Enteignung? Warum nicht?

    • (1) 13.06.13 - 18:44

      Europa wächst zusammen. Das hat Vor-, aber auch Nachteile.

      Interessant wird es immer dann, wenn Souveränität aufgegeben wird.

      http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2013/06/13/bundestag-beschliesst-enteignung-der-deutschen-steuerzahler/

      Sind wir auf dem richtigen Weg?

      • Hallo

        -----Sind wir auf dem richtigen Weg?------

        Meiner Meinung nach ganz klar: Nein

        Denn wenn man sich den gesamt Schuldenberg der EU an schaut.... Wer soll da noch irgendwas abzahlen? Die Vergemeinschaftung von Schulden bzw Bürgschaften machen doch nur dann Sinn, wenn der Bürge diese im Falle einer Zahlungsunfähigkeit des eigentlichen Schuldners auch bezahlen kann....

        Das können wir nicht.

        Was hier aber viel, viel schlimmer ist:

        Wir, der Souverän, hat keinerlei Mitsprache Recht mehr! Kein Europäischer Bürger hat noch was zu melden. Wir "dürfen" bürgen, wir "dürfen" zahlen aber Mit reden ist abgeschafft.

        Das hat nichts mehr mit dem europäischen Grundgedanken zu tun.

        Wir wachsen zusammen? Wirklich? Das sehe Ich anders. Die Völker werden gegeneinander aufgehetzt.

        Hier geht es nicht um Europa, es geht nur ums Geld. die Eliten haben eine riesen Party gefeiert und wir dürfen dann "aufräumen"...

        LG

        • "Die Völker werden gegeneinander aufgehetzt. Hier geht es nicht um Europa, es geht nur ums Geld."

          Abgesehen von dem ganzen wirtschaftlichen Faktor: Meines Wissens gab es im europäischen Raum bzw. EU Raum seit dem zweiten Weltkrieg bis heute keinen so langen Zeitraum ohne eine kriegerische Auseinandersetzung (ausgenommen Ex-Jugoslawien, die aber nicht in der EU waren)

          Zufall?

          • Es gab bis etwa 2012 nicht mehr so viele soziale Unruhen in Europa und so viel neu geschürte Vorurteile untereinander.

            ----Meines Wissens gab es im europäischen Raum bzw. EU Raum seit dem zweiten Weltkrieg bis heute keinen so langen Zeitraum ohne eine kriegerische Auseinandersetzung (ausgenommen Ex-Jugoslawien, die aber nicht in der EU waren)----

            Keine Kriegerischen Handlungen.... Nun, wir haben einen Währungskrieg (ALLE drucken Geld ,das gab es noch nie!),

            seit neuestem auch einen Handelskrieg (Höhere Einführungs Zölle für Solar- Anlagen von der EU gegen China und von China gegen die EU für Autos und Wein ) und nicht zu vergessen, dass Wir deutschen dazu noch einen "Billiglohnkrieg" innerhalb der EU gegen andere Eu-Länder führen, weswegen man uns im übrigen innerhalb der EU schon angezeigt hat (Wir verbieten anderen Ländern der EU ihre Lohnstückkosten anzupassen bzw verweigern unsere an zu passen)...

            Das mag nicht die Art von krieg sein, den Du meinst, aber es ist evtl der Anfang.

            • Mit den inneren sozialen Unruhen gebe ich Dir recht. Aber ein Land wie Griechenland könnte sich auch ohne die EU hemmungslos verschulden und abrutschen. Wenn die Korruption blüht. Dann hättest Du so oder so die sozialen Unruhen.

              Handelskriege im Sinne von Embargos, Schutzzöllen, etc gibt es ständig. Die führen i.d.R. nicht zu kriegerischen Auseinandersetzungen.

              • ---Mit den inneren sozialen Unruhen gebe ich Dir recht. Aber ein Land wie Griechenland könnte sich auch ohne die EU hemmungslos verschulden und abrutschen. Wenn die Korruption blüht. Dann hättest Du so oder so die sozialen Unruhen.----

                Aber Vor dem Eintritt Griechenlands war es (Speziell bei den Griechen) so, dass eben jedes land ganz individuell mit der Lage umgehen konnte. Zb durch abwerten der eigenen Währung.

                Fakt ist:

                Länder wie Griechenland haben schon immer genau so gelebt wie jetzt nur konnten sie Außerhalb einer Währung wie dem Euro selber Handeln und wussten auch genau, was zu tun ist. Oder hast du jemals vor Ihrem EU eintritt gehört, dass das Land unter geht? Nein, aber pleite waren die trotzdem immer wieder mal.

