Syrien

    • (1) 26.08.13 - 10:57

      Die USA erwägen ja nun offenbar immer mehr ein militärisches Eingreifen in Syrien... Wie schätzt ihr die Lage ein? Sollte sich die Bundeswehr daran beteiligen? Welche Rolle wird Russland einehmen bei einem Einschreiten der USA?

      Ich denke, dass wir nicht genau wissen, wer denn nun auf seiten der "Rebellen" kämpft. Sie zu unterstützen ist meiner meinung nach falsch. Verschiedenen berichte lassen darauf schließen, dass dort mehr islamisten aus dem Ausland kämpfen, als Syrier!

      Ich bin gegen ein einschreiten, viel mehr sollte man vlt. eine Teilung des landes voran treiben. Denn wie immer, kämpfen dort vor allem verscheidenen Clans und ethnische Gruppen gegeneinander. Die "Rebellen" bekämpfen sich ja auch schon untereinander!

      Gruß

      Basti

      • Hallo,

        ganz schwierige Situation.

        Zumal nicht erwiesen ist, dass Assad hinter den Giftgasangriffen steckt.

        Und dann die Frage, welche Gruppe soll hier eigentlich unterstützt werden.

        GLG

        • Das mit dem Giftgas finde ich auch mehr als fraglich! Assads Armee macht seit mehreren Wochen nun schon Boden gut und drängt die Aufständischen immer weiter zurück. Das bestätigten beide Seiten. Warum sollte er dann auf einmal Zivilisten mit Gas angreifen? Zumal israel alle Lager mit Waffen im Auge behält und sofort einschreiten würde wenn die dort Flugzeuge bestücken. Die Haben ja bereits das ein oder andere mal bombardiert um Waffenlager mit Bio/Chemichenwaffen vor Rebellen zu schützen!

          Alles sehr komisch!

      Hi,

      bin gegen ein milirärisches Eingreifen. Auch, dass sich die Bundeswehr nicht einmischen sollte. Es gibt sicher andere friedlilche Wege, die Meinung des Volkes zu vertreten.

      Der Anschein, dass allein die Waffenindustrie der USA wieder neue Geschäfte vor Augen sieht, wird wieder einmal gegeben.

      Lotta

      • Ausserdem möchte ich dazufügen, dass es doch vor Wochen wieder ans Tageslicht kam, wie ein jeder hier ausspioniert wird, das gesamte Internet überprüft wird, sicher

        nicht nur in unserem Land, also in Gesamteuropa und in allen anderen Staaten auch.

        Uns will man hier für dumm verkaufen, angeblich kennt man keine genaue Fakten in Syrien oder anderen Ländern, in denen große Konflikte brutal ausgetragen werden.

        In jedem Land gibt es Spionage durch die USA und andere Staaten.
        Die wissen genau, was fakt ist.

        Die wahren Ermittlungen werden nur nicht öffentlich preisgegeben. Ob das nun die Wahrheit ist, die uns hier über Funk und Fernsehen publik gemacht wird, bezweifle ich.
        Es geht doch nur noch um Machtinteressen , die durch die Wirtschaft angeführt werden.

    Die Frage treibt mich auch zur Zeit um.

    Meine Meinung:

    Menschen, die so gnadenlos einem grausamen Diktator ausgeliefert sind, brauchen Unterstützung. Er geht zu weit und er geht über Leichen. Ich finde nicht, dass sich der Westen ebenso schulterzuckend verhalten darf. Irgendwann muss man Position beziehen. Und das auch die USA sich mit dem richtigen Zeitpunkt schwer tun, ist ja grad offensichtlich.

    Einen Diktator zu stoppen, ist das eine. Danach eine gute Lösung zu finden, das andere. Siehe Ägypten. In einem Land, das diktatorisch geprägt ist, gibt es nunmal auch keine fähige Opposition, die parallel heranreifen konnte, um ein Volk zu regieren. Das ewige Dilemma.

    LG

    • "Menschen, die so gnadenlos einem grausamen Diktator ausgeliefert sind, brauchen Unterstützung."

      Und Unterstützung für Menschen kommt militärisch indem man Raketen auf ihr Land abfeuert und noch mehr zivile Opfer provoziert?

