Grundsteinlegung Denkmal für NS-Euthanasie-Opfer

    • (1) 08.07.13 - 18:04

      Hallo,

      heute wurde in Berlin der Grundstein für den Bau eines Denkmals, mit dem an die NS-Euthanasie-Morde erinnert werden soll, gelegt.

      Das deutsche Gesetz legitimiert einen Schwangerschaftsabbruch nach medizinischer Indikation jedoch zeitlich unbegrenzt, was nach §218 durch zwei ÄrztInnen entschieden wird.

      Wie seht ihr das? Nazi-Morde von kranken und behinderten Menschen im Vergleich zum heutigen Herausfiltern von kranken und behinderten Säuglingen.....haben Ungeborene kein Recht auf Leben und dürfen mit einer Spritze ins Herz legal getötet werden?

      Ich weiß, es ist ein heikles Thema, aber hat die moderne Medizin das Recht, werdende Eltern vor solche Tatsachen zu stellen, durch die sie letztendlich über Leben und Tod ihres Kindes entscheiden müssen und, wenn sie sich dagegen entscheiden, höchstwahrscheinlich ein Stück mitsterben werden oder sollte man der Natur nicht ins Handwerk pfuschen? Ist ein Abbruch nach medizinischer Indikation nicht auch ein bisschen Drittes Reich.....?

      LG

      • Du vergleichst Äpfel mit Birnen! #klatsch

        ja, ich finde die moderne medizin.hat das recht und die verpflichtung dazu, den eltern sagen.zu.müssen.ob sie ein gesundes kind oder ein.kind bekommen werden, dass lebenslang 24/7 schmerzen.erleiden würde wenn.es zur welt käme. und die eltern.haben zu.entscheiden.ob sie in der körperlichen.und seelischen.lage sein.werden.ihr kind mindestens 18 jahre oder länger rund um die uhr 365 tage im.jahr, 24 stunden am tag leiden zu sehen.oder es pflegen zu können. im sinne des kindes zu entscheiden.heisst manchmal.nämlich auch, sich gegen.das kind zu entscheiden. nämlich dann, wenn das kind nur leiden würde wenn.es geboren.wird.

        • Danke für deine Antwort. Es ist aber doch so, dass es schon häufig zu Fehldiagnosen kam. Ich kenne allein 3 Frauen, denen zum späten Abbruch geraten wurde, weil die Kinder nicht lebensfähig wären und die letztendlich ein gesundes Baby gebaren. Desweiteren werden auch Kinder mit leichten Behinderungen abgetrieben. Trisomie 21 zum Beispiel. Warum bekommen diese Kinder oftmals das Recht auf Leben geholt? Und wer sagt, dass ein schwerstbehindertes Kind "leidet"? Wir haben in unserer Familie die Erfahrung machen dürfen, dass auch schwerstbehinderte Menschen, die auf dem Stand eines Säuglings sind, ein erfülltes und glückliches Leben haben dürfen und enorm viel geben, auch wenn die Betreuung und Pflege zeitaufwendig war! Aber in glückliche Augen zu schauen erfüllt einen dann doch mit bedingungsloser Liebe! Wenn man sich für ein Kind entscheidet, dann sollte einem doch auch bewusst sein, dass man ein Leben lang Eltern sein wird. Die meisten Behinderungen entstehen während der Geburt oder danach, und dann lässt man sein Kind doch auch nicht im Stich, oder?

          • die entscheidung für oder gegen.einen abbruch triftt in erster linie die frqu. und wer wie womit gut umgehen.kann.ist individuell. und wenn jemand meint, nicht mit einem.kind umgehen.zu können das trisomie 21 hat, dann.ist das die persönliche entscheidung desjenigen und niemand hat darüber zu urteilen . denn die persönliche belastungsgrenze (ob seelisch, körperlich oder was das finanzielle angeht) liegt bei jedem.anders.

