Die Pläne der EU gefährden Patienten

    • (1) 03.07.13 - 12:18

      es wird immer besser #augen
      >> Was genau plant die EU Kommission?

      Für Studienleiter aus Industrie oder Forschung soll die Suche nach Probanden deutlich einfacher werden. Tests an Freiwilligen sind Voraussetzung für die Zulassung von Arzneimitteln. In Zukunft soll es etwa bei Studien nicht gänzlich neuer Medikamente möglich werden, Patienten auch ohne ihre informierte Einwilligung (informed consent) in eine Studie einzuschließen. Landet man etwa als Patient in einem Krankenhaus, an dem gerade eine bestimmte Studie läuft, wird man automatisch Testperson. Ob Krebskranker oder Unfallopfer: Der Patient müsste aktiv mitteilen, dass er an der Studie nicht teilnehmen will. Wenn er das nicht kann, etwa weil er bewusstlos ist oder unter Schock steht, müsste er eine entsprechende Verfügung bei sich tragen. <<
      http://www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/klinische-studien-plaene-der-eu-gefaehrden-patienten-a-907817.html

      Was mir nicht ganz klar ist, werden denn Patienten, die nicht bewusstlos oder unter Schock stehen, gefragt, ob sie an einer Studie teilnehmen wollen? Wohl eher nicht.

      Es ist klar, dass es Tests und Studien zu neuen Medikamenten geben muss und dass sich dafür Menschen zur Verfügung stellen müssen. Für die Gefahren, welchen sich diese Menschen u. U. aussetzen muss es auch eine "Entlohnung" geben.

      Mit dem, was die EU da plant, gäbe es keine Entlohnung mehr. Jedenfalls nicht für die Versuchskarnikel

            • >>die das für Geld machen <<
              Das sind alles Kosten und da ist es noch nicht einmal sicher, ob ein Medikament überhaupt zugelassen wird. Viele Medikamente sind zwar neu entwickelt, aber nicht besser als alte, bereits seit langer Zeit im Einsatz befindliche und relativ erprobte Medikamente. Teurer sind neue Medikamente meist auch, d. h. es kann mehr damit verdient werden. Je schneller ein Medikament die Zulassung erhält, desto schneller bringt es Geld in die Pharmakassen

      Mir fehlen da noch einige Hintergrundinfos:

      Bedeutet das, dass im Prinzip jeder irgendein Medikament verabreicht bekommen kann, auch wenn es für seinen Heilungsprozess evtl. nicht förderlich ist?

      Oder bedeutet es, dass bei einem Patienten, der sowieso dieses Medikament im Rahmen der Standardtherapie bekommen würde, zusätzliche Informationen eingeholt werden (Bestimmung von Laborwerten ect.)?

      Ersteres ist indiskutabel. Sollte zweiteres der Fall sein, kann ich das Gefahrenpotential nicht erkennen. Wichtig wäre dann sicherzustellen, dass das wirklich die Standardtherapie ist. Quasi eine Kontrolle, dass nicht das Studienmedikament verabreicht wird, obwohl ein anderes besser geeignet wäre.

      Leider beantwortet der Spiegelartikel diese Fragen nicht.

      Zur Entlohnung: meines Wissens nach gibt es eine Entlohnung nur bei Studien in Phase I, das wäre hier also sowieso nicht der Fall.

      LG, Nina

    Ich kann jetzt nur von meinen Erfahrungen sprechen... Ein Freund der Familie war krank und hatte schon mit dem Leben abgeschlossen. Dann eröffnete der Arzt ihm eine Studie an der er teilnehmen könnte und siehe da: er sitzt war noch im Rollstuhl aber es geht ihm gut! Er hat Spaß und kann, wenn die genesung so weiter geht, bald wieder mit beiden beinen im leben stehen #winke

    Zudem ist es mit dem organspende Ausweis doch genauso: Keinen Dabei, auf dem nein angekreuzt ist und im zweifel entscheiden die Angehörigen. Wo ist das Drama, sich nen kleinen Zettel in den Geldbeutel zu stecken, wo steht, dass man keine Testmedikamente erhalten will?

    Zudem glaube ich, dass ein Medikamt, was in die finale Tesphase an menschen kommt, so weit fortgeschritten ist, dass die gefahr auf ein Minimun reduziert wurde :-)

    klar gab es in der Vergangenheit Fälle, die einen das nciht glauben lassen, aber was klappt schon zu 100%? Klingt zwar grasuam aber einige medikamente die heute leben retten gäbe es nicht, wenn man mitunter sogar tödliche Nebenwirkungen an Testpersonen entdeckt hätte!

    Gruß

    • >> Wo ist das Drama<<

      dass es nicht gross bekannt gegeben werden wird.

      >> sich nen kleinen Zettel in den Geldbeutel zu stecken, wo steht, dass man keine Testmedikamente erhalten will?<<

      kleine Zettel können sehr schnell verschwinden

      >>Zudem glaube ich, dass ein Medikamt, was in die finale Tesphase an menschen kommt, so weit fortgeschritten ist, dass die gefahr auf ein Minimun reduziert wurde <<

      ich glaube, dass an forderster Stelle der Profit steht. So hat jeder seinen Glauben.

      Lesetipp "Patient im Visier"

Wie jetzt? Wo sind die ganzen EU-Befürworter hin? Ich meine genau diejenigen, die hier ständig gebetsmühlenartig predigen, daß die EU das non-plus-ultra aller Dinge ist!

Deshalb, EU-Befürworter vor! Wenn sie so sehr von diesem Verein überzeugt sind, dann haben sie auch nichts dagegen, als ungefragtes EU-Versuchskaninchen für die Pharmaindustrie zur Verfügung zu stehen.

Viele Grüße
Trollmama

Ich bin histaminintolerant. Für mich wäre das lebensgefährlich.

Gruß

Manavgat

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