      " Er geht zu weit und er geht über Leichen. Ich finde nicht, dass sich der Westen ebenso schulterzuckend verhalten darf. Irgendwann muss man Position beziehen."

      Die internationale Berichterstattung zu Syrien ist höchst unterschiedlich. Es ist oft nicht klar zu erkennen ob Assad oder eher die Rebellen der eigentlich Agressor sind. Der Giftgasangriff ist bisher nicht aufgeklärt und es ist umstritten, ob Assad wirklich dafür verantwortlich ist (es gibt bisher keine Beweise und die Logik würde eher dagegen sprechen). Wie sollte man also militärisch intervenieren? Wen sollte man stützen? Und was kommt danach? Ein weiterer Irak oder Afghanistan?

      Man sollte so langsam begriffen haben, dass militärische Intervention bei solchen Konflikten niemandem nützt (außer vielleicht einigen wenigen wirtschaftlichen Interessen und teils ggf. noch der Politik) und meist am wenigsten der hiesigen Bevölkerung!

      • Wie sähe denn deine Alternative aus?

        Russland und China pochen ja nun auch auf eine diplomatische Lösung, leider ist Syrien nicht in der Lage zu kooperieren und nimmt seit Monaten keinen Termin wahr.

        Ich finde auch eine militärische Reaktion ist keine Lösung, die wirds wohl auch nicht befriedigend geben. Und wie letztlich eine militärische Reaktion aussieht und in welchem Umfang sie stattfindet - wir wissen es noch nicht.

        Ich finde nur, zusehen und nichts tun geht auch nicht. Ich weiß auch nicht, wer genau was verschuldet, aber ein Staatsoberhaupt hat seine Bürger zu schützen und wenn er so viel Leid toleriert, um seine Interessen zu wahren, ist er falsch an seinem Platz.

        Die Reaktion der USA auf die Anschläge des WTC haben mich sehr beunruhigt. Das mag auch viel an G.Bush gelegen haben. Diese Ankündigungen nun beunruhigen mich einfach weniger, das mag auch mit dem Vertrauen zu tun haben, das ich in Obama setze.

        Das die syrische Bevölkerung zu schützen ist, halte ich so oder so für das oberste Ziel.

        Nun bin ich auch kein Sachverständiger, der die Lage allumfassend beurteilen kann, meine Meinung ist da sicher eher ein oberflächliches Resultat meiner persönlichen Empfindungen.

        VG

        • "Wie sähe denn deine Alternative aus?"

          Weniger schwarz/weiß gemale (Assad böse, Rebellen gut - so einfach ist das nicht), objektivere Analysen und als erstes Diplomatie. Solche Konflikte löst man nicht einfach mal so komplett.

          Ein guter Artikel zu Syrien war u.a. hier zu lesen:
          http://www.tagesspiegel.de/meinung/positionen-woran-syrien-wirklich-zerbricht/8427616.html

          "Russland und China pochen ja nun auch auf eine diplomatische Lösung, ..."

          Was ja auch nicht das Schlechteste ist. Die Positionen von Russland und China zielen aber auch darauf ab den Iran nicht weiter zu schwächen. Dieser ganze Konflikt ist mehr ein Konflikt zwischen USA+Verbündete und Russland/China+Verbündete. Um Syrien geht es da eher wenig.

          "Ich finde auch eine militärische Reaktion ist keine Lösung, die wirds wohl auch nicht befriedigend geben."

          Militärische Aktionen sind nie Lösungen sondern immer die Eskalation. Wenn keine Lösung gefunden wurde, gilt das Recht des Stärkeren.

          "Ich finde nur, zusehen und nichts tun geht auch nicht."

          Manchmal ist nichts zu tun besser als blinder Aktionismus!

          "Ich weiß auch nicht, wer genau was verschuldet, ..."

          Das sollte aber eine Grundvoraussetzung sein um ein direktes Eingreifen überhaupt in Erwägung zu ziehen oder nicht!?

          "Das die syrische Bevölkerung zu schützen ist, halte ich so oder so für das oberste Ziel."