            • Verstehe mich bitte nicht falsch, ich möchte nicht urteilen über Mütter, die in solch einer fürchterlichen Situation sind. Es geht mir nicht um die individuelle Belastungsgrenze oder um persönliche Schicksale. Ich stelle die Legitimation in Frage. Ich spreche das Thema aus politischer Sicht an! Das Leben mit einem Kind wird eine Mutter immer wieder mal an ihre Belastungsgrenze bringen oder sogar darüber hinaus und wenn eine spätere Behinderung einftifft, wird das Kind ja auch nicht getötet sondern weiter betreut. Sind die Abtreibungen vielleicht vom Staat erwünscht, da ein behindertes Kind den Staat doch sehr viel Geld kostet und dazu noch die Mutter, sollte sie es auf Dauer betreuen, als Arbeitskraft entfällt? Gibt es da nicht doch Parallelen zu damals?

        • zum punkt du kennst alleine drei Frauen denen zum späten Abbruch geraten wurde und trotzdem ein gesundes Kind auf die Welt kam:

          um ehrlich zu sein, ich glaub dir das nicht (ausser vielleicht du hast einen job im medizinischen Bereich und hast genau mit solchen fällen zu tun). bei grob 3000 Abtreibungen aufgrund medizinischer Indikation und grob 100 Millionen Einwohnern sollst grade du als Einzelperson. drei fälle mit einer falschen Diagnose (von den 3000 fällen nochmal nur ein bruchteil) kennen?

          glaub ich einfach nicht.

          LG

          • Hallo,

            also bitte, warum sollte ich lügen? Ja, ich arbeite im medizinischen Bereich und wir haben viele Kinder in der Therapie, häufig mit schulmediznisch diagnostizierter ADHS-Störung. Und darunter sind 3 Kinder, die eigentlich nicht leben würden, wenn sich die Mütter nach bestätigter Schwerstbehinderung nicht doch für ihr Kind entschieden hätten. Wie die Schwangerschaften anschießend verliefen, brauche ich wohl nicht zu sagen. Alle 3 wussten erst nach der Geburt, dass ihr Baby gesund ist. Da braucht man sich nicht zu wundern, dass die Kinder solche Auffälligkeiten haben, denn auch wenn das einige hier nicht wahrhaben wollen, das Bewusstsein und das Empfinden von Gefühlen entsteht nicht erst nach der Geburt. Desweitern gibt es in unserem Patientenkreis mehrere Frauen, die auffällige eine NFM hatten und die bis zur weiteren Abklärung und letzendlichen Entwarnung fast verrückt vor Sorge wurden....auch nicht förderlich für die Entwicklung eines Ungeborenen! Ob du das jetzt glaubst oder nicht ist mir ehrlich gesagt reichlich egal!

            LG

      ***ja, ich finde die moderne medizin.hat das recht und die verpflichtung dazu, den eltern sagen.zu.müssen.ob sie ein gesundes kind oder ein.kind bekommen werden, dass lebenslang 24/7 schmerzen.erleiden würde wenn.es zur welt käme***

      das betrifft aber nur die wenigsten Abbrüche, der größere Teil der Abbrüche werden aufgrund von Trisomie21 gemacht und hier von 24/7 Schmerzen zu sprechen ist ja wohl absurd.

      Ich sehe da schon auch (ganz kleine!) Parallelen, zumindest in der Entscheidung wann Leben lebenswert ist und wann nicht.

      • wie ich schon schrieb, OB überhaupt ein.abbruch gemacht wird entscheiden die eltern, in erster linie die frau, nicht der arzt. und da jeder mensch eine andere belastungsgrenze hat, stellt sich hier gar nicht die frage ob richtig oder falsch. es stellt sich jedem.einzelen betroffenen.elternteil nur die frage, womit sie umgehen.könben.und womit nicht.

        • Naja, aber die Tatsache, dass ein Ungeborenes allein wegen einer Behinderung bis zu seiner Geburt getötet werden darf im Gegensatz zu einem nichtbehinderten Kind, das ab einem bestimmten Zeitpunkt nicht mehr abgetrieben werden darf, zeigt doch dass hier entscheidende Unterschiede in den Lebensrechten gemacht wird.

          Warum darf eine Frau denn in zB der 27. SSW eigentlich nicht mehr abtreiben? Warum legalisiert man es nicht für alle Ungeborenen?

          • es geht um.leidverminderung. ein schwerstbehindertes kind zur welt zu bringen um es dann sterben.zu.lassen weil.es eh nicht lebensfähig ist, ist wesentlich leidvoller für das baby und die eltern als ein spätabbruch.

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