Zum Thema Hartz4 Anhebung: Was ist mit der Bildung?

    • (1) 19.08.13 - 09:34

      Hallo,

      ich hatte in einer Antwort im unteren Threat schon einmal erwähnt, dass der Bafög Höchstsatz weit unter dem Hartz4 Höchstsatz ist, und auch keine Leistungen wie Umzugskosten oder Ersteinrichtugn gezahlt werden.

      Der Bafög Höchstsatz beträgt 597€. Davon müssen mindestens 50€ für Semestergebühren zurückgelegt werden und 30 wahrscheinlich nochmal für Bücher im Schnitt. Miete kann man, auch im Schnitt wohl mit 300€ all ink. ansetzen, bedenkt man Städte wie Hamburg, München, Düsseldorf, Müster etc.

      Bleiben 217€ für Lebensmittel, Telefon und Internet, Kleidung, Möbel, Kopieren usw.

      Das ist deutlich weniger, als viele Hartz4 empfänger beziehen, oder irre ich mich da? Alles was ich im Netz finde unterstützt diese Aussage.

      Woran liegt das?

      Beide Gruppen haben kein Einkommen bzw. arbeiten nicht mehr als 450€ und müssen vom Staat finanziert werden. Bafögempfänger stehen dem Arbeitsmarkt noch nicht 100% zur Verfügung, da sie noch in der Ausbildung sind und die Unis klar regeln wieviel man nebem dem Studium arbeiten darf.

      Wenn Studierende also mit so wenig auskommen, dann müsste das doch jeder können? Oder sind Studenten weniger wert, dürfen weniger Ansprüche stellen etc?

      Im Studium war es für mich völlig normal, meine Möbel vom Sperrmüll zu holen oder billig gebraucht zu kaufen und dann selbst Hand anzulegen, zum Beispiel.

      Wenn man das als Vorschlag für Hartz4 Empfänger bringen würde, wäre die Kacke wieder am dampfen, ähnlich wie dieses Heftchen, in dem nahe gelegt wurde, unbenutze Möbel zu verkaufen. auch die Mentalität, in Zeiten wo das Geld knapp ist, eben Wohnungen zu teilen und in WGs zu leben um Geld zu sparen kommt den Studenten finanziell zu Gute. Warum ist das unter anderen Leistungsempfängern so anders?

      Ich finde, bevor eine Gruppe mehr Geld bekommt, sollten erst einmal alle auf eine Stufe gestellt werden.

      Was meint ihr?

      (12) 19.08.13 - 13:15

      100€ sind der anrechnungsfreie grundfreibetrag bei alg 2#aha

Vielleicht ist damit einfach nur wieder bewiesen, daß der, der etwas tut für´s Geld, immer bestraft wird? Mir kommt es häufig so vor.

LG

  • Finde ich auch. Der, der sich bemüht wird durch den Bürokratiewahnsinn gebremst, bekommt zZ. kaum Fördermittel (Beispielsweise für die Selbstständigkeit) und wer sich "auf die Faule Haut" legt bekommt mehr oder weniger alles hinterhergeschmissen :/

    • Ich differenziere ja doch noch zwischen Schicksalsschlägen und eben die "Hartzer" #hicks
      Wenn ich nicht so viele kennen würde, wäre das sicher auch etwas anderes, aber mal ehrlich, viele möchten garnicht mehr arbeiten, warum auch, sie kommen über die Runden.
      Dass sich Leute mit ALG 2 öffentlich brüsten und dennoch von einer Erhöhnung gesprochen wird, finde ich mehr als daneben.

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