Hartz IV Regelsatz sollte angehoben werden!

      • Aber doch nur, weil sie kein Geld für Freizeitaktivitäten haben....

        • Genau. #augen:-)
          Das ist halt das Klientel, da müsste härter sanktioniert werden.

          Da habe ich irgendwie so gar kein Verständnis für und da geht mir auch unterschwellig das Messer auf.

          Ansonsten gibt es natürlich viele traurige und schwierige Fälle. Und Menschen, die ALG II beziehen, haben sicher alles - aber keinen Luxus.

          Und das Beispiel von der Userin mit der Wurst, die von den "Hartzlern" weggekauft wird...also echt.

          Gruss
          agostea

          • "nsonsten gibt es natürlich viele traurige und schwierige Fälle. Und Menschen, die ALG II beziehen, haben sicher alles - aber keinen Luxus."

            Da wären wir dann bei meinem Klientel. Ich kann dir ein Lied singen. Aber das will hier kaum einer hören. Mit "kaum einer" meine ich da aber nicht dich.

            • Man muss da schon differenzieren. Pauschal alle über einen Kamm scheren, ist nicht richtig.

              Es gibt eben die tatsächlichen Sozialschmarotzer und die wirklich Bedürftigen, die dringlichst auf Unterstützung angewiesen sind.

              Und mal ehrlich...wer stellt sich gerne bei der "Tafel" an? Oder kauft notgedrungen gebrauchte Klamotten? Oder oder oder.

              Ich wollte so ein Leben nicht führen. Da rödel ich mir aber lieber im Job den Hintern ab und hab mit Familie + Kindern eben Dreifachbelastung. Dafür bin ich unabhängig.

              Bei jungen, arbeitsfähigen Menschen allerdings, habe ich kein Verständnis. Da müssten die Bezüge gestrichen werden. Geht nicht. Weiss ich. Aber da bekomme ich echt einen Hals. Dann denke ic h: Mit unserem System stimmt was nicht.

              Oder das die Regelsätze unterm Strich höher sind, als das Gehalt einer Friseurin. Kann auch nicht sein.

              • Ja, ich habe so einige Kunden, die nicht zur Tafel gehen.

                Leider habe ich auch Kunden, die aus der Wohnung fliegen, weil sie einen Flachbildschirm gekauft haben. Und ein Smartphone. Und ein Tablet. Und und und.

                Ich sage: Richtig gute Bildung für alle würde dieses Problem minimieren. Aber. Das dauert alles viel zu lange.

                Und was sich über Generationen hinweg manifestiert, kann nur schwer wieder geändert werden.

                Ich will ja nicht schwarzmalen, aber.

                So, white macht jetzt mal voran, hier. Um Ruhrpottslang zu nutzen.

                • Bildung muss aber auch von den Betroffenen gewollt sein.

                  • Aber da muss ich sagen, das kannst du von einem Kind nicht erwarten. Onur ist schon als Kind zu dem gemacht worden, was er heute ist. Eltern, Umfeld, Schule, ALLE waren daran beteiligt. Klar, er selbst auch.

                    Aber schau mal, es geht schon nach Nachnamen in manchen Schulen, wohin das Kind dann kommt, wie es gefördert wird.

                    Bei uns wurden Kinder in den Deutschförderkurs gesteckt, weil ihr Nachname komisch klang. Die haben sich das Kind nicht angeschaut, die Mutter, alteingesessene Einwohnerin dieser Stadt mit ausländischem Namen, musste diskutieren, um ihn da wieder rauszuholen.

                    Und so geht das hier ganz fix: Name, Schublade, rein damit.

                    Wir hätten von der ersten Generation viel fordern müssen, das über Arbeitskraft hinausgeht. Integration kann Generationen dauern. NICHT-Integration auch, und was daraus wird, sehen wir an einem Teil der 3. Generation, die quasi vergessen wurde.

                    Wie gesagt, keine Entschuldigung. Wir sollten es uns nur nicht so leicht machen und die ganze Verantwortung für das Desaster jetzt auf die Täter abschieben.

                    • Ja, da gebe ich dir absolut Recht.
                      Die Wurzel des Übels beginnt schon viel früher und letztlich wird das geerntet, was gesät wurde.

                      Es ist ein schwieriges Thema und in den Köpfen der Menschen stecken leider zuviele Schubladen. Ich selbst spreche mich auch nicht davon frei, versuche aber solche Themen einigermaßen sachlich anzugehen.

                      Von Phrasen hat ja auch keiner was.

                      • Ja, man muss sich da von Schublade zu Schublade angeln. :-)

                        Aber es bringt auch nichts, darüber zu verzweifeln.

                        Das Land hat Parallelgesellschaften entwickelt, sie entstehen lassen. Nun wachsen diese an. Und wir stehen dabei und sagen "ausweisen, die ganze Meute", dabei haben wir sie alle mit zu dem gemacht, was sie heute sind.
                        Das ist eine Tatsache. Die Frage ist, was man tun kann, jetzt. Wo doch die Politiker immer noch nicht verstehen, was sie tun könnten und sollten, um diese Gruppen von schwierigen Bürgern aufzulösen, OHNE sie abzuschieben in ein Land, dass es für sie nicht mehr gibt.

                        Es ist ein Dilemma.

                        Menschen, Kultur vs Politik, Geld, Macht. Verträgt sich nicht sehr gut.

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