicht ausdrücken.

            Warum muss er sich dort unten umbringen? Was hat ihn so mitgenommen, dass der Tod der einzige Ausweg war für ihn? War das eine persönliche Krise aufgrund einer Trennung? War das aufgrund einer Krise, weil er in Masar il Sharif so viel Schlimmes miterlebt hat?

            Das kann ich dir zum Teil beantworten: Eventuell hat er sich "dort unten" umgebracht, weil er da die Möglichkeit hatte. Entgegen dem, was viele glauben, tragen Soldaten im Inland keine scharfe Waffe, es sei denn, sie befinden sich auf dem Truppenübungsplatz und auch da ist es nicht so leicht möglich, sich zurückzuziehen, um seinem Leben ein Ende zu setzen. Anders im Einsatzland. Da trägt man IMMER eine "scharfe" Waffe mit sich herum und hat quasi Zeit und Gelegenheit, Schluß zu machen. Was auch immer den Soldaten bewegt hat, das zu tun, wir wissen es nicht. Er kann schon problembelastet in den Einsatz gegangen sein, vielleicht sogar mit dem Vorsatz, es da zu tun (weil er da ja ne Waffe hat).

            Grundsätzlich gebe ich dir aber recht. Ein Einsatz kann traumatisieren. Besonders dann, wenn man den gewaltsamen Tod von Kameraden miterleben muss oder auch in Kampfhandlungen verstrickt wird. Die Soldaten leben in Masar ständig in dem Bewußtsein, dass sie sterben könnten. So etwas zermübt.

            Auch wenn viele glauben, dass niemand gezwungen wird, in den Auslandseinsatz zu gehen, so stimmt das nur bedingt. Als Soldat hat man heutzutage keine Wahl. Wenn der Verband geht, dann muss man mit. Aber selbst wenn ein Soldat kein Problem damit hat, zu gehen, dann gibt das jedoch keinem das Recht, zu sagen: Selbst schuld. Er wollte ja nach Afghanistan. Hätte ja nicht gehen müsen. #contra Dann dürfte jeder, der einen potentiell gefährlichen Beruf ausübt, kein Mitleid verdienen, wenn er in Ausübung seines Berufs stirbt oder verletzt wird z.B. Polizisten, Feuerwehrleute, auch Busfahrer, LKW-Fahrer, Piloten ja sogar Angestellter bei der ARGE (nur um ne kleine Liste zu machen).

            An alle Soldaten, die jetzt wieder beim Hochwasser eingesetzt sind. VIELEN DANK!

        Guten Morgen !

        "Wenn eine deutscher Soldat in Afghanistan sein Leben lässt, hat das meiner Meinung nach nichts mit Volk und Vaterland zu tun."

        Sondern ?

        Meinst du, der verbringt dort seinen Jahresurlaub ?

    Hallo,

    das Problem ist, dass er nicht gefallen ist, sondern sich das Leben genommen hat.

    Und wir wissen nicht, ob das nun ursächlich mit seinem Einsatz zusammenhängt, der sicherlich schwierig und belastend für die Soldaten sein kann, sondern mit seiner privaten Situation.

    Wie auch immer: Mein Beileid für die Angehörigen #kerze

    GLG

Top Diskussionen anzeigen