          Und welches Volk darf es da sein? Das Volk, welches kämpferisch rebelliert, oder das Volk, welches seinem Staatsoberhaupt treu ist? Eine militärische Lösung würde wohl zumindest eines dieser Völker empfindlich treffen!

          • (10) 27.08.13 - 16:17

            Du hast dich da sicher schon mehr mit der Thematik auseinandergesetzt, auch wenn Du keinen alternativen Vorschlag machen kannst.

            Jedenfalls klingt deine Antwort klingt irgendwie so aufgebracht. Ich habe nicht das Gefühl, das Du herausliest, was ich meine. Und somit möchte ich mich nicht weiter über das Thema austauschen, nichts für ungut.

            LG

    (12) 27.08.13 - 15:17

    Hallo,

    noch immer ist nicht bewiesen, dass Assad das Giftgas eingesetzt hat.

    Und zum anderen: Was kommt nach Assad? Ein Bürgerkrieg wie in Ägypten? Wird es dadurch wirklich besser oder schlechter für die Menschen dort?

    Ein militärisches Eingreifen ist immer ein zweischneidiges Schwert.

    GLG

Hallo,

"militärisches Eingreifen" heißt zu gut deutsch KRIEG und Kriege können nie irgendeine Lage positiv verbessern!

Krieg (dessen Waffen und deren Bediener und Verdiener) tötet Menschen und wen soll man in Syrien denn töten, wer warf das Giftgas und wo ist der Feind. Sind die "Rebellen" noch die "Guten" oder sind alle schon filtriert und vermischt und bedürfen anderer Hilfen.

Wenn ein Zweitagekrieg geflogen wird, wen will man da auslöschen und wo?

Ich persönlich halte nichts von Kriegen und den meisten Menschen geht es inzwischen wohl ähnlich denn in all diesen letzten Kriegen hat sich die Lage der Menschen in den betroffenen Gebieten eher verschlechtert als das es hilfreich gewesen wäre.
Ein Frieden muß von innen heraus reifen und bedarf Zeit und ja, auch viele Opfer.

http://www.deutsch-tuerkische-nachrichten.de/2013/08/485293/angriff-auf-syrien-nato-verlegt-kampfjets-auf-zypern/

marada

Wie es momentan aussieht spricht einiges dafür, dass es diese Woche noch los geht (einige Medien berichten gar von Donnerstag). Die USA wollen den Krieg schnell starten bevor entweder Beweise auftauchen, die die syrische Regierung entlasten, oder der Rückhalt in der Bevölkerung noch weiter schwindet.

Berichte der unabhängigen UN-Untersuchung werden nicht abgewartet und eigene geheimdienstliche Informationen angeführt. Einwände von Russland und China sowie anderen Ländern werden ignoriert. Wer sich da an den Irak erinnert fühlt, liegt vermutlich richtig.

Die Medien (zumindest viele der größeren hier in DE und USA, GB, FR...) sind um den medialen Rückhalt bemüht und berichten konsequent einseitig. Dass Syrien die UN-Kontrolleure aktiv eingeladen hat, versucht hat die Untersuchungen zu unterstützen, dass in der Vergangenheit eher Rebellen für Angriffe mit Giftgas-Granaten bekannt waren und sie wahrscheinlich das nötige Equipment haben, dass die Angriffe in einem strategisch eher unbedeutendem Gebiet, auf dem sich auch syrische Truppen aufhielten, passierten, dass die syrische Armee momentan eigentlich keinen Grund für solche Taten hat, da sie sich auf dem Vormarsch befindet und die Lage sich für sie zu bessern schien, usw. sind anscheinend alles keine Gründe einen militärischen Eingriff gegen Syrien zu hinterfragen.

Was noch erschreckender ist, als die Kriegsbereitschaft der USA/GB/FR ist , dass unsere Regierung diesen Kurs stützt. Es gibt noch weniger Einwände als beim Irakkrieg. Es gibt kein UN-Mandat. Ein Eingriff könnte die dortige Region empfindlich destabilisieren und einen Flächenbrand entzünden. Hoffen wir, dass es zumindest international genug Widerstand gibt, der diesen Schritt verhindert!

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