SPD - und alles wird wieder wie früher?

    • (1) 03.09.13 - 19:40

      Hallo #winke

      Vorab - ich bin leider keiner der Menschen der die super Ahnung von Politik hat, trotzdem interessiere ich mich dafür und versuche mich - gerade jetzt - mit dem Thema vernünftig auseinanderzusetzen.

      Meine Mutter offenbarte mir heute dass sie wohl die SPD wählen wird. Sie sagte, dass ihr Vater "früher" schon sagte, wenn die CDU eines Tages regieren sollte würde es für die Bürger schwer werden. Desweiteren hält sie nicht viel von unserer derzeitigen Kanzlerin, und stellt so einige Entscheidungen der letzten Jahre in Kritik. Also ist ihre Meinung: mit der SPD kann es wieder besser werden.

      Nun meine Frage: Ist diese Denkweise realisitisch? Oder eher nicht?

      Vielen Dank und Liebe Grüße von May

      • Die Frage wird Dir keiner objektiv beantworten können.
        Ob es jemandem unter einer Regierung gut, besser, schlecht oder evtl. noch schlechter geht, hängt ja von vielen Faktoren ab.
        Wenn jetzt ein ALG II Empfänger gerade eine Legislaturperiode erwischt, in der das ALG angehoben wird, dann geht es ihm unter DER Regierung besser.
        Der normalverdienende Familienvater rutscht blöderweise durch ein neues Steuermodell in eine höhere Besteuerung und hat unterm Strich weniger - also findet er diese Regierung doof.

        Das ist jetzt natürlich völlig platt dargestellt aber ich denke, Du weißt worauf ich hinauswill.

        Außerdem muss man auch die Mehrheitsverhältnisse in Bundestag und Bundesrat berücksichtigen.
        Die Bundesregierung ist CDU geführt. Im Bundesrat haben aber derzeit die SPD-regierten Länder die Mehrheit. (Korrigier mich bitte einer, wenn es nicht so ist!) Wenn also ein Gesetz vom Bundesrat verabschiedet werden muss, kann es durchaus sein, dass es keine Mehrheit bekommt und sich somit Dinge nicht ändern. Umgekehrt kann es diese Konstellation natürlich auch geben.
        Und dann besteht die derzeitige Regierung ja nicht nur aus der CDU, sondern CSU und FDP kochen an dem Süppchen auch mit und wollen eigene Interessen durchsetzen - Stichwort: Herr Seehofer und seine PKW-Maut.

        Eigentlich grundsätzlich, wenn es eine Koalition aus mehreren Parteien gibt, ist regieren nicht einfach.

        Wenn Du jetzt zwischen CDU und SPD wählen willst (die anderen Parteien lassen wir jetzt einfach mal raus), dann solltest Du Dir wirklich die Mühe machen und die Programme durchlesen und einfach schauen, was mit Deiner Meinung besser übereinstimmt.
        Das man Wahlversprechen meist nicht 1/1 umsetzen kann, liegt dann eben wieder an Opposition, Koalitionspartner, etc.

        Nein! Es ist nicht realistisch! Die Probleme, die Deutschland hat, werden mit einer neuen Regierung ja nicht auf einmal weniger und sie können meistens nur bedingt durch unsere Politiker beeinflusst werden. Unser Wohlstand ist leider sehr stark vom Export und somit vom Rest der Welt abhängig.

        Ob einige Dinge für den Einzelnen besser werden, hängt von vielen Faktoren ab. Da schließe ich mich meiner Vorrednerin an.

        VG
        Mateo

      "Besser werden, schlechter werden"? Das ist eine persönliche Wahrnehmung des Einzelnen.
      In Deutschland wird gerne auf sehr hohem Level gestöhnt.

      Von der Logik her betrachtet wird nur eine große Koalition, im Verhältnis der abgegebenen Stimmen einen Sinn machen.

      Für mich erschließt sich nicht, was eine Minipartei wie die FDP in einer Regierung soll.

      FG acentejo

        • Hallo mateo.

          CDU und SPD sind nun mal die beiden Parteien die die meisten Wählerstimmen bündelt.

          Da währe doch die logische Konsequenz das diese beiden "Volksparteien" gemeinsam eine Regierung bilden.

          "Koch und Kellner" sollten nicht vorkommen. Egal wie die Prozente der Stimmen ausfallen.

          Wirkliche Augenhöhe sollten Vorrang genießen.