                Das es immer wieder mal Handelskriege gibt stimmt.

                Nur hängt eben jetzt einer am anderen... Das löst dann eine Kette aus die es ohne solch einen Verband nicht gäbe (Währungsverbund nicht EU an sich)

                Jetzt könnte man sagen:

                Viel(e) hilft viel. Nein, in diesem Fall eben nicht. Eine Währung funktioniert nur, wenn sie auch zur Marktökonomie passt. Das trifft aber weder gemessen an Deutschland weder auf die Südländer noch auf Frankreich zu.

              • ----Handelskriege im Sinne von Embargos, Schutzzöllen, etc gibt es ständig. Die führen i.d.R. nicht zu kriegerischen Auseinandersetzungen.----

                Das problem ist aber jetzt:

                Wird einer unter Druck gesetzt, der sowieso schon strauchelt, dann tun es über kurz oder lang auch die Anderen bzw es wird versucht, innerhalb des EURO seine EIGENEN Interessen durch zu bekommen. Das ist auch logisch, denn die Menschen brauchen arbeit!

                Nur ist das dumme dabei, dass wenn Ich meine Interessen durchboxen MUSS um Arbeit im Land zu schaffen und mein Nachbar dabei den kürzeren zieht... Dann hat der eben keine arbeit für sein Volk...

                Genau das sehen wir momentan in der EU. Süd vs. Nord

        "Die Völker werden gegeneinander aufgehetzt."

        Kannst Du das etwas näher erläutern? Meinst Du die offensichtlichen Feindschaften Deutschland gegenüber, die von manchen griechischen Demonstranten ausgehen?

        • ----"Die Völker werden gegeneinander aufgehetzt."

          Kannst Du das etwas näher erläutern? Meinst Du die offensichtlichen Feindschaften Deutschland gegenüber, die von manchen griechischen Demonstranten ausgehen?---

          Ich meine damit, das ganz besonders die deutsche Presse ihre Artikel so verfasst, als wären NUR WIR die Zahlmeister.

          Das stimmt so aber nicht ganz. Wir haben bisher immer nur UNSERE Banken in anderen EU Staaten "gerettet".

          Wer Zahlt zunächst die Zeche für UNSERE Banken?

          Der kleine Grieche, Spanier, Zypriot etc.pp

          Es wurde einfach nur umgeschuldet. Auf diese Weise hat zb Griechenland seine Schulden eben nicht mehr bei der Deutschen Bank sondern der EU. Das wiederum bedeutet, dass WIR (Deutschland) sogar Zins und Zinses Zins verdient haben indem wir unsere eigenen Banken gerettet haben... Denn die Hilfspakete gab es eben NICHT umsonst!

          Im gegenzug MUSSTE ein Land wie Griechenland trotz Hilfspaketen und Fast Pleite zb noch Deutsche U-Boote kaufen....

          Das ist Hetze. Denn davon erfährt die breite Masse nichts! Es wird immer nur erzählt, WIR ZAHLEN FÜR ALLE!!!

          Das ist schlicht gelogen.

          Richtig wäre:

          ALLE EUROPÄER ZAHLEN FÜR.....

          DIE BANKEN UND ELITEN!

    Die Idee einer unabhängigen Aufsichtsstelle mit genügend Finanzpower im Hintergrund, halte ich grundsätzlich für nicht allzu schlecht, allerdings empfinde ich die Stimmenverteilung im dafür zuständigen Aufsichtsrat für falsch, und damit die mögliche Einsatzmöglichkeiten der Gelder schon im Voraus für zu willkürlich......denn das ist schon jetzt abzusehen, wo dieses Geld bleiben wird.

    Missbrauch vorprogrammiert !

    Bevor eine solche Institution etabliert wird, sollte erst einmal gewährleistet werden, dass der Sicherheitsstandard der Banken in den EU Ländern in etwa dem in Deutschland entspricht....und damit meine ich jetzt nicht Panzerschränke und Sicherheitsglas, sondern den finanziellen Background, der im Moment eher einer lockeren Pokerrunde entspricht, bei der mit Einsätzen gespielt wird, die dem jeweiligen Zocker gar nicht gehören. Dass das selbst bei uns "im Ländle" ordentlich in die Hose gehen kann, hat die jüngste Vergangenheit ja gezeigt.....wie soll das dann erst in Ländern wie Zypern, Spanien etc. ablaufen?

    Dreckseuro ..... hätten wir den nur nie bekommen.

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