          Ob es Merkel und Steinbrück nun in den Kram passt oder nicht.

          Zukunftsorientiert sehe ich "schwarze Wolken" am politischen Himmel.

          Obwohl ich kein Pessimist bin, treibt mich die Frage um was passiert mit Europa wenn die Kreditbürgschaften, die Frau Merkel als alternativlos bezeichnete, platzen?

          Der Schuldenberg, der dort entsteht wird wohl unsere Vorstellungkraft übersteigen.

          Steinbrück und Merkel haben dann die Möglichkeit die Suppe auszulöffeln die sie sich eingebrockt haben. Gegenseitige Schuldzuweisungen entfallen dann.

          Eine Regierung mit absoluter Mehrheit neigt evtl. zum "Machtmissbrauch".

          Mein Beitrag spiegelt nur meine Meinung wider.

          Regierungsverantwortung wird ja auch nicht mit Vergnügungssteuern belegt.

          Eher schon mit Schmerzensgeld.

          FG acentejo

          • Hallo acentejo,

            schwarze Wolken am Himmel sehe ich, den Eurorettungsschirm betreffend, auch!

            "Der Schuldenberg, der dort entsteht wird wohl unsere Vorstellungkraft übersteigen."

            Das wird wohl das Ende des Euro zu Folge haben. Was ich persönlich sehr schade finde. Aber solange jeder EU-Staat "sein Ding" macht, wird es wohl nie funktionieren.

            "Steinbrück und Merkel haben dann die Möglichkeit die Suppe auszulöffeln die sie sich eingebrockt haben. Gegenseitige Schuldzuweisungen entfallen dann."

            Ich finde eben nicht! Schuldzuweisungen werden dann wohl entfallen, aber Konsequenzen für die nächste Wahl müssen die dann ja nicht befürchten, da der größte Konkurrent ja mit im Boot saß! Die können doch dann verzapfen, was die wollen.

            Sitzt eine der großen Parteien in der Opposition, kann sie aus den Fehlern der anderen Lernen und es, falls nötig sogar verhindern, oder in der nächsten Legistraturperiode besser machen!

            VG
            Mateo

            • Mateo, Du gehst von der Tatsache aus das Politiker lernfähig sind? Da habe ich aber große Zweifel.

              Richtungsweisende Entscheidungen sind doch wohl eher dünn gesät.

              "Das Merkel" ist m.E. von einem unbändigen Machtwillen besessen.
              Wenn sie davon spricht das sie einem Minister/in uneingeschränkte Vertrauen entgegen bringt, dann kann diese Person schon mal den Schreibtisch räumen.
              Mit Steinbrück hätte sie da schon ein Problem.

              Sagt mir, besonders in Wahlkampfzeiten ein Politiker "guten Morgen", vergewissere ich mich ob es schon hell ist.
              Verschwindet der Euro, wäre es der monetäre Supergau.
              Die Eurozonenregierungen sollten wirklich (sehr schnell) ihre Denke mehr auf Europa abzielen wie auf ihre eigenen Länder. Allen voran: Frankreich.
              Zielsetzungen wären für mich die "Vereinigten Staaten von Europa".
              Dann hätte auch der Euro seinen Sinn erfüllt.

              Schönen Tag wünscht Dir acentejo

    #sonne

    Besser vielleicht nicht -die Garantie kann uns keiner geben-...aber vielleicht geht es wieder aufwärts und wichtige Themen werden endlich in Angriff genommen.

    Ich bin froh in einem Sozialstaat zu leben und dieser soll es auch bleiben!
    CHRISTLICHE demokratische Union von wegen christlich#rofl#contra

    lg

(14) 04.09.13 - 08:17

"Besser" wird es mit keiner der im Bundestag vertretenen Parteien.
Der Unterschied liegt nur darin, ob man Deutschland lieber schnell oder langsam gegen die Wand fährt.

Die CDU praktiziert eine Politik des "Aussitzens" (Hat Merkel von ihrem Ziehvater Kohl übernommen), ohne Mut für Reformen und dem Verwalten des (je nach individueller Ansicht guten oder schlechten) Status quo.

Die SPD scheint uneinig innerhalb der Partei bei wichtigen Fragen zu sein. Ebenso sollte jede für sich beantworten, ob die Agenda 2010 das war, was man sich unter einer Aufbruchstimmung nach 16 Jahren Kohl erhofft hat.

Grüne, FDP und Linke sind für mich nur Statisten